Donnerstag, 12. August 2010

Andratx

imageAuch heute haben wir wieder Glück. Die Marina ist voll bis zum geht nicht mehr. Dank diverser Telefonate von Marta schaffen wir es, uns einen Platz im Einlass-Becken zu ergattern. Der Platz ist zwar nicht extrem gut gelegen und auch recht teuer, aber wir müssen nicht Ankern. Ankern hätte bedeutet, dass wir ein bis zwei Personen für eine Anker-Wache in der Nacht hätten abstellen müssen. Dies können wir so nun umgehen!

Nach einem kurzen Abend-Reste-Essen machen wir uns auf den Weg durch die Stadt der Reichen. Irgendwie komm ich mir hier vor wie in München. Nur mit ein wenig mehr Wasser. Was in München der Porsche Cayenne, ist hier die Luxus-Yacht. Wahnsinn, was hier für Schiffe liegen. Sehr interessant sind auch die farbenfrohen Unterwasser-Beleuchtungen. Das kenn ich bislang nur von aufgemotzten 3er BMWs, tiefer gelegten Opels oder getunten Golfs. Aber ich muss gestehen, bei einer 15 Millionen Yacht wirkt das doch ein wenig anders...

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We are sailing!!

We are sailing, we are sailing... Ich kann es kaum fassen. Wir fahren aus unserer Bucht aus und stellen fest: es hat ca. 4 Windstärken. Die Wellen sind auch moderat, so dass wir die Segel setzen können. Der Wind ist so optimal, dass wir sogar beide Segel - Fock und Großsegel - setzen können. Was ein riesen Spaß!!

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Wir machen ca. 6,5-7,0 Knoten über Grund. Der Wind bläst in die Segel und treibt unsere 11 Tonnen schwere Chinook durch die Wellen. Die sorgt für eine ordentliche Krängung. Wir fahren mit teilweise 22 Grad Schräglage. Was ein riesen Spaß!!

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Mit nur einem Schlag kommen wir bereits in die Landabdeckung vor Andratx. Wir entscheiden uns noch einmal, raus zu fahren, um noch einige Kreise zu segeln. Halsen und Wenden "üben". Gut, ich muss gestehen, bei nur noch einem Tag auf dem Boot ist "üben" ein wenig übertrieben. Bei der ersten Halse, die wir mit beiden Segeln fahren, stelle ich fest, dass der Platz an der Großschot einer der stressigsten ist. Dauernd "dicht holen" und wieder "auffieren"... Aber wirklich spaßig!

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Ab in den Süden


Der nächste Morgen startet recht entspannt. Wir haben kaum Meilen zu machen heute, also lassen wir uns richtig Zeit. Dummerweise ist die Luftfeuchtigkeit heute Nacht angestiegen und es hat auch nicht abgekühlt. Es geht keine Luft. Das macht mich fertig. Die Zeit vom Frühstück bis zum Auslaufen scheint stehen zu bleiben. Irgendwann ist es dann so weit - Sebi gibt das Kommando zum Ablegen.

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Wir laufen aus dem Hafen aus und nehmen Kurz gen Süden. Ein wenig unangenehm sind die Wellen, die von hinten kommen und uns überrollen. Wir müssen fast jede Welle aussteuern, um das Boot einigermaßen im Gleichgewicht zu halten. Das klappt soweit prima. Nach ca. 2 Stunden sind wir am Süd-Westlichen Ende von Mallorca.

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Hier gibt es eine kleine, unbewohnte Insel. Wir nehmen Kurs auf den Kanal und fahren durch. Direkt danach machen wir an einer Boje fest und gehen schwimmen. Das macht richtig Laune. Dummerweise ist die Strömung durch den Kanal so stark, dass wir es kaum schaffen, mit dem festgemachten Boot auf einer Höhe zu bleiben. Somit beschränken wir uns auf unsere Art von Akrobatik und feilen an unseren "Moves", um die Chinook zu verlassen...

