Freitag, 31. Dezember 2004

Cape Tribulation

Der heutige Morgen begann schon sehr früh, da uns die etwas hektische Dame im Reisebüro empfohlen hat, sehr früh („early early“) loszufahren, da wir ca. zweieinhalb Stunden mit der Anfahrt zu Cape Trib verbringen würden. Also sind wir um ca. 6.30 Uhr aufgestanden, also ca. 45 Minuten, bevor wir normalerweise immer aufwachen…

clip_image002Wir haben kurz unsere Sachen gepackt und sind dann in Richtung Norden aufgebrochen. Auf dem Weg dorthin lag dann die Hartwig’s Crocodile Farm. Da wir die letzte Croc Fram nicht gefunden haben, sind wir direkt aufgebrochen und hatten in der Tat Glück, denn 5 Minuten, nachdem wir dort angekommen sind, haben sie den Park aufgemacht. Um neun Uhr, also eine halbe Stunden später, gab es dann eine Bootstour über einen dortigen Fluss - inkl. Krokodil Fütterung.

Um die ersten Minuten nicht sinnlos am Ufer zu sitzen, sind wir also los durch den Park und haben uns auf die Suche nach Krokodilen gemacht. Wir haben nicht lange gesucht, dann sind wir schon auf unsere Freunde aus Brisbane gestoßen, die süßen kleinen Koalas. Die sind anscheinend gerade erwacht, denn alle vier waren am Eukalyptus mampfen…

Wir sind den „Crocodile Walk“ noch ein wenig weiter gegangen. Danach haben wir auch schon die ersten Exemplare der Salzwasserkrokodile bestaunen dürfen. Diese schwammen in einem derart braunen See, so dass man sie kaum erkennen konnte. Erst dachten wir, die hätten und reingelegt und es gibt nicht 3.500 Krokodile auf dieser Farm, sondern vielleicht 3,5. Nach näherem Hinschauen lagen in diesem Tümpel mindestens mal 25 von den großen Kroks.

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Danach sind wir noch ein wenig den Corcodile Walk gefolgt und konnten uns die etwas kleineren Süßwasser Krokodile anschauen. Die waren wirklich nur halb so lang wie die Art-Verwandten - aber auch echt interessant anzusehen.

clip_image006Kurz darauf mussten wir zum Anleger. um an der Bootsfahrt teilzunehmen, um uns diese Wesen mal von nahem zu sehen. Dabei wurden sie auch gefüttert, um uns deren Jagdsinn zu demonstrieren. Es ist schon sehr beeindruckend, wie hoch so ein 600 Kilo Koloss aus dem Wasser springen kann, um sich die Beute zu holen. Und noch beeindruckender war es, als direkt neben dem Boot - so ohne Grund - ein noch größeres Exemplar ca. 1,5 bis 2 Meter aus dem Wasser jagte und einen „Snap“ machte - also das zusammenschlagen des Gebisses. Das war mal echt ein wenig laut und hat alle sieben Teilnehmer der Bootsfahrt einen gehörigen Schrecken verpasst.

Der Ranger an Bord meinte nur, dass dies ein normales Verhalten sei, wenn die Korks Beute wittern - mit dem Snap würden sie die Beute einschüchtern und jagen. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nur mal gehofft, clip_image008dass der Ranger mit „Beute“ das Hähnchen in seiner Hand meinte - nicht etwa uns…

Nach der Bootsfahrt - welche wir glücklicher Weise überlebt haben - konnten wir unseren Crocodile Walk zu Ende bringen und haben uns auf den Weg zu den Cassowarys gemacht. Dabei sind wir bei den Swamp Wallabys vorbei gekommen - echt nett die kleinen Dinger. Und sehr lieb, wenn man sie streichelt. Ich wusste bis dato gar nicht, dass die so aussehen wir kleine Kängurus - muss aber wohl!

clip_image010Nach den Wallabys kam auch schon direkt das Gehege mit den Cassowarys. Das sind eine Art Emus, nur mit einem anderen Ding auf dem Kopf und in Farbe. Weiterhin sind sie noch ein wenig aggressiver als die Emus. Also wir dort angekommen sind, war die Fütterstunde gerade um, der Ranger war aber noch da und hat uns einige nette Geschichten erzählt, wie diese Tiere auf Menschen reagieren.

clip_image012Er hat eine Aussage getroffen, die mich mal ein wenig irritiert hat, „wenn ich jetzt in das Gehege von dem Weibchen rein gehe, um den Kot zu entfernen und die Wasser aufzufüllen, dann wir sie mich mit aller Wahrscheinlichkeit töten“ (Zitat der Ranger). Weiter im Text meinte er, „ich hab echt keine Probleme damit, die Krokodiele zu füttern, mit einer Boa Constrictor oder einer der giftigen Spinnen zu hantieren, aber vor diesen verrückten Dingern hier habe ich mal echt Respekt. Da gehe ich heute nicht rein!“

Mit diesen Eindrücken sind wir dann also wieder vom Gehege weg, um uns den weiteren gefährlichen Tieren dieser Farm zu widmen. Unglaublich - jetzt bin ich mir auch im Klaren darüber, warum da sooo viele Hinweis-Schilder auf den Straßen stehen, dass hier Cassowarys kreuzen. Vermutlich nicht, damit man langsam fährt, sonder nur, damit man nicht aus dem Auto aussteigt…

clip_image014Auf dem Rückweg sind wir dann noch einmal an den Süßwasser-Krokodilen vorbeigekommen. Bestimmt hat denen jemand gesteckt, dass bald Fütterungszeit ist. Sie haben alle mit sehr weit aufgerissenem Maul im Wasser gelegen und auf die nächsten Opfer gewartet. Aber wir hatten es ja eilig und sind strikt weiter gegangen.

Auf dem Weg zum Ausgang sind wir noch an dem „Picture-Spot“ vorbeigekommen, bei dem man 25 Dollar für ein Foto mit einem Koala auf dem Arm bezahlen durfte. Wir hatten Glück, dass die eine Show noch nicht zu Ende war, somit beim Foto-Ereignis noch kein Andrang war. Also habe ich die nette Rangerin in ein Gespräch verwickelt und wir durften zum Schluss den kleinen Koala noch ein wenig streicheln. Die clip_image016haben echt ein nettes Fell. Irgendwie sehr weich, andererseits aber auch sehr borstig… Komisch, aber total schön!

