Freitag, 12. Juni 2009
Die Cruise...
EUR - Croatia - 7 Day Sailing Cruise at EveryTrail
Map created by EveryTrail: GPS Trip Sharing with Google Maps
Trails online
Hier nun die Links:
Tag 1: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235605
Tag 2: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235607
Tag 3: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235610
Tag 4: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235612
Tag 5: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235614
Tag 6: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235615
Tag 7: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235619
Oder auch alle Tage zusammen:
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=238277
Mittwoch, 10. Juni 2009
Erste Fotos sind online
Sooo, nachdem wir nun am SA Abend gegen 19h in München angekommen sind, haben wir den Sonntag zum Relaxen verwendet. Am Montag ging es dann auch schon wieder los mit der Arbeit – um 7.00h nach Regensburg. An den letzten Abenden habe ich es zumindest geschafft, schon das ein oder andere Foto hochzuladen. Hier die Collection bei Flickr:
http://www.flickr.com/photos/meironke/collections/72157619547555838/
Solltet ihr alles Fotos sehen wollen, meldet Euch doch einfach an bei Flickr (geht ganz schnell) und dann schalte ich Euch frei. Alternativ kann ich Euch auch einen Guest-Pass ausstellen – das dauert dann aber ein wenig und der ist irgendwann auch wieder weg…
Samstag, 6. Juni 2009
Packen und dann aufi…

Wo genau hin, das ist noch nicht klar. Wir machen es vom Wetter abhängig. Aber ein kurzer Blick an den Himmel lässt vermuten, dass wir direkt „Kurs gen Norden“ nehmen werden…
Im Hafen von Vrsar inklusive Skipper-Taufe...

Gegen 17h sind wir dann im Hafen von Vrsar eingelaufen und haben das Boot erst einmal aufgetankt. Anschließend sind wir an unseren Anleger und haben das Boot direkt schnell checken lassen (also Rumpf, Segel, etc.) Bei uns war alles soweit in Ordnung, die restlichen Mängel können wir noch am nächsten Tag klären. D.h. für uns – essen, packen, duschen und einen letzten Abend zusammen sitzen!
Ach ja, da war ja noch etwas. Der Maaf hat zwar schon tausende von Seemeilen gesegelt, ist jedoch das erste Mal als Skipper unterwegs gewesen und hat nicht nur das Schiff, sondern auch die GESAMTE Crew heile und gesund nach Hause gebracht. Somit können wir den Maaf guten Gewissens noch der Skipper-Taufe unterziehen. Glücklicherweise (für uns, weniger für Maaf) war der Liegeplatzplatz direkt neben uns noch frei, so dass wir – also die Crew – den Maaf dort noch taufen durften! An dieser Stelle auch noch einmal ein Dankeschön an Maaf – vor allem für die Ruhe und Souveränität!
Der Spinnaker, der Wellengang und 95% "Man over bord"
Zurück zum Spinnaker – die Herausforderung bei der Aktion: Maaf ist noch nie selbst Spinnaker gefahren, Sebi vor ca. 10-12 Jahren einmal mit seinen Eltern… Aber wir stellen uns ja jeder Challenge. Nachdem die Seile und Tampen also korrekt befestigt und vorbereitet wurden und das Fall-Seil auf der Winsch lag, ist Sebi nach vorne gegangen und hat den Spinnaker im Fall-Seil eingeharkt, damit wir es hoch ziehen konnten. Bei dem Seegang hat er sich besser die Schwimmweste angezogen und sind ordentlich eingeharkt, nicht dass noch etwas passiert. Nachdem ich das Steuer übernommen habe und Sebi auf dem Vorschiff rum geturnt ist, Franzi die Backbord- und Maaf die Steuerbord-Leinen übernommen haben, konnten wir den Spinnaker trimmen.

