Mittwoch, 11. August 2010

Nachtfahrt

Es ist kurz nach drei. Franzi macht uns wach. "Komisch", ist mein erster Gedanke, "so unfit bist Du gar nicht!" Wahrscheinlich, weil ich mich auf die Nachtfahrt freue. Wir machen klar Schiff, ziehen uns alle die Rettungswesten an und sind zum Ablegen bereit.

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Pünktlich um vier Uhr legen wir ab. Das Manöver klappt ohne Probleme. Bereits nach sehr kurzer Zeit sind wir raus aus dem Hafen von Alcudia. Kurs in Richtung Norden. Ich bin wirklich beeindruckt, wie wenig man doch sieht. Die Nacht ist sternenklar, die Beleuchtung vom Hafen und auch von Alcudia ist langsam außer Sichtweite. Hier soll es einige Untiefen geben, die "nicht befeuert" sind. Da müssen wir drum rum navigieren. Franzi macht das prima.

Wir können sehr schnell die relevanten Leuchtfeuer identifizieren. So langsam stelle ich fest, dass wir soooo blind gar nicht sind. Die unterschiedlichen Befeuerungen zeigen uns sehr deutlich, wo wir sind. Natürlich kontrollieren wir parallel am GPS, allerdings nur, um festzustellen, dass wir genau da sind, wo wir auch sein sollen. Good Job!!

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Wir fahren weiter und irgendwie verabschiedet sich ein sehr großer Teil der Crew. Nur noch Franzi, Sebi und ich bleiben an Deck. Ich will mir doch den schönen Sternenhimmel nicht entgehen lassen. Weit ab vom Hafen, mitten auf dem Meer, ohne jegliche Beleuchtung (bis auf die vorgeschriebenen Dampferlichter etc.) liegen wir an Deck und schauen nach oben. Wahnsinn, wie viele Sternschnuppen aufblinken.
Ein wenig später frischt der Wind auf. Wir sind sehr gut in der Zeit, um pünktlich in Formentor zu sein. Ganz ehrlich sind wir sogar eine Stunde zu früh. Wir entscheiden uns, die Fock zu setzen und können den Motor ausmachen. Erstaunlich. Nun gibt's nicht nur einen phänomenalen Himmel, sondern auch Ruhe. Einzig Marion wird wach durch das Setzen des Vorsegels.

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Dienstag, 10. August 2010

Ein Abend in Alcudia

Der Abend in Alcudia ist entspannend. Wir kochen, essen die Vorspeise, gehen duschen und ... lassen die Hauptspeise aus. Zumindest ich. Irgendwie bin ich schon satt.

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Anschließend gehen wir noch ein paar Meter an der Marina-Promenade spazieren und nach Alcudia rein. Wir lassen alle Bars aus und genießen ein wenig die laue Sommernacht. Anschließend geht es auch recht zügig ins Bett. Es ist ja schließlich schon halb eins und wir wollen um drei Uhr aufstehen, um ca. eine Stunden später auszulaufen.

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Anlege-Manöver gefahren

Die letzten 12 Meilen bis Alcudia stehe ich am Steuer. Wieder einmal die Bestätigung, dass es gar nicht einfach ist, ein Boot bei Kreuzwellen etc. geradeaus zu steuern. Die Einfahrt in den Hafen ist absolut entspannt. Vor uns blockieren zwei Charter-Yachten die Einfahrt, hinter uns drängt die Berufs-Schifffahrt. Also entscheiden wir uns für einen Boxenstopp und fahren zur Tankstelle. Ich stehe immer noch am Steuer.

Hannes (aka Maaf) gesellt sich zu mir und fragt mich, ob ich weiter steuern mag. Klar! Manöver heißt "Längsseits anlegen!" Ich muss schon sagen, ein wenig schneller geht mir die Pumpe doch. Insbesondere, als ich aufstoppen soll und es funktioniert nicht. D.h. der Rückwärtsgang muss DEUTLICH weiter nach hinten gedrückt werden, als der Vorwärtsgang nach vorne.

Wir steuern also recht spitz auf den Anleger zu, Steuerbord stehen die Fender Kollegen bereit, die Leinen sind auch bereit. Das Aufstoppen klappt dann doch. Der Schraubeneffekt drückt das Steuerbord-Heck an Land. Die Leinen werden geworfen, das Boot wird fest getaut. Motor ist in Leerlauf. Und ich trink nen Bier!

