Samstag, 13. November 2010

Die Suche nach DER Buchhandlung

Na, wer kennt ihn nicht? Hugh Grant! Und den Film? Notting Hill! Gut, bis auf Timo kennen ihn alle. Also gibt's ein Kurz-Briefing und wir machen uns auf die Suche nach der berühmten Buchhandlung. Wir steigen in Notting Hill Gate aus und Laufen erst einmal in alle Richtungen.

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Letztendlich landen wir in der Portobello Street. Wahrscheinlich die bekannteste Straße in ganz Notting Hill. Eeeeewig lang, und die ganze Straße ein riesiger Markt. Überall kleine Mini-Geschäfte, Restaurants, Bars, Stände, Menschen, Menschen, Menschen und noch einmal Menschen.

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Unheimlich voll in den Straßen. Und das um die Uhrzeit... Gut, es ist stock finster draußen, allerdings auch erst 17 Uhr. Und Beleuchtung bringt noch mehr Stimmung in die Straßen. Was ein Flair. Wahnsinn!

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Wir entdecken einen kleinen Italiener, der die Pizza sehr elegant in dem Mini Laden präsentiert. Und oben im Lädchen kann man sich hinsetzen und essen. Das spricht uns so an, dass wir unsere Essens-Pläne über 'n Haufen werfen und hier einkehren. Wir werden auch nicht enttäuscht. Die Pizza ist überdurchschnittlich lecker! Gegen 18.30h müssen wir allerdings schon wieder den Heimweg anbrechen. Caro und Timo haben Theater-Karten.

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Und das Fazit: Geniales Flair in den Straßen. Leider haben wir DIE Buchhandlung nicht gefunden - die Geschäfte sehen irgendwie alle so aus...

"Service included"...

...oder: "Trinkgeld, aber für was eigentlich?" Wie sinnvoll ist es eigentlich, den Service auf einer Rechnung direkt zu inkludieren. Das frage ich mich zumindest, als wir eine Rechnung mit 12,5% Aufschlag erhalten...

Eine Stunde zurück. 14 Uhr. Wir sind am Piccadily Circus. Timo ruft an. Dort sind wir eigentlich verabredet. Er meint, dass wir uns lieber direkt in einem Cafe in der Nähe treffen. Der Andrang ist gerade enorm. Caro und er sitzen da schon und halten einen Platz frei. Fein - wir machen uns auf den Weg. Für die 250m zu Fuß benötigen wir ca. 10 Minuten. Nein, nicht weil wir uns schon die Füße platt gelaufen haben, sondern weil Stau ist. Auf dem Fußgängerweg. Nix geht mehr. Ausweichen auf die Straße auch keine Option. Diese Busse sind wirklich fies. Und kommen von hinten. Mit gefühlten 70 km/h. London, SA Nachmittag in der Innenstadt. So ist das wohl. Ich werd nie wieder über München schimpfen.

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Wir kommen im Cafe an. Der Platz ist in der Tat noch frei. Wir quetschen uns an 12 anderen Touristen vorbei, die warten wohl schon länger (gemessen am Aggressivitäts-Level). Wir setzen uns und werden maximal von Caro und Timo begrüßt. Von der Bedienung keine Spur. Auch die nächsten Minuten kommt niemand. Der Laden absolut idyllisch, klein und fein eingerichtet. Draußen zig Leute, die rein wollen. Drinnen bedient niemand. Komisch. Irgendwann machen wir auf uns aufmerksam. Und bestellen. Bis der Cappuccino kommt, dauert es wieder eine Ewigkeit. Der Kuchen kommt dafür überraschend schnell...

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Etwas später wird die Schlange draußen größer. Und die Tür bleibt offen. In diesem kleinen Laden zieht es. Wir fragen die Bedienung, ob sie die Tür zumachen könnte. Die Antwort: "Sorry!" Ich frag mich, wann ich - bzw. ob ich überhaupt - meinen Kunden jemals ein "Sorry" als Antwort gegeben habe. Ich glaub, das kam so noch nicht vor. Auf jeden Fall nehm ich es mir mal für den nächsten Kunden mit, den ich los werden will. Das geht dann bestimmt schnell.

Auch die Laune, mit der bedient wird, strotzt nicht gerade vor Elan, Freude, Entgegenkommen. Alles in allem also etwas, bei dem ich das Trinkgeld max. bis zur nächsten EUR oder GBP Zahl aufrunden werde. Mehr ist der "Service" wirklich nicht wert. Allerdings steht auf der Rechnung eine Position, "12,5% service added".

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Und nun frage ich mich wirklich, was bringt es dem Geschäft, den Service zu inkludieren. In diesem speziellen Fall, bei dem das Geschäft von der Laufkundschaft lebt und es vermutlich sehr egal ist, wie schlecht der Service wirklich ist, spielt das sicher keine Rolle. Allerdings habe ich das anders Orts schon mal häufiger erlebt. Wodurch wird das Personal denn noch motiviert, wenn sie ohnehin das Trinkgeld erhalten? Schadet das nicht dem Image des Geschäfts? Ist es langfristig gesehen nicht besser, die GUTEN Service Kräfte zu belohnen und die "weniger guten" nicht zu inzentiveren?!?