Bei dem Wellengang ist es gar nicht so einfach, das Boot auf dem Wind-Kurs zu halten. Der muss ganz genau von hinten kommen. Zum Beispiel kommt eine Welle und das Boot dreht sich hinein, somit kommt Wind von 160 Grad und der Spinnaker fällt ein. Dazu kommt noch der interessante Faktor, dass der Wind auch mal drehen kann. D.h. er kommt (trotz gleich bleibenden Kurs) auf einmal mit eine Böe von 15-20 Grad mehr Steuerbord bzw. Backbord. Ach ja – und dann gibt es noch diverse Hindernisse: andere Segelboote, Untiefen, Inseln, ca. 150 Meter lange Tanker, etc… Nachdem wir den Spinnaker insgesamt vorbereitet haben, den korrekten Kurs hatten und das Schiff halten konnten, sind wir mit der Motor-Leistung runter gegangen, damit der relative Wind stärker in das Segel bläst. Dabei haben wir es in der Tat geschafft, den Spinnaker aufzustellen!!! Good Job!!!
Nach ca. 10 Minuten Fahrt haben wir dann festgestellt, dass das Segel nicht ganz korrekt gesetzt ist und wir haben erneut versucht, es zu trimmen. Die See und der Wellengang hat zugenommen, der Wind ist böiger geworden und die Fahrt unruhiger. Somit ist Sebi noch einmal nach vorne, um zu trimmen. Natürlich hat er sich auch jetzt wieder eingeharkt. Zum Glück, Denn dann ist’s passiert. Kaum war er eingeharkt, hat uns wieder einmal eine Welle überholt und ich musste gegensteuern. Genau in dem Moment kam eine Querwelle und hat das Boot in die andere Richtung gestoßen. Sebi konnte sich gerade noch so halten. Das Boot lag mit einer enormen Krängung nach Steuerbord im Wasser, da kam eine zweite Querwelle. Sebi hat sich noch versucht abzustoßen, ist dabei allerdings auf dem nassen Vordeck ausgerutscht. Die ganze Aktion bis dahin dauerte vielleicht 5 Sekunden, mir kam es allerdings wie 5 Minuten vor. Nachdem Sebi ausgerutscht ist und sich nicht mehr halten konnte, ist er über die Reling gegangen und wurde nur noch durch den Karabiner und dem dünnen Stahlseil gehalten. Maaf ist direkt nach vorne geschossen, ich hab das Boot in den Wind gedreht, damit es nicht mehr so rollt. Meine Hand lag schon auf der Gangschaltung, damit ich direkt den Gang raus nehmen kann, sollten wir ein MOB-Manöver fahren müssen.

Aus eigener Kraft konnte sich Sebi kaum ins Boot rein ziehen. Maaf hat ihn dann an der Schwimmweste gepackt und gemeinsam haben sie es dann geschafft, Sebi wieder an Bord zu holen. Glück gehabt – das hätte auch anders ausgehen können! Nach diesem Adrenalin-Stoß haben wir dann ganz schnell den Spinnaker eingeholt, durch die Luke im Vorschiff in der Koje von Franzi und Sebi verstaut und uns erst einmal achtern ausgeruht…
Freitag, 5. Juni 2009
Auf Kurs nach Rovinj

Irgendwann kamen die anderen auch hoch und Franzi hat uns dann davon überzeugt, schwimmen zu gehen. Bzw. hat uns ihre Art, zu Wasser zu gehen, schon beeindruckt, so dass wir ihr versprochen haben, nachzukommen. Das Wasser war mit ca. 20 Grad erfrischend kalt, so dass wir danach auch richtig wach waren. Da Sebi noch geschlafen hat (er hat die Nacht über Anker-Wache gehalten), sind Franzi und ich mit dem Zodiac noch rüber an Land gefahren, um uns die Bucht anzuschauen.

Das war sogar eine Landzunge bzw. das Kap, um das wir fahren mussten. Nachdem wir einen kleinen Hügel hoch sind, haben wir das Kap auch erkennen können. Auf der einen Seite die Bucht, in der unser Boot lag – auf der anderen Seite der Leuchtturm an der südlichsten Spitze Istriens. Oben auf dem Hügel konnten wir noch die militärische Vergangenheit dieses Landstreifens erkennen – überall Schützengräben, Bunker und … Touristen. Das war schon ein tolles Gefühl, in Badeshorts dort spazieren zu gehen und die ganzen Urlauber zu sehen, die aus dem Auto schauten und uns ungläubig betrachteten, „wo wir denn her kommen". Das Fragezeichen in deren Gesichtern war riesig. Einfach nur schön.