Dies sollte aber auch schon unser letztes Erlebnis auf der Croc-Farm sein, denn wir hatten keine Lust, noch eine Stunde bis zur Krokodil-Fütterung zu warten, da wir ja noch bis zum Cape Trib hinauf wollten.

clip_image018Unser nächstes Ziel, Mossman Gorge, war ein wenig enttäuschend, da die ganzen Büros dort geschlossen hatten. Wir sollen doch bitte bis Montag warten, dann würden sie wieder aufmachen. Wir dachten nur - toll, am Montag sind wir schon in Melbourne! Somit sind wir wieder recht zügig ins Auto und haben die Guided Tour durch den Daintree Regenwald von unserer Liste gestrichen…

clip_image020Unser nächstes Ziel war dann also Cape Tribulation (Cape Trib). Dies ist der einzige Ort auf der Welt, wo der Regenwald an einen Ozean grenzt. Wirklich interessant! Zunächst mussten wir jedoch den Daintree River überqueren. Dies wussten wir bereits ein wenig vorher, auch dass dies 20 $ kostet. Das Problem war eigentlich nur, dass es wie besenkt geregnet hat. Der Fluss war mehr oder weniger braun und überall standen Krokodil-Warnschilder. Dann hatten wir noch die Information bekommen, dass es sein kann, dass wir nicht bis zum Cape Trib durchkommen könnten, da ein Fluss ein wenig über die Ufer getreten sei… Kurzer Hand haben wir uns dann aber entschlossen, doch drüber zu fahren um zu schauen, was der Tag dann noch so bringt.

Unser erster Punkt auf der anderen Seite war „Cape Kimberly Beach“, ein kleiner Strand nach einer Fahrt durch den direkten Urwald. Als wir am Ende der Straße angekommen sind, erkannten wir, dass wir durch einen 50 Meter breiten Streifen Urwald gehen mussten, um an den Strand zu gelangen. Das Problem dabei und dass, was mich ein wenig unwohl gestimmt hat war, dass überall stand, dass dieses Gebiet voll von Krokodielen sei und wir uns vom Wasser fern halten sollten. Jedoch war der Streifen durch den Urwald eine Art Feuchtgebiet und es hat sich alles auf dem Boden bewegt, als wir dort hineingegangen sind. Das waren allerdings so eine Art Krabben oder kleine Schildkröten.

Danach ging es wieder ein wenig weiter durch den Urwald zu unserem nächsten Ziel - irgendeinem Restaurant um ein wenig Essen zu fassen. Wir sind im „Fan Palm Broadwalk Cafe“ untergekommen, kurz vor einem sehr heftigen Regenschauer. Dort haben wir ein sehr üppiges Mittag-Essen genossen und konnten den Schauer bestaunen. Laut Kellner ist das absolut normales Wetter für diese Jahreszeit. Der Regen hätte wohl nur schon vor zwei Monaten oder so beginnen sollen.

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Nach dieser kleinen Stärkung wollten wir dann zum Cape Trib weiterfahren. Leider mussten wir festestellen, dass der Cooper Creek tatsächlich über die Ufer getreten ist und sich in einen reißenden Strom verwandelt hat. Somit war unsere Fahrt an dieser Stelle zu ende und wir waren heil froh, dass wir zuvor nicht durchgefahren sind, sondern erst was essen waren. Ich vermute, wir wären heute Vormittag noch durchgekommen, hätten dann jetzt aber das Problem gehabt, nicht wider zurück zu kommen (so wie die Leute auf der anderen Seite des Flusses). Wir hätten es dann natürlich probieren können, ich bin jedoch davon überzeugt, dass Sabrina dann den Leuten von Hertz hätte erklären müssen, was deren Toyota Camry auf dem Grund des Pazifik macht (das Wasser stand irgendwie 60-70 cm hoch)…

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Ein paar Bekloppte haben es dann probiert, mit dem Auto dort durch zu kommen. Der Idiot auf dem Bild hier hatte wohl absolut keinen Respekt vor dem Strom - und auch kein Herz für sein Auto. Der Jeep hatte nicht einmal ein Abgasrohr nach oben, sondern nur ein normales. Das war auch der Grund dafür, warum er seinen Wagen 4 Mal abgebockt hat und dieser immer weiter in Richtung der gefährlichen Kante rutschte. Man man man, da hat nicht mehr viel gefehlt und er hätte Krokodil-Leder auf seinem Sitz gehabt (lebendiges natürlich)…

clip_image026Danach haben wir beschlossen, dass wir nicht in die Gelegenheit kommen möchten, Hertz irgendetwas erklären zu müssen und sind umgedreht. Auf dem Weg lag dann noch so ein Spot wie der Strand zuvor, der „Cow Beach“. Hier sind wir hinunter gefahren und bevor wir zum Strand sind, haben wir uns ein wenig aufs Ohr gehauen und eine ganze halbe Stunde geschlafen. Das war mal echt schön.

Auf dem weiteren Weg lag ein Informationszentrum, das wir auf dem Hinweg ausgelassen hatten. Nun bot uns jedoch die Gelegenheit (und auch genug Zeit), hineinzugehen und hatten von dort einen schönen Blick auf einen Fluss im Regenwald.

Unser letzter Stopp an diesem Tag war der Alexandra’s Range Lookout, ein Aussichtspunkt auf die Mündung des Daintree Rivers. Hier hatten wir ein wenig Glück, dass es jetzt nicht mehr so verregnet war und wir einen schönen Ausblickt genießen konnten.

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Ein wenig später mussten wir dann wieder den Daintree River überqueren - und wie der Zufall so spielte ist uns die Fähre genau vor den Augen weg gefahren. Also warteten wir, bis sie wieder zurück war. Dabei haben wir einen netten Aussi getroffen, der uns unglaubliche Storys über Krokodile erzählt hat, nachdem er uns darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir für seinen Geschmack ein wenig nahe am Ufer standen (ca. 10 Meter entfernt). Also sind wir weiter weg gegangen und haben uns angehört, was passiert, wenn ein 2,5 Meter Süßwasser-Krokodil auf ein 8 Meter langes Salzwasser Krokodil trifft - oder anders formuliert, was das große mit dem kleinen so anstellt. Den Rest kann man sich glaube ich denken… Irgendwann kam dann endlich die Fähre und wir brauchten uns keine Horror-Storys mehr anhören (war aber echt interessant, so aus der Realität zu erfahren)!

clip_image030Auf dem Rückweg sind wir dann wieder den Captain Cook Highway „1“ in Richtung Süden gefahren, haben uns dafür entschlossen, Port Douglas im strömenden Regen auszulassen und sind immer weiter in Richtung Cairns gekommen. Kurz vorher haben wir noch einige Stopps gemacht, um einen wundervollen Blick auf den Strand fest zu halten (mittlerweile hat es wieder aufgehört zu regnen).

