Sonntag, 30. Juni 2002

Ein verlorenes WM-Finale und eine Tour durch L.A.

clip_image002Tja, Fußball schauen war heute angesagt, und während es in Deutschland bereits nach 13 Uhr war und man sich gemütlich nach dem Mittag vor den Fernseher hocken konnte, war es bei uns noch tiefste Nacht, oder um genau zu sein: erst nach vier Uhr, keine drei Stunden nachdem wir in die Koje gegangen waren. Müde wie Hund, aber voller Erwartung und Hoffnung haben wir uns also aus dem Bett gequält. Und da unsere Gastfamilie nicht anders ist als wohl fast jede amerikanische Familie, mussten wir uns gar nicht weit bemühen: der Fernseher stand bei uns im Zimmer (einer der Fernseher).

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Und man staune nicht schlecht, das Spiel wurde sogar auf ABC übertragen. Gestern hatten wir am Venice Beach noch eine Unterhaltung zwischen einem Amerikaner und einem Südkoreaner über die Fußball WM mit angehört, hähä; konnten wir natürlich nicht sein lassen mal zu erwähnen dass wir beide rausgekickt haben: you are out!! Unglücklicherweise lief unser Spiel dann ja auch nicht so gut, 2:0 für Brasilien, na ja, wer hätte was anderes erwartet, erhofft vielleicht, aber nicht wirklich dran geglaubt. Also frustriert wieder in die Koje bzw. auf die Luma.

Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen zeitig aufzustehen, so gegen 11am J, aber das erste Erwachen kam erst so gegen 1pm. Auch egal, so haben wir zumindest unser Schlafdefizit nachgeholt. Die ganze Family war in der Zwischenzeit schon in der Kirche gewesen, so dass wir – right in time – zum Mittag wach waren. Es gab wahlweise Roastbeef oder Chicken vom BBQ am clip_image003
Abend zuvor, oder aber Casserole, eine Art Nudelauflauf mit Thunfisch. Und dann: mit dem Daddy von Amy und Emily ab nach Downtown auf Sightseeing Tour.

Als erstes auf dem Programm stand eine Tour durch Chinatown, die in L.A. aus einer einzigen Straße besteht und somit nicht vergleichbar ist mit den Städten in San Francisco oder New York. Vorbei an diversen Bürogebäuden, dem FBI, Kirchen und Museen ging es weiter zu einem sehr versteckt liegenden Cemetery, wo sich das Grab von Marilyn Monroe befindet. Weiter im Auto an der UCLA vorbei zum Stadion der L.A. Lakers (Staple Stadion) und dann nach Beverly Hills. Eine Menge netter Häuser, leider konnten wir uns in der Kürze der Zeit nicht für ein bestimmtes entscheiden, ansonsten hätten wir bei den günstigen Angeboten hier sicherlich schnell zugeschlagen. An Bel Air vorbei ging es dann weiter den Sunset Blvd. hinauf nach Hollywood.

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Natürlich haben wir uns das Chinese Theatre angesehen, mit den Abdrücken der ganzen Celebreties davor, schon nett. Ein paar Meter den Walk of Fame runter, in den ein oder anderen Laden hinein geschaut und dann weiter nach Melrose und auf den Rodeo Drive.

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Schon ein nettes Örtchen mit vielen teuren Boutiquen, aber hier gilt dann einfach das gleiche wie für die Häuser: hätten wir mehr Zeit gehabt hätten wir bestimmt was gekauft (wo es doch im Angebot war, lol). Naja, noch ein wenig umher spazieren und dann ab nach Hause…. Von wo wir uns aber direkt wieder auf die Socken gemacht haben….

clip_image009Mal wieder an der Budweiser Brauerei von L.A. vorbei (jammer, was ist mit Besichtigungen??) auf zum Strand, durch kurvenreiche Straßen und abgelegene Orte an den Pazifik. Sonnenuntergang haben wir hier leicht verpasst, trotzdem war der Ausblick lohnend. Da kann man schon mal ne Cola am Wasser trinken und anfangen zu träumen, wie toll es wär’ am anderen Ende zu sein (haha, better not, just kidding). Dann den Sunset Blvd. rauf nach Bel Air.