Gegen 11h sind wir dann los gefahren – ich durfte aus der Bucht steuern, um die Untiefen herum, in Richtung Kap und dann aufs offene Meer. Anschließend hat Franzi übernommen, wir haben das Vorsegel gehisst und den Motor abgeschaltet. Nun haben wir 12 Knoten Wind direkt von hinten und überlegen, Schmetterling zu fahren oder alternativ den Spinnaker auszupacken. Ich glaube, Sebi ist gerade unten und holt ihn…
Zurück nach Istrien
Gestern Morgen mussten wir pünktlich aufstehen. Wir lagen ja vor dem Kanal von Osor – und der hat um Punkt 9h auf gemacht. Die Geschäfte – das heißt der eine Supermarkt hatte bereits ab 7.30h geöffnet – also waren wir auch da und haben Baguette etc. eingekauft. Zurück auf dem Schiff gab es dann einen kleinen Kaffee und wir sind durch den Kanal gefahren.

Direkt hinter dem Kanal haben wir dann den Auto-Piloten programmiert und bei voller Fahrt gefrühstückt. Die Bora (der Wind) ist aufgefrischt und hat mit ca. 15 Knoten geblasen. Nachdem uns das Essen fast weg geflogen ist, haben wir klar Schiff gemacht und die Segel gehisst. Somit sind wir mit ca. 4-5 Knoten Raumwindkurs gen Nord-Westen gefahren, quer über die Kvarner Bucht. Zum Ende hin habe ich das Steuer noch einmal übernommen und mich der Herausforderung gestellt, das Boot gerade zu halten, obwohl uns die Wellen und die Strömung von hinten überholt haben. Gar nicht so einfach – ein kleiner Fehler beim Gegensteuern und das Boot fängt an zu „rollen".

Gegen ca. 14h sind wir dann in Ceja angekommen, einer wunderschönen, kleinen Insel mit nur einem Haus darauf, in dem eine Gaststätte betrieben wird (Foto).

Wir haben an einer Boje festgemacht und uns gefragt, ob das Restaurant überhaupt geöffnet hat – es sah ziemlich leer aus. Wir hatten auch keine Lust, unser Schlauchboot, das Zodiac zu Wasser zu lassen. Also sind der Maaf und ich kurzer Hand rüber geschwommen – und haben schon einmal das erste Bier geordert :-) – es war geöffnet. Nach einer Runde Tintenfisch bzw. Cevapcici sind wir dann zurück zum Boot geschwommen.
Beim losmachen von der Boje hat Sebi viele Mies-Muscheln an der Leine der Boje entdeckt. Somit haben wir kurzer Hand entschieden, dass es heute Abend vor dem Grillen noch eine Vorspeise geben wird. Konkret hieß das: Schnorchel und Flossen an, zurück ins Wasser und Muscheln ernten. Nachdem dem Maaf zu kalt geworden ist und er den halben Eimer voll gemacht hat, bin ich selbst rein und wurde irgendwann vom Sebi abgelöst. Anschließend gab's auch eine heiße Dusche an Deck. In der Zwischenzeit hat Franzi geklärt, wie wir die Muscheln überhaupt zubereiten – das war erdenklich einfach: Muscheln putzen und in einen Topf mit Wasser, Wasser zum Kochen bringen, Weißwein hinein (hatten wir nicht, dafür gab's Tequilla), Pfeffer und Salz ins Wasser und so lange kochen, bis sich die Muscheln öffnen. Fertig. Fazit: LECKER!!!