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Mittwoch, 11. August 2010

Soller

Der Weg nach Porto de Soller vergeht "wie im Schlaf"! So langsam merke ich, dass Schlafentzug nicht wirklich nett ist. Auf der anderen Seite steht natürlich der Spaß mit der Crew! Das wiegt sich durchaus wieder auf. Die Einfahrt in den Hafen ist mittlerweile Routine. Das Rückwärts einparken klappt prima. Alle haben ihre Aufgaben und wissen, was zu tun ist.

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Die Marina von Soller ist genauso teuer, wie die in Alcudia. Allerdings stimmt die Qualität hier gar nicht. Der Hafenmeister macht noch Witze wie "Hey, eigentlich müsste ich einen Aufpreis nehmen. Ihr habt Dusche und Sauna in einem!" Ich kann nur bedingt lachen, denn die Container ohne Klima-Anlage heizen sich ohne Ende auf. Die Luft steht und nach der Dusche war bei mir vor der Dusche... Kein Spaß!

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Gegen 21h machen wir uns auf den Weg nach Soller - die kleine Stadt oben auf dem Berg. Wir wollen mit der Bimmel Bahn fahren, leider geht die nächste erst in 50 Minuten. Schade auch. Wir nehmen zwei Taxis. In Soller finden wir auch recht schnell ein Restaurant und einen Tisch für 8 Personen.

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Soller an sich ist ein super schönes, kleines Bergdorf mit viel Charme. Überall kleine, in einander verwinkelte Gassen, ein netter Dorfplatz, eine schöne Kirche und sehr entspannte Menschen. Sebi und Franzi nehmen die Bimmel Bahn zurück. Wir anderen laufen ein wenig durch die Straßen, essen noch ein Eis und fahren Taxi zurück.

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Dabei fällt uns auf, wie spannend Taxifahren doch sein kann. Diese roten, runden Schilder mit weißem Hintergrund und Zahlen drin interessieren anscheinend niemanden. Oder wie kommt es, dass an mir zahlreiche "60" Schilder vorbeifliegen, der Tacho 120 anzeigt und der Typ vorne links immer noch auf dem Gas steht?

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Wie dem auch sei - so sind wir halt relativ schnell zurück. In der Marina gibt es noch an der Beach-Bar einen Absacker. Der ist auch notwendig, denn die Bar spielt laute Musik und die Boxen stehen quasi neben unserem Boot. Hier kommt nun aber auch mein Schlafentzug zu tragen - ich geh in die Kajüte und binnen Sekunden merk ich nix mehr.

Sa Calobra

Auf meinen Wunsch hin macht man mich vor Sa Calobra wach. Eine sehr schöne Badebucht, kurz vor Soller. Die Berge und Felsen hier sind gigantisch! Wir fahren in die Bucht ein und machen Mittag.

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Das Wasser ist super klar. Wir können bis auf den Grund schauen. Wir beobachten hunderte von Fischen. Diese filtern vornehm das Abwasser unserer Spüle. Scheint ja wirklich lecker zu sein. Mit Franzi zusammen schwimm ich zum anderen Ende der Bucht und mache ein paar Fotos von unserer Chinook, von der Bucht und von anderen Motor-Booten, die mit viel zu viel Knoten hier rein rauschen. Hoffentlich sehen die alle die Schwimmer hier im Wasser.

Das Schnorcheln macht enorm viel Spaß! Ich tauche einige Male auf ca. 9-10m ab, um unten jedes Mal fest zu stellen, dass die Luft knapp wird. Der Weg nach oben ist schon extrem lang. Unten auf Grund gibt es einige Algen, in denen sich kleine bunte Fische verstecken. Auch Unterwasserblumen gibt es hier. Das habe ich bislang so noch nicht gesehen - bzw. nicht so wahr genommen... Sehr schön!

Nach einer kleinen Sonnen-Pause entscheiden wir, mit dem Dinghi an Land zu fahren und uns die Bucht von oben anzusehen. Gesagt, getan - binnen kürzester Zeit sitzen wir im Beiboot und setzen über. Wir fahren in zwei Etappen, um alle Personen trocken rüber zu bekommen. Ich bin schon drüben und kümmere mich um meinen Job - noch einige Fotos vom Inneren der Bucht machen.