Freitag, 12. November 2010

Die Tower Bridge

Sehr schön. Die letzten zwei Stunden auf dem Hotel-Zimmer taten richtig gut! Einmal ausschlafen am Nachmittag! Und nun geht's Essen. Zum Anchor - einem kleinen urigen Pub direkt an der Themse gelegen. Chicken für Sabrina, Fish & Chips für mich. Wirklich lecker. Auch das Original London Beer ist nicht zuuu schlecht.

Und jetzt - jetzt geht es los. Foto-Tour durch London mit dem Ziel der Tower Bridge! Das hab ich mir heute gewünscht. Zum Geburtstag. Und mein Punkte-Konto bei Sabrina ist noch voll. Das kann ich nun alles ausreizen :-) Wir gehen also los in Richtung Osten auf der Southbank entlang.

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Ich muss schon sagen, London ist wirklich gefährlich, so mitten in der Nacht (um 20h). Es ist schon seit 3 Stunden dunkel und wir laufen auf einem nassen Bürgersteig entlang. Dummerweise ist genau in der Mitte des Steigs ein Abwasser-"Kanal". Und wer schaut durch seine Kamera und sieht das nicht? Und bei wem macht es nun bei jedem Schritt "Ptsssssssch"? Klar, oder?

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Die Entschädigung dafür kommt allerdings schon kurz darauf. Die Tower-Bridge in der Nacht. Extrem gut beleuchtet. Wir laufen ein wenig umher. Sabrina assistiert mir netterweise mit dem Schirm - es regnet nämlich ein wenig. Einfach toll, die Perspektiven für dieses geniale Motiv!

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Wir gehen über die Brücke und "entdecken" den Tower of London - ein uraltes Gefängnis, in dem jetzt die Kronjuwelen bewacht werden. Bei Nacht ist das ebenfalls extrem schön angestrahlt!

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Leider fängt es jetzt heftiger an zu regnen, so dass wir uns in die nächste Tube begeben und nach Hause fahren. Also zur Mansion Street Station und von dort aus kurz über die Southwark Brücke laufen, um zum Hotel zu kommen. Einen perfekten Abschluss für diesen tollen (Geburts-) Tag gibt's dann in der Hotel-Bar...

Ein Dankeschön aus London

Lieben, lieben Dank für die zahlreichen Geburtstags-Glückwünsche, die mich auf unzähligen Wegen erreichen!

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Wir sind gerade in London und genießen eine der europäischen Metropolen! Eins kann ich jetzt schon verraten: Tolle Eindrücke! Ich freue mich, Euch bald wieder zu treffen und bei einem Glas Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt (oder so) zu berichten... :-)

Metropolen

Metropolen sind schon genial, oder? Haben etwas magisches, etwas anziehendes. Ich meine, ich bin oft in großen Städten wie Frankfurt, München, Köln, Hamburg oder Paderborn unterwegs. Aber das sind keine Metropolen. Das sind "einfach nur" große Städte (ok, letztere mal ausgeklammert :-)). Die sind nicht vergleichbar mit London, Paris oder Berlin - New York, San Francisco oder L.A.

Ich frage mich, was macht eine Metropole aus? Flair? Kunst? Architektur? Ein funktionierendes U-Bahn Netz? Durchgeknallte Leute, gepaart mit Business Anzug Trägern? Mini Stadtteile wie Chinatown, Soho oder ähnliches direkt neben einem Financial District? Abgefahrene Wochenmärkte unter irgendwelchen Brücken? Leben? Man ist nie alleine auf der Straße? Ja, genau das ist es! Die Kombination aus alle dem!

Wir tingeln also weiter durch die Straßen von London. erreichen gerade die Oxford Street. Zum Glück ist Sabrina von den ganzen Menschen hier überfordert, so dass der Shopping Wahn verfliegt. Wir landen lediglich im Esprit - hier gibt's dann eine Mütze gegen den Regen auf der Brillen und weiter geht's.

Zur Enttäuschung ist die Photographer's Gallery leider geschlossen. Also geht's weiter zu Brooks Brothers. Hemden kaufen. Leider stelle ich fest, dass hier ein Hemd 80 EUR kostet. In den USA habe ich die für 60$ bekommen, dass waren 40 EUR. Also: keine Hemden. Dafür genießen wir den Flair der Carnaby Street und Regent Street.

Irgendwann sind wir platt und entscheiden uns, zum Hotel zurück zu gehen/ fahren. Ausruhen! Wir steigen an der London Bridge aus uns suchen uns den Weg zur Southwark Bridge. Dabei kommen wir am Borough Market vorbei. Ein kleiner, aber feiner Markt unter einer Brücke in der zwischen London Bridge und Hotel. Genial. Ich hole mir hier einen Döner (ist ja Freitag) bzw. so etwas in der Art. Absolut lecker, frisch zubereitet von Menschen, die Spaß am Verkaufen haben! Das macht doch Laune!!

