Freitag, 12. Juni 2009

Die Cruise...

Hier nun die gesamte Cruise (Quelle: "www.everytrail.com"):

EUR - Croatia - 7 Day Sailing Cruise at EveryTrail

Map created by EveryTrail: GPS Trip Sharing with Google Maps

Trails online

Nun sind auch alles Trails online. Ich habe die Trails auf "www.everytrail.com" hochgeladen. Um sie anzusehen, klickt einfach auf die Links. Dort seht ihr dann den Trail und die Fotos - zusätzlich seht ihr direkt über der Landkarte einen Link namens "Stats". Hier könnt ihr die Geschwindingkeiten etc. nachschauen (allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, warum er manchmal -10m anzeigt - das Boot haben wir jedenfalls nicht versenkt)...

Hier nun die Links:

Tag 1: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235605
Tag 2: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235607
Tag 3: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235610
Tag 4: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235612
Tag 5: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235614
Tag 6: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235615
Tag 7: http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=235619


Oder auch alle Tage zusammen:
http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=238277

Mittwoch, 10. Juni 2009

Erste Fotos sind online

Sooo, nachdem wir nun am SA Abend gegen 19h in München angekommen sind, haben wir den Sonntag zum Relaxen verwendet. Am Montag ging es dann auch schon wieder los mit der Arbeit – um 7.00h nach Regensburg. An den letzten Abenden habe ich es zumindest geschafft, schon das ein oder andere Foto hochzuladen. Hier die Collection bei Flickr:

http://www.flickr.com/photos/meironke/collections/72157619547555838/

Solltet ihr alles Fotos sehen wollen, meldet Euch doch einfach an bei Flickr (geht ganz schnell) und dann schalte ich Euch frei. Alternativ kann ich Euch auch einen Guest-Pass ausstellen – das dauert dann aber ein wenig und der ist irgendwann auch wieder weg…

Samstag, 6. Juni 2009

Packen und dann aufi…

Heute wird gepackt. Das heißt, der größte Teil ist bereits verstaut, nun geht es noch darum, die Lebensmittel und die 40 Liter Wasser, die übrig sind, zu verstauen. Anschließend geht es auf nach Norden (München) oder aber auch Süden (Rovinj).

An Deck

Wo genau hin, das ist noch nicht klar. Wir machen es vom Wetter abhängig. Aber ein kurzer Blick an den Himmel lässt vermuten, dass wir direkt „Kurs gen Norden“ nehmen werden…

Im Hafen von Vrsar inklusive Skipper-Taufe...

… nach diesen aufregenden Minuten haben wir direkt Kurs in Richtung Land genommen, um deutlich stärker unter Landeindeckung zu fahren. Wir waren ohnehin leicht nördlich von Pula und konnten somit östlich vom Sperrgebiet (einer großen Insel direkt vor Pula) durch einen „Kanal“ fahren und waren komplett geschützt. Danach haben wir den Autopiloten auf 320 Grad gestellt und sind gemütlich mit 4,5 Knoten (über Wasser) in Richtung Norden gedümpelt. Die Strömung haben wir bei unserer Zeitschätzung nicht mit einberechnet, als wir aber bereits nach rechnerisch viel zu kurzer Zeit in Vrsar angekommen sind, konnten wir uns errechnen, dass uns die Strömung noch zusätzliche 1-2 Knoten beschert hat und wir somit mit ca. 6 Knoten (über Land) gefahren sein mussten.

Back in Vrsar

Gegen 17h sind wir dann im Hafen von Vrsar eingelaufen und haben das Boot erst einmal aufgetankt. Anschließend sind wir an unseren Anleger und haben das Boot direkt schnell checken lassen (also Rumpf, Segel, etc.) Bei uns war alles soweit in Ordnung, die restlichen Mängel können wir noch am nächsten Tag klären. D.h. für uns – essen, packen, duschen und einen letzten Abend zusammen sitzen!

Ach ja, da war ja noch etwas. Der Maaf hat zwar schon tausende von Seemeilen gesegelt, ist jedoch das erste Mal als Skipper unterwegs gewesen und hat nicht nur das Schiff, sondern auch die GESAMTE Crew heile und gesund nach Hause gebracht. Somit können wir den Maaf guten Gewissens noch der Skipper-Taufe unterziehen. Glücklicherweise (für uns, weniger für Maaf) war der Liegeplatzplatz direkt neben uns noch frei, so dass wir – also die Crew – den Maaf dort noch taufen durften! An dieser Stelle auch noch einmal ein Dankeschön an Maaf – vor allem für die Ruhe und Souveränität!

Skippertaufe...