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Da standen dann auch mal wieder ein paar kleine Villen, mit den entsprechenden Autos vor der Tür. Wir wollten gar nicht wissen, was dann alles für Wagen in der Garage gestanden haben... Ich kam mit glatt vor wie im Film „Gone in 60 sec“ als wir die ganzen Autos da fotografiert haben. Nach diesen Eindrücken und einem super Blick auf L.A. Downtown ging’s dann weiter den Sunset Blvd. nach Beverly Hills, aber zunächst auf zu Mc Donalds und das Angebot „Cheeseburger für 39 Cent“ ausnutzen. Also, 10 haben wir zusammen geschafft ohne uns wirklich Mühe zu geben, aber dann hat es einfach keinen Spaß mehr gemacht und wir haben aufgehört. Schließlich wollten wir ja noch was sehen und nicht den ganzen Abend futtern.

clip_image012Hollywood war um diese Zeit wirklich sehenswert, alles nett beleuchtet. Nach vergeblichen Versuchen zu dem Hollywood-Sign zu kommen, um dann aber kurz davor feststellen zu müssen, dass dieses bei Nacht gar nicht, wie erwartet, beleuchtet ist – dafür konnten wir aber mit ansehen, wie ein Hirsch sich in den Vorgärten der Hollywoodianer an den Blüten vergnügte – sind wir dann noch einmal zu Fuß über den Walk of Fame gewandert. Diesmal sind wir dann auch noch in das Kodak Theatre gegangen, wo in diesem Jahr die Oscars verliehen wurden. Echt riesig, monströs große klasse, einfach unbeschreiblich, super!!

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Und somit hatten wir mal wieder nicht ganz dass geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich gegen Mitternacht zu Hause zu sein (die fetten Interstates sind bei Nacht fast leer, und das bei 14 Spuren, macht schon Spaß, wenn nur das Speedlimit nicht wär’), um genug Schlaf zu bekommen und am nächsten Tag fit zu sein. Um 6am aufzustehen bleiben dann noch ganze 3 Stunden….. gähn….

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Samstag, 29. Juni 2002

Santa Monica and Beach

clip_image002Der heutige Tag fängt fast genauso gut an, wie der gestrige geendet hat: mein Telefonaccount bei net2phonedirect funktioniert immer noch nicht und Ingo’s Account haben sie (nachdem er heute morgen noch funktioniert hat) dann auch gesperrt – warum auch immer, jetzt haben wir erst mal keine Möglichkeit zu telefonieren. Aber Ingo hat gerade noch in Hundescheiße getreten, so dass der restliche Tag damit eigentlich gerettet sein dürfte – zumindest was Fettnäpfchen und so angeht – Thanks Ingo! Bin ich froh dass ich Ingo dabei habe, ansonsten wäre so was doch mein turn gewesen, haha.. Bis nachher, wir gehen jetzt nach Downtown L.A. See you soon!

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So, da sind wir wieder, mal wieder mitten in der Nacht zu Hause und hundemüde. Sind gegen Mittag in die Stadt gefahren mit Ziel Santa Monica. Zuerst haben wir uns (und die Mädels erst, wo doch Schlussverkauf war) auf dem Broadway vergnügt, eine wirklich nette Fußgängerzone, wo Straßenkünstlern ihr Nicht-/Können unter Beweis stellen. Während wir die Mädels in Ruhe haben einkaufen lassen, sind wir durch die Straßen gezogen und uns mit chinesischem Essen bei Laune gehalten, jam jam ;-) schließlich mussten Ingo und ich auch nach dieser ersten Shoppingphase noch in einer zweiten Mall sehr tapfer sein und warten. Dann ging es endlich an das ersehnte Ziel: Santa Monica Beach. Von der Pier aus hat man eine geniale Aussicht, doch noch besser ist es, auf der Strandpromenade zu spazieren.

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Als kleines Ziel hatten wir uns gesetzt bis nach Venice Beach zu laufen, was bei der weiblichen Begleitung nicht gerade mit Jubelschreien aufgenommen wurde, wo es doch sooo weit sei zu laufen und man nur über Ecken von jemandem gehört hat, der das wirklich schon mal gemacht haben soll. Uns egal, wir laufen da hin! Mit oder ohne Mädels. Na ja, zur Hälfte hatten wir Begleitung, das zweite Stück sind wir dann folglich alleine gelaufen. Am Muscle Beach war fette Party, neben der wohl üblichen Muskelmännern (was die wohl sonst noch so in ihrer Nahrung haben??) und Basketball-Playern waren gerade Baytage mit Livemusik. Dazu noch die ganzen Straßenhändler, Shops, ein wahres Einkaufsparadies für Touris… but who cares, we are fu**ing tourists!!

