Posts mit dem Label Mallorca2010 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mallorca2010 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 31. Oktober 2010

Mallorca Fotos sind endlich online

Endlich ist es geschafft – die Mallorca Fotos von unserem Segeltörn sind online. Ich habe sie bei Flickr veröffentlicht.

image

Hier der Link auf das Foto-Album:
http://www.flickr.com/photos/meironke/collections/72157624818260562/

Sonntag, 15. August 2010

Unser Törn

Und für alle Interessierten hier noch ein kleiner Ausschnitt aus unserem Törn. Natürlich nicht 100% perfekt und auch nicht gemäß Log-Buch – dafür quick and dirty nachgezeichnet.

Die Etappen zusammen gefasst nach Start in Palma:

  • SA:  Cala Blava
  • SO: Cabrera
  • MO: Porto Cristo
  • DI: Alcudia
  • MI: Port de Soller
  • DO: Andratx
  • FR: Palma

Und hier auf der Karte:

"Wir ham Mallorca überlebt!"


Danke Stefan, für diesen Ohrwurm. Dieses Lied lief irgendwie ständig, seit dem wir unser Manöver mit der Fock überlebt und im Hafen angelegt haben. Gut, ich kann mich noch daran erinnern, es das ein oder andere Mal am Ballermann gehört zu haben. Im Flieger bei Landung in Düsseldorf überlege ich mir dann, das Lied auch anzustimmen - bin aber dankbar, dass jemand anderes die Führung übernimmt und einfach nur laut und ohne Ende los-klatscht. Danach ist die Luft raus. Schaaaaaaade!

"Es gibt nur ein Gas!"

"Vollgaaaaaas!" Stefan ist heiß! Hannes auch. Und das schon seit einer Woche. Wir wollen Party machen. Also heißt es, "auf zum Ballermann". Wir nehmen den Bus. Die übrig gebliebenen Wein-Flaschen wollen mitgenommen werden, am Strand geleert zu werden. Und da haben die Flaschen echt Glück gehabt - nur eine Flasche hat es bis zum Strand überlebt... Am Ballermann 9 essen wir ausgiebig in irgendeinem der zahlreichen Restaurants. Die Qualität vom Hauptgang ist erwartungsgemäß gering - nur die Tapas vorweg überraschen uns. Die sind wirklich gut.

Anschließend gehen wir die Promenade entlang. Vorm Oberbayern lassen wir uns geschickt anquatschen und unser Anwalt handelt einige Runden Freigetränke aus. Prima - so kann der Abend gut weiter gehen. Ich muss ja zugeben, ich habe es mir wirklich viiiiiel schlimmer vorgestellt. Dazu gibt es nur zwei Erklärungen: entweder ist der Samstagabend im August nicht soooo besucht - oder wir waren selbst ganz weit vorne mit dabei.

Im Bierkönig löst sich dieses Rätsel dann auf. Zum einen ist in der Tat nicht sooo viel los - und zum anderen sind dort die Leute, die seeeeeeehr weit vorne mit dabei sind. Der Hammer. Hab das Gefühl, hier werden all diejenigen eingeschlossen, die sonst keine Freunde haben.

Zum Schluss lädt mich Sebi noch auf ein Bier ein. Seine Freunde bekomme alle ein Weißbier - für mich gibt's nen Kölsch. Und dann noch Dom Kölsch. Höchststrafe. Als jemand dann noch ein Maß Cuba Libre besorgt, das wirklich nur nach Cola schmeckt, lösen wir den Abend auf... D.h. ich muss morgen bereits gegen 7.45h am Flughafen sein - und es ist auch schon 3h. Somit fahren Hannes und ich heim. Die anderen wollen noch einmal zurück ins Oberbayern. Na, viel Spaß dann auch... Als wir zu Hause ankommen, dauert es allerdings auch nur noch 10 Minuten, da ist Stefan dann auch schon da. Die Luft war wohl irgendwie raus, als Hannes und ich weg waren ;-)

Samstag, 14. August 2010

Palma de Mallorca

Nach ca. einer Stunde erreichen wir den Park vor der Kathedrale. Marion macht den Reiseführer (sie war ja letzte Woche schon einmal hier) und unterrichtet uns ein wenig.

image 
Wir klettern die Treppen an der Kirche hoch und laufen ein wenig umher. Franzi und Sebi mögen ins Innere der Kirche - wir anderen machen uns auf den Weg in ein Cafe, wo wir uns dann später auch wieder treffen...

