Montag, 18. April 2011

Viva la noche…

Um es gleich vorweg zu nehmen und den Titel zu entkräften: nein, wir haben nicht die ganze Nacht in irgendwelchen Clubs verbracht. Ich finde es aber durchaus bemerkenswert, wie die Spanier den Abend so verbringen.

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Das aller erste Prinzip: starte nie zu früh. Das soll heißen: wenn Du um 19h etwas zu essen suchst, bist Du verloren. Keine der Bars, die wir angesteuert haben, wollte uns vor 20.30h etwas zu essen bringen. Gut, wir waren um 19h schon da und haben uns somit primär um Flüssignahrung gekümmert. Zum Glück waren wir auch schon so früh da, denn ca. 30 Minuten später füllte sich die Tapas-Bar enorm schnell und alle Plätze waren vergeben.

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Und so komme ich schon zum zweiten Prinzip: wenn die Bar voll ist, nimm Dir ein Bier (oder ein Wein) und warte draußen. Bemerkenswert: alle haben sich ordentlich auf eine Warteliste setzen lassen, ein Glas in die Hand genommen und vor der Bar sich unterhalten. In Deutschland wäre man einfach gegangen. Nicht schlecht!

Und jetzt kommt der eigentliche Hammer: wir haben dort einige Stunden gesessen, jeder von uns zwei beiden hat im Schnitt 4 Tapas gegessen, dazu einige Kaltgetränke zu uns genommen und wir haben nur knapp über 20 € (in Summe) gezahlt. Genial, oder?

Auf dem Weg zum Hotel haben wir noch an dieser futuristischen Brücke gehalten, um das ein oder andere Foto aufzunehmen. Geniale Architektur. Eine Hängebrücke mit 13 Doppel-Stahl-Seilen gehalten!

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Die größte Kathedrale der Welt

Die Menschenschlange vor der Kathedrale von Sevilla ist sehr kurz. Nur 10 Personen oder so warten auf Tickets. Da fällt uns die Entscheidung nicht schwer. Es dauert keine 5 Minuten und wir zahlen unsere 16€.

Im Vorfeld habe ich gelesen, dass dies mit 125x86m Grundriss die größte Kathedrale der Welt sein soll. Ich muss zugeben, groß ist sie schon. Aber irgendwie beeindruckt sie mich nicht. Es war ja erst heute morgen, als ich mit die Mequiza in Córdoba angesehen habe. Und die war phänomenal. Die Kathedrale in Sevilla ist ‘einfach nur schön’ und irgendwie ‘normal’.

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Sehr interessant finde ich die Geschichte von Christopher Kolumbus, dem großen Entdecker. Seine Gebeine sollen hier liegen. Erst vor kurzem wurde dies durch DNA Tests bewiesen. Allerdings wurde auch beweisen, dass Knochen von ihm in Mittelamerika begraben sind. Komisch, der Gute Herr reist wohl auch noch gerne nach seinem Tod umher (er ist mit ziemlicher Sicherheit in Spanien verstorben).

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Auf dem Weg zum Ausgang entdecken wir den Aufgang zum Turm. Den kann man besteigen. Ich bin begeistert. Diese Begeisterung überträgt sich leider nicht auf alle in meiner Reisegruppe, so dass wir Arbeitsteilung betreiben. Steine gucken von oben, und von unten. Der Aufstieg ist durchaus entspannend. Es gibt keine Stufen, nur einen Weg mit einer stetigen Steigung. Interessant – denn die 38 Etappen nehme ich mit Leichtigkeit und bin oben kaum außer Atem.

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Oben angekommen bietet sich ein gigantischer Blick über die gesamte Stadt. Das Wetter ist herrlich, die Sicht ebenfalls. Ich kann gefühlt unendlich weit blicken. Z.B. in den Norden noch nach Macarena, wo unser Hotel liegt – einfach zu erkennen durch die futuristische Brücke zur Expo 1992. Oder in den Süden bis auf die 50m hohe Autobahn-Brücke. Sehr interessant ist auch der Blick in den Palast Alcazár (Foto). Dem Wohnort vieler Besetzer und Herrscher der Stadt.