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Irgendwann, so ca. 2 Stunden nachdem wir uns von Amy und Emily getrennt hatten, mahnte uns unser Gewissen (auch wir haben das!) dazu, sie doch wieder abzuholen und den Heimweg anzutreten. Und weil so schönes Wetter war, sind wir dann barfuß am Strand/ Wasser entlanggelaufen. Natürlich hat uns auch dabei Ingos Glück, in jede Falle zu treten, nicht verlassen, und so ist er in die wohl einzige Wespe am ganzen breiten und lange Strand von Santa Monica getreten. Wäre Pam da gewesen, hätte er sich wohl von nem Baywatcher verarzten lassen, aber bei der Auswahl an Rettern hätte ich auch auf andere Hilfe verzichtet! Stattdessen dann mit angeschwollenem Fuß (na ja, mit nem Mückenstich) zurück in die Stadt und zum Auto.

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Was nun mit so einem angefangenen Abend? Nach Hause?? Niemals. Also weiter nach Universal City, dorthin wo auch die Universal Studios sind. Der City Walk in Universal City ist ein reines Vergnügungsviertel mit Kneipen, Restaurants, etwas Unterhaltung und natürlich einer Menge bunter Reklametafeln und Wasserspielen. Wir haben uns für das Hardrockcafe entschieden und es uns dort gemütlich gemacht. Zum Vertreiben der Wartezeit einen kleinen Long Island Ice Tea vorweg (Emily ist dann halt gefahren) und nen fetten Burger bzw. BBQ hinterher, hmmmmm, lecker. Wie an den Tagen davor hatte uns aber bald die Müdigkeit eingeholt, so dass wir, kaum angekommen, auch schon ins Koma bzw. den tiefsten Schlaf gefallen sind. Schlaf muss schließlich auch sein, besonders wenn man am nächsten Morgen / in der Nacht Fußball sehen will.

Auf das unsere Elf gewinnt (die Hoffnung stirbt als letzte), gute Nacht und bis morgen!

Freitag, 28. Juni 2002

San Diego und (fast) Tijuana – Mexico

Here we go again. Wir haben uns dazu durchgerungen nach San Diego zu fahren. Zuvor haben wir aber versucht, einen Phone-Zugang bei net2phonedirect einzurichten. Nach diversen Versuchen und einer guten Stunde war zumindest die Anmeldung im Sack, nur telefonieren konnten wir noch nicht, weil das Geld zunächst transferiert werden muss (und ich dachte so was geht innerhalb von Minuten bei Kreditkarten).

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Aber egal, los geht’s auf den Highway 405 und später auf die Interstate 5 in Richtung Süden. Nach gut 3 Stunden Fahrt auf dem crowded Interstate, was sich einigermaßen leicht durch die driver´s pool lane ausgleichen lies (driver´s pool lane ab 2 Personen, hihi – „Die Fahrgemeinschaft“), war unser erstes Ziel ein Aussichtspunkt namens „Camp Pendleton“ – der größte Stützpunkt und Manövergebiet der US Marines. Normalerweise werden hier solche Dinge wie„Sturm des Strandes“ geübt, nun ja – okay…. wem es Spaß macht….. Den total verstörten Squirrels nach zu beurteilen, war dieses Manöver jedoch vor kurzem!

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Dann aber weiter, schließlich waren wir morgens erst spät losgekommen! Auf zum Ocean Side, einem kleinen Hafen mit einem super Strand. Strände haben wir heute eh zu genüge gesehen (und dabei auch ’nen leichten Sonnenbrand oder zumindest nasse Füße eingefangen, hmmpf). Was die nassen Füße angeht, Ingo durfte sich die meisten Sights danach barfuß ansehen J. Aber vorbei an den ganzen Stränden, Piers und Dunen, den hübschen Mädels und „Baywatchern“ weiter nach San Diego.

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Auf dem Weg liegt der 1993 erbaute Mormonen-Tempel, ein strahlend weißes, riesiges Gebäude. Und da der Eintritt frei war und wir uns eh verfahren hatten und vor dem Tempel standen, haben wir uns natürlich nicht lumpen lassen das mal aus der Nähe zu sehen. No entry fee?? Na klar, wer es glaubt, wo ist der Haken? Der war schnell gefunden, denn während wir so sorglos über das Gelände spazierten kamen direkt ein paar Missionare auf uns zu und nun wissen wir fast alles über die Mormonen, den Tempeln, den Verheiratungen bis über den Tod hinaus und dann noch viel länger…. Aber Mitglied wollen wir dennoch nicht werden; obwohl, dass mit den vielen Frauen, dass könnte man sich doch schon überlegen. Irgendwie haben wir es aber dann noch geschafft, da wieder rauszukommen, mit Erfolg!! Ingo hat dafür einem gewissen Sebastian einen Besuch der Mormonen verschafft, in dem er den Besucherzettel mit einen anderen Namen ausgefüllt hat – auch eine nette Theorie und eine gute Gelegenheit, unangenehme Leute loszuwerden. Lass mich mal überlegen, wen konnte ich denn noch nie leiden, hmmm….