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Cala Ratjada

Heute lassen wir uns morgens nicht soooo viel Zeit. Allerdings müssen wir noch einkaufen. Unsere Vorräte neigen sich dem Ende. Zum einen ist es ja nicht wirklich einfach, für 8 Leute einzukaufen, die man prinzipiell nicht kennt. Zum anderen ist es auch an der Zeit, wieder einmal frisches Brot etc zu kaufen. All das können wir ab ca. 9.30h erledigen, sobald die Geschäfte öffnen. Um ca. 11h laufen wir aus in Richtung Porto Polenca.

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Der Kurs führt und vorbei an Sa Coma, Punta de N'amer und Cala Millor. Prinzipiell schöne Strände, allerdings auch voll gepflastert mit Hotel-Burgen.

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Kurz vor Cala Ratjada passieren wir sehr schöne Buchten, Berge und Landerhebungen. Genial! Ich mache Fotos, schlafe auf dem Vordeck und genieße die Fahrt. Irgendwann mache ich ein Foto von Marta - allerdings sieht das Lächeln eher gezwungen aus. Ihr ist nicht wirklich gut. Also kurzfristige Planänderung: ab in den Hafen von Cala Ratjada.

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Hier gibt es ausgiebiges Mittagessen. Während der Vorbereitung macht der Rest sich auf in Richtung Landerkundung. D.h. auf die Hafenmauer, Eis essen etc. Zu Mittag gibt es einen sehr leckeren griechischen Salat.

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Der bekommt uns allen, so dass wir uns über die Nord-Ost-Spitze auf in Richtung West-Küste machen. Auf Grund unseres Aufenthalts in Cala Ratjada planen wir um und steuern nicht nach Porto Polenca, sondern nach Alcudia. Dort bekommen wir noch einen Platz in der Marina, wo wir auch fest machen.

Montag, 9. August 2010

Porto Cristo

Die Einfahrt nach Porto Cristo ist ein Traum. Vor zwei Jahren saß ich hier mit Sabrina auf dem Felsen auf Backbord, habe Segelschiffe beobachtet und mir gedacht: "Ja, und jetzt auf dem Boot und los!" Und nun ist es so weit. Links und Rechts haben die Felsen einen Einlass. Vor uns erscheint der Hafen von Porto Cristo. Im Hintergrund die alte Kirche. Die Sonne und die späte Uhrzeit sorgen für ein perfektes Licht!

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Das Anlege-Manöver war nicht ganz perfekt - aber es ist nichts kaputt gegangen. Darauf können wir uns einen Anleger-Schluck - oder zwei oder drei... Porto Cristo ist sehr schön gelegen, eine antike Stadt mit viel Charme. Genauso antik sind allerdings auch die sanitären Einrichtungen. Ich überlege mehrfach, ob ich hier oder doch lieber im Hafenbecken duschen soll... Da gibt's keinen großen Unterschied!

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Frisch geduscht (dann doch unter der Dusche) gehen wir in ein Resto und essen schöne, leckere, spanische Paella. Traumhaft. Lecker. Zum Genießen! Und das machen wir auch!

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Als wir dann zum Boot zurück kommen, ist es schon irgendwie halb zwei. Ich nutze die Zeit, noch ein paar Fotos zu machen und ein Absacker-Bierchen auf Deck in aller Ruhe zu genießen. Als ich an Bord gehe, schlafen die anderen bereits tief und fest!

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Spanisch-Lektion

Die kleine Bucht war schön - aber voll. Wir fahren weiter. Nächstes Ziel: Cala D'Or. Hier gehen wir vor Anker und machen eine Kaffee Pause. Die artet zwar ein wenig aus und es werden Brot, Käse, Mozzarella, Oliven etc. aufgefahren. Aber es war sehr entspannend. In der Zeit, in der der Kaffee durchgelaufen ist, bin ich 3 mal ins Wasser gesprungen, weil es unter Deck soooo heiß war.

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Wenig später fahren wir weiter gen Norden mit dem Ziel, in Porto Cristo an unseren reservierten Platz zu fahren. Dummerweise haben wir keine schriftliche Bestätigung erhalten. Marta ruft an und will das klären. Gut, als Spanierin ist ihr Spanisch perfekt, für das, was ich beurteilen kann. Allerdings sorgt mich irgendwie ihr Gesichtsausdruck und das Gesprächs-Tempo, gepaart mit einem latent gereizten Unterton. Ich meine, ich spreche nun wirklich kein Spanisch, aber das Gespräch hört sich kritisch an...