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Den Palast heben wir uns für morgen auf und machen uns nun auf den Weg zu einer Tapas Bar…

Sonntag, 17. April 2011

Die Gassen von El Centro, Sevilla

Es ist ca. 14h. Unser Hotel, das AC Sevilla Torino erinnert uns von der Aufmachung her an das in Córdoba. Lieder ohne Pool auf dem Dach. Also müssen wir uns hier ein wenig mehr auf die Stadt konzentrieren, Entspannung pur liegt in den nächsten Tagen ja noch vor uns.

Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir nehmen den Bus, der direkt beim Hotel los fährt. Keine 15 Minuten später passieren wir den Placa del Duque, unsere Ziel-Station und bleiben erst einmal sitzen. Wir haben es nicht mitbekommen, wo wir genau sind. Es ist schon sehr beeindruckend, wo die Busfahrer(innen) überall her fahren. Manchen anderen wären die Straßen mit einem Smart schon zu eng, da manövrieren die den Bus noch um die Kurven. Respekt.

Eine Station später bekommen wir dann auch mit, dass der Bus sich wieder auf den Rückweg macht und steigen aus. Die paar Meter laufen wir zurück und sind leicht angenervt von den engen Gassen. Wir haben nun schon die dritte parallele Straße ausprobiert, und überall drüfen Autos fahren, die einen im Abstand von 7cm bei einer Geschwindigkeit von ca. 30km/h passieren. Nicht spaßig. Dazu kommen noch die Moffas, die einen irren Krach machen – und zwar solchen, dass man die sich von hinten nähernden Autos nicht mal mehr hört…

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Aber was soll das Gejammer: wir haben’s schließlich überlebt. Und das ohne nennenswerte Blessuren oder ähnliches. Einzig wird die Konzentration von der schönen Architektur umgelenkt auf den Gehörsinn – und das ist ein wenig schade. Wir laufen also weiter durch die Altstadt, El Centro. Dabei entdecken wir am Plaza Nueva einen Nespresso Store und ich bin überglücklich, wieder einmal einen ordentlichen (N)Espresso genießen zu können. Direkt nebenan verläuft auch die Avenida de la Cónstitution. Diese Straße und die Plätze drum drum werden gerade schon vorbereitet für die Semana Santa, die Kar-Koche. Überall werden Tribünen aufgebaut. Dies verengt die Straßen natürlich ungemein. Die Menschenmassen schieben sich durch die Mitte oder am Rand entlang. Wir sind kurzfristig sehr froh, nicht in der Kar-Woche selbst in der Stadt zu sein – das wäre vermutlich die Hölle.

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Wir biegen und die Ecke und entdecken die pompöse Kathedrale von Sevilla…

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Freitag, 15. April 2011

Adiós Córdoba – Bueons dias Sevilla

Den Rückweg von der Mequiza ist ein Traum. Keine 100 Schulklassen je 30 pubertierender Franzosen – juchu. In den Gassen ist es zudem recht kühl. Heute sind aus irgend einem Grund sehr viele Hinterhöfe geöffnet. Dies haben wir gestern gar nicht so gesehen. Alle erreichbar über einen durchaus kleinen Eingang, eine Mini Gasse oder durch ein Eisen-Gitter.

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Diese Höfe sind eine Pracht. Allesamt sehr schön hergerichtet, die Häuser sauber, die Wände mit Blumen verziert. Hier lässt sich leben! Auf dem Rückweg zum Hotel blicke ich noch einmal auf die Stadt zurück und denke mir, dass Córdoba es durchaus verdient hat, zum Welt-Kulturhauptstadt 2016 gewählt zu werden.