Anschließend sind wir mit dem Zodiac an Land rübergesetzt, nachdem wir das halbe Boot ausgeräumt haben, um es mit dem Grill-Zeugs zu beladen: Bier, Wein, Fleisch, Saucen, die 9 Einweg-Grills, Brot, Fackeln, Decken, Wasser, Iso-Matte, Handtücher, Kerzen, Schuhe, Mückenspray, … Ich könnte weitermachen, kürze aber mal ab. Wir hatten Glück, dass das Schlauchboot nicht gesunken ist… Der Abend war total schön. Das Fleisch war lecker, vor allem das Knooooooblauch Brot – die Jungs haben glaube ich die Restlichen Knollen dafür aufgebraucht – und auch der Feta-Käse mit Tomaten. Die Fackeln haben die Stimmung abgerundet.

Heute Morgen liegen wir immer noch in der Portic Buch in der Nähe von Ceja bei blauem Himmel, werden gleich schwimmen (ich zumindest), dann frühstücken und anschließend in See stechen. Unser letzter Segeltag bricht heute an und ich bin schon ein wenig traurig, dass es nun schon vorbei geht. Unser Ziel heute ist unser Heimathafen, die Marina von Vrsar. Auf dem Weg dorthin wollen wir ggf. noch in Rovinj einen Zwischenstopp einlegen – die Stadt soll wunderschön sein. Das letzte Mal haben wir keinen Platz in der Marina mehr bekommen, vielleicht klappt es ja heute…
Donnerstag, 4. Juni 2009
Ein schöööööner Tag
"So ein Tag, so wunder schön wie heuuuuuteee…" – das war das Motto vom heutigen Tag. Und es hat gestimmt. Nach einem super entspannten Vormittag "auf hoher See" mit einigen Bade-Gängen sind wir dann los gesegelt. Von Ilovik in Richtung Norden, südlich an Losinj vorbei. Unser Ziel heute – der Kanal von Osor und als Zwischenziel eine Badebucht.

Direkt nach dem losfahren haben wir erst einmal einige MOB's gefahren (Man over bord Manöver). Jeder von uns durfte einmal fahren. Dabei haben wir zuerst zwei Fender zusammen gebunden und über Bord geschmissen, nachdem das dann geklappt hat und Sebi mal wieder einen Dummen Spruch los gelassen hat, haben wir die Vorstufe vom "Kiel holen" geprobt – d.h. der Sebi hat das geprobt. Netterweise habe ich noch zwei zusammengetaute Fender gefunden, die ich ihm dann zugeschmissen habe. Danach Motor aus, vom Sebi weg gelenkt, ein wenig mit dem Wind gefahren, gedreht und mit ganz wenig Geschwindigkeit gegen den Wind auf ihn zu. Anschließend den Bootsharken raus, die Fender eingeholt und Sebi dann doch wieder über Achtern ins Boot hinein gelassen…

Ein wenig später haben wir dann die Segel gehisst und sind auf Nord-Kurs gegangen. Dabei hab ich dann mal das Steuer übernommen. Gar nicht so einfach, den Kurs zu halten. Zum Glück konnte ich vom Surfen schon die ein oder andere Böe lesen, so dass ich die Geschwindigkeit einigermaßen halten konnte und das Boot nicht immer angeluvt ist. 
Nachdem wir dann in die Bucht eingelaufen sind, durfte ich noch das Anker-Manöver fahren. Ich sag Euch, Rückwärts fahren mit einem Boot ist gar nicht so einfach. Die Lenkung funktioniert nur mit Geschwindigkeit, dafür aber dann sehr extrem. Zusätzlich noch der Schraubeneffekt, der das Boot ohnehin sich drehen lässt, wenn man geradeaus steuert. Naja, wir haben es geschafft, der Anker war gesetzt und das Boot ist nicht abgetrieben.

Das Schnorcheln in der Bucht war suuuuper – türkis blaues Wasser, ca. 12.653 Seeigel und ein gesunder Sicherheitsabstand dazu haben tolle Fotos mit der Unterwasser-Kamera garantiert. Traumhaft!