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Old Town San Diego war die nächste Station. Cooles Städtchen, wie ein Freilichtmuseum quasi, nur mit ganz vielen Läden und alles zum Anfassen echt. Ingo hat in einem absolut kultigen Laden ein Zippo erstanden (ein echter Männerladen mit Zigarren, Waffen, Feuerzeugen), während ich mich an die hot sauces rangemacht habe. Jetzt habe ich die „Hottest Sauce of the universe“, Schärfegrad: Insane plus plus J „Do not use more than one drop at a time, keep away from eyes, children and pets“, hihi. Ich bin wirklich gespannt, wie die schmeckt. Aber um ehrlich zu sein suche ich dafür auch noch ein Opfer, an dem ich das ganze mal austesten kann. Any volunteers??

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Mit dem Auto ein paar Blocks weiter nach Downtown konnten wir uns die „Star of India“ anschauen. Nicht übel das kleine Segelbötchen, ne 3 Masterjolle sozusagen. Auch die Innenstadt von San Diego hat es in sich, nette Läden und eine richtig fette Mall. Absolut genial (Horton Plaza), super Läden und gutes Essen (Eis von Ben & Jerry – soooo delicious but so expensive).

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Alright, zu guter letzt dann noch auf Coronado Island, eine „kleine“ Halbinsel mit lediglich 26.000 Einwohnern, aber einem herrlichen Strand und einem super klasse Hotel (zumindest schaut es so aus, und wer bietet sonst schon Black-Light-Volleyball an?). Na ja, wir haben ja eine Unterkunft in L.A. und so haben wir uns nach einem kurzen Besuch der mexikanischen Grenze dann auf den Weg nach Hause gemacht. Über die Grenze war uns dann doch nicht so geheuer, nach Warnungen von Amy’s Dad und der Tatsache, dass nur Mexikaner über die Grenze gingen und nicht ein einziger Ami, haben wir es denn vorgezogen, den Mexikobesuch aufzuschieben.

Die Rückfahrt: Zugegeben, wir haben den „Nach-Hause-Weg“ leicht unterschätzt. Klar waren wir den Weg morgens auch gefahren, aber da waren wir auch wach und ausgeschlafen – im Gegensatz zu heute Abend. Egal, mussten wir ja nun durch. Die ersten Meilen waren auch ganz okay, dann kam aber das Schlafbedürfnis immer härter durch. Also: Fahrerwechsel, Frischluft, laute Musik, Cola intravenös! Brachte aber auch nicht das Gewünschte Ziel und so durften wir nach weiteren 50 Meilen noch einmal wechseln, wieder Frischluft, Streichhölzer in die Augen….

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Die „schöne“ Skyline von San Diego schon sehr weit hinter uns gelassen , stand der zweite Wechsel an. Dabei haben wir dann einen Liquor Store entdeckt, coole Sachen eigentlich, denn so nen Bierchen wollten wir eh noch trinken. Also rein da. Aber wie das hier so ist, Alk zu kaufen ist ein schwieriges Unterfangen. Bier aus der Truhe nehmen, am Tresen Credit Card auflegen, ID vorzeigen – STOP – nein, ich verkaufe es ihnen nicht. Wie?? „Do you need another card, cash, another ID, Ingo´s ID??“ Die Antwort war dann lediglich: „No, no beer.” Nach einiger Diskussion haben wir das Bier dann doch noch bekommen, aber nur gegen Cash. Man, ich kann echt verstehen, dass solche Leute gefährlich leben…. aber irgendwie auch nicht erstaunlich, oder? Genauso problematisch stellte sich dann die Suche nach einem Restroom heraus. Nachdem die einen uns nicht auf die Toilette lassen wollten, die anderen uns in eine Strip-Bar schicken wollten, eine Bedienung an einer Tankstelle uns auf deren Restrooms verwiesen hat, welche aber geschlossen waren, wir eine andere Tankstelle angefahren sind, dessen Restroom auch „out of order“ waren, haben wir dann endlich – nebenan – einen Fastfood Schuppen ausgemacht. Wir also da rein und fragend auf die nächst beste Bedienung zu, wo denn deren Restrooms wären. „Well, usually they are on the back side of this building!“ Was, verdammt noch mal, heißt hier „eigentlich“. Sind die da jetzt nun, oder nicht? Können die wandern oder flüchten? Oder was!?!? Gut, wir hatten Glück gehabt! Die Toiletten waren gerade noch so da und danach hatten wir eh keine Fragen mehr! Sehr schön an diesem Abend war auch der Versuch, in Deutschland das Reisebüro zu erreichen (um 3 Minuten vor Öffnungszeit war natürlich noch keine außer dem AB am anderen Ende der Leitung!!), oder aber schlichtweg die Tatsache, dass unser 5 Liter Tank des Autos mal wieder leer war. Wirklich nervig, so what. Irgendwie haben wir es dann dennoch geschafft nach Hause zu kommen, vollkommen erschöpft, schnell noch ein Bierchen und dann www.abinsBett.de :-)

