Donnerstag, 9. September 2010

Das Thema "Küche"

"Fertig eingerichtet" war das Thema im letzten Beitrag. Bei diesem Stichwort kommt mir natürlich spontan unsere Küche in den Sinn.

Wir haben eine schöne, neue Küche bei Küche & Co. (Tochter von Quelle)in München bestellt. Normalerweise brauchen die Küchen 6-8 Wochen zur Fertigstellung. Bei Küche & Co. ist das anders – binnen 10 Tagen nach Bestellung erfolgt die Lieferung zum Küchen-Aufbauer. Sehr gut. Das hat auch alles geklappt. Und wir haben sogar einen Termin für Anfang Juni bekommen.

Es ist Mittwoch. Es klingelt. Der Küchen-Aufbauer ist da. Juchuu! Allerdings kommt die Hiobs-Botschaft bereits nach 10 Minuten. Küche & Co. es in der Tat hinbekommen, die Arbeitsplatten zu kurz auszumessen. Also nix mit zurechtschneiden und irgendwie hinbiegen – nein: neu bestellen – und zwar alle drei Arbeitsplatten. Ende für heute.

Jetzt kommt der Clou: wir haben Küche & Co gewählt, damit wir sehr schnell die Küche geliefert und aufgebaut bekommen. Allerdings gilt dies anscheinend nur für die initiale Bestellung. Oder warum kann es sein, dass wir auf die Arbeitsplatten ganze 6 1/2 Wochen warten müssen? Das ist gaaaaanz schön ärgerlich!

Mittlerweile ist die Küche aufgebaut und wir können sie genießen!

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Ein kleines Problem mit der Küche existiert immer noch – die Dunst-Abzugshaube hat zwei kleine Macken. Nichts wildes – dennoch unschön. Man hat uns versprochen, diese neu zu bestellen und dann schnell aufzubauen.

Allerdings scheint es mir so, als ob die Küche & Co. Zweigstellen in München und in Köln nicht miteinander sprechen. Zumindest ist noch keine Dunst-Abzugshaube irgendwo eingetroffen. Auch kommt niemand zum nachstellen der Türen vorbei…

Jetzt sind schon 8 Wochen seit dem Aufbau vergangen. Zumindest haben sie auch vergessen, uns die Rest-Rechnung zukommen zu lassen. Das wird sicher zum Jahresende auffallen. Wenn nicht, melde ich mich nach der Verjährungsfrist von drei Jahren hier wieder!! :-)

Eingerichtet

Tja, nicht zu glauben, aber wahr! Unsere Wohnung ist fertig eingerichtet. Das ist eigentlich auch schon länger so.

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Allerdings hatte ich die Hoffnung, nun auch schreiben zu können, dass wir endlich einen Telefonanschluss und Internet haben. Fehlanzeige. Unity Media hat uns abserviert. Die haben sogar vergessen, uns mitzuteilen, dass wir gar nicht mehr deren Kunden sind. Unglaublich – was für ein schlechter Kundenservice.
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Naja, egal. Mittlerweile haben wir uns vertrauensvoll an die gute alte Telekom gewendet. Die sind zwar etwas teurer, dafür zuverlässiger (die Hoffnung stirbt zuletzt!) Nun hilft wohl nur eins – hinsetzen, abwarten und derweil die Aussicht genließen…

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100 Tage Köln – ein erstes Fazit

Vor kurzem bin ich durch meine Twitter-Timeline gegangen und musste mit Schrecken feststellen, dass wir bereits vor 100 Tagen aus München weg gezogen sind. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verfliegt. 100 Tage – das sind ca. 27% eines Jahres. Wir können also behaupten, wir wohnen nun schon ein Vierteljahr in der Domstadt. Also wird es Zeit für ein erstes Fazit.

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Ich muss gestehen, das Fazit ist genauso gemischt, wie die Menschen hier – oder auch die Kultur – oder die Infrastruktur – bzw. auch die Sicherheit…!