Nach einem kleinen Snack sind wir dann weiter gesegtel in Richtung Osor – mit dem Ziel, um 17h durch den Kanal zu fahren. Leider ist irgendwann der Wind eingeschlafen und wir sind ca. 15 Minuten zu spät angekommen und die 2m hohe Brücke am Kanal war schon wieder zu. Also sind wir südlich vom Kanal an eine Boje fest gemacht und haben uns Osor angesehen. Eine total kleine, hübsche Stadt mit vielen kleinen Gassen und zahlreichen Restaurants. Hier haben wir dann schön Calamares gegessen und den Abend genossen.


Nach dem Essen haben wir uns dann noch den Sonnenuntergang angesehen und einige Posen vor dem roten Himmel geübt. Ganz sicher wird Franzi am Ende der Woche ein Foto bekommen (ihr kennt "Top Model"?) und ich alleine durch meinen körperlichen Einsatz und die davon getragenen Verletzungen auch… Aber Salzwasser hilft ja gegen Schürf Wunden…

Mittwoch, 3. Juni 2009
Das Meer ist genial!
Nach gut 2x20 Minuten schwimmen - das erste Mal allein, das zweite Mal mit den beiden Mädels - hab ich mich nun auch genug sportlich betätigt, dass das Frühstück schmeckt!
Und danach gehts segeln...
Kleiner Nachtrag: Gestern Abend waren wir noch in Ilovik und haben uns die Insel ein wenig angeschaut. Dabei sind wir auf einen kleinen Berg und haben uns die Bucht angesehen, in der wir vor Anker gegangen sind. Ein absolut toller Moment, als die Sonne dann unter gegangen ist.
Wir haben eine schönen Blick auf die ganze Bucht gehabt und den Abend so richtig genossen...
Dienstag, 2. Juni 2009
Der Wind, der Wind, ...
Keine Stunde später bin ich dann wieder wach geworden. Unglaublich, aber wahr: durch Sonnenstrahlen, die durch meine Luke gekommen sind. Mit völlig neuem Elan bin ich an Deck und hab erst einmal einen Obstsalat vorbereitet. Das Frühstücken war leider nicht ganz so entspannend, denn der leichte Wind hat uns weiter an Land gedrückt, so dass wir den 90cm Wasser unterm Kiel nicht mehr ganz trauen wollten.
Also Landleinen lösen, zurück an Bord, Anker lichten und ab aus der schönen Krivica Bucht in Richtung Süden. Nachdem wir das Frühstück dann „hinter uns" gebracht haben, hieß es „Hoch die Segel!" Acht bis Zwölf Knoten Wind versprachen viel – die erste Stunde haben wir auch gute 3.5 Knoten gemacht – allerdings waren wir nach sehr kurzer Zeit wieder in der Landabdeckung. Der Wind lies nach. Leicht später ist er dann ganz eingeschlafen. Wir sind gerade noch durch den Kanal zwischen Losinj und Ilovik durch gekommen. Irgendwann haben wir dann die Entscheidung getroffen, in Richtung „Schön-Wetter" nach Norden zu fahren, leider hat da der Wind gedreht und stand gegen uns. Außerdem hat die Welle zugenommen. Wir sind dann auf Kurz Premude und Silba gegangen, um noch ein wenig zu segeln. Allerdings hat uns auch dabei der Wind ein Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir die Segel wieder eingezogen haben.