Auf der Rückfahrt ist uns dann irgendwann aufgefallen, dass heute ja der 31.12. ist und das Jahr sich so langsam dem Ende neigt. Somit sind wir kurz auf das Hotelzimmer, haben unseren Essens-Voucher abgeholt und sind zuvor noch zu Hertz gefahren, um unser Auto abzugeben. Es war punkt sechs Uhr, als wir dort angekommen sind - und wir haben die Angestellten noch gesehen, wie sie das Geschäft abgeschlossen haben. Wir fragten noch einmal kurz nach, ob es möglich sei, das Auto abzugeben. Sie meinten nur, wenn ich keinen Receipt benötige, dann ja. Wir hatten ja nicht so die Wahl, also haben wir ihnen den Autoschlüssel gegeben und sind gegangen. Der eine Typ meinte noch, der Computer wird alles automatisch berechnen und dann in Rechnung stellen. Ich bin mal gespannt, wie das geht, ohne meine Unterschrift…

Ein wenig später sind wir dann wieder in den P. J. O’Brians Pub gegangen, um zu Abend zu essen. Wir haben hier noch ein wenig ausgeharrt, da wir einen super Blick auf eine Live-Band hatten. Irgendwie war es aber erst 21.00h und wir waren beide hundemüde. Nun hatten wir aber noch drei Stunden tot zu schlagen, denn wir waren nicht wirklich in der Laune, mit dem 70 zwanzigjährigen aus dem Pub zu feiern. Also sind wir erst einmal eine Runde ins Internet Cafe gegangen, um einige wichtige Dinge zu erledigen. Danach sind wir dann an die Promenade gegangen, da wir erfahren haben, dass dort das Feuerwerk stattfinden wird.

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Die Promenade (in Cairns ebenfalls „Esplanade“ genannt) war einige hundert Meter lang. Auf der Mauer saßen dann ca. 1000 Leute, Hintern an Hintern, um ja einen guten Platz zu haben, wenn das Feuerwerk los geht. Super! Wir haben uns also auf den Weg gemacht und sind die Esplanade entlang gegangen. War schon ein sehr komisches Gefühl, bei ca. 30 Grad (plus und auch Celsius!) in das neue Jahr zu starten.

clip_image034Um Punkt zwölf gab es dann ein schönes Feuerwerk an der Pier. Dieses war dann um viertel nach zwölf zu Ende und alle sind nach Hause gegangen (oder in einen Pub). Wir hatten in diesem Fall mal echt Glück mit dem Wetter, denn 5 Minuten nach Ende des Feuerwerks fing es an zu Regnen, aber nicht ohne! Wir sind dann aber auch direkt ins Hotel gegangen, da wir am nächsten Morgen um 7.00h raus mussten - unsere Great Barrier Reef Tour stand ja an! Und da wollten wir fit sein und auch nicht zu sehr mit Alkohol abgefüllt sein.

Donnerstag, 30. Dezember 2004

Der Weg von Mission Beach nach Cairns

clip_image002Als wir an diesem Morgen (wieder mal) um 7.15h aufgewacht sind und aus dem Fenster geschaut haben, war unser erster Gedanke, dass wir mitten im Urwald gelandet sind. Nach einer kurzen Erkundungstour mussten wir jedoch feststellen, dass dies der Garten des Hotels ist, mit einem Salzwasser-Pool und entsprechenden grünen Pflanzen.

Als ich ausgecheckt habe, wollte ich vom Mann hinter dem Tresen wissen, wo genau denn der schöne Strand sei, von dem alle sprechen. Ich habe versucht, dies ein wenig ironisch rüber zu bringen, da es draußen sau heiß war (um 10h morgens), es in Strömen regnete und ich nicht gedacht habe, dass es in den nächsten 100 Tagen an diesem Ort wieder so etwas wie Sonne geben wird. Er meinte nur sehr nüchtern, dass der Strand 80 Meter hinter dem Hotel sei, ich solle einfach diesen kleinen Weg gehen.

Wir haben uns dann dazu entschieden, den Weg mit dem Auto zu fahren, welches klimatisiert war und es, wie schon gesagt, in Strömen regnete. Es war wirklich unerträglich, diese Schwüle dort. Wie eine Wand, gegen die man rennt, wenn man aus einem mäßig klimatisierten Raum kommt. Wir sind dann ein wenig weiter gefahren (bis zur übernächsten Kreuzung) und sind dann erst in Richtung Strand abgebogen. Als wir ca. 5 Minuten später aus dem Auto raus sind, hat es plötzlich aufgehört zu regnen. Unglaublich!

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Also sind wir an den Strand und haben uns hiervon begeistern lassen. Ein traumhaft schöner Strand lag vor uns, mitten in den Tropen. Wir haben einen netten Herren (Brite oder so) getroffen, der fast perfekt Deutsch sprach, denn er war zwei Jahre in Gütersloh stationiert (er hat auch das Foto aufgenommen).

clip_image006Danach sind wir weiter in ein „Wet Tropics Information Center“. Am meisten beeindruckt haben mich diese kleinen Stinger, die dort ausgestellt waren. Diese kleinen Quallen sind ca. 1-2 cm groß (also wesentlich kleiner als hier im Foto dargestellt) und haben jeweils vier Tentakeln am Körper hängen. Also ist es höchstwahrscheinlich, dass man diese kleinen Dinger in einem Ozean mit was weiß ich wie viel Kubikmeter Wasser, einfach so übersieht. Weiterhin hat uns die Rangerin darauf hingewiesen, dass an den Stränden hier zwar Stinger-Netze aufgestellt sein, diese Art von Quallen durch die Netzte aber ohne weiteres durchkommen. Das interessante bei diesen kleinen Stinger ist nun, dass sie einem nicht einfach nur einen sehr schmerzhaften Stich versetzen - nein, es ist sogar höchstwahrscheinlich, dass man dabei drauf geht, wenn man gestochen wird! (Das Foto habe ich mit Makro aufgenommen, deswegen wirken die so groß - und da sie sich bewegt haben, sind sie leicht verschwommen.)

clip_image008Die gute Dame im Information Center hat uns dann noch ein paar gute Tipps gegeben, wo wir denn hin fahren könnten, auf unserem Weg nach Cairns. Ihre Empfehlung war, Pantorellas Castel in keinem Fall auszulassen. Wenn uns das nicht gefallen sollte, dann bekommen wir sogar unser Geld zurück. Diese Idee gefiel uns und wir haben uns direkt auf den von ihr beschriebenen Weg gemacht. Dabei sind wir noch eine Scenic Route gefahren, entlang an der Küste rund um Mission Beach. Da waren echt in paar schöne Stellen dabei, wo man einfach nur „relaxen“ konnte (wenn man nicht 10 Minuten zuvor von 1-2 cm großen, tödlichen Quallen gehört hätte)…