Also, bis morgen.

Donnerstag, 27. Juni 2002

Der Tag des Abflugs (und der Ankunft)

Mitten in der Nacht ging es heute morgen dem gewünschten Urlaub und somit den erhofften Abenteuern, der Entspannung und vor allem der Sonne entgegen. Bereits um 5 Uhr startete unser Trip aus Paderborn, von wo Sabrina uns nach Düsseldorf zum Flughafen brachte (die ersten beiden Stunden an diesem Tag, an dem man an irgendwelche Sitze gefesselt war).

Viel zu früh, aber mit einer entsprechenden Zeitreserve konnten wir unser Gepäck aufgeben. Die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen scheinen sich wirklich verbessert zu haben, zumindest was Flüge in die USA angeht. Da wurden einem so lustige Fragen gestellt, wie „wer hat gepackt, wem gehört es, wann gepackt, unbeaufsichtigt stehen lassen, ob man irgendwelche Pakete für andere mitführt, etc.“ … also bitte, welcher Profi mit einem ernsthaften Vorhaben würde sich davon abhalten lassen etwas zu tun…..

Aber weiter geht’s. Nach Aufgabe der Koffer ab zum ersten Sicherheitscheck, durch die Sicherheitsgates, weiter in den Duty-Free Shop zum Alk-Fassen. Wenn schon nur ein dürftiges Frühstück drin war, dann konnte hier zumindest der O-Saft nachgereicht werden (leicht angereichert mit Barcardi). Was aber dann kam, erstaunte uns schon: vor Betreten des Abflugraumes noch einmal ein Sicherheitscheck, diesmal mit Ausziehen der Schuhe (man war ich froh, dass die noch zum Sockenausziehen aufgefordert haben, dann wären wir wohl umgekippt, hihi).

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Tja und dann? Warten, rumsitzen und hoffen, dass die Verspätung aufgrund einer technischen Störung (so was hört man nicht wirklich gerne vor dem Abflug) nicht noch länger dauert als angekündigt. Natürlich dauerte es länger! Statt um 9.15 ging es erst um 10.00 Uhr in die Lüfte mit einem kleinen Airbus mit minimaler Ausstattung (dass da Sitze drin waren, Donnerwetter!).

Dass wir nicht nur einen günstigen sondern auch teilweise billigen Flug gebucht hatten, machte sich während des Fluges (weitere 11 Stunden stillsitzen) bemerkbar. Unfreundliche Stewardessen, kalter Kaffe, Schwarz-Weißfernsehen und die trotz 499 € Flugkosten zu entrichtenden aber albern erscheinenden Kopfhörergebühren von 2,50 € - lächerlich. Mal ganz abgesehen davon, dass wir keinen eigenen Monitor pro Nase, keine Computerspielmöglichkeit, keine Gelegenheit zum Telefonieren, keine Beinfreiheit, …. hatten und alkoholische Getränke bezahlt werden mussten (na ja, vielleicht ist man ein wenig von Singapore-Airlines verwöhnt, und dass mit dem Alkohol war auch nicht sooo schlecht, schließlich mussten wir in LA ja noch Autofahren)…..