Und so ist dem auch! Wir haben keine Bestätigung, weil wir nicht einmal gemeldet sind. Irgendwas ist in dem Spanischen Beantragungs-Prozess wohl schief gegangen. Es gibt noch 2 freie Plätze. Diese können allerdings nicht reserviert werden - es gilt: first come, first serve. Und wir haben noch eine Stunde Fahrt vor uns. Es folgen noch weitere spanische Gespräche. Der Ton immer heftiger. Die geschätzten Wörter pro Minute werden immer mehr (ich kenne zwei Personen, wenn die sich auf Deutsch unterhalten, werd ich nervös, weil das so schnell ist - aber DAS ist gar nix gegen diese Gespräche). Ein Hammer!

Nach 15 Minuten Hard-Core Spanisch-Lektion hellt sich Martas Gesicht wieder ein wenig auf und unsere Situation hat sich ein wenig verbessert. wir scheinen doch "irgendwie" einen Platz bekommen zu haben... Und wir alle sagen: "DANKE - Marta!!!!"

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Oberschenkel können einschlafen!

Die Weiterfahrt ist erneut relativ unspektakulär Wir haben Wind mit 7knt (also nicht einmal eine Windstärke oder auch "kein Wind" genannt). Der Wind kommt zudem noch aus Nord-Ost. Und wir müssen nach? Genau: Nord-Ost. Also schmeißen wir den Motor an und cruisen in Richtung Cala D'Or.

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Das ist so entspannend, dass ich mich vorne an Bug setze und die Beine "ins Wasser" baumeln lasse. Die See ist leicht unruhig, so dass ich schön in einen festen, tiefen Schlaf geschaukelt werde. Nach einer kleinen Ewigkeit ändert sich was. Mein Unterbewusstsein nimmt wahr, dass die Motorengeräusche weg sind. Wir halten an und peilen auf eine Bucht.

Ich probier aufzustehen und kann es nicht glauben. Es geht nicht. Es ist schier unmöglich, aufzustehen. Meine Beine sind wie taub... Langsam kämpfe ich mich nach oben und robbe ins Cockpit. Die Crew sorgt sich, dass mir schlecht geworden ist. Nein - mir geht's prächtig - also dem Magen. Dabei stelle ich fest, dass anscheinend der Hälfte der Crew die Fahrt nicht wirklich bekommen ist...

Man Over Board - krasse Erfahrung

Recht zeitig, nachdem wir die Exkursion beendet haben, legen wir ab. Wir fahren aus der Bucht von Cabrera raus, lassen die Burg Steuerbord liegen und steuern in Richtung Süd-Ost-Küste von Mallorca. Kurz darauf gibt's die Ansage vom "Schgibba", dass wir noch das "Mensch Über Bord" Manöver fahren müssen. Gesagt, getan - wir bereiten die Fender vor, frei nach dem Motto "besser Fender über Bord als Mensch".

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Sebi fährt das erste Manöver. Wir schmeißen die Fender über Steuerbord. Sebi leitet ein: Motor aus, auf die Fender zu lenken, Kommandos geben und dann mit dem Wind weg fahren vom Objekt. Nach ca. 5 Bootslängen drehen und gegen den Wind aufstoppen. Auf der Aufnahme-Seite stehen dann 1-2 Crew-Mitglieder und nehmen die Fender bzw. den Menschen entgegen - insofern er nicht vom Boot am Kopf getroffen wird, gell Sebi :-)
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Wir steuern alle einmal dieses Manöver - das ist Pflicht. Klappt auch bei allen prima. Zum Schluss möchte es Sebi noch einmal probieren. Um ein wenig den Druck zu erhöhen spring ich selbst über Bord. Das Wasser ist ja warm - und ich vertraue auch auf Sebi's Fahrkünste. Als Rettungsmittel schmeißt mir jemand netterweise noch die beiden Fender hinterher.