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Wir machen uns zügig auf den Weg nach Sevilla. Dabei entscheiden wir uns nicht für die Autobahn, sondern für die Landstraße. Diese verläuft mehr oder weniger nördlich parallel. Dabei kommen wir an einer sehr beeindruckenden Burg vorbei. Dies ist auch das Symbol für die Stadt Almodóvar del Río. Hoch auf einem Berg gelegen ist sie schon von sehr weitem zu erkennen. Mit den acht Türmen diente es vor einigen (vielen) Jahren als Festung Mauren, den Christen, den… (wer auch immer gerade das Land besetzt hat). Davor liegt das Dorf – fast komplett in weiß gefärbt. Sehr schön anzusehen!

Almodóvar del Río

Es ist eine gute Stunde später. Wir passieren die Stadt-Grenze von Sevilla. Und stehen. Und stehen… Dieses aus dem Rheinland durchaus bekannte Erlebnis wiederholt sich noch einige Male. Die Straßen sind total eng. Die Mofas quetschen sich durch die Außenspiegel der Autos. Die Hölle, was Entspannung angeht.

Irgendwann kommen wir aber heile an. Wir entscheiden uns für die Tiefgarage im Hotel. Witziger Weise ist diese über einen Fahrstuhl erreichbar. Also einen Fahrstuhl für das Auto. 4.000kg fasst dieser und der Fiesta passt gefühlt gerade so hinein.

Die Mequiza von Córdoba

7.15h. Wir sind wach. Und völlig erholt. Unglaublich – aber so etwas kommt vor. Vermutlich noch der alte Wochenrythmus im Blut. Dies, gepaart mit 7h Schlaf beudeutet also einen frühen Start in den Tag. Und der startet mit einem sehr guten Frühstück.

Direkt danach mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Um 8.30h öffnet die Mequiza und der Lonely Planet schreibt, dass der Mob dann noch nicht da ist. Also keine französischen Schulklassen. Prima! Auf dem Weg dorthin mache ich mir Gedanken, was ich eigentlich erwarte. Die Geschichten dazu habe ich gelesen, allerdings vorstellen – das klappt nicht ganz. Also betrete ich diese Mosche, die teilweise zu einer Kirche umgebaut wurde.

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Und das, was ich sehe, haut mich um. Ich bin total begeistert von der Größe, dem Raum. Überall sind Hufeisenbögen verbaut. Alle gleich rot weiß gestreift. Was eine Pracht. Und wie groß. In Summe sind das 23.000 qm. Das entspricht in etwa 200m x 115m oder auch 152m im Quadrat. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Kein Wunder, dass dies ein Welt-Kulturerbe ist.

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An den Rändern – also in den Kapellen – verstecken sich überall ungeahnte Schätze. Räume, teilweise komplett in Gold verziert. Und mit welcher Liebe zum Detail ausgearbeitet. Das muss man gesehen haben. In der Mitte der Mequiza befindet sich dann mehr oder weniger normale christliche Kathedrale, wie man sie auch aus Deutschland kennt (nur deutlich prachtvoller als die katholische Kirche in Steinheim, um ein Beispiel zu nennen). Und daran angrenzend wieder die rot-weiß gestreiften Hufeisenbögen.

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Ich bin also damit Beschäftigt, diese ganzen Eindrücke zu verarbeiten. Auf einmal kommen einige (sehr viele) Priester in den Mittelteil. Anscheinend beginnt nun eine Messe. Der Pastor (bzw. Priester, oder Padro, oder… – keine Ahnung, wie der korrekte Titel lautet) fängt an, zu singen. Und das ist absolut berührend. Das setzt den räumlichen Gegebenheiten noch einmal einen drauf.

Und zum Schluss noch ein Gebet…

Donnerstag, 14. April 2011

AC Cordoba Palacio – unser Hotel

Man soll loben, dem Lob gebührt! Ich formuliere es mal so: ‘Das ist das beste Hotel, in dem ich jemals war!’