  • Die Menschen: von völlig nett und zuvorkommend – über Idioten und Vollpfosten am Hauptbahnhof und an vielen anderen Stellen – bis hin zur Hotline von Unity Media – da ist alles dabei!
  • Die Kultur: einer uralten Architektur – wie z.B. in der Altstadt – stehen Plattenbauten aus den 50er bis 70er Jahren entgegen. Der Kölner Dom – das Wahrzeichen nicht nur der Stadt – steht hoch empor in der Innenstadt und ist wunderschön anzusehen. Am Fuße des Doms machen sich Obdachlose breit und haben Glück, nicht in die Hinterlassenschaften von den ganzen
    Junggesell(inn)en-Abschiede zu nächtigen…
  • Die Infrastruktur: Autobahnen über Autobahnen – Schnellstraßen über Schnellstraßen – Baustellen über Baustellen. Sonntag Vormittag kommt man hier von A nach B innerhalb von 20 Minuten. Unter der Woche dauert der ganze Spaß dann 120 Minuten. Wenn man Glück hat – und nicht in einem dieser Löcher auf den Straßen stecken bleibt…
  • Die Kriminalität: Polizei über Polizei – stetig wird bei uns in Bayenthal patruliert. Wir fühlen uns sicher. Eigentlich sogar sehr sicher. Bis wir in den Keller kommen – und das Schloss verbogen ist…

Ich muss zugeben, ich habe mich gerade in Rage geschrieben. Und könnte so weiter machen. Es gibt noch einiges zu berichten, hier aus der Domstadt Deutschlands…

Deswegen habe ich mich gerade dazu entschieden, in naher Zukunft regelmäßig ein Update zum Leben in Köln zu geben. Ich werde dies dann hier veröffentlichen.

Sonntag, 15. August 2010

Unser Törn

Und für alle Interessierten hier noch ein kleiner Ausschnitt aus unserem Törn. Natürlich nicht 100% perfekt und auch nicht gemäß Log-Buch – dafür quick and dirty nachgezeichnet.

Die Etappen zusammen gefasst nach Start in Palma:

  • SA:  Cala Blava
  • SO: Cabrera
  • MO: Porto Cristo
  • DI: Alcudia
  • MI: Port de Soller
  • DO: Andratx
  • FR: Palma

Und hier auf der Karte:

"Wir ham Mallorca überlebt!"


Danke Stefan, für diesen Ohrwurm. Dieses Lied lief irgendwie ständig, seit dem wir unser Manöver mit der Fock überlebt und im Hafen angelegt haben. Gut, ich kann mich noch daran erinnern, es das ein oder andere Mal am Ballermann gehört zu haben. Im Flieger bei Landung in Düsseldorf überlege ich mir dann, das Lied auch anzustimmen - bin aber dankbar, dass jemand anderes die Führung übernimmt und einfach nur laut und ohne Ende los-klatscht. Danach ist die Luft raus. Schaaaaaaade!

"Es gibt nur ein Gas!"

"Vollgaaaaaas!" Stefan ist heiß! Hannes auch. Und das schon seit einer Woche. Wir wollen Party machen. Also heißt es, "auf zum Ballermann". Wir nehmen den Bus. Die übrig gebliebenen Wein-Flaschen wollen mitgenommen werden, am Strand geleert zu werden. Und da haben die Flaschen echt Glück gehabt - nur eine Flasche hat es bis zum Strand überlebt... Am Ballermann 9 essen wir ausgiebig in irgendeinem der zahlreichen Restaurants. Die Qualität vom Hauptgang ist erwartungsgemäß gering - nur die Tapas vorweg überraschen uns. Die sind wirklich gut.

Anschließend gehen wir die Promenade entlang. Vorm Oberbayern lassen wir uns geschickt anquatschen und unser Anwalt handelt einige Runden Freigetränke aus. Prima - so kann der Abend gut weiter gehen. Ich muss ja zugeben, ich habe es mir wirklich viiiiiel schlimmer vorgestellt. Dazu gibt es nur zwei Erklärungen: entweder ist der Samstagabend im August nicht soooo besucht - oder wir waren selbst ganz weit vorne mit dabei.

Im Bierkönig löst sich dieses Rätsel dann auf. Zum einen ist in der Tat nicht sooo viel los - und zum anderen sind dort die Leute, die seeeeeeehr weit vorne mit dabei sind. Der Hammer. Hab das Gefühl, hier werden all diejenigen eingeschlossen, die sonst keine Freunde haben.