Königlicher Empfang

7.00h. Jetlag. Wir sind wach und putzmunter. Gut, in DE ist es jetzt schon 8h. Da wir zu der Uhrzeit normalerweise schon zwei Stunden wach sind, macht es uns auch nichts aus, nun schon aufzubrechen. Das Frühstück im Hotel ist wider Erwarten gut. Unser Plan für heute: loslaufen, Wetter genießen (es regnet NICHT!) und ... und shoppen (Sabrina!) Also ist unser Ziel die Oxford Street.

Wir laufen eine ganze Zeitlang an der Themse auf der Southbank Seite entlang und überqueren dann auf halben Weg zur Westmisnter Abbey den Fluss. Kurz darauf kommen wir auch schon am Big Ben an - dem Wahrzeichen der Stadt. Es ist mittlerweile 11h und der typische Glockenklag klingt durch die Straßen. Danach gibt es 11 dumpfe Schläge. Schon beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass es vor einigen hundert Jahren hier genauso geklungen hat!

Wir verweilen nur kurz und machen uns auf in Richtung Norden. Entlang an der Downing Street - dem Sitz des Prime Ministers - geht es dann weiter zum königlichen, berittenen Garde. Hier ist ein Wach-Wechsel. Allerdings warten wir 15 Minuten. Die Jungs mit den Pferden stehen sich nun immer noch gegenüber. Wir beschließen, weiter zu gehen. Zum Glück!

Kurz darauf kommen wir zum Trafelgar Square. Wir stehen an der Kreuzung und beobachten einen Polizisten, der die Leute zusammen pfeift. Ich frage mich schon, was genau sein Auftrag ist. Dann kommt auf einmal eine Eskorte. In der Mitte eine schwarz-grüne Limousine. Darin die Queen. Total genial! Nach dem Pech in Köln mit der Blaskapelle und der Band hier dann die Belohnung - ein königlicher Empfang!!

Donnerstag, 11. November 2010

Auf nach London

Donnerstag - 16h - Büro - Köln. Chaos Pur in der Stadt. Es ist der 11.11.2010. Seit 11.11h spinnen die Leute hier in der Stadt. Die Karneval Saison ist eingeläutet. Ich breche auf in Richtung Hbf. Und das ist mal eine Herausforderung. Vom Neumarkt zum Hbf sind es nur zwei Stationen - allerdings die längsten, die ich in Köln je gefahren bin. Verkleidete Menschen stapeln sich im Zug. Und ich mit meinen Taschen mitten drin. Klar, dass man nach 5 Stunden feiern nicht mehr nüchtern ist...

Ich komme am Hauptbahnhof an und bin begeistert. Man empfängt mich mit Blaskapelle in der Haupthalle. Weiter geht es mit einer kleinen Band, die irgendwelche Lieder spielen. Als ich dann grob verstehe, was sie singen (Feiern, Karneval, Trinken, etc.), bin ich zutiefst enttäuscht. Die sind ja doch gar nicht wegen mir hier... ;-)

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Auf geht's nach Düsseldorf zu Grohe, von dort aus dann mit Sabrina mit dem Taxi weiter. Im Taxi stellen wir fest, dass unser Zeitplan ja schon recht eng ist. In 50 Minuten ist Boarding. Mit dem Taxi brauchen wir 15 Min (wenn die Straßen frei sind). Nach 3 Minuten stellen wir uns in den ersten Stau... Glück gehabt - kurz darauf lösen sich unsere Zeitprobleme in Luft auf. Der Stau ist weg und wir sind wirklich innerhalb von 15 Minuten am Flughafen. Dort klappt alles prima. Wir sind ja bereits eingecheckt, geben noch unser Gepäck auf und sitzen kurz darauf schon im Flieger.

In London angekommen nehmen wir den Stansted Express in die Stadt. Ziel: die Liverpool Street Station. Hier probieren wir, etwas zu essen und trinken zu ergattern. Ohne erfolg. Der McD kommt uns ein wenig zu "assig" vor. Wir sondieren die Lage und Uhrzeit und entscheiden uns für ein Taxi. Habt ihr an einem London Taxi mal nach einem Kofferraum gesucht. Kleiner Tipp: probiert's erst gar nicht :-)

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Kurz darauf kommen wir im Hotel in der Southbank an. Das Southwark Rose kostet pro Nacht für ein Doppelzimmer wohl 225 GBP, zum Glück haben wir vor 2 Monaten deutlich weniger als die Hälfte gezahlt. Das Zimmer ist etwas klein geraten, dafür sehr schön mit viel Liebe eingerichtet. Wir sagen "Gut's Nächtle" und freuen uns auf morgen.