Danach erobern wir die Stadt. Wir laufen durch irgendwelche kleinen Gassen, bis wir eine Shopping Meile am Palza Major finden. Die nächste halbe Stunde war somit fest verplant, gell Mädels? Sebi, Stefan und Hannes setzen sich kurz darauf ab und fahren ins Hotel - ein wenig Vorschlafen für heute Abend. Die haben anscheinend noch einiges vor...

image 
Franzi, Marion und ich tingeln noch ein wenig durch die Stadt und entdecken noch mehr kleine Gassen, hunderte von Kirchen, geniale Architektur, ..., und auch einige Geschäfte. Eigentlich sehr praktisch - in der Zeit, in der die Mädels von neuen Klamotten träumen, hab ich ein wenig Luft, um entspannt einige Fotos zu machen... Zumindest haben die beiden auch noch eine Kleinigkeit gefunden - Franzi strahlt nun irgendwie über beide Backen und ihre Augen funkeln. Schön, was shoppen so auslösen kann.

image

image
Die Mädels setzen sich in einen Bus und fahren ins Hotel. Ich selbst mag noch einige Fotos von der Kathedrale machen und dachte, dass ich mir eine andere Bus-Station suchen werde.

image
Allerdings finde ich keine in meiner Nähe. Als ich schon ein wenig in Richtung Hotel gelaufen bin und die SMS von Franzi lese, dass der Bus 36 Minuten fährt, ist die Entscheidung gefallen - ich gehe den Rest auch noch eben zurück und genieße die Zeit...

image

Boots-Übergabe

Wir schaffen es in der Tat sehr pünktlich aus den Kojen. Bis 8h haben wir sämtliches Gepäck von Bord. Auch Hannes ist nun wach - spätestens seit seinem Tanz auf der Planke. Er hat mir netterweise Marions Tasche abgenommen, um sie an Land zu hieven. Dabei ist er offensichtlich von der Planke abgerutscht und ca. 5 Sekunden hin und her getanzt, bis er sich endlich aufs Boot schmeißen konnte und irgendwas Festes zu Greifen bekommen hat...

image image

Kurz nach der Abgabe des Bootes verabschieden sich Marta und Markus. Sie fliegen nach Madrid in Martas Dorf. Dort gibt es ein tolles Volksfest. Dummerweise hat Markus erfahren, dass er in der Villarriba - Villabajo Manier spülen darf, weil er zum ersten Male dabei ist... Die Pöbel-Crew erinnert ihn da natürlich noch einige Male dran und wünscht einen guten Flug.

image image

Wir anderen fahren mit unserem Gepäck direkt zum Hotel Portofino und checken ein. Dort am Strand gibt's ein kleines Frühstück, kurz darauf machen wir uns zu Fuß auf dem Weg nach Palma.

image image image

Freitag, 13. August 2010

Abend in Palma

Nachdem Sebi gefühlte 4 Mal geduscht hat, geht es auf in Richtung Palma "Downtown". Wir haben einen sehr guten Tipp für ein Spanisches Restaurant bekommen. Es gibt leckere Tapas als Vorspeise und für mich Calamares als Hauptgang. Zum Abschluss gibt es dann einen "Cafe" - das ist hier in Spanien ein Espresso. Nicht zu verwechseln mit einem Kaffe, das ist nämlich ein "Cafe Americano"...

image 
Den Rückweg machen wir zu Fuß. D.h. Franzi, Sebi, Maaf und ich gehen zu Fuß. Die Kroatien Crew. Wir besorgen uns irgendwo ein Weg-Bier und genießen die von Regen abgekühlte Stadt. Die Beleuchtung ist einmalig. Wir spazieren am Hafen-Becken entlang und genießen ein letztes Mal die Marina. Auf den letzten 500m werden wir dann leider noch klitsch nass. Zum Glück sind die Luken an Bord dicht - danke Marion!! Ein letztes Mal genießen wir den Abend auf dem Segel-Boot und trinken die Reste, soweit wir kommen. Dann geht es auch schon ins Bett - morgen ist um 8h die Boots-Übergabe - bis dahin muss Klar-Schiff sein...

image

Schgibba-Taufe

Irgendwie hat es der letzte Törn-Tag immer in sich. In Kroatien ist Sebi beim letzten Mal fast schwimmen gegangen. Hier rauscht die Fock raus. Das sind alles Erfahrungen, um die ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Nicht, dass ich es immer so haben müsste, aber es prägt.

