Donnerstag, 27. Juni 2002

Der Tag des Abflugs (und der Ankunft)

Mitten in der Nacht ging es heute morgen dem gewünschten Urlaub und somit den erhofften Abenteuern, der Entspannung und vor allem der Sonne entgegen. Bereits um 5 Uhr startete unser Trip aus Paderborn, von wo Sabrina uns nach Düsseldorf zum Flughafen brachte (die ersten beiden Stunden an diesem Tag, an dem man an irgendwelche Sitze gefesselt war).

Viel zu früh, aber mit einer entsprechenden Zeitreserve konnten wir unser Gepäck aufgeben. Die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen scheinen sich wirklich verbessert zu haben, zumindest was Flüge in die USA angeht. Da wurden einem so lustige Fragen gestellt, wie „wer hat gepackt, wem gehört es, wann gepackt, unbeaufsichtigt stehen lassen, ob man irgendwelche Pakete für andere mitführt, etc.“ … also bitte, welcher Profi mit einem ernsthaften Vorhaben würde sich davon abhalten lassen etwas zu tun…..

Aber weiter geht’s. Nach Aufgabe der Koffer ab zum ersten Sicherheitscheck, durch die Sicherheitsgates, weiter in den Duty-Free Shop zum Alk-Fassen. Wenn schon nur ein dürftiges Frühstück drin war, dann konnte hier zumindest der O-Saft nachgereicht werden (leicht angereichert mit Barcardi). Was aber dann kam, erstaunte uns schon: vor Betreten des Abflugraumes noch einmal ein Sicherheitscheck, diesmal mit Ausziehen der Schuhe (man war ich froh, dass die noch zum Sockenausziehen aufgefordert haben, dann wären wir wohl umgekippt, hihi).

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Tja und dann? Warten, rumsitzen und hoffen, dass die Verspätung aufgrund einer technischen Störung (so was hört man nicht wirklich gerne vor dem Abflug) nicht noch länger dauert als angekündigt. Natürlich dauerte es länger! Statt um 9.15 ging es erst um 10.00 Uhr in die Lüfte mit einem kleinen Airbus mit minimaler Ausstattung (dass da Sitze drin waren, Donnerwetter!).

Dass wir nicht nur einen günstigen sondern auch teilweise billigen Flug gebucht hatten, machte sich während des Fluges (weitere 11 Stunden stillsitzen) bemerkbar. Unfreundliche Stewardessen, kalter Kaffe, Schwarz-Weißfernsehen und die trotz 499 € Flugkosten zu entrichtenden aber albern erscheinenden Kopfhörergebühren von 2,50 € - lächerlich. Mal ganz abgesehen davon, dass wir keinen eigenen Monitor pro Nase, keine Computerspielmöglichkeit, keine Gelegenheit zum Telefonieren, keine Beinfreiheit, …. hatten und alkoholische Getränke bezahlt werden mussten (na ja, vielleicht ist man ein wenig von Singapore-Airlines verwöhnt, und dass mit dem Alkohol war auch nicht sooo schlecht, schließlich mussten wir in LA ja noch Autofahren)…..

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Aber bis dahin standen noch die spannenden Abendteuer auf dem Flughafen und das Herumärgern mit dem „Customs Service“ bzw. dem „Immigration Office“ an. Das typische Ausfüllen des Fragebogens, warum man einreist (zur Wahl stehen nur ja und nein; wer einmal ja ankreuzt darf nicht einreisen. Ergo… was kreuzt man an? Das, was auch LTU einem in der Anleitung zu diesem Faltblatt suggeriert hat: nein, nein, nein, nein, nein, …… Hier wieder zum Punkt Gepäckaufgabe: wer lässt sich von so was abhalten einzureisen und wer gibt es vor allem zu??) und was man alles einführt. Auch dabei wird natürlich wieder gelogen, dass sich die Balken biegen, natürlich führen wir keine Lebensmittel ein, Schokolade und Alk sind schließlich Genussmittel, oder? Die anderen durften dafür bereits im Flieger alle restlichen Lebensmittel, vor allem Obst abgeben – ich persönlich glaube, dass haben sich die Crewmitglieder von LTU ausgedacht und dann fett gefeiert J.

Auf dem Flughafen wieder durch alle Kontrollen durch, diesmal auch im persönlichen Gespräch überzeugend wirken, dass man keine bösen Absichten hat (außer vielleicht Mr. Gates Kick in den Ass verpassen) und natürlich nichts einführt. Wenn man nach einer Stunde warten dann auch endlich dran kommt, erstreckt sich eine Reihe von Leuten, denen man fast immer die gleiche Story erzählen muss, aber irgendwann ist man auch diesen Psycho-Fragen entflohen.

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Dann ab in den Alomo-Bus zum Auto. Leider stellte sich heraus, dass unser Reisebüro in Deutschland ganze Arbeit geleistet hatte, denn um den Wagen zu bekommen musste ein weiterer, geringfügiger Betrag in Höhe von 350 US$ gezahlt werden. Ich denke dass wird sich morgen nach einem hart-aber-herzlich Gespräch mit der guten Dame aus dem Reisbüro klären…

Da wir aus irgendwelchen Gründen auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht von irgendwelchen Schlafbedürfnissen überfallen wurden, ging es also zunächst raus aus LA. Kurz einen Stop bei Ralph´s Supermarkt (schnell Mitglied werden – ok, sind wir immer, aber nicht bei Ralph´s, haha) und dann nach Venice und Malibu Beach. Bei nicht gerade einladenden Temperaturen von 76 F (22 C) maximal haben wir es beim daran-vorbeifahren gelassen und werden uns diese Plätze am Wochenende noch einmal genauer ansehen. Dafür sind wir die Küstenstraße in Richtung Santa Monica und anschließend Santa Barbara weitergefahren, wo nach Stipvisite der Pepperdine University (nicht schlecht Herr Specht) eigentlich der Botanische Garten in Santa Barbara auf der Tagesordnung stand. Nach diesen ersten Kilometern hatte Ingo dann auch herausgefunden, dass es sich bei dem Wagen um einen Automatik handelt, und er nicht immer vergeblich nach der Kupplung zu suchen braucht J

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Angekommen in Santa Barbara (gute 90 Miles von LA) hatten wir dann aber nur noch ein sehr geringes Bedürfnis, den Botanischen Garten zu sehen. Viel mehr war der Drang zum Schlafnachholen gekommen. Trotz der späten Zeit und untergehenden Sonne gab es also doch noch ein Sonnenbad und zumindest eine halbe Stunde Schlaf, bis man es vor Kälte aber nicht mehr am Strand aushalten konnte. Hundemüde (Anmerkung: da waren wir jetzt wirklich fast 3 Stunden wegen einer halben Stunde Schlaf am Strand gefahren) ging es also Richtung Simi Valley / L.A. Nach weiterer Suche und einigen „almost Treffern“, was die Straßen angeht, haben wir es dann zu Amy geschafft, der Bekannten von Ingo, bei der wir es uns gemütlich gemacht haben. So, uns jetzt haben wir nach einem weiteren Dinner (unterwegs gab es leckere Sandwiches mit Ketchup und Käse J) das Zimmer bezogen und planen für morgen. Schaun wa mal, wie´s wird, ich bin gespannt…..

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