Unser neues Ziel hieß „Ilovik". Eine wunderschöne Insel mit einer kleinen, netten Stadt. Die Sonne hat geschienen, die Temperatur ist gestiegen. Wir haben an einer Boje vor der Stadt fest gemacht und uns erst einmal ausgeruht. Beim Übersetzen mit dem Zodiak ist dann das nette Foto entstanden. An Land gab es einen weniger leckeren Cappucino im Hafen – dafür hat die Aussicht aber gestimmt. Nun sind wir gerade zurück auf dem Boot, haben eine Kleinigkeit gegessen und uns überlegt, wo wir unsere 9 Einweg-Grills heute vernichten werden… Nun geht es erst einmal schnorcheln…
We are (n´t) sailing, we are (n´t) sailing...
Um ca. 17h sind wir dann südlich der Kvarner Bucht in der kleinen aber feinen Krivica Bucht auf Mari Losinj angekommen. Eine total schöne Bucht mit türkis blauem Wasser, sehr idyllisch gelegen. Traumhaft schön, dort mit einem Boot einzulaufen. Wären die 1.000++ Wassertropfen auf der Wasseroberfläche nicht gewesen, anstatt Wolken strahlend blauer Himmel und zusätzlich noch Sonnenschein, dann wäre es noch besser gewesen.
Nachdem wir in der 7m-9m tiefen Bucht vor Anker gegangen sind und dabei !nicht! die Ankerleinen der anderen Schiffe mitgenommen haben, mussten wir das Boot noch an Land vertauen. D.h. kurz mit dem Zodiak rüber an Land, die Leinen mitnehmen, an Land springen und dabei versuchen, die Seeigel zu verfehlen, anschließend zwei Pahlsteks um zwei Bäume und gut ist's. Boot gesichert!
Nach vollendeter Arbeit sind wir dann Schwimmen gegangen. Ab über Bug ins Wasser - ohne dabei unsere Ankerleine zu treffen - und ein wenig Schwimmen. Das angenehme am Regen ist ja bekanntlich, dass das Wasser dann auch (gefühlt) extrem warm ist. Und noch viel besser - nach dem langen Törn mit Motor hatten wir sogar heiß Wasser, um anschließend mit der Deck-Dusche uns warm abzuduschen.
Beim anschließenden Seemannsbier :-) und Chips ist uns dann ein wenig Essen von Board gefallen. Interessanter Weise hat das Essen dort maximal 1,432 Sekunden "überlebt". Danach war is wie bei James Bond in Gold-Finger, die Szene mit den Piranhas. Ca. 23 Goldbrassen sind innerhalb kürzester Zeit über die Chips hergefallen. Das hat uns natürlich dazu verleitet, seeehr viele Fotos von diesen Szenen zu machen – vermutlich haben wir aber auf keinen einen Fisch drauf, die waren einfach zu fix…
Zum Abend hin sind wir dann nach Bal Vanida, einem sehr kleinen Restaurant, das – nicht nur sprichwörtlich sondern ganz ehrlich – im „Nichts" gelegen ist. Wir sind mit dem Zodiak rüber ans Land und dann einen sehr kleinen Trampel-Pfad gegangen, über Stock und Stein, mitten durch den Pinien- und Sonst-was-Wald, irgendeiner Beschilderung nach (die ganz nebenbei auch in unserem Segelhandbuch stand). Nach ca. 15-20 Minuten sind wir dann an dem Restaurant angekommen und haben seeeehr lecker gegessen – von Steak bis Fisch inkl. Beilagen – alles samt sehr lecker. Mit 20 EUR pro Person zwar nicht das günstigste Essen, aber für das Ambiente und Erlebnis mehr als in Ordnung.
Der Rückweg war durchaus spannend. Denn es war dunkel – also Stock-Dunkel – und wir hatte noch die 15 Minuten Rückweg durch den Wald vor uns. Zum Glück gibt es ja Taschenlampen, von denen wir auch 3 dabei hatten. Zurück an Bord haben wir dann noch 1-2 Kartenspiele hinter uns gebracht und sind jetzt gerade dabei, ins Bett zu gehen.