Zum Schluss lädt mich Sebi noch auf ein Bier ein. Seine Freunde bekomme alle ein Weißbier - für mich gibt's nen Kölsch. Und dann noch Dom Kölsch. Höchststrafe. Als jemand dann noch ein Maß Cuba Libre besorgt, das wirklich nur nach Cola schmeckt, lösen wir den Abend auf... D.h. ich muss morgen bereits gegen 7.45h am Flughafen sein - und es ist auch schon 3h. Somit fahren Hannes und ich heim. Die anderen wollen noch einmal zurück ins Oberbayern. Na, viel Spaß dann auch... Als wir zu Hause ankommen, dauert es allerdings auch nur noch 10 Minuten, da ist Stefan dann auch schon da. Die Luft war wohl irgendwie raus, als Hannes und ich weg waren ;-)

Samstag, 14. August 2010

Palma de Mallorca

Nach ca. einer Stunde erreichen wir den Park vor der Kathedrale. Marion macht den Reiseführer (sie war ja letzte Woche schon einmal hier) und unterrichtet uns ein wenig.

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Wir klettern die Treppen an der Kirche hoch und laufen ein wenig umher. Franzi und Sebi mögen ins Innere der Kirche - wir anderen machen uns auf den Weg in ein Cafe, wo wir uns dann später auch wieder treffen...

Danach erobern wir die Stadt. Wir laufen durch irgendwelche kleinen Gassen, bis wir eine Shopping Meile am Palza Major finden. Die nächste halbe Stunde war somit fest verplant, gell Mädels? Sebi, Stefan und Hannes setzen sich kurz darauf ab und fahren ins Hotel - ein wenig Vorschlafen für heute Abend. Die haben anscheinend noch einiges vor...

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Franzi, Marion und ich tingeln noch ein wenig durch die Stadt und entdecken noch mehr kleine Gassen, hunderte von Kirchen, geniale Architektur, ..., und auch einige Geschäfte. Eigentlich sehr praktisch - in der Zeit, in der die Mädels von neuen Klamotten träumen, hab ich ein wenig Luft, um entspannt einige Fotos zu machen... Zumindest haben die beiden auch noch eine Kleinigkeit gefunden - Franzi strahlt nun irgendwie über beide Backen und ihre Augen funkeln. Schön, was shoppen so auslösen kann.

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Die Mädels setzen sich in einen Bus und fahren ins Hotel. Ich selbst mag noch einige Fotos von der Kathedrale machen und dachte, dass ich mir eine andere Bus-Station suchen werde.

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Allerdings finde ich keine in meiner Nähe. Als ich schon ein wenig in Richtung Hotel gelaufen bin und die SMS von Franzi lese, dass der Bus 36 Minuten fährt, ist die Entscheidung gefallen - ich gehe den Rest auch noch eben zurück und genieße die Zeit...

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Boots-Übergabe

Wir schaffen es in der Tat sehr pünktlich aus den Kojen. Bis 8h haben wir sämtliches Gepäck von Bord. Auch Hannes ist nun wach - spätestens seit seinem Tanz auf der Planke. Er hat mir netterweise Marions Tasche abgenommen, um sie an Land zu hieven. Dabei ist er offensichtlich von der Planke abgerutscht und ca. 5 Sekunden hin und her getanzt, bis er sich endlich aufs Boot schmeißen konnte und irgendwas Festes zu Greifen bekommen hat...

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Kurz nach der Abgabe des Bootes verabschieden sich Marta und Markus. Sie fliegen nach Madrid in Martas Dorf. Dort gibt es ein tolles Volksfest. Dummerweise hat Markus erfahren, dass er in der Villarriba - Villabajo Manier spülen darf, weil er zum ersten Male dabei ist... Die Pöbel-Crew erinnert ihn da natürlich noch einige Male dran und wünscht einen guten Flug.

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Wir anderen fahren mit unserem Gepäck direkt zum Hotel Portofino und checken ein. Dort am Strand gibt's ein kleines Frühstück, kurz darauf machen wir uns zu Fuß auf dem Weg nach Palma.

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Freitag, 13. August 2010

Abend in Palma

Nachdem Sebi gefühlte 4 Mal geduscht hat, geht es auf in Richtung Palma "Downtown". Wir haben einen sehr guten Tipp für ein Spanisches Restaurant bekommen. Es gibt leckere Tapas als Vorspeise und für mich Calamares als Hauptgang. Zum Abschluss gibt es dann einen "Cafe" - das ist hier in Spanien ein Espresso. Nicht zu verwechseln mit einem Kaffe, das ist nämlich ein "Cafe Americano"...