image 
Die Einfahrt nach Palma ist nach diesen Erlebnissen absolut unspektakulär. Wir legen an und übergeben das Schiff an die Charter-Firma. Die sind natürlich sehr nervös, warum das Vorsegel nicht eingerollt, sondern so komisch vertaut ist. Wir können sie beruhigen, denn dank der souveränen Leistung unserer Skipper ist das Segeln noch heile. Der Taucher kommt auch direkt, um das Boot zu prüfen. Alles ist in Ordnung - wir bekommen unsere 1.500€ Kaution zurück.

image 
Nun, wo das klar ist, gibt es nur noch eins zu tun. Skipper-Taufe :-) Wir schnappen uns unseren "Schgibba Schwebi", platzieren ihn am Hafen-Becken und ... stoßen zu! Ich muss sagen, ganz schön ekelig, so ein Hafen-Becken. Was sagt Hannes dazu: "Selbst Schuld, wenn Du Dir Palma als Skipper-Tauf-Hafen aussuchst!" Und was sagt die Pöbel-Crew dazu? "Eh Schwebi, mach doch mal die Fischreste aus Deinen Haaren!"

;-)

image

Kritisch: Die Fock rauscht aus der Verankerung

Wir segeln und segeln. Das Großsegel bleibt allerdings drin. So viel Krängung müssen wir uns heute nicht geben. Irgendwann frischt der Wind noch einmal auf. Die Welle wird höher und kommt nun direkt von vorn. Sebi schafft es kaum, die Chinook auf Kurs zu halten. Bei zu viel Wind luven Segelboote immer an, d.h. sie stellen sich in den Wind, wenn's zu krass wird, um nicht umzukippen. Also gibt's die Entscheidung: Segel einholen!

image 
Wir fahren in den Wind und probieren, die Fock einzuholen. Stefan kurbelt und kurbelt an der Winsch, Hannes lässt auf Steuerbord kontrolliert das Segel zurück. Irgendwann ist unser Anwalt erschöpft. Ich übernehme die Kurbel. Ich drehe und drehe - auf einmal geht es seeeeehr einfach. Der Knoten in der Rolle zum Einholen hat sich gelöst. Die ganze Schot ist nun bei mir. Die Fock flattert wild im Wind. Es ist laut!

Interessanterweise bricht nun keine Panik auf. Der Ton wird schneller und lauter - klar - aber es bleiben alle sehr ruhig. Sebi hält den Kahn im Wind. Wir entscheiden, die Fock erneut zu setzen. Einholen geht ja nun nicht mehr so einfach. Mit gesetztem Vorsegel steuern wir nun in die Landabdeckung. Hier sind hoffentlich die Welle und der Wind deutlich geringer.

Wir segeln ca. 10 Minuten aufs Land zu. Der Wind nimmt wirklich ab. Franzi steuert nun. Sebi und Hannes gehen vor, um das Segel manuell einzuholen und zu falten. Ich selbst geh zum Mast, um das Fall (das Seil, welches das Segel oben hält) kontrolliert los zu lassen. Wir auf dem Vorschiff haben alle Rettungswesten an und hängen uns ein.

Franzi macht einen richtig guten Job am Steuer. Dennoch, gegen einige Wellen ist sie einfach machtlos. Die Chinook tanzt in den Wellen. Der Masten schwankt ganz schön. Wir kontrollieren noch einmal die Life-Belts - unsere Lebensversicherung. Das Segel flattert im Wind. Es schlägt teilweise von Back- auf Steuerbord und anders herum. Es ist verdammt laut.

Ich warte auf Signal vom Hannes und lasse das Segel langsam runter. Die beiden legen das Tuch zusammen und ich lasse immer mehr runter. Das Segel beruhigt sich. 50% sind nun schon unten. Das Tuch wird um die Backbord Reling gewickelt. Es fehlen Bensel zum Festbinden. Egal, sichern können wir später. Hauptsache, das Segel ist gleich unten. 75% nun schon. So langsam beruhigt sich die Lage. Das Segel ist eingeholt, wir fahren nun komplett unter Motor.

image
Nachdem die Fock raus gerauscht ist und wir sie wieder setzen mussten, habe ich gesehen, wie wichtig doch die KORREKTEN Befehle sind. Das Segel flatterte. Es war sehr laut. Ich musste das Segel auf der Backbord-Seite rüber und dann DICHT holen. Irgendwann hat irgendwer gerufen, "NICHT weiter"! Und was hab ich verstanden? Klar, "dicht". Ich habe die Segelstellung selbst nicht kontrolliert und hab immer weiter gekurbelt. Das Kommando "STOP" oder später "FIR AUF" ist alleine vom Wortlaut deutlich anders. Auf einmal kam es mir in den Sinn, dass diese teilweise doch sehr komisch nautischen Ausdrücke eine bestimmte Relevanz haben...