Ein wenig später sind wir dann bei Pantorella’s Castel angekommen. Der Empfang war schon sehr herzlich - von einem Angestellten, der uns einen Parkplatz gezeigt hat, meinte, wir müssen uns nicht beeilen und sollen relaxen, dass die Leute normalerweise 2-3 Stunden hier verbringen und mit einem Lächeln auf den Lippen wieder raus kommen - und wenn sie das nicht sollten, dann bekämen sie ihr Geld zurück. Cool, was? Also sind war da rein und haben uns direkt einer Tour angeschlossen, die rund um das Schloss (oder was davon übrig geblieben ist), den Ball-Room, das Grundstück und den Regenwald führte.

Das Mädel, welche die Führung gemacht hat, war wirklich super nett. Sie kam vom Lande, also vom Ort nebenan und kannte sich wirklich mit allem aus, was es so zu sehen gab und hat auch keine Frage der Teilnehmer ausgelassen.

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Zuerst sind wir also zu dem Castel. Es ist uralt - also in den 1930ern gebaut, danach durch den beiliegenden Fluss überschwemmt und daraufhin verlassen worden, ist es kurze Zeit später arg verrottet. Irgendwann in den 1990ern wurde es dann von einer australischen Familie aufgekauft, die sich in dieses Grundstück verliebt haben. Danach haben sie es komplett restauriert und nun eine Art Museum darauf errichtet, um die Restauration zu finanzieren.

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Ein wenig weiter in der Tour gab es dann noch einen Wasserfall zu sehen. Das besondere hierbei ist, dass Pantorella als erster in FNQ (Far North Queensland) es geschafft hat, eine Turbine zu erreichten, um durch die Wasserkraft Elektrizität zu gewinnen. Das Erstaunliche, was ich erfahren habe war, dass - entgegen meiner Annahmen - kleinerlei tödliche Tiere in diesem Wasser geschwommen sind - keine Stinger, keien Box Jellyfish, keine Krokodile und auch keine Alligatoren… Ich war kurz davor, in den Teich zu springen - aber dafür war er mir doch ein wenig zu trübe…

Im Anschluss an die Tour haben wir noch ein wenig gewartet, auf die nächste Guided Tour, die „Bush Tucker Tour“. Ich habe mir hier eigentlich vorgestellt, dass wir durch den Urwald geführt werden und uns jemand erklärt, was das alles für Pflanzen sind, welche Tiere hier zu Hause sind etc.

clip_image014Entgegen unserer Erwartungen war dies jedoch eine Führung von einer Aborigenee, die uns erklärt hat, welche Arten von Früchten auf den Bäumen wachsen und wie diese zu essen sind. Danach hat sie uns noch erklärt, wie die Aborigenees ihre Häuser bauen und welche Arten von Laub dazu geeignet sind und welche weniger. Der Vorteil war, dass wir nur zu zweit diese Tour bekommen haben, da sonst anscheinend niemand daran interessiert war. Somit konnten wir die angesetzten 45 Minuten auf ganze 20 beschränken und hatten darüber hinaus noch Zeit, uns über die fünf Aborigenees Tribes (Stämme) zu unterhalten, die das Land beherrschen.

clip_image016Interessant waren auch ihre Ausführungen zu meiner Frage, ob es auch eher feindliche bzw. nicht friedfertige Stämme gebe, die Menschen anreifen würden. Ich habe ihr erklärt, dass ich verschiedene Berichte hierüber gelesen habe. Sie meinte nur, dass die Stämme an der Küste eigentlich alle sehr friedlich seinen, bei den Stämmen im Outback würde sie dafür jedoch nicht garantieren wollen. Da käme ein Angriff manchmal schon vor. Nicht immer, aber durchaus schon mal. „You know, as people are… (unpredictable)“

clip_image018Dann hat sie mehr oder weniger darauf gedrängt, dass wir an einer Tanzvorführung von ihrem Stamm teilnehmen sollen. Erst dachte ich mir, dass sie uns nicht so einen „Schei..“ empfehlen solle - ich habe ihren Stamm doch vor 30 Minuten am Information Center gesehen, eine Cola kaufen und Marlboro rauchen. Die waren zwar irgendwie angemalt, aber der Rest - alles Schau oder so.

clip_image020Als wir dann aber bei der Schau waren, fand ich es mal echt beeindruckend. Sie haben uns drei Tänze gezeigt, die irgendwelche Dämonen verscheuchen sollten oder so - nicht schlecht sage ich da. Zum Schluss durfte ich mich dann sogar noch mit der Truppe von Tänzern fotografieren lassen. Dabei war ich der Warrior (also der Jäger), der gerade ein Wallaby erlegt hat (oder so). Aber echt nett die Truppe! Sie sprachen perfektes Englisch, waren well-educated und wollten uns nicht essen, cool was J

clip_image022Danach sind wir weiter ins Landesinnere gefahren, in Richtung Johnstone, um eine Crocodile Farm zu besichtigen. Leider haben wir dank der sehr guten Beschilderung in Australien (das war jetzt pure Ironie) diesen Ort nicht gefunden und haben kurzer Hand entschieden, weiter zum Lake Echem zu fahren, um hier einmal kurz zu stoppen. Der See ist ein Süßwasser See, der durch einen Vulkan entstanden ist. Der See war sehr schön - leider war ich ein wenig zu platt, um darin schwimmen zu gehen. Dafür war es auch ein wenig zu schwül.

clip_image024Unser nächstes Ziel war dann das nahe gelegene Yungaburra, welches uns von einem Travel-Agent in Airlie empfohlen wurde. Dies sei ein Heritage-Listed Örtchen, welches super schön sein sollte. Auch mein Lonely Planet hat dies bestätigt. Er hat noch eine Empfehlung für ein Suisse-Italian-Restaurant ausgesprochen, welches wir aufsuchen wollten. Leider ist uns vor Ort aufgefallen, dass dieses von 15.00h bis 17.30h geschlossen hatte. Leider war es gerade 15.55h und wir hatten nicht wirklich Lust, noch eineinhalb Stunden hier zu verbringen, denn der Ort war wirklich ziemlich klein und irgendwie schienen die Bürgersteige hochgeklappt zu sein. Siesta oder so…

clip_image026Also sind wir weiter gefahren, zum nächsten See der Crater Lakes - Lake Barrine. Dieser See war ein wenig größer als der letzte. Er ist nach dem selben Muster entstanden. Ein Vulkanausbruch hat einen Krater erzeugt, danach ist das Loch wieder verschlossen und das Grundwasser wurde im Kraterloch aufgefangen - Lake Barrine ist entstanden. Dieser lag ein wenig näher an der Straße, welche sich direkt durch die Kraterausprägungen erstreckte.