Und morgen? Gute Frage, ich sage mal so: „es hängt vom Wetter ab"… Vom Segeln, Motoren, Schnorcheln, iPod hören (und dabei einschlafen), Lesen bis hin zu Knoten üben, Fische ärgern, Schwimmen gehen, Essen, Trinken ist alles drin. Ich hätte ja mal wieder Lust auf Segeln, aber ob's dafür die Voraussetzung hat morgen früh, das Steht noch in den Sternen (die man leider gerade nicht sieht). Ich bin mal gespannt und werde mich ganz sicher morgen noch einmal melden. Bis dahin, ein „Gut's Nächtle" (oh man, das Schwäbisch gepaart mit dem Kärntnerisch tut mir nicht gut) :-)
Montag, 1. Juni 2009
Das Hinterland - Oder: Kroatien von der anderen Seite...
Die Strecke war sehr schön zu laufen. Durch die Maria, entlang der Bucht über Felsen bis hin zum Kap, dem Ende der Landzunge. Anschließend dann hoch ins Landesinnere. Bis hier war alles wunderschön, sauber und gepflegt.
Die ersten Höhenmeter führten dann einen Feldweg mit groben Steinen hinauf, danach ging es auf engen Wegen durch den Wald. Eigentlich ganz schön, nur störten anfangs die ganzen Taschentücher, Zigaretten Schachteln etc.
Etwas weiter dann, ich hab mich ein wenig verlaufen (bin an einer der unzähligen nicht beschrifteten Abzweigung im Weld des Hinterlandes wahrscheinlich oder besser offensichtlich falsch abgebogen), endete der Weg irgendwie in "Nichts". Das wäre auch nur halb so schlimm gewesen, hätte dort nicht unendlich viel Müll gelegen. Der Vergleich mit einer Müll Deponie ist nicht weit entfernt. Berge von Plastik, alten Betterien, Müllbeutel, Müll-Säcke, ... Ich muss glaub ich nicht weiter machen!
Das hat mir natürlich ein wenig "die Augen geöffnet" und mir ist jeder Müllberg ins Auge gestochen. SCHADE, wie verantwortungslos Menschen mit ihrer Umwelt umgehen! Ich sag nur "for sake of the environment"! Wirklich schade!
Nach ca. 50 Min. Führte mich der Weg hinunter durch ein !Diestelfeld! zurück zur Marina! Sebi war so nett und hat mich mit dem Zodiak dann aus den Hafengebiet gefahren, so dass ich meinen Triathlon zu 2/3 voll machen konnte. Das Wasser war sau kalt, tarif aber seeehr gut. An der anderen Bucht war eine kleine Höhle, in die ich leicht rein geschwommen bin. Super schön, leider hat mich die Strömung leicht in die Höhle gezogen. Ich hab kein Ende der der Höhle mehr gesehen, das hat mich dann doch schon ein wenig in Panik versetzt... Einige kräftige Kraul-Schläge später war ich auch schon wieder raus.
Der Abend ist mit Tomaten-Mozeralla salat und ein wenig Bier ganz ruhig verlaufen.
Heute gehts weiter in Richtung Süden - erst einmal zum kap - Calamares essen - und dann müssen wir mal schauen, wie Wetter und Mägen mitspielen - eigentlich wollen wir über die Kvarner Bucht - sind uns aber noch nicht sicher, ob wir es schaffen. Es bleibt also spannend...
Sonntag, 31. Mai 2009
Welcome to Veruda!
Auf dem Rückweg zur Marina sind wir noch schnell an einem Supermarkt vorbei (und auch rein) und ham noch kurz Brot etc. Gekauft, alles was frisch sein muss...
Gerade kämpfen alle ein wenig gegen unsere Müdigkeit. Sebi und Maaf probierens mit "Dinki-aufblasen", Franzi mit Kaffee kochen, Susi mit schlafen :-) und ich überleg mir gerade, laufen zu gehen... Ich glaub, das mach ich jetzt...
Erster Tag in See..