Unglaublich, aber wahr. Ich habe ja schon einige Hotels gesehen, und dieses übertrifft alle. Gut, es ist auch ein 5* Hotel, doch habe ich für den relativ geringen Preis von 75€ p.P. nicht wirklich viel erwartet.

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Die Zimmer sind traumhaft eingerichtet. Dunkles Laminat, ein schwarzes Sofa in der Ecke, ein großer (nicht genutzter) LCD Fernseher. Alles in einem eleganten Design mit aufeinander abgestimmten Farben. Das Bad abgetrennt, mit einem Whirlpool und einer Regendusche. Ein Traum.

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Absolutes Highlight ist der Pool auf dem Dach des Hotels. 23m lang, genial zum Bahnen ziehen. Und um den Pool herum: Rattan-Möbel zum Relaxen, teilweise in der Sonne, teilweise unter einem Überdach.

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Beim Frühstück hat die Nespresso Maschine mit exzellenten Ristretto noch einmal einen darauf gesetzt. All das hat diesen Tag unvergesslich gemacht. Eine Oase direkt am Rande der Innenstadt von Córdoba.

Einziger Wehrmutstropfen: besser wird es wohl nicht mehr werden. Aber ganz ehrlich: damit können wir leben!!!

Die engen Gassen von Córdoba

Córdoba ist Kandidat für die Weltkulturhauptstadt 2016. So viel wissen wir, als wir unseren Stadt-Rundgang starten. Und hier soll es eine riesige Mosche bzw. Kathedrale geben – die Mequiza. Ein Weltkulturerbe. Viel mehr haben wir uns noch nicht angelesen und sind gespannt, wie die nächsten Stunden auf uns wirken werden…

Wir starten von Hotel aus westlich der Innenstadt und passieren erst einmal die riesige Stadtmauer. Und danach – es folgen kleine Gassen, eine nach der anderen, alle total verwinkelt. Und in den Gassen, hunderte von Schulklassen, noch mehr Japaner und Franzosen. Unglaublich, wie viel Lärm allein eine Gruppe alleine machen kann. Und der potenziert sich ja noch einmal in den Gassen.

Um den Mob zu vermeiden, suchen wir ruhigere Wege. Dabei entdecken wir entzückende Hinterhöfe. Sehr klein und schön, relativ kühl und mit sehr vielen Blumen geschmückt. Traumhaft! Wir schaffen es tatsächlich, uns NICHT zu verlaufen und treffen irgendwann auf die gewaltigen Mauern der Mequiza. Von außen schon absolut beeindruckend.

Der Reiseführer verrät mir, dass morgens von 8.30h bis 10.00h zum einen der Eintritt frei ist, und zum anderen (der viiiiel wichtigere Grund) die Menschenmassen noch nicht so immens sind. In dem Moment, als ich die ewig lange Schlange sehe, die sich für die Mequiza anstellt, ist die Entscheidung gefallen. Morgen FRÜHstücken und dann in die Kirche.

Etwas weiter südlich verläuft eine Brücke über den Fluss von Córdoba. Den Namen können vermutlich nur Einheimische behalten und perfekt sprechen: Río Guadalquivir. Von dort aus haben wir einen schönen Blick auf die Altstadt und machen ein wenig Pause. D.h. Sabrina leidet recht stark unter einer Erkältung. Ich bringe sie zum Hotel. Sie will den Pool auf der Dachterrasse nutzen und ruhen. Ich darf mir dann weiter ’Steine angucken’…

Gesagt, getan. Mache mich also wieder auf den Weg durch die Stadt und bewundere wieder einmal die engen Gassen. Was mir erneut auffällt sind die ‘fallenden Linien’ der Häuser. Erst habe ich das auf meine Kamera geschoben. Manchmal verzeichnet ein Objektiv und eine perfekte Gerade wird krumm. Aber nein, hier ist das nicht so, die Gebäude verlaufen oben wirklich zusammen. Liegt vermutlich daran, dass es zwei Monate später vermutlich weit über 40 Grad hier hat und die Gassen kühl gehalten werden sollen. Nicht schlecht, was sie sich früher schon alles haben einfallen lassen.