Nach einem kleinen Stopp hier und der Entscheidung, doch keine Bootstour über den See zu machen, sind wir dann auch schon weiter gefahren, in Richtung Cairns - welches nur noch ca. 60 Kilometer entfernt lag.

Der Weg war jedoch ein wenig länger als gedacht, da er uns direkt durch die Tropen führte. Wir sind im Laufe unserer Anfahrt zum See auch auf ca. 1.700 Höhenmeter gefahren, welche wir in den nächsten 30 Kilometern wieder runter mussten. Das hatte natürlich auch den Vorteil, dass sich uns einige schöne Blicke über den Urwald erstreckten.

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Nachdem wir dann die erste 30 Kilometer hinter uns gebracht haben, dauerte es nicht mehr lange und wir waren in Cairns. Dort mussten wir eigentlich nur noch in unser Hotel, dem Crocodile Club Hides, einchecken.

Dieses haben wir mehr oder weniger auch auf Anhieb gefunden, haben das Auto komplett leer geräumt und sind dann auf unser üppiges Zimmer gegangen. Zu Abend haben wir in dem kleinen Irischen Pub nebenan gegessen, da wir hierfür einen 8 $ Off Voucher bekommen haben (somit mussten wir 8 $ weniger zahlen).

Nach dem Essen sind wir noch an die Esplanade und haben uns nach Schnorchel-Trips erkundigt. Hier haben wir auch einige Anbieter gefunden, uns für „Tusa Dive“ entscheiden und für den 1.1.2005 einen Trip gebucht (ab 7.30h - schei..e).

Mittwoch, 29. Dezember 2004

Whitsunday Islands Sailing Tour - Tag 3

Der heutige Morgen hat genau so angefangen wie der gestrige. Die selben Uhrzeiten, das selbe Essen und die gleichen Personen. Nur haben die Rainbow Lorikeets gefehlt.

clip_image002Ein wenig später sind wir auch schon zum Steg gegangen, um das letzte Mal auf die „Pride of Airlie“ zu boarden. „Leider“ waren heute nicht so viele (tödliche) Fische zu sehen. Ich denke, das lag unter anderem auch daran, dass wir heute einige Windstärken mehr hatten als gestern. Ok, gestern war Windstärke 0,005 - da geht schon fast nicht weniger.

Wir haben Kurs auf eine kleine Bucht nördlich von der großen Whitsunday Island genommen, um dort noch einmal schnorcheln zu gehen. Die Überfahrt war ein wenig ungemütlicher, aber hier sind wir ja mit dem Wind und mit den Wellen gefahren. Das ging also noch. Ein entgegenkommendes Boot hatte jedoch ein wenig mehr mit den Wellen zu kämpfen, als wir gerade. Das Problem dabei war nur, dass wir ja auch noch zurück mussten…

clip_image004Nach guten zwei Stunden Überfahrt sind wir dann in der Bucht angekommen, zu unserem einzigen Stopp heute. In der Bucht herrschte trotzdem eine starke Strömung, aber unser Skipper hat uns mit dem Tender-Boot ein wenig Strom aufwärts gefahren, damit wir uns einfach nur herab treiben lassen konnten. Zuvor mussten wir jedoch wieder in unsere sexy Stinger-Suits schlüpfen, damit wir von keinen fiesen Tieren gebissen, gestochen oder gestreift werden konnten (bzw. wir dadurch keine tödlichen Schmerzen erfahren mussten).

Das Wasser war heute ein wenig trüber, so dass die Sicht nicht so toll war wie gestern. Die Korallen waren auch zu sehen, leider waren diese ca. 4 Meter tief, so dass wir immer runter tauchen mussten, um die zu bestaunen. Die Schnorchel-Tour an sich war heute dafür etwas länger als die gestrige. Hat aber in jedem Fall Spaß gemacht und gab mal ein wenig Abwechselung zum reinen Segeln bzw. Boot-Fahren…

clip_image006Nach der Schnorchel-Tour sind wir dann mehr oder weniger direkt zurück nach Airlie Beach. Dies waren dann auch noch einmal zweieinhalb Stunden, diesmal jedoch gegen die Strömung, gegen den Wind und gegen die Wellen. Sabrina war nicht wirklich überzeugt von dieser Art zu reisen, da das Boot doch sehr oft mit dem Bug in die Wellen tauchte und sehr stark schwankte.

clip_image008Also sind wir achtern gegangen, da das Boot dort am stabilsten im Wasser liegt. Einige Male bin ich dann noch nach vorne, um die Wellen mitzunehmen - ein echt cooles Gefühl. Als es mal ein wenig ruhiger war, habe ich sogar geschafft, noch ein Foto vom Festland zu machen.

Die Fahrt verging wie im Flug - die Hostessen hatten auch so gut wie keine Arbeit mehr, der Skipper hat das Steuer an seinen Maat Tom abgegeben und sich ein wenig mit „Stupid White Man“ beschäftigt und die ganzen Teilnehmer haben zu 90 % geschlafen, um sich für die nächsten Tage ein wenig auszuruhen.

Als wir in Airlie angekommen sind, haben wir noch schnell was zu trinken gekauft, unsere Reisepässe aus dem Safe geholt, die Stinger-Suits zurückgegeben, ich habe festgestellt, dass meine EC-Card gesperrt ist und wir hatten noch kurz die Gelegenheit, ein wenig Pasta zu essen. Danach sind wir relativ schnell zum Auto und haben hier schon wieder unsere beiden Schwestern aus Schweden getroffen. Unglaublicher Weise wollten sie auch nach Cairns weiter - also haben wir uns deren Telefonnummer und Backpacker geben lassen und haben uns mehr oder weniger für und in Cairns verabredet.

clip_image010Der Weg aus Airlie Beach war unbeschwerlich - Sabrina ist die gesamte Strecke gefahren und ich habe ein wenig getippt. Nach einigen Stunden sind wir dann in einen sehr schönen Sonnenuntergang hinein gefahren - leider konnten wir diesen nicht ganz sehen, da dort noch Berge zwischen lagen.