Der Abend war super schön - ein Sonnenuntergang vom Feinsten über der Adria - sternenklarer Himmel - Halbmont. Wir haben noch nett gekocht und ein paar Manöver-Jägermeister getrunken... So richtig lang war der Abend dann auch nicht mehr, der Tag war ja schon lang genug. Nur 3h Schlaf in der Nacht, die Fahrt inkl. Stau etc. haben ihren Tribut gefordert. Um 23h ging es dann in Bett.
Heute morgen ging es dann gegen 7h wieder los in Richtung Süden. 22 Knoten Wind bedeuteten hohe Wellen, so dass wir erst einmal nur mit dem Vorsegel fahren konnten. Im Durchschnitt 4 Meilen pro Stunde. Jetzt sind wir gerade kurz vor Pula und überlegen, dort an Land zu gehen oder noch ein wenig weiter zu fahren. Vermutlich werden wir uns für letzteres entscheiden, da Pula eine weig lange Hafeneinfahrt hat.
Morgen wollen wir dann über die Kvarner Bucht fahren und weiter hin Richtung Süden stechen. Aber mal sehen, was der Tag noch so bringt... Bis bald mal wieder...
Samstag, 30. Mai 2009
Marina in Vrsar...
Da wir noch 2-3 std. Zeit haben, sind wir erst einmal in den ort gegangen, der sehr schön auf einem Hügel liegt, mitreinem Glockenturm in der Mitte.
Nach einer kleinen Stärkung mit Cappuccino und Baguette sind wir dann auf den Turm hoch. Also, die Susi und ich. Der Rest war Lauf-Faul und meinte, die Fotos können sie sich ja ansehen. Von oben hatten wir einen traumhaften Blick auf die Marina in Vrsar...
Nun sind wir gerade einkaufen, während der Sebi und der Maaf das Boot entgegen nehmen. Nachdem wir im ersten Schub 110l Wasser und beim zweiten Einkauf mit unendlich viel Fressalien haben uns nur ungläubige Menschen angeschaut. Ich will nicht wissen, was die gedacht haben, wofür wir uns eindecken...
Die Blechlawine gen Süden....
Irgendwann gings dann weiter - und ab da recht flüssig. Wir hatten richtig Glück und standen recht weit vorne im ersten Block - da hat sich der Verkehr schön verteilt und wir kamen flüssig voran... Im Radio kam etwas später die Info "45min Wartezeit am Tunnel!" Ich will nicht wissen, was da jetzt los ist...
ITALIEN: wir kommen. Kaum sind wir aus den Tunneln hinter Villach raus, wird das Wetter schön. Traumhaft schön!
Gerade sind wir in Udine. 7.20h. Pause! Notwendige Pause! Wir täuschen gerad mal und Sebi fährt ein Stück... Bin mal gespannt, wie viel Gedult wir heute noch an der EU Außengrenze aufbringen müssen?! Wir werdens bald wissen...
Abfahrt von Salzburg!
Die Route: über Triest...
Bis bald, aus Kroatien dann wieder...
Freitag, 29. Mai 2009
Österreich wir kommen...
Mittlerer Ring in München ist natürlich voll - Autobahn A8 ist mehr als voll. Bis Salzburg bzw. Hallein brauchen wir ganze 2,5 Stunden - anstatt sonst eine. Liegt an den ganzen Ferien und Kurz-Urlaubern... Aber was solls, es ist ja Urlaub. Das einzig nervige sind die Drängler ca. 15m hinter unserer Stoßstange...
Ca. 19h sind wir dann in Hallein angekommen - sehr schön: grillen!! So langsam hab ich schon richtig Hunger! Der Abend ist soweit super nett - das Team passt auch - das Fleisch war lecker - das (eine!) Bier auch...
Nun kommt die Entscheidung - noch 3 stunden schlafen oder nicht....
Ich erzähls später...
Donnerstag, 28. Mai 2009
Morgen ist Abfahrt...
Morgen geht es dann los. Morgens erst noch ein wenig arbeiten - gegen 14h geht es dann heim und um 16h brechen wir dann auf in Richtung Salzburg. Dort treffen wir uns beim "Maaf" und grillen bis in die Nacht hinein. Irgendwann - gegen 1h-2h - wenn der Tauerntunnel dann die Block-Abfertigung aufgibt, geht's los in Richtung Süden. Unklar ist noch, ob über Slowenien oder Trieste - das entscheiden wir spontan. Ich bin mal gespannt, wo wir unseren ersten Sonnenaufgang genießen werden :-)
Irgendwann kommen wir dann in Vrsar an und können so gegen 12h-15h das Boot entgegen nehmen und gehen an Bord! Vorher wird nat. noch eingekauft... Mit ein wenig Glück schaffen wir es dann noch nach Rovinj oder sogar ein wenig südlicher. Das ist abhängig vom Wind, unserer Abfahrtzeit etc.
Alles weitere sehen wir dann...