Beeindruckend die absolut gemischte Architektur. Der für Spanien typische Barock, gemischt mit vielen Einflüssen aus der arabischen Welt. Dies beschreibt sehr gut den Lauf der Geschichte von Córdoba. Einfach nur sehenswert.

Mittwoch, 13. April 2011

Das Reziproke von 'Organistation' ist...

... Chaos! Jawohl, pures Chaos!


Sooo: nach all den schönen Erlebnissen hier ein kurzer Einblick in die 'Organisation' der Alhambra-Reservierungs-Systeme etc. Vielleicht liest das mal jemand von den Verantwortlichen und ändert was daran...


Geht doch mal auf die Seite 'www.alhambra-tickets.com' und veruscht 'ein Ticket für die Alhambra' zu buchen. Das ist einfach nicht möglich. Zuerst einmal sollte man wissen, was man genau buchen möchte. Und zwar, dass dieser Palast der 'Generalife' ist. Und dieser ist nur zu bestimmten Uhrzeiten und unter Bewachung der Polizei möglich. Wenn man dies weiß, steigen die Chancen, eine richtige Buchung durchzuführen, ins unermessliche. Aber Vorsicht: auch, wenn man a) die korrekte Seite findet, auf der man buchen kann und b) dann Generalife auswählt und dann c) weitergeht durch sämtliche anderen Optionen inkl. Datum etc. definiert und d) Kreditkarten-Informationen (zum bezahlen und abholen) eingibt und dann e) kurz vor Abschluss alles prüft, dann kann es vorkommen, dass zum einen ein anderes Datum eingestellt ist und zum anderen auch eine andere 'Besichtigungsoption', wie 'Die Gärten'... Kurzum: wir haben einfach kein Ticket reservieren können.


Nun stehen wir vor Ort in einer dieser Schlangen. Es gibt viele Schlangen. Keiner weiß genau, wo man wirklich sich anstellen muss. Wir warten auf jeden Fall. D.h. ich presche erst einmal vor und irgnoriere die zarte ANsage des spanischen Security Mannes auf extrem schnellen spanisch, dass ich warten soll. Er wiederholt 3x, wird aber weder deutlicher noch langsamer. Allein Sabrinas Gesichtsausdruck hat mir verraten, dass ich mich wieder anstellen soll. Verstehe das ganze nicht wirklich - denn die Dame am Schalter langweilt sich gerade. Das ist einfach nicht logisch. Die könnte 17 Karten verkauft haben und der Security Typ hält die Menschen zurück.


Wie dem auch sei - ich füge mich und muss feststellen, dass diese Aktion maximal dazu beigetragen hat, dass die Typ unsere Schlange nun komplett ignoriert. Jetzt habe ich nicht nur einen Freund mehr am Anfang der Schlange, sondern auch noch 40 hinter mir... Dabei fällt mir der Witz ein: 'Wo ist der Unterschied zwischen einer normalen Schlange und einer Autoschlange? Bei der Autoschlange ist das Ar...loch vorne!' Glücklicherweise reichen meine Spanisch-Kenntnisse nicht dafür, ausprobiert hätte ich es aber gerne mal.


Nach einer gefühlten Unendlichkeit stehen wir dann auch am Schalter. Tickets für Generalife natürlich ausverkauft. Wir lösen Tickets für die Gärten. Die 12 EUR in Summe legen wir in die Durchreiche. Die Dame nimmt sie entgegen, diskutiert irgendwas mit der Kollegin, auf spanisch, ganz schön schnell, schaut uns an, gibt uns die Tickets und verlangt 12 EUR. Hä - die haben wir doch dahin gelegt... Nach einer kurzen Diskussion auf dengli-spanisch hat dann auch die Dame es verstanden. Wir erhalten die Tickets und dürfen rein! Juchuuuu!


