Montag, 11. Juli 2011

Unser Törn

Am Wochenende habe ich ein wenig Zeit gefunden, unseren Törn bzw. unsere Route aufzubereiten. Ich bitte um Verständnis, sollte ich die ein oder andere Schlangen-Linie nachgestellt haben oder einen Abschnitt nicht im letzten Detail aus meinen Erinnerungen habe abrufen können. Bin mir sicher, unser Skipper weiß, woran das liegt!

Und nun viel Spaß beim “nachfahren”...

 

EUR - Croatia - Sailing 2011 at EveryTrail

Samstag, 2. Juli 2011

1.300 km Rückreise

Langsam wache ich auf und frage mich, wo ich eigentlich bin. Dabei haben wir gestern doch kaum etwas getrunken… Die Lautstärke draußen ist enorm. Mir fällt es wieder ein. Wir liegen in Vrsar, es ist unser letzter Tag an Bord und heute müssen wir die Yacht abgeben und den Heimweg antreten. Ich schaue auf die Uhr und erwarte das übliche. 6 oder 7 Uhr irgendwas. Es ist kurz nach acht. Verdammt, dabei wollten wir doch gegen 8h schon runter sein um Boot. Was ist mit dem Wecker passiert? Und warum hat mich niemand wach gemacht?!? Der restlichen Crew ging es allerdings genauso…

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Zum Glück hatten wir gestern schon so gut wie alles gepackt. Jetzt also schnell duschen, dann nur noch das Boot komplett leer räumen, alles im 3er BMW verpacken, Boots-Übergabe durchführen, Kaution zurückfordern und auf geht’s. Als wir um 9.14h fertig im Auto sitzen, kann ich es kaum glauben! Wir haben in der Tat noch Zeit für einen kleinen Shopping-Ausflug im Konzum Markt um die Ecke. Auch lassen wir es uns (bzw. ich es mir) nicht nehmen, an einem Straßen-Stand die letzten Kuna zu investieren. Die Dame bietet diverse Grappa zur Probe. Ich entscheide mich schließlich für Marille-Orange. Hicks…

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Mit einem letzten Bick auf den Fjord bei Vrsar verlassen wir dann die schöne Umgebung und fahren auf die nächste Autobahn in Richtung Norden. Die Umfahrung der slowenischen Autobahn klappt perfekt, auch wenn wir seit kurz vor der Grenze Kroatiens ca. eine Stunde Zeit durch zu hohes Verkehrsaufkommen verlieren. In Österreich gibt’s eine kleine Stärkung, ehe wir uns durch den neuen Tauerntunnel in Richtung Deutschland bewegen.

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Dort diskutieren wir kurz die Optionen, wie ich heute noch am besten nach Köln komme. Best Choice dabei ist, um 18.51h aus Ulm zu fahren. Da müssen Franzi uns Sebi heute eh noch hin. Das wird zwar ein wenig eng, der Alternativ-Zug geht aber auch nur eine Stunden später, dafür mit Umsteigen. Ich bin Michi echt dankbar, dass er auf der Autobahn gute 15 Minuten Puffer raus fährt. Der Zug fährt pünktlich ab und nach gut 3 Stunden bin ich auch schon in Köln…

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Freitag, 1. Juli 2011

Das schöne Vrsar

Guten Morgen! Es ist schon halb acht uns ich konnte durchschlafen. Welch Wohltat! Die halbe Crew ist auch schon wach und hat bereits entschieden, dass wir kein ausgiebiges Frühstück machen werden, sondern Sandwiches vorbereiten und diese dann kurz vor Fahrtantritt zu uns nehmen. Auf dem Weg zum Bad der Marina gabs noch ein kleines Highlight. Eine Yacht wird zu Wasser gelassen. So etwas habe ich bislang noch nicht gesehen. Schon beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit so ein Kran eine Yacht in die Höhe heben kann...

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Franzi steuert den Ableger perfekt. Kurz nach Hafenausfahrt hissen wir dann auch alle Segel und ich bekomm meinen ersten Manöver-Schluck für diesen Tag serviert. Danke, Michi!! Das Segeln an diesem letzten Tag macht enorm viel Spaß. Wir schaffen es mit unserer Nussschale von 35 Fuß Länge sogar auf eine Geschwindigkeit von 7.28 Knoten.

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Nach ca. 2 Stunden schläft der Wind langsam ein. Zum Glück sind wir so früh los! Da der Wind noch nicht ganz weg ist und nun von 180 Grad kommt (also direkt von hinten), können wir Butterfly segeln. D. h. wir legen das Groß auf die Backbord-Seite und die Fock auf die Steuerbord-Seite. Gerade, als wir die Segel optimal getrimmt haben, schläft der Wind komplett ein. Schade auch.

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Die letzten Meilen zurück in die Marina von Vrsar fahren wir unter Motor. Die Hafeneinfahrt ist sehr schön. Der Kirchturm von Vrsar steht hoch empor über der Stadt. Die Kontrolle durch die Charter-Firma geht auch gut über die Bühne, es gibt nichts großes zu beanstanden. Nicht so, wie beim Boot nebenan, bei dem sowohl die Fock als auch das Gross zerrissen ist...

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Am späteren Nachmittag kommt noch die Sonne heraus. Sebi hat die geniale Idee, den Bootsmann-Stuhl auszupacken. Hiermit kann man eine Person am Mast auf ca. 16m hochziehen. Sebi will es ausprobieren, und ich darf ihn hoch kurbeln. Ich muss sagen, ganz schön anstrengend... Danach revanchiert sich Sebi aber und kurbelt much hoch. Genial, die Aussicht von dort oben. Eine komplett andere Perspektive!

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Auch Franzi lässt sich ans Top hochziehen und hat glücklicherweise das Finale von Germanys Next Top Model gesehen. Nach ähnlichen akrobatischen Kunststücken mit perfekter Figur und toller Ausstrahlung kann ich sagen: "Franzi, jaaaa, Du bekommst Dein Foto!!!"