Ich muss schon sagen, 5 Bootslängen sehen aus dem Wasser extreeeeeem weit aus. Wir hatten so gut wie keinen Wellengang. Dennoch - im Tal hab ich das Boot nicht mehr gesehen. Irgendwann kam es dann auf mich zu. Gestern hab ich am Ankerseil getaucht. Das war völlig in Ordnung. Aber im freien Meer kommen auf einmal 11 Tonnen auf mich zu - und irgendwie wird mir ein wenig flau im Magen. Sebi ruft mir frühzeitig zu, dass der Motor bereits aus ist und ich nicht unter das Boot gezogen werden kann. Prima. Nun darf er mich nur nicht am Kopf treffen. Ich bringe die Fender zwischen mich und die Chinook.

Alles passt prima. Sebi steuert perfekt. Markus reicht mir den Bootsharken runter und fängt die Fender, an denen ich mich festhalte. Daran zieht mich die Crew nach Achtern und ich steige über die Badeleiter wieder ein.

Geschockt hat mich dann nur noch, dass Sebi sagte, er wäre nur 3 Bootslängen weggefahren - nicht fünf...

Exkursion: die Burg von Cabrera

7h morgens. Sebi macht Stress. AUFSTEHEN!!! Was hat der Typ bloß? Wir saßen doch zu zweit noch bis halb drei Nachts an Deck - und jetzt schon wieder so wach... Egal - ich zieh mir die Badehose an und spring über Bord. Erfrischend! Dann schnell Frühstück zubereiten und ab ins Dinghi - rüber zur Insel. Auf dem Programm steht die Burg bzw. die Befestigung.

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Die hohe Luftfeuchtigkeit macht mich fertig. Es sind bestimmt 95% oder mehr - insofern das überhaupt geht. Mit Stolz stelle ich fest, dass nicht nur ich am Ende bin. Auch Stefan, Marion und Maaf sind schön fertig. Der Weg zur Burg ist steil und mit viel Geröll. Oben angekommen dann zuerst ein Schock. Das Tor ist dicht. Verdammt. Ich kann aber noch eine kleine Öffnung in der Wand entdecken. Pionierhaft stürme ich vor. Nach bereits 3m wird es dunkel. Sehr dunkel. Ich will schon aufgeben, denn es geht anscheinend echt nicht weiter. Nach ein paar Sekunden gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit und ich entdecke weitere Stufen. Das ist so eng, dass ich kaum mit dem Rucksack da durch komme...

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Oben angekommen eröffnet sich ein sehr schöner Blick auf die Bucht von der Isla Cabrera mit den ganzen Segelbooten. Das Wetter ist nicht ganz so optimal, über Mallorca liegt eine etwas dickere Wolkendecke. Zum Glück geht hier oben allerdings ein wenig Wind, so dass man die feuchte Luft hier besser ertragen kann. Auf dem Rückweg zum Boot kommt uns dann der Rest der Pöbel-Crew entgegen. Sebi's geniale Idee, wir kommen noch einmal mit nach oben wegen einem Crew-Foto wird gemeinschaftlich abgelehnt. Das Foto gibt's also auf halber Höhe. Zum Glück hatte ich mein Stativ dabei.

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Der Blick auf die Bucht ist einfach genial. Wir setzen rüber zur Chinook (unserem Boot) und gehen noch einmal schwimmen. Und jetzt geht auf nach Porto Christo...

Sonntag, 8. August 2010

Isla Bonita - Isla Cabrera

Die Fahrt nach Cabrera gestaltet sich eher unspektakulär. Wir haben Wind von 0 Grad - also direkt von vorne. Entweder wir Kreuzen die 12 Seemeilen, oder wir "motoren" eben. Die Entscheidung fällt nicht schwer, denn es ist bereits sechs. Wir schaffen dank der 14m Länge unseres Bootes ca. 7 Knoten und sind innerhalb von zwei Stunden drüben.

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Die Einfahrt in die westliche Bucht ist wunderschön. Auf Backbord lassen wir die Burg liegen. Wir suchen uns eine noch freie Boje, machen fest und bereiten das Abendessen vor.

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Leider gibt's keinen Fisch mehr, so dass wir uns auf die Nudeln von gestern und seeehr viel Gemüse konzentrieren. Das Schnippeln macht weniger Spaß. Ich frage mich mehrfach, welche Seite des Messers nun die Richtige ist. Nach 30 Minuten muss ich dann aufgeben. Ein Krampf in der rechten Hand... Die Mädels braten in der Zeit das Gemüse an und machen die Nudeln noch einmal warm.