Und nun die Bitte: sollte dies jemand lesen, der auch nur ansatzweise sich verantwortlich fühlt: a) ändert die Web-Site (das ist das schlechteste Buchungssystem, was ich je gesehen habe) und b) organisiert die Jungs vor Ort anders!

Granada

Nun ist es drei Stunden später. Wir haben auch alle aufeinander gestapelten Steine besichtigt und machen uns auf den Weg nach Granada - Downtown (bzw. Centro ciudad). Ein Parkhaus finden wir auf Anhieb, einen Esprit leider nicht. Hatte ich erwähnt, dass es bei zwei Personen mindestens zwei komplett unterschiedliche Auffassungen von 'Stadtbesichtigung' gibt: Shoppen vs. 'Aufeinander gestapelte Steine angucken'?!? :-)


Granada hat Charme. Die Straßen schön klein und eng. Überall kleine und nette Cafes und Bars. Zwischendrin mal eine Kirche. Typisch spanisch. Auf der anderen Seite auch Läden, in denen frischer Tee als Straßenverkauf vertrieben wird - man hat das gut geduftet. Dazu ein sehr islamistischer Touch. Und das direkt nebeneinander bzw. bunt gemischt. Eine sehr interessante Kombination, durch welche die Historie dieser Stadt noch einmal deutlich wird.

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Das Rumgerenne macht hungrig. Es ist mittlerweile 14h. Wir finden einen leckeren Spanitaliener. Die Pizza 'Vier Stationen' lassen wir mal lieber aus, dafür gibt es eine Procciuto. Lecker! Wir tummeln noch ein wenig durch die Stadt. Es ist (zu Glück) Siesta. D.h. wir gucken uns jetzt wieder mehr Steine an. Ein wenig später sind wir per Zufall wieder am Parkplatz angekommen. Spontan entscheiden wir uns, zurück nach Nerja zu fahren. Sabrina möchte allerdings erst noch ein wenig Bargeld abheben. Ich setze mich derweil auf eine Parkbank - und schlafe ein. Meine Kamera fest umklammert. Welch schöner Tag!

Die Alhambra

Gestern schien die Sonne, wir hatten gute 28 Grad und den Pool und Strand entsprechend genossen. Vom Meer kann ich das mit dem Genießen allerdings nicht behaupten. Die gefühlten 16 Grad waren mir doch irgendwie zu kalt. Dazu auch zu stürmisch und zu steil (bin nach 5m unter gegangen)...

Und heute: wir wachen gerade auf - es ist 'schon' halb neun und irgendwas ist komisch. Irgendwas fehlt. Richtig - die Sonne. Dafür sehen wir Wolken, Dunst und Nebel. Kurzum entscheiden wir uns gegen einen weiteren Tag am Strand und fahren in Richtung Granada, um uns die Alhambra anzusehen. Tickets hatten wir gestern probiert zu reservieren, waren jedoch für keinen der Tage mehr zu bekommen, dazu später mehr. Also fahren wir auf gut Glück los und stellen uns schon einmal darauf ein, die Alhambra nur von außen zu sehen.



Und wie es so ist - all das, was Du erwartest, bekommst Du auch - ist die Besichtigung des Generalife für heute auch ausverkauft. Also begnügen wir uns mit den Gärten und den Gebäuden von außen. Ob sich dies lohnt, ist sicher Geschmackssache - wenn man mich fragt: ein klares 'na sicher'. Man kann allerdings auch der Auffassung sein: 'das sind Gebäude aus Stein, wie alle anderen - einer auf den anderen und drinnen, da kann man wohnen' (oder in der Art)!