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Den Rückweg machen wir zu Fuß. D.h. Franzi, Sebi, Maaf und ich gehen zu Fuß. Die Kroatien Crew. Wir besorgen uns irgendwo ein Weg-Bier und genießen die von Regen abgekühlte Stadt. Die Beleuchtung ist einmalig. Wir spazieren am Hafen-Becken entlang und genießen ein letztes Mal die Marina. Auf den letzten 500m werden wir dann leider noch klitsch nass. Zum Glück sind die Luken an Bord dicht - danke Marion!! Ein letztes Mal genießen wir den Abend auf dem Segel-Boot und trinken die Reste, soweit wir kommen. Dann geht es auch schon ins Bett - morgen ist um 8h die Boots-Übergabe - bis dahin muss Klar-Schiff sein...

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Schgibba-Taufe

Irgendwie hat es der letzte Törn-Tag immer in sich. In Kroatien ist Sebi beim letzten Mal fast schwimmen gegangen. Hier rauscht die Fock raus. Das sind alles Erfahrungen, um die ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Nicht, dass ich es immer so haben müsste, aber es prägt.

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Die Einfahrt nach Palma ist nach diesen Erlebnissen absolut unspektakulär. Wir legen an und übergeben das Schiff an die Charter-Firma. Die sind natürlich sehr nervös, warum das Vorsegel nicht eingerollt, sondern so komisch vertaut ist. Wir können sie beruhigen, denn dank der souveränen Leistung unserer Skipper ist das Segeln noch heile. Der Taucher kommt auch direkt, um das Boot zu prüfen. Alles ist in Ordnung - wir bekommen unsere 1.500€ Kaution zurück.

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Nun, wo das klar ist, gibt es nur noch eins zu tun. Skipper-Taufe :-) Wir schnappen uns unseren "Schgibba Schwebi", platzieren ihn am Hafen-Becken und ... stoßen zu! Ich muss sagen, ganz schön ekelig, so ein Hafen-Becken. Was sagt Hannes dazu: "Selbst Schuld, wenn Du Dir Palma als Skipper-Tauf-Hafen aussuchst!" Und was sagt die Pöbel-Crew dazu? "Eh Schwebi, mach doch mal die Fischreste aus Deinen Haaren!"

;-)

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Kritisch: Die Fock rauscht aus der Verankerung

Wir segeln und segeln. Das Großsegel bleibt allerdings drin. So viel Krängung müssen wir uns heute nicht geben. Irgendwann frischt der Wind noch einmal auf. Die Welle wird höher und kommt nun direkt von vorn. Sebi schafft es kaum, die Chinook auf Kurs zu halten. Bei zu viel Wind luven Segelboote immer an, d.h. sie stellen sich in den Wind, wenn's zu krass wird, um nicht umzukippen. Also gibt's die Entscheidung: Segel einholen!

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Wir fahren in den Wind und probieren, die Fock einzuholen. Stefan kurbelt und kurbelt an der Winsch, Hannes lässt auf Steuerbord kontrolliert das Segel zurück. Irgendwann ist unser Anwalt erschöpft. Ich übernehme die Kurbel. Ich drehe und drehe - auf einmal geht es seeeeehr einfach. Der Knoten in der Rolle zum Einholen hat sich gelöst. Die ganze Schot ist nun bei mir. Die Fock flattert wild im Wind. Es ist laut!

Interessanterweise bricht nun keine Panik auf. Der Ton wird schneller und lauter - klar - aber es bleiben alle sehr ruhig. Sebi hält den Kahn im Wind. Wir entscheiden, die Fock erneut zu setzen. Einholen geht ja nun nicht mehr so einfach. Mit gesetztem Vorsegel steuern wir nun in die Landabdeckung. Hier sind hoffentlich die Welle und der Wind deutlich geringer.

Wir segeln ca. 10 Minuten aufs Land zu. Der Wind nimmt wirklich ab. Franzi steuert nun. Sebi und Hannes gehen vor, um das Segel manuell einzuholen und zu falten. Ich selbst geh zum Mast, um das Fall (das Seil, welches das Segel oben hält) kontrolliert los zu lassen. Wir auf dem Vorschiff haben alle Rettungswesten an und hängen uns ein.