Der Spinnaker, der Wellengang und 95% "Man over bord"

In der Tat – Sebi war unten und hat den Spinnaker geholt. Ca. 11-12 Knoten Wind von 180 Grad haben sich viel versprechend angehört. Kleines Problem bei dieser Art von Wind – die Strömung und somit die Welle kommen ebenfalls von hinten. Und die Welle ist deutlich schneller als die 4,5 Knoten, die unser Motor das Schiff vorangetrieben hat. Somit wurden wir stetig von der Welle überholt und das Schiff hat angefangen zu "rollen". Dan kann man zwar gegensteuern, leider kommen zu diesen Wellen direkt von hinten zusätzlich noch Querwellen, die das Schiff dann manchmal kalt erwischen.

Zurück zum Spinnaker – die Herausforderung bei der Aktion: Maaf ist noch nie selbst Spinnaker gefahren, Sebi vor ca. 10-12 Jahren einmal mit seinen Eltern… Aber wir stellen uns ja jeder Challenge. Nachdem die Seile und Tampen also korrekt befestigt und vorbereitet wurden und das Fall-Seil auf der Winsch lag, ist Sebi nach vorne gegangen und hat den Spinnaker im Fall-Seil eingeharkt, damit wir es hoch ziehen konnten. Bei dem Seegang hat er sich besser die Schwimmweste angezogen und sind ordentlich eingeharkt, nicht dass noch etwas passiert. Nachdem ich das Steuer übernommen habe und Sebi auf dem Vorschiff rum geturnt ist, Franzi die Backbord- und Maaf die Steuerbord-Leinen übernommen haben, konnten wir den Spinnaker trimmen.

Sailing with the Spinnaker

Bei dem Wellengang ist es gar nicht so einfach, das Boot auf dem Wind-Kurs zu halten. Der muss ganz genau von hinten kommen. Zum Beispiel kommt eine Welle und das Boot dreht sich hinein, somit kommt Wind von 160 Grad und der Spinnaker fällt ein. Dazu kommt noch der interessante Faktor, dass der Wind auch mal drehen kann. D.h. er kommt (trotz gleich bleibenden Kurs) auf einmal mit eine Böe von 15-20 Grad mehr Steuerbord bzw. Backbord. Ach ja – und dann gibt es noch diverse Hindernisse: andere Segelboote, Untiefen, Inseln, ca. 150 Meter lange Tanker, etc… Nachdem wir den Spinnaker insgesamt vorbereitet haben, den korrekten Kurs hatten und das Schiff halten konnten, sind wir mit der Motor-Leistung runter gegangen, damit der relative Wind stärker in das Segel bläst. Dabei haben wir es in der Tat geschafft, den Spinnaker aufzustellen!!! Good Job!!!

Nach ca. 10 Minuten Fahrt haben wir dann festgestellt, dass das Segel nicht ganz korrekt gesetzt ist und wir haben erneut versucht, es zu trimmen. Die See und der Wellengang hat zugenommen, der Wind ist böiger geworden und die Fahrt unruhiger. Somit ist Sebi noch einmal nach vorne, um zu trimmen. Natürlich hat er sich auch jetzt wieder eingeharkt. Zum Glück, Denn dann ist’s passiert. Kaum war er eingeharkt, hat uns wieder einmal eine Welle überholt und ich musste gegensteuern. Genau in dem Moment kam eine Querwelle und hat das Boot in die andere Richtung gestoßen. Sebi konnte sich gerade noch so halten. Das Boot lag mit einer enormen Krängung nach Steuerbord im Wasser, da kam eine zweite Querwelle. Sebi hat sich noch versucht abzustoßen, ist dabei allerdings auf dem nassen Vordeck ausgerutscht. Die ganze Aktion bis dahin dauerte vielleicht 5 Sekunden, mir kam es allerdings wie 5 Minuten vor. Nachdem Sebi ausgerutscht ist und sich nicht mehr halten konnte, ist er über die Reling gegangen und wurde nur noch durch den Karabiner und dem dünnen Stahlseil gehalten. Maaf ist direkt nach vorne geschossen, ich hab das Boot in den Wind gedreht, damit es nicht mehr so rollt. Meine Hand lag schon auf der Gangschaltung, damit ich direkt den Gang raus nehmen kann, sollten wir ein MOB-Manöver fahren müssen.

Spray...

Aus eigener Kraft konnte sich Sebi kaum ins Boot rein ziehen. Maaf hat ihn dann an der Schwimmweste gepackt und gemeinsam haben sie es dann geschafft, Sebi wieder an Bord zu holen. Glück gehabt – das hätte auch anders ausgehen können! Nach diesem Adrenalin-Stoß haben wir dann ganz schnell den Spinnaker eingeholt, durch die Luke im Vorschiff in der Koje von Franzi und Sebi verstaut und uns erst einmal achtern ausgeruht…

Freitag, 5. Juni 2009

Auf Kurs nach Rovinj

Sooo, der Vormittag war seeehr entspannend. Ich war bereits sehr früh wach und habe mir gegen 7.30h überlegt, schwimmen zu gehen. Aber irgendwie war es zu windig, die Sonne war hinter einer leichten Wolkenschicht verschwunden und die Motivation war schneller dahin, als sie gekommen war. Also hab ich mir eine Decke hoch geholt und hab mich an Deck gelegt.