Samstag, 9. April 2011

11.00 Uhr - Malaga - der Flieger landet

Es ist 11.00h - wir landen puenktlich in Malaga. Der Flug gerade war alles andere als erholsam. Vor uns Kinder, die (wirklich) in einer Tour rum geheult haben - hinter uns Renter, die die 70 schon weit ueberschritten hatten und deren groesste Aufgabe es war, an unseren Sitzen zu ruetteln und uns vom erholsamen Schlaf in einen viel zu klein geratenen Airbus A320 abzuhalten.

Wie gesagt - wir sind gerade gelandet. Und sitzen alle im Flieger und warten, bis die Tueren aufgehen. Koennt ihr euch in etwa vorstellen, was Rentner in Kombination mit "ach sooooo suessen Kindern - guck mal daaaa" auf 6 Sitzreihen alles an Stau anrichten koennen. Wir jetzt schon. Ich frage mich insgeheim, ob die Fluggesellschaften anhand der Altersstrukturen der Passagiere eigentlich einen Risiko-Puffer fuer den Turnaround einrechnen. Ich formuliers mal so: alles andere waere Dummheit...

Der Transfer zur Mietwagen-Station klappt ganz prima. Wir kommen auch sofort dran. Dafuer haben wir bei der Buchung uebersehen, dass aus dem Ford Focus ein Ford Fiester geworden ist. In dunkelblau und einigen weissen Ralley-Streifen. Bin mal gespannt, wie einfach wir unsere 300€ Desposit wieder erhalten. Besweisfoto liegen auf jeden Fall vor.

Die 56km nach Nerja vergehen wie im Flug - und das Hotel ist eine totale Ueberraschung. Sehr grosses Zimmer, Meerblick, Klimaanlage fuer alle Faelle. Was will man mehr. Nach einem kurzen Gang durch das Hotel stellen wir fest, dass sich die Altersstrukturen gegenueber denen im Flieger noch ein wenig verschlimmert haben. Nun paaren sie sich nicht mit Kindern, sondern mit Englaendern. Ob was viel besser ist - wir sind unsicher.

Der Strand - unsere Buch ist super schoen - und klein. Das Wasser ist tuerkis-blau, der Wind ist relativ kalt, und das Wasser noch einiges kaelter. Bin ich froh, dass ich meine Klappe nicht all zu weit aufgerissen habe und die Badehose noch im Zimmer liegt. Nun weiss ich, worauf ich mich morgen einlassen werde.

Nach dem Falnieren am Strand gehen wir in die Altstadt. Ich sind begeistert. Die Leute total nett, die Stadt mit absolutem Charme, die Promenade am Placo de Europa (oder so) einfach nur traumhaft schoen. Ein Eis und einen Cafe spaeter gehen wir noch ein wenig Getraenke shoppen und begeben uns auch schon wieder ins Hotel. Abendessen und den Balkon mit Meerblick geniessen...

Freitag, 8. April 2011

Erledigt!

Nicht nur alle Aufgaben, Mails und Anrufe, sondern auch wir. Sabrina schläft schon längst. Und ich habe mich gerade total erschöpft von den letzten beiden Wochen aufs Sofa gelegt und versuche ein wenig runter zu kommen. Bin mal gespannt, wann das so weit ist...

Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viel man eigentlich so kurz vor dem Urlaub schafft. Alle möglichen ToDos werden erledigt, selbst meine Mailbox habe ich heute konsequent aufgeräumt und fast null ungelesene Mails erreicht... Dabei sind wir ja eigentlich nur zwei Wochen raus. Interessant, dass ich das sonst nicht in der Form erledigt bekomme.

Wie dem auch sei, jetzt ist erst einmal Feierabend und der Urlaub kann kommen. Morgen geht der Wecker um vier Uhr irgendwas und um 12h liegen wir hoffentlich schon in der süd-spanischen Sonne!