Franzi macht einen richtig guten Job am Steuer. Dennoch, gegen einige Wellen ist sie einfach machtlos. Die Chinook tanzt in den Wellen. Der Masten schwankt ganz schön. Wir kontrollieren noch einmal die Life-Belts - unsere Lebensversicherung. Das Segel flattert im Wind. Es schlägt teilweise von Back- auf Steuerbord und anders herum. Es ist verdammt laut.

Ich warte auf Signal vom Hannes und lasse das Segel langsam runter. Die beiden legen das Tuch zusammen und ich lasse immer mehr runter. Das Segel beruhigt sich. 50% sind nun schon unten. Das Tuch wird um die Backbord Reling gewickelt. Es fehlen Bensel zum Festbinden. Egal, sichern können wir später. Hauptsache, das Segel ist gleich unten. 75% nun schon. So langsam beruhigt sich die Lage. Das Segel ist eingeholt, wir fahren nun komplett unter Motor.

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Nachdem die Fock raus gerauscht ist und wir sie wieder setzen mussten, habe ich gesehen, wie wichtig doch die KORREKTEN Befehle sind. Das Segel flatterte. Es war sehr laut. Ich musste das Segel auf der Backbord-Seite rüber und dann DICHT holen. Irgendwann hat irgendwer gerufen, "NICHT weiter"! Und was hab ich verstanden? Klar, "dicht". Ich habe die Segelstellung selbst nicht kontrolliert und hab immer weiter gekurbelt. Das Kommando "STOP" oder später "FIR AUF" ist alleine vom Wortlaut deutlich anders. Auf einmal kam es mir in den Sinn, dass diese teilweise doch sehr komisch nautischen Ausdrücke eine bestimmte Relevanz haben...

Auf nach Palma

Guten Morgeeeeeeeeeeeeen! Heißt's um 8h.

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Einziger Schönheitsfehler an unserem Liegeplatz ist, dass wir ihn um Punkt 9h verlassen haben müssen. Also bekommen wir unseren Weckruf um Punkt 8h. Bin mal gespannt, ob das bei uns klappt. Bis lang haben wir noch keinen Zeitplan so richtig eingehalten. Überrachend stelle ich fest, dass wir um 5 vor 9 alle auf unseren Positionen sitzen und klar zum Ablegen sind.

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Dann stellen wir allerdings fest, dass wir mit frischem Brot noch deutlich besser frühstücken könnten, als ohne... Also springen noch einmal einige Kollegen über Bord und laufen schnell vor in die Stadt. Sie kaufen die gesamte Bäckerei leer und kommen mit reichlich Brot wieder.

imageUm kurz nach 9h laufen wir auch schon aus Andratx aus. Wahnsinn, wie viele Villen hier stehen. Gerade an der Küste oben am Berg. Wenn nicht vom Wasser kann man die nur sehr schwer erblicken. Zum Glück hab ich gestern auch gesehen, was diese Villen kosten. Schnäppische 4-5 Millionen. Für 1-2 Mio. gibt's auch schon Schabracken... Der Gedanke an diese Preise holt mich dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Wir sitzen zu acht auf einem sportlich geschnittenen Segelboot und bedienen uns schön selbst!

Frühstück gibt's in einer kleinen Bucht östlich vom Hafen. Hier gehen wir vor Anker, bewundern die anderen Yachten und Segelboote, die dort auch pausieren und bereiten das Essen vor. Ich bin wirklich froh, dass wir hier nicht geankert haben. Die Welle ich prinzipiell sehr ruhig. Der Wind ist auch nicht so stark hier in der Buch. Dennoch: das Boot bewegt sich um eeeeeeinige Meter hin und her. Der Anker hält. Jetzt. Heute. Am Tag... In der Nacht hätte ich das sehr ungerne haben wollen. Das wäre zu kritisch.

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Nach ca. 2 Stunden brechen wir wieder auf. Sebi gibt Kommando zum Lichten des Ankers. Der Wind ist recht frisch - ca. 5 Windstärken sind aber noch gut zu segeln. Demnach heißt es "Setzt die Segel!". Wir nehmen Kurs auf Palma - unser finaler Schlag für diesen Törn...