Danach sind wir nach Tully rein gekommen. Nachdem wir diesen Punkt passiert haben, wurden wir von einem beeindruckenden, wasserfallartigen Regen überrascht. Wir haben ein wenig später erfahren, dass Tully das Seattle von Australien ist, die nasseste Stadt im gesamten Land.

Der Weg nach Mission Beach war somit ein wenig erschwerlich, aber wir sind irgendwann doch noch angekommen. Zwar mussten wir den Besitzer von Mackay’s Motel aus dem Bett klingeln, aber wir haben doch noch ein Zimmer bekommen - einen echt schönen Raum. Wir haben dann noch alle Koffer im strömenden, aber sehr warmen Regen, ins Zimmer geräumt und sind dann relativ schnell schlafen gegangen.

Dienstag, 28. Dezember 2004

Whitsunday Islands Sailing Tour - Tag 2

Der heutige Morgen war sehr klar - so wie es in der Nacht schon erkennbar war - und die Sonne stand bereits um 6.55h am Morgen am Himmel, als es zum Frühstück ging. Auch das war sehr schön - vom Essen an sich mal abgesehen. Die beiden Girls vom Hosting haben probiert, Spiegeleier zu machen - auf dem gleichen Grill, auf welchem sie gestern die Steaks haben schwarz werden lassen. Somit gab es Toast mit schwarzem Spiegelei, was auch genauso gut als Rührei hätte durchgehen können. Gut, dass Sabrina immer ihr Glas Nutella mitführt, so ist zumindest sie immer satt und zufrieden.

Aber ich hatte ja geschrieben, dass das Frühstück schön war - das lag an den Rainbow Lorikeets, den kleinen bunten Vögeln, die wir auch schon in dem Wildlife-Park in Brisbane gesehen haben. Die kamen einfach so an den Tisch und wollten natürlich was zu essen haben. Eigentlich ist das ja verboten, den Tieren Essen zu geben, trotzdem konnten so einige der Personen dort nicht widerstehen und haben den Vögeln Toastbrot gegeben.

Kurz darauf sind wir dann an den Steg gegangen, denn das Boot sollte um punkt 7.45 Uhr (australischer Zeit) ablegen. Also sind wir Deutschen vom Boot bereits um 7.35 dort gewesen, die Engländer kamen JIT (just in time), einige andere kamen etwas verspätet. Das Problem dabei war, dass das Boot noch fehlte. Das lag immer noch vor Anker, 200 Meter vom Steg entfernt.

clip_image002In der Zeit, in welcher wir auf dieses gewartet haben, bin ich noch einmal den Steg auf und hab mir das Wasser angeschaut. Dabei ist mir ein etwas größerer, quadratischer Fisch mit einem kleinen Schanz aufgefallen (sah halt so aus wie eine Box), mit Augen oben drauf. Irgendwer kam vorbei und meinte, dass da ja ein Box-Jelly Fisch rum schwimmen würde. Einen ähnlichen hat uns auch Pete (unser Ranger von Fraser Island) gezeigt. Da hab ich mir noch nicht viel bei gedacht, ich wusste nur, dass viele Leute vor diesen Fischen Respekt haben. Auf dem Boot habe ich dann mal eine der Hostessen gefragt, was es dann mit diesem Fisch so auf sich hat, worauf sie nur meinte: „Well, they are pretty much deadly. They have a little sting and hit you in your feet - if they hit ya there is a very good chance that you will die! Why do you ask?” Ich hab ihr daraufhin nur gesagt, dass ich einen solchen Fisch am Steg gesehen habe. Danach war sie schlagartig still. Wie komisch - und ich war bestimmt ein wenig bleich im Gesicht. Am Abend hat sich jedoch herausgestellt, dass dies „nur“ ein Stingray sei, er sei nicht tödlich aber sehr, sehr schmerzhaft…

Wir sind dann irgendwann los gefahren und haben Kurs auf Hamilton Island genommen. Ziel für heute war, prinzipiell Whitsunday Island einmal zu umsegeln, dabei Hamilton zu passieren, in Whitehaven Baech einen kurzen Stopp einzulegen, danach weiter zu fahren zu einer kleinen Cove, um dort dann Tauchen und Schnorcheln zu gehen.

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Hamilton ist eine der bewohnten Inseln. Es ist die am weitesten erschlossene Insel mit eigenem großen Hafen, Hochhäusern, Flughafen etc. Hier wollten wir aber nicht wirklich anlegen, da dies genauso ein Urlaubsort wie Surfer’s Paradise geworden sein soll. Also ließen wir es auf Steuerbord liegen und haben Kurs auf Whitehaven Beach genommen.

Whitehaven ist einer der außergewöhnlichsten Strände in der Welt. Anders als alle andern Strände hat dieser derart feinen Sand, clip_image006dass hiermit Schmuck gereinigt werden kann - oder Uhren, oder Brillen (hiervon hat uns unser Skipper jedoch abgeraten). Der Strand ist sogar „Heritage-Listed“, somit zum Weltnaturerbe erklärt worden. Somit sind auch sehr hohe Strafen darauf ausgesetzt, wenn jemand versucht, diesen Sand mit zu nehmen.

Der Sand sei sogar so fein, dass er sich in die Kameras etc. rein setzt und diese komplett zerstört, wenn man nicht besonders aufpasst. Somit sollten wir diese immer nur in Taschen verstauen, wenn wir nicht wollten, den nächsten - sehr teuren - Kamera-Laden aufsuchen zu müssen.

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Bei unserem Stopp am Whitehaven Beach haben wir uns auf den Nachmittag vorbereitet und von einem professionellen Tauchlehrer eine Schnorchel-Lektion bekommen. Dabei hat er uns drei wichtige Sachen genannt, auf welche wir achten sollen:

1. Nicht versuchen, durch die Nase zu atmen, das klappt nicht

2. Ruhig atmen, damit das Wasser im Schnorchel nicht geschluckt wird

3. Wenn man taucht, langsam wieder auftauchen und dabei leicht ausatmen

Mit diesen Tipps sind wir dann wieder aufs Schiff und haben in Richtung Schnorchel-Spot abgelegt. Die Fahrt dorthin dauerte auch noch einmal zwei Stunden, von denen ich aber nicht viel mitbekommen habe, da ich irgendwie eingeschlafen sein muss.

clip_image010clip_image012Als wir dann endlich angekommen sind, mussten wir wieder mal in unsere sexy Stinger-Suits schlüpfen, um uns gegen Stingers, Jelly Fische und andere Ungetüme zu schützen.