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Nach 10 Minuten sind wir vollständig und erklimmen den Weg nach Calobra - dem kleinen, verschlafenen Dörfchen mit max. 7 Einwohnern. Der Weg führt uns durch Fels-Spalten entlang des Sims der Steilküste.

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Von hier aus können wir sehr schön unsere Chinook von oben betrachten. Ganz schön groß, die 45 Fuß... Beim Rückweg überlege ich kurz, ob ich auch von den Klippen springen soll, so wie andere Personen - entscheide mich jedoch dagegen. Dafür schwimmen wir zurück zum Boot - Sebi fährt mit dem Beiboot Marta und Markus mit unseren Sachen rüber - Marion, Franzi und ich schwimmen kurzer Hand.

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Sonnenaufgang vor Formentor

Wir segeln also langsam vor uns hin. Traumhaft. Mit der Zeit wird es immer heller und heller. Die Sterne verschwinden, die Sonne lässt den Osten erhellen. So langsam, ganz langsam können wir unsere Gesichter gegenseitig erkennen. Wir machen den Rest der Crew wach.

Die Sonne geht auf. Ein roter Feuerball steigt neben Menorca auf. Binnen weniger Minuten ist die Sonne dann auch schon oben. Sehr schön!

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Sebi und ich machen das Dinghi bereit. Wir fahren aus, um das Segelbott mit gesetzter Fock im Sonnenaufgang zu fotografieren. Franzi steuert so, dass wir einige schöne Blicke auf das Boot erhaschen können. Unbeschreiblich schön!

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Kurz darauf fahren wir weiter. Die Crew legt sich wieder schlafen. Auch Franzi. Sebi, Marta und ich segeln weiter. D.h. eigentlich motoren wir weiter. Der Wind kommt erneut genau von vorne. Irgendwann legt sich auch Marta unter Deck.

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Der Wind frischt erneut auf. Nun kommt er mit ca. 4 Stärken von Backbord. Wir setzen erneut die Fock und stellen den Motor ab. Irgendwann schläft der Wind wieder ein. Wir motoren wieder. Dann frischt der Wind wieder auf... Das geht noch eine weile so.

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Zum Glück kommt irgendwann der Hannes an Deck, so dass Sebi und ich uns hinlegen können. Ich lege mich aufs Vordeck, pack mir Billy Talent ins Ohr und schlafe sofort ein. Als Hannes dann die Segel setzt, wird's ungemütlich. Die Gischt macht mich stetig wach. Ich pack mich in die Doppelstock und schlafe eine gute Stunde...

Nachtfahrt

Es ist kurz nach drei. Franzi macht uns wach. "Komisch", ist mein erster Gedanke, "so unfit bist Du gar nicht!" Wahrscheinlich, weil ich mich auf die Nachtfahrt freue. Wir machen klar Schiff, ziehen uns alle die Rettungswesten an und sind zum Ablegen bereit.

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Pünktlich um vier Uhr legen wir ab. Das Manöver klappt ohne Probleme. Bereits nach sehr kurzer Zeit sind wir raus aus dem Hafen von Alcudia. Kurs in Richtung Norden. Ich bin wirklich beeindruckt, wie wenig man doch sieht. Die Nacht ist sternenklar, die Beleuchtung vom Hafen und auch von Alcudia ist langsam außer Sichtweite. Hier soll es einige Untiefen geben, die "nicht befeuert" sind. Da müssen wir drum rum navigieren. Franzi macht das prima.

Wir können sehr schnell die relevanten Leuchtfeuer identifizieren. So langsam stelle ich fest, dass wir soooo blind gar nicht sind. Die unterschiedlichen Befeuerungen zeigen uns sehr deutlich, wo wir sind. Natürlich kontrollieren wir parallel am GPS, allerdings nur, um festzustellen, dass wir genau da sind, wo wir auch sein sollen. Good Job!!