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Soooooo: das Essen wir hoch gebracht, ohne jeglichen Kommentar bzgl. Gewürze etc. Wir schärfen also alle schön mit Pfeffer und co. nach. Nach 3 Minuten kommt dann allerdings die Ernüchterung. Das Gemüse ist saaaauuuuuu scharf. Irgendwie haben die Mädels vergessen zu erwähnen, dass ihnen hunderte von Chili-Schoten "versehentlich" in den Topf gefallen sind. Ein Hammer.

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Spanische Chilis sind leicht anders als die deutschen Varianten. Unglaublich!!! Die Chilis brennen noch den ganzen Abend nach. Weder Bier, noch Gin oder Wein helfen. Irgendwann akzeptiere ich es, lege mich auf das Vordeck und betrachte einfach nur noch den Sternenhimmel.

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Cala Pi

Cala Pi ist eine nette kleine Bucht, an der südlichen Küste von Mallorca, direkt gegenüber von Cabrera. Die Einfahrt in diese ca. 130m breite Buch gestaltet sich alles andere als einfach. Es liegen hier schon ca. 10 Boote vor Anker. Wir wollen auch ankern und müssen nun darauf achten, dass wir keine anderen Anker unabsichtlich aus dem Boden reißen. Dank der souveränen Fahrkünste vom Maaf klappt das alles sehr gut. Wir liegen perfekt.

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Da das Boot dennoch nicht ganz sicher liegt, entscheiden wir uns dafür, dass immer eine Teil-Crew an Board bleibt. Wir anderen fahren mit dem Dinghi an Land. Die Bucht macht eine kleine Kurve nach rechts und endet mit einem traumhaften Sandstrand. Fast perfekt - wären da nicht die 1.200 anderen Menschen... Anscheinend ein Insider-Tipp für Spanier (es ist Sonntag!), denn deutsch und englisch sprechen hier nur sehr wenige.

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Wir legen an, machen das Boot fest und gehen in Richtung Klippen. Das von Franzi so heiß ersehnte Restaurant scheint es dort oben zu geben. Gesucht - gefunden. Es gibt ein Sandwich auf mallorcinische Art - d.h. Brot ohne Salz... Gut, dass ich mich an dem Burger versuche. Der ist besser, als er aussieht - und das Ganze nur für 4 Euro... Dann sputen wir uns zurück zum Boot. Noch einmal genießen wir den Blick von oben auf die Bucht mit den vielen Badegästen und Segelbooten.

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Das Schnorcheln ist deutlich interessanter als gestern - hier gibt es mehr Fische. Auch in den Algen an Grund verstecken sich sehr viele kleine und auch bunte Fische. Leider keine Nemos. Das Abtauchen auf 7-8 m ist allerdings sehr anstrengend. Völlig erschöpft schlafe ich auf dem Vordeck ein.

Auf in Richtung Cala Pi

50 Grad in der Kajüte? Lösung: draußen schlafen. Es ist zwei Uhr, ich mache mich auf dem Weg ins Cockpit und probiere, ein wenig unter dem Sternenhimmel zu schlafen. Es klappt. Gegen 3h wird's mir dann ein wenig zu frisch und ich freu mich auf die warme Kajüte. Die nächsten Stunden vergehen dann wie im Schlaf (Tür offen lassen, hat geholfen)!

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8 Uhr morgens. Aufstehen. Um frisch zu werden, spring ich erst einmal über Bug in die große Badewanne "vor der Tür". Sehr erfrischend. Beim Schmetterling-Schwimmen habe ich dann (wieder einmal) festgestellt, wie unfit ich eigentlich bin. Als ich feststelle, dass es auch beim Kraulen nicht besser ist, geb ich auf und schwimm zurück zum Boot. Dort gibt's dann Frühstück. Gegen 10.30h setzen wir dann die Segel.

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Heute fahren wir das erste mal mit Fock und Großsegel. Der Wind hat abgenommen von ca. 20knt auf heute nur 7knt. Mit beiden Segeln zusammen machen wir nun insgesamt 4knt - d.h. wir kommen sehr gut voran. Und auch die Logge geht wieder! Vor der ersten Wende lässt sich Franzi an der Lee-Seite nieder, um ihrem neuen Hobby nachzukommen... Dafür darf ich dann ans Steuer und fahre sicher mein erstes Manöver. Macht echt Spaß!!!

Und nun heißt es, das Cap umfahren und auf in Richtung Cala Pi – schwimmen!

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