Ich denke, dass was an Sabrinas Anzug zu viel war, das war bei mir zu wenig. Dabei hat mir die Gute vom Empfang des Backpackers bereits einen XXXL gegeben und meinte mit einem charmanten Lächeln, dass es bei diesen Anzügen in Bezug die Größenbezeichnung wirklich nur um die Länge geht, nicht um das Volumen, was darein passt. Sabrina hat sich derweil nur tot gelacht…

Die Schnorchel-Tour war echt gut. Die Sicht war einigermaßen klar und wir haben sehr viele Fische und Korallen gesehen. Irgendwie war die Zeit nur zu knapp dafür bemessen. Wir haben dabei einige Unterwasser-Fotos geschossen, welche wir in Carins noch entwickeln lassen werden.

clip_image014Danach ging es dann weiter, unser Skipper Brad hat uns sicher nach Hause gefahren. Wir haben die Runde um die größte der Whitsunday’s komplett gemacht und sind nach South Molle Island zurück gefahren.

Auf halben Weg haben wir dann sogar das erste Mal das Segel aufgelassen und sind zum Teil gesegelt. Zugegebenermaßen war aber auch nicht viel Wind zu spüren, so dass es vorher nicht wirklich viel Sinn gemacht hätte, den Versuch zu segeln, zu starten.

Ein wenig später sind wir bereits kurz vor South Molle Island gewesen und die Sonne stand schon sehr tief - ein sehr schöner Anblick!

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Kurz darauf sind wir leider schon auf unserer Insel angekommen. Prinzipiell war dies mehr oder weniger das selbe Spiel. Wir sind in den Pool gesprungen und haben uns ein wenig „erfrischt“. Danach ging es kurz unter die Dusche und danach wieder zum Essen. Diesmal gab es leckeres Hähnchenbrust-Filet - trocken gerillt J

Beim Abendessen habe ich mich kurzfristig mal wieder zu der Truppe von gestern gesetzt, um zu fragen, welche Art von Lebewesen sie eigentlich nicht haben, die nicht tödlich sind. Ich erhoffte mir irgendwie so etwas wie einen Wasserfall, aber das blieb aus. Sie nannten dann so etwas wie Rainbow Lorikeets, Katzen, viele Arten von Hunden und Koalas (aber die hätten sehr scharfe Krallen und haben schon Leuten die Augen schlimm verletzt). Super, sehr beruhigend!

clip_image018Danach ging wieder ein Boat-Race los, diesmal nach dem selben Prinzip, nur mit anderen Spielregeln.

Bei einem Spielchen durfte man den Nachbarn „abfüllen“, und je nach Handzeichen dann schneller oder langsamer kippen. Leider hat das Mädel, welches mich „bediente“, meine Handzeichen nicht richtig verstanden - zumindest hat sie dafür gesorgt, dass ich der Schnellste von den 30 Leuten war, der das Glas alle hatte. Denn irgendwann (als ich „langsamer“ signalisiert habe) hat sie einfach nur noch gekippt. Super - meine Hose stinkt immer noch nach Bier! Vermutlich war das die Revanche für den Vorabend! J

Nach dem Boat-Race hatten wir aber auch keine Lust mehr auf weitere Trinkerei und auch nicht auf Karaoke, also sind wir wieder ein wenig auf den Steg und haben der Musik von Weitem zugehört.

Wenig später hat es uns dann doch noch in die Karakoe-Kneipe verschlagen, jedoch nicht um zu singen, sondern um nur mal kurz zuzuhören. Danach ging es auch schon wieder aufs Zimmer, da am morgigen Tag in Bezug auf Frühstück das selbe Programm ansteht.

Montag, 27. Dezember 2004

Whitsunday Islands Sailing Tour - Tag 1

Wunderschönen guten Morgen! Am heutigen Tag werden wir auf unsere dreitägige Segeltour aufbrechen. Die Nacht werden wir auf South Molle Island verbringen - eine Insel der Whitsundays.

Also haben wir - in gewohnter Manier - unsere Sachen für die nächsten Tage gepackt und sind aufgebrochen zum Koala’s Backpackers, wo wir bis 11 Uhr sein mussten. Vorher haben wir im Croco Club noch kurz ausgecheckt und uns ein Zimmer für Donnerstag bis Sonntag in Cairns reservieren lassen. Danach sind wir also direkt zum Backpackers, um für unsere Tour einzuchecken. Dabei durften wir noch einmal ganze 30 $ für zwei Stinger-Suits bezahlen. Das ist ein Ganzkörperschutz gegen Quallen und Box-Jelly Fische - sieht ähnlich aus wie ein Neopren-Anzug, nur noch ein bisschen mehr sexy… (meint Ingo).

clip_image002Als wir dann raus sind aus dem Backpacker’s, sind uns direkt unsere beiden schwedischen Schwestern von der Fraser Island Tour über den Weg gelaufen. Die hatte leider nicht so viel Glück mit ihrer Tour, denn sie wurde abgesagt und sie mussten mit einem anderen Schiff mit. Danach hatten wir noch zweieinhalb Stunden Zeit für uns, bevor es um 13.30 dann zum „Pre-Briefing“ ging. Wir sind also noch ein wenig in die Stadt gegangen, welche sich als ein kleines Örtchen entpuppte, mit einer Haupt-Straße, an welcher alle Geschäfte lagen. Ein wenig weiter lag dann auch schon der Strand. Ein nettes kleines Örtchen - wunderschön.

Danach gab es dann noch ein kleines Mittag-Essen, da wir befürchteten, auf dem Schiff nichts mehr zu Essen zu bekommen. Wir sind in so einen kleinen „Fisch-Laden“ rein gegangen, um einen Fish-Salad zu essen. Was soll ich sagen, das Essen war super, aber die Bedienungen - unfreundlich hoch vier. Alles abgewrackte Typen in dreckigen T-Shirts hinter dem Tresen, die so aussahen, als hätten sie den Fisch gerade gefangen, danach getötet, ausgenommen und in eine Art Salat verarbeitet. Wenn man höflich eine nett formulierte Frage gestellt hat, dann wurde man nur blöd angemacht, mit einem Gesichtsausdruck nach dem Motto „na, kapierst Du es nicht“… Was ich nicht verstehe ist, dass dieser Laden überlebt. Leute, die dort waren, gehen da original nie wieder hin - unglaublich.