Auf nach Palma

Guten Morgeeeeeeeeeeeeen! Heißt's um 8h.

image
Einziger Schönheitsfehler an unserem Liegeplatz ist, dass wir ihn um Punkt 9h verlassen haben müssen. Also bekommen wir unseren Weckruf um Punkt 8h. Bin mal gespannt, ob das bei uns klappt. Bis lang haben wir noch keinen Zeitplan so richtig eingehalten. Überrachend stelle ich fest, dass wir um 5 vor 9 alle auf unseren Positionen sitzen und klar zum Ablegen sind.

image
Dann stellen wir allerdings fest, dass wir mit frischem Brot noch deutlich besser frühstücken könnten, als ohne... Also springen noch einmal einige Kollegen über Bord und laufen schnell vor in die Stadt. Sie kaufen die gesamte Bäckerei leer und kommen mit reichlich Brot wieder.

imageUm kurz nach 9h laufen wir auch schon aus Andratx aus. Wahnsinn, wie viele Villen hier stehen. Gerade an der Küste oben am Berg. Wenn nicht vom Wasser kann man die nur sehr schwer erblicken. Zum Glück hab ich gestern auch gesehen, was diese Villen kosten. Schnäppische 4-5 Millionen. Für 1-2 Mio. gibt's auch schon Schabracken... Der Gedanke an diese Preise holt mich dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir sitzen zu acht auf einem sportlich geschnittenen Segelboot und bedienen uns schön selbst!

Frühstück gibt's in einer kleinen Bucht östlich vom Hafen. Hier gehen wir vor Anker, bewundern die anderen Yachten und Segelboote, die dort auch pausieren und bereiten das Essen vor. Ich bin wirklich froh, dass wir hier nicht geankert haben. Die Welle ich prinzipiell sehr ruhig. Der Wind ist auch nicht so stark hier in der Buch. Dennoch: das Boot bewegt sich um eeeeeeinige Meter hin und her. Der Anker hält. Jetzt. Heute. Am Tag... In der Nacht hätte ich das sehr ungerne haben wollen. Das wäre zu kritisch.

image
Nach ca. 2 Stunden brechen wir wieder auf. Sebi gibt Kommando zum Lichten des Ankers. Der Wind ist recht frisch - ca. 5 Windstärken sind aber noch gut zu segeln. Demnach heißt es "Setzt die Segel!". Wir nehmen Kurs auf Palma - unser finaler Schlag für diesen Törn...

Donnerstag, 12. August 2010

Andratx

imageAuch heute haben wir wieder Glück. Die Marina ist voll bis zum geht nicht mehr. Dank diverser Telefonate von Marta schaffen wir es, uns einen Platz im Einlass-Becken zu ergattern. Der Platz ist zwar nicht extrem gut gelegen und auch recht teuer, aber wir müssen nicht Ankern. Ankern hätte bedeutet, dass wir ein bis zwei Personen für eine Anker-Wache in der Nacht hätten abstellen müssen. Dies können wir so nun umgehen!

Nach einem kurzen Abend-Reste-Essen machen wir uns auf den Weg durch die Stadt der Reichen. Irgendwie komm ich mir hier vor wie in München. Nur mit ein wenig mehr Wasser. Was in München der Porsche Cayenne, ist hier die Luxus-Yacht. Wahnsinn, was hier für Schiffe liegen. Sehr interessant sind auch die farbenfrohen Unterwasser-Beleuchtungen. Das kenn ich bislang nur von aufgemotzten 3er BMWs, tiefer gelegten Opels oder getunten Golfs. Aber ich muss gestehen, bei einer 15 Millionen Yacht wirkt das doch ein wenig anders...

image

We are sailing!!