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Wir fahren weiter und irgendwie verabschiedet sich ein sehr großer Teil der Crew. Nur noch Franzi, Sebi und ich bleiben an Deck. Ich will mir doch den schönen Sternenhimmel nicht entgehen lassen. Weit ab vom Hafen, mitten auf dem Meer, ohne jegliche Beleuchtung (bis auf die vorgeschriebenen Dampferlichter etc.) liegen wir an Deck und schauen nach oben. Wahnsinn, wie viele Sternschnuppen aufblinken.
Ein wenig später frischt der Wind auf. Wir sind sehr gut in der Zeit, um pünktlich in Formentor zu sein. Ganz ehrlich sind wir sogar eine Stunde zu früh. Wir entscheiden uns, die Fock zu setzen und können den Motor ausmachen. Erstaunlich. Nun gibt's nicht nur einen phänomenalen Himmel, sondern auch Ruhe. Einzig Marion wird wach durch das Setzen des Vorsegels.

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Dienstag, 10. August 2010

Ein Abend in Alcudia

Der Abend in Alcudia ist entspannend. Wir kochen, essen die Vorspeise, gehen duschen und ... lassen die Hauptspeise aus. Zumindest ich. Irgendwie bin ich schon satt.

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Anschließend gehen wir noch ein paar Meter an der Marina-Promenade spazieren und nach Alcudia rein. Wir lassen alle Bars aus und genießen ein wenig die laue Sommernacht. Anschließend geht es auch recht zügig ins Bett. Es ist ja schließlich schon halb eins und wir wollen um drei Uhr aufstehen, um ca. eine Stunden später auszulaufen.

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Anlege-Manöver gefahren

Die letzten 12 Meilen bis Alcudia stehe ich am Steuer. Wieder einmal die Bestätigung, dass es gar nicht einfach ist, ein Boot bei Kreuzwellen etc. geradeaus zu steuern. Die Einfahrt in den Hafen ist absolut entspannt. Vor uns blockieren zwei Charter-Yachten die Einfahrt, hinter uns drängt die Berufs-Schifffahrt. Also entscheiden wir uns für einen Boxenstopp und fahren zur Tankstelle. Ich stehe immer noch am Steuer.

Hannes (aka Maaf) gesellt sich zu mir und fragt mich, ob ich weiter steuern mag. Klar! Manöver heißt "Längsseits anlegen!" Ich muss schon sagen, ein wenig schneller geht mir die Pumpe doch. Insbesondere, als ich aufstoppen soll und es funktioniert nicht. D.h. der Rückwärtsgang muss DEUTLICH weiter nach hinten gedrückt werden, als der Vorwärtsgang nach vorne.

Wir steuern also recht spitz auf den Anleger zu, Steuerbord stehen die Fender Kollegen bereit, die Leinen sind auch bereit. Das Aufstoppen klappt dann doch. Der Schraubeneffekt drückt das Steuerbord-Heck an Land. Die Leinen werden geworfen, das Boot wird fest getaut. Motor ist in Leerlauf. Und ich trink nen Bier!

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Cala Ratjada

Heute lassen wir uns morgens nicht soooo viel Zeit. Allerdings müssen wir noch einkaufen. Unsere Vorräte neigen sich dem Ende. Zum einen ist es ja nicht wirklich einfach, für 8 Leute einzukaufen, die man prinzipiell nicht kennt. Zum anderen ist es auch an der Zeit, wieder einmal frisches Brot etc zu kaufen. All das können wir ab ca. 9.30h erledigen, sobald die Geschäfte öffnen. Um ca. 11h laufen wir aus in Richtung Porto Polenca.

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Der Kurs führt und vorbei an Sa Coma, Punta de N'amer und Cala Millor. Prinzipiell schöne Strände, allerdings auch voll gepflastert mit Hotel-Burgen.

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Kurz vor Cala Ratjada passieren wir sehr schöne Buchten, Berge und Landerhebungen. Genial! Ich mache Fotos, schlafe auf dem Vordeck und genieße die Fahrt. Irgendwann mache ich ein Foto von Marta - allerdings sieht das Lächeln eher gezwungen aus. Ihr ist nicht wirklich gut. Also kurzfristige Planänderung: ab in den Hafen von Cala Ratjada.

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Hier gibt es ausgiebiges Mittagessen. Während der Vorbereitung macht der Rest sich auf in Richtung Landerkundung. D.h. auf die Hafenmauer, Eis essen etc. Zu Mittag gibt es einen sehr leckeren griechischen Salat.