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Aber bis dahin standen noch die spannenden Abendteuer auf dem Flughafen und das Herumärgern mit dem „Customs Service“ bzw. dem „Immigration Office“ an. Das typische Ausfüllen des Fragebogens, warum man einreist (zur Wahl stehen nur ja und nein; wer einmal ja ankreuzt darf nicht einreisen. Ergo… was kreuzt man an? Das, was auch LTU einem in der Anleitung zu diesem Faltblatt suggeriert hat: nein, nein, nein, nein, nein, …… Hier wieder zum Punkt Gepäckaufgabe: wer lässt sich von so was abhalten einzureisen und wer gibt es vor allem zu??) und was man alles einführt. Auch dabei wird natürlich wieder gelogen, dass sich die Balken biegen, natürlich führen wir keine Lebensmittel ein, Schokolade und Alk sind schließlich Genussmittel, oder? Die anderen durften dafür bereits im Flieger alle restlichen Lebensmittel, vor allem Obst abgeben – ich persönlich glaube, dass haben sich die Crewmitglieder von LTU ausgedacht und dann fett gefeiert J.

Auf dem Flughafen wieder durch alle Kontrollen durch, diesmal auch im persönlichen Gespräch überzeugend wirken, dass man keine bösen Absichten hat (außer vielleicht Mr. Gates Kick in den Ass verpassen) und natürlich nichts einführt. Wenn man nach einer Stunde warten dann auch endlich dran kommt, erstreckt sich eine Reihe von Leuten, denen man fast immer die gleiche Story erzählen muss, aber irgendwann ist man auch diesen Psycho-Fragen entflohen.

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Dann ab in den Alomo-Bus zum Auto. Leider stellte sich heraus, dass unser Reisebüro in Deutschland ganze Arbeit geleistet hatte, denn um den Wagen zu bekommen musste ein weiterer, geringfügiger Betrag in Höhe von 350 US$ gezahlt werden. Ich denke dass wird sich morgen nach einem hart-aber-herzlich Gespräch mit der guten Dame aus dem Reisbüro klären…

Da wir aus irgendwelchen Gründen auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht von irgendwelchen Schlafbedürfnissen überfallen wurden, ging es also zunächst raus aus LA. Kurz einen Stop bei Ralph´s Supermarkt (schnell Mitglied werden – ok, sind wir immer, aber nicht bei Ralph´s, haha) und dann nach Venice und Malibu Beach. Bei nicht gerade einladenden Temperaturen von 76 F (22 C) maximal haben wir es beim daran-vorbeifahren gelassen und werden uns diese Plätze am Wochenende noch einmal genauer ansehen. Dafür sind wir die Küstenstraße in Richtung Santa Monica und anschließend Santa Barbara weitergefahren, wo nach Stipvisite der Pepperdine University (nicht schlecht Herr Specht) eigentlich der Botanische Garten in Santa Barbara auf der Tagesordnung stand. Nach diesen ersten Kilometern hatte Ingo dann auch herausgefunden, dass es sich bei dem Wagen um einen Automatik handelt, und er nicht immer vergeblich nach der Kupplung zu suchen braucht J

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Angekommen in Santa Barbara (gute 90 Miles von LA) hatten wir dann aber nur noch ein sehr geringes Bedürfnis, den Botanischen Garten zu sehen. Viel mehr war der Drang zum Schlafnachholen gekommen. Trotz der späten Zeit und untergehenden Sonne gab es also doch noch ein Sonnenbad und zumindest eine halbe Stunde Schlaf, bis man es vor Kälte aber nicht mehr am Strand aushalten konnte. Hundemüde (Anmerkung: da waren wir jetzt wirklich fast 3 Stunden wegen einer halben Stunde Schlaf am Strand gefahren) ging es also Richtung Simi Valley / L.A. Nach weiterer Suche und einigen „almost Treffern“, was die Straßen angeht, haben wir es dann zu Amy geschafft, der Bekannten von Ingo, bei der wir es uns gemütlich gemacht haben. So, uns jetzt haben wir nach einem weiteren Dinner (unterwegs gab es leckere Sandwiches mit Ketchup und Käse J) das Zimmer bezogen und planen für morgen. Schaun wa mal, wie´s wird, ich bin gespannt…..

Mittwoch, 26. Juni 2002

Die Eroberung des Wilden Westens


Zeitraum für die Eroberung
27. Juni 2002 – 19. Juli 2002

Wesentliche Ziele
L.A. – San Diego – Sequoia – Yosemite – San Francisco – Seattle
Vancouver – Yellowstone – Arches – Monument Valley
Grand Canyon – Las Vegas – Death Valley

Die Route