We are sailing, we are sailing... Ich kann es kaum fassen. Wir fahren aus unserer Bucht aus und stellen fest: es hat ca. 4 Windstärken. Die Wellen sind auch moderat, so dass wir die Segel setzen können. Der Wind ist so optimal, dass wir sogar beide Segel - Fock und Großsegel - setzen können. Was ein riesen Spaß!!

image

Wir machen ca. 6,5-7,0 Knoten über Grund. Der Wind bläst in die Segel und treibt unsere 11 Tonnen schwere Chinook durch die Wellen. Die sorgt für eine ordentliche Krängung. Wir fahren mit teilweise 22 Grad Schräglage. Was ein riesen Spaß!!

image 
Mit nur einem Schlag kommen wir bereits in die Landabdeckung vor Andratx. Wir entscheiden uns noch einmal, raus zu fahren, um noch einige Kreise zu segeln. Halsen und Wenden "üben". Gut, ich muss gestehen, bei nur noch einem Tag auf dem Boot ist "üben" ein wenig übertrieben. Bei der ersten Halse, die wir mit beiden Segeln fahren, stelle ich fest, dass der Platz an der Großschot einer der stressigsten ist. Dauernd "dicht holen" und wieder "auffieren"... Aber wirklich spaßig!

image

Ab in den Süden


Der nächste Morgen startet recht entspannt. Wir haben kaum Meilen zu machen heute, also lassen wir uns richtig Zeit. Dummerweise ist die Luftfeuchtigkeit heute Nacht angestiegen und es hat auch nicht abgekühlt. Es geht keine Luft. Das macht mich fertig. Die Zeit vom Frühstück bis zum Auslaufen scheint stehen zu bleiben. Irgendwann ist es dann so weit - Sebi gibt das Kommando zum Ablegen.

image

Wir laufen aus dem Hafen aus und nehmen Kurz gen Süden. Ein wenig unangenehm sind die Wellen, die von hinten kommen und uns überrollen. Wir müssen fast jede Welle aussteuern, um das Boot einigermaßen im Gleichgewicht zu halten. Das klappt soweit prima. Nach ca. 2 Stunden sind wir am Süd-Westlichen Ende von Mallorca.

image

Hier gibt es eine kleine, unbewohnte Insel. Wir nehmen Kurs auf den Kanal und fahren durch. Direkt danach machen wir an einer Boje fest und gehen schwimmen. Das macht richtig Laune. Dummerweise ist die Strömung durch den Kanal so stark, dass wir es kaum schaffen, mit dem festgemachten Boot auf einer Höhe zu bleiben. Somit beschränken wir uns auf unsere Art von Akrobatik und feilen an unseren "Moves", um die Chinook zu verlassen...

image

Mittwoch, 11. August 2010

Soller

Der Weg nach Porto de Soller vergeht "wie im Schlaf"! So langsam merke ich, dass Schlafentzug nicht wirklich nett ist. Auf der anderen Seite steht natürlich der Spaß mit der Crew! Das wiegt sich durchaus wieder auf. Die Einfahrt in den Hafen ist mittlerweile Routine. Das Rückwärts einparken klappt prima. Alle haben ihre Aufgaben und wissen, was zu tun ist.

image 
Die Marina von Soller ist genauso teuer, wie die in Alcudia. Allerdings stimmt die Qualität hier gar nicht. Der Hafenmeister macht noch Witze wie "Hey, eigentlich müsste ich einen Aufpreis nehmen. Ihr habt Dusche und Sauna in einem!" Ich kann nur bedingt lachen, denn die Container ohne Klima-Anlage heizen sich ohne Ende auf. Die Luft steht und nach der Dusche war bei mir vor der Dusche... Kein Spaß!

image
Gegen 21h machen wir uns auf den Weg nach Soller - die kleine Stadt oben auf dem Berg. Wir wollen mit der Bimmel Bahn fahren, leider geht die nächste erst in 50 Minuten. Schade auch. Wir nehmen zwei Taxis. In Soller finden wir auch recht schnell ein Restaurant und einen Tisch für 8 Personen.

image
Soller an sich ist ein super schönes, kleines Bergdorf mit viel Charme. Überall kleine, in einander verwinkelte Gassen, ein netter Dorfplatz, eine schöne Kirche und sehr entspannte Menschen. Sebi und Franzi nehmen die Bimmel Bahn zurück. Wir anderen laufen ein wenig durch die Straßen, essen noch ein Eis und fahren Taxi zurück.

image
Dabei fällt uns auf, wie spannend Taxifahren doch sein kann. Diese roten, runden Schilder mit weißem Hintergrund und Zahlen drin interessieren anscheinend niemanden. Oder wie kommt es, dass an mir zahlreiche "60" Schilder vorbeifliegen, der Tacho 120 anzeigt und der Typ vorne links immer noch auf dem Gas steht?

image
Wie dem auch sei - so sind wir halt relativ schnell zurück. In der Marina gibt es noch an der Beach-Bar einen Absacker. Der ist auch notwendig, denn die Bar spielt laute Musik und die Boxen stehen quasi neben unserem Boot. Hier kommt nun aber auch mein Schlafentzug zu tragen - ich geh in die Kajüte und binnen Sekunden merk ich nix mehr.