Dann haben wir uns langsam auf den Weg gemacht, sind am Strand entlang hin zu einem Supermarkt, um uns noch Kleinigkeiten für die Tour zu kaufen, um die zweieinhalb Stunden tot zu schlagen. Als dann das Pre-Briefing war, haben die uns Sachen erzählt, bei denen ich mir dachte, dass sie uns das ruhig mal hätten früher sagen können. Bitte bringt euer eigenes Wasser mit, parkt das Auto dort und dort, verschließt die Reisepässe und Flug-Tickets, nehmt einiges an Bargeld mit für die Bars auf der Insel und vergesst nicht, eine Stinger-Suit zu mieten. Und dann kam der Hammer - er sagte so etwas wie „Ok, dann sehen wir uns in 10 Minuten wieder hier“. Ich dachte, ich fall vom Hocker - das einzige, was wir bereits hatte, war die Stinger-Suite, das Auto hatten wir auf Empfehlung der guten Dame vom Check-in an einer anderen Stelle stehen, das Wasser musste auch noch organisiert werden, da wir davon ausgegangen sind, dass es wie bei der letzten Tour auch mit ausgeteilt wird, Bargeld hatten wir zwar dabei, aber nicht mehr so viel (das wollten wir uns eh noch holen) und der Empfehlung, die Reisepässe im Safe des Backpackers einzuschließen, mussten wir auch noch nachgehen. Und das in 10 Minuten. Die ganzen Informationen hätten schon 2h 50’ früher kommen können.

Also haben wir uns aufgeteilt in den Sachen, die noch zu erledigen waren. Ich hab mich dabei um das Auto gekümmert, was auch geklappt hat. Das Bargeld war auch meine Aufgabe, bei dem Versuch, Geld abzuheben, haben sie jedoch meine Karte gesperrt. Super! Zum Glück konnte Sabrina noch ein wenig Geld abheben.

Der Weg zur Marina, also zu Hafen war in der Mittagssonne und dem Luftfeuchtigkeit von ca. 89 % fast unzumutbar - aber wir haben es geschafft - in Time! Wir durften jedoch feststellen, dass wir uns arg abgehetzt haben, um nun noch ca. 45 Minuten zu warten, bis wir endlich auf das Schiff konnten. Irgendwann hatten wir dann die Ehre, den ganzen Stolz von Airlie besteigen zu dürfen - das Schiff heißt „Pride of Airlie“. Das Ziel für heute war eigentlich nur die Überfahrt nach „South Molle Island“, eine der vielen Inseln der „Whitsunday Group of Islands“.

clip_image004Die Überfahrt war sehr ruhig, das Wetter war auch nicht so berauschend, da irgendwann die Sonne hinter sehr vielen, kleinen Wolken verschwunden war. Insgesamt waren wir 51 Personen in der Gruppe, was auch nicht so berauschend war, da das Boot ja nicht unbegrenzt groß war. Das war das absolute Gegenteil zum Rest von Australien, welches ja ein klein wenig weitläufig ist…

Nach ca. zwei Stunden sind wir dann auf South Molle angekommen und haben als erstes unsere Zimmer bezogen. Da wir ein Upgrade bezahlt haben, sind wir vom Mob getrennt worden und haben zusammen mit weiteren 7 Pärchen ein eigenes Doppelzimmer bekommen. Das Zimmer war ganz nett, aber sehr feucht. Wir hatten das Gefühl, da haben 8 Monate keine Leute mehr drin gewohnt. Sonst kann das doch nicht so klamm werden oder haben wir die Sachen mit den Tropen, in denen wir uns mittlerweile befinden, nicht richtig verstanden? Aber zumindest hatten wir unser eigenes Badezimmer und mussten es nicht mit weiteren 6 Personen teilen!

clip_image006Nachdem wir uns ausgepackt haben, sind wir (bzw. bin ich) erst einmal eine Runde schwimmen gegangen, um meine leichte Übernächtigung wieder auszugleichen und meinen Kreislauf für das Abendessen noch ein wenig anzuregen. Arg erfrischend war der Pool jedoch nicht. Er hatte ca. 29 Grad, war somit „pisswarm“ und stank nach Chlor. Aber was soll’s, zumindest war er ca. 25 Meter lang und ich konnte ein paar Bahnen ziehen.

Um sieben gab es dann endlich Abendessen im South Molle Yacht Club. Es gab sehr lecker vergrillte und nach nichts mehr schmeckende Steaks, dazu eine Art Kartoffelsalat, die ich nicht unbedingt weiterempfehlen möchte und natürlich Toastbrot (wie zu jeder Mahlzeit). Insgesamt muss ich sagen, war das Essen einigermaßen OK, wir haben alle was gefunden und man ist einigermaßen satt geworden.

Wir hatten einen sehr interessanten Tisch erwischt, mit drei Mädels und einem Jungen aus Brisbane, die für Sylvester nach Airlie Beach gekommen sind, und noch einem amerikanischen Pärchen aus Iowa, welche bei den Vieren mit auf dem Zimmer waren. Mit denen sind wir ein wenig ins Gespräch gekommen und es hat Spaß gemacht, mal wieder etwas länger Englisch zu sprechen.

Unser Gespräch wurde jedoch von Tom, unserem Entertainer (vom Boot) unterbrochen, der irgendwelche Drinking-Games mit uns spielen wollte. Es gab ein Boat-Race, bei dem sich zwei Gruppen jeweils auf eine Seite vom Tisch gesetzt haben und gegeneinander angetreten sind. Prinzipiell verliefen die Spiele so, dass man sein Glas leer trinken musste, danach erst der Nachbar durfte - und wer zuerst fertig war, der hat gewonnen. (Wettsaufen halt). Hat echt Spaß gemacht, zumal es hier mal etwas mehr Bier in einem Glas gab, als die 0,1 Liter, die sie dort verkauft haben…

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Danach konnten wir noch einige Zeit an der Theke günstiger einkaufen, was wir aber nicht genutzt haben. Vor dem Boat-Race hatte ich ja schon ein paar Bierchen und ich wollte es einfach nicht übertreiben, um für den Boot-Trip und das Schnorcheln am nächsten Tag fit zu sein. Dafür sind wir ein wenig spazieren gegangen und haben uns eine ganze Zeit lang auf den Steg gesetzt und die Sterne angeschaut, die sehr klar zu sehen waren.

Das war wirklich schön, nur leider haben wir das „Kreuz des Südens“ nicht wirklich gefunden. Ich denke, hier benötigen wir noch einmal professionelle Hilfe - bzw. jemanden, der uns das Kreuz zeigen kann. Denn nach den Bieren habe ich so einige Kreuze gesehen - zumindest mehr als Sabrina!

Danach habe wir noch die Sicht in die Nacht genossen - es war Vollmond. Herrlich!

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Irgendwann haben wir es dann aber auch gepackt und sind aufs Zimmer, um uns für den nächsten Tag auszuruhen!