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Der bekommt uns allen, so dass wir uns über die Nord-Ost-Spitze auf in Richtung West-Küste machen. Auf Grund unseres Aufenthalts in Cala Ratjada planen wir um und steuern nicht nach Porto Polenca, sondern nach Alcudia. Dort bekommen wir noch einen Platz in der Marina, wo wir auch fest machen.

Montag, 9. August 2010

Porto Cristo

Die Einfahrt nach Porto Cristo ist ein Traum. Vor zwei Jahren saß ich hier mit Sabrina auf dem Felsen auf Backbord, habe Segelschiffe beobachtet und mir gedacht: "Ja, und jetzt auf dem Boot und los!" Und nun ist es so weit. Links und Rechts haben die Felsen einen Einlass. Vor uns erscheint der Hafen von Porto Cristo. Im Hintergrund die alte Kirche. Die Sonne und die späte Uhrzeit sorgen für ein perfektes Licht!

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Das Anlege-Manöver war nicht ganz perfekt - aber es ist nichts kaputt gegangen. Darauf können wir uns einen Anleger-Schluck - oder zwei oder drei... Porto Cristo ist sehr schön gelegen, eine antike Stadt mit viel Charme. Genauso antik sind allerdings auch die sanitären Einrichtungen. Ich überlege mehrfach, ob ich hier oder doch lieber im Hafenbecken duschen soll... Da gibt's keinen großen Unterschied!

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Frisch geduscht (dann doch unter der Dusche) gehen wir in ein Resto und essen schöne, leckere, spanische Paella. Traumhaft. Lecker. Zum Genießen! Und das machen wir auch!

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Als wir dann zum Boot zurück kommen, ist es schon irgendwie halb zwei. Ich nutze die Zeit, noch ein paar Fotos zu machen und ein Absacker-Bierchen auf Deck in aller Ruhe zu genießen. Als ich an Bord gehe, schlafen die anderen bereits tief und fest!

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Spanisch-Lektion

Die kleine Bucht war schön - aber voll. Wir fahren weiter. Nächstes Ziel: Cala D'Or. Hier gehen wir vor Anker und machen eine Kaffee Pause. Die artet zwar ein wenig aus und es werden Brot, Käse, Mozzarella, Oliven etc. aufgefahren. Aber es war sehr entspannend. In der Zeit, in der der Kaffee durchgelaufen ist, bin ich 3 mal ins Wasser gesprungen, weil es unter Deck soooo heiß war.

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Wenig später fahren wir weiter gen Norden mit dem Ziel, in Porto Cristo an unseren reservierten Platz zu fahren. Dummerweise haben wir keine schriftliche Bestätigung erhalten. Marta ruft an und will das klären. Gut, als Spanierin ist ihr Spanisch perfekt, für das, was ich beurteilen kann. Allerdings sorgt mich irgendwie ihr Gesichtsausdruck und das Gesprächs-Tempo, gepaart mit einem latent gereizten Unterton. Ich meine, ich spreche nun wirklich kein Spanisch, aber das Gespräch hört sich kritisch an...

Und so ist dem auch! Wir haben keine Bestätigung, weil wir nicht einmal gemeldet sind. Irgendwas ist in dem Spanischen Beantragungs-Prozess wohl schief gegangen. Es gibt noch 2 freie Plätze. Diese können allerdings nicht reserviert werden - es gilt: first come, first serve. Und wir haben noch eine Stunde Fahrt vor uns. Es folgen noch weitere spanische Gespräche. Der Ton immer heftiger. Die geschätzten Wörter pro Minute werden immer mehr (ich kenne zwei Personen, wenn die sich auf Deutsch unterhalten, werd ich nervös, weil das so schnell ist - aber DAS ist gar nix gegen diese Gespräche). Ein Hammer!

Nach 15 Minuten Hard-Core Spanisch-Lektion hellt sich Martas Gesicht wieder ein wenig auf und unsere Situation hat sich ein wenig verbessert. wir scheinen doch "irgendwie" einen Platz bekommen zu haben... Und wir alle sagen: "DANKE - Marta!!!!"

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