Sa Calobra

Auf meinen Wunsch hin macht man mich vor Sa Calobra wach. Eine sehr schöne Badebucht, kurz vor Soller. Die Berge und Felsen hier sind gigantisch! Wir fahren in die Bucht ein und machen Mittag.

image
Das Wasser ist super klar. Wir können bis auf den Grund schauen. Wir beobachten hunderte von Fischen. Diese filtern vornehm das Abwasser unserer Spüle. Scheint ja wirklich lecker zu sein. Mit Franzi zusammen schwimm ich zum anderen Ende der Bucht und mache ein paar Fotos von unserer Chinook, von der Bucht und von anderen Motor-Booten, die mit viel zu viel Knoten hier rein rauschen. Hoffentlich sehen die alle die Schwimmer hier im Wasser.

Das Schnorcheln macht enorm viel Spaß! Ich tauche einige Male auf ca. 9-10m ab, um unten jedes Mal fest zu stellen, dass die Luft knapp wird. Der Weg nach oben ist schon extrem lang. Unten auf Grund gibt es einige Algen, in denen sich kleine bunte Fische verstecken. Auch Unterwasserblumen gibt es hier. Das habe ich bislang so noch nicht gesehen - bzw. nicht so wahr genommen... Sehr schön!

Nach einer kleinen Sonnen-Pause entscheiden wir, mit dem Dinghi an Land zu fahren und uns die Bucht von oben anzusehen. Gesagt, getan - binnen kürzester Zeit sitzen wir im Beiboot und setzen über. Wir fahren in zwei Etappen, um alle Personen trocken rüber zu bekommen. Ich bin schon drüben und kümmere mich um meinen Job - noch einige Fotos vom Inneren der Bucht machen.

image image

Nach 10 Minuten sind wir vollständig und erklimmen den Weg nach Calobra - dem kleinen, verschlafenen Dörfchen mit max. 7 Einwohnern. Der Weg führt uns durch Fels-Spalten entlang des Sims der Steilküste.

image
Von hier aus können wir sehr schön unsere Chinook von oben betrachten. Ganz schön groß, die 45 Fuß... Beim Rückweg überlege ich kurz, ob ich auch von den Klippen springen soll, so wie andere Personen - entscheide mich jedoch dagegen. Dafür schwimmen wir zurück zum Boot - Sebi fährt mit dem Beiboot Marta und Markus mit unseren Sachen rüber - Marion, Franzi und ich schwimmen kurzer Hand.

image

Sonnenaufgang vor Formentor

Wir segeln also langsam vor uns hin. Traumhaft. Mit der Zeit wird es immer heller und heller. Die Sterne verschwinden, die Sonne lässt den Osten erhellen. So langsam, ganz langsam können wir unsere Gesichter gegenseitig erkennen. Wir machen den Rest der Crew wach.

Die Sonne geht auf. Ein roter Feuerball steigt neben Menorca auf. Binnen weniger Minuten ist die Sonne dann auch schon oben. Sehr schön!

image
Sebi und ich machen das Dinghi bereit. Wir fahren aus, um das Segelbott mit gesetzter Fock im Sonnenaufgang zu fotografieren. Franzi steuert so, dass wir einige schöne Blicke auf das Boot erhaschen können. Unbeschreiblich schön!

imageimage 
Kurz darauf fahren wir weiter. Die Crew legt sich wieder schlafen. Auch Franzi. Sebi, Marta und ich segeln weiter. D.h. eigentlich motoren wir weiter. Der Wind kommt erneut genau von vorne. Irgendwann legt sich auch Marta unter Deck.

image

image image

Der Wind frischt erneut auf. Nun kommt er mit ca. 4 Stärken von Backbord. Wir setzen erneut die Fock und stellen den Motor ab. Irgendwann schläft der Wind wieder ein. Wir motoren wieder. Dann frischt der Wind wieder auf... Das geht noch eine weile so.

image
Zum Glück kommt irgendwann der Hannes an Deck, so dass Sebi und ich uns hinlegen können. Ich lege mich aufs Vordeck, pack mir Billy Talent ins Ohr und schlafe sofort ein. Als Hannes dann die Segel setzt, wird's ungemütlich. Die Gischt macht mich stetig wach. Ich pack mich in die Doppelstock und schlafe eine gute Stunde...