Irgendwann kamen die anderen auch hoch und Franzi hat uns dann davon überzeugt, schwimmen zu gehen. Bzw. hat uns ihre Art, zu Wasser zu gehen, schon beeindruckt, so dass wir ihr versprochen haben, nachzukommen. Das Wasser war mit ca. 20 Grad erfrischend kalt, so dass wir danach auch richtig wach waren. Da Sebi noch geschlafen hat (er hat die Nacht über Anker-Wache gehalten), sind Franzi und ich mit dem Zodiac noch rüber an Land gefahren, um uns die Bucht anzuschauen.

Exploring our bay...

Das war sogar eine Landzunge bzw. das Kap, um das wir fahren mussten. Nachdem wir einen kleinen Hügel hoch sind, haben wir das Kap auch erkennen können. Auf der einen Seite die Bucht, in der unser Boot lag – auf der anderen Seite der Leuchtturm an der südlichsten Spitze Istriens. Oben auf dem Hügel konnten wir noch die militärische Vergangenheit dieses Landstreifens erkennen – überall Schützengräben, Bunker und … Touristen. Das war schon ein tolles Gefühl, in Badeshorts dort spazieren zu gehen und die ganzen Urlauber zu sehen, die aus dem Auto schauten und uns ungläubig betrachteten, „wo wir denn her kommen". Das Fragezeichen in deren Gesichtern war riesig. Einfach nur schön.

Sailing north to Vrsar

Gegen 11h sind wir dann los gefahren – ich durfte aus der Bucht steuern, um die Untiefen herum, in Richtung Kap und dann aufs offene Meer. Anschließend hat Franzi übernommen, wir haben das Vorsegel gehisst und den Motor abgeschaltet. Nun haben wir 12 Knoten Wind direkt von hinten und überlegen, Schmetterling zu fahren oder alternativ den Spinnaker auszupacken. Ich glaube, Sebi ist gerade unten und holt ihn…

Zurück nach Istrien

Gestern Morgen mussten wir pünktlich aufstehen. Wir lagen ja vor dem Kanal von Osor – und der hat um Punkt 9h auf gemacht. Die Geschäfte – das heißt der eine Supermarkt hatte bereits ab 7.30h geöffnet – also waren wir auch da und haben Baguette etc. eingekauft. Zurück auf dem Schiff gab es dann einen kleinen Kaffee und wir sind durch den Kanal gefahren.

Passing the canal of Osor Relaxing on the boat in front of Osor

Direkt hinter dem Kanal haben wir dann den Auto-Piloten programmiert und bei voller Fahrt gefrühstückt. Die Bora (der Wind) ist aufgefrischt und hat mit ca. 15 Knoten geblasen. Nachdem uns das Essen fast weg geflogen ist, haben wir klar Schiff gemacht und die Segel gehisst. Somit sind wir mit ca. 4-5 Knoten Raumwindkurs gen Nord-Westen gefahren, quer über die Kvarner Bucht. Zum Ende hin habe ich das Steuer noch einmal übernommen und mich der Herausforderung gestellt, das Boot gerade zu halten, obwohl uns die Wellen und die Strömung von hinten überholt haben. Gar nicht so einfach – ein kleiner Fehler beim Gegensteuern und das Boot fängt an zu „rollen".



Sailing Butterfly...

Gegen ca. 14h sind wir dann in Ceja angekommen, einer wunderschönen, kleinen Insel mit nur einem Haus darauf, in dem eine Gaststätte betrieben wird (Foto).

Swimming to a restaurant island Gorgous restaurant on a very small island

Wir haben an einer Boje festgemacht und uns gefragt, ob das Restaurant überhaupt geöffnet hat – es sah ziemlich leer aus. Wir hatten auch keine Lust, unser Schlauchboot, das Zodiac zu Wasser zu lassen. Also sind der Maaf und ich kurzer Hand rüber geschwommen – und haben schon einmal das erste Bier geordert :-) – es war geöffnet. Nach einer Runde Tintenfisch bzw. Cevapcici sind wir dann zurück zum Boot geschwommen.


Beim losmachen von der Boje hat Sebi viele Mies-Muscheln an der Leine der Boje entdeckt. Somit haben wir kurzer Hand entschieden, dass es heute Abend vor dem Grillen noch eine Vorspeise geben wird. Konkret hieß das: Schnorchel und Flossen an, zurück ins Wasser und Muscheln ernten. Nachdem dem Maaf zu kalt geworden ist und er den halben Eimer voll gemacht hat, bin ich selbst rein und wurde irgendwann vom Sebi abgelöst. Anschließend gab's auch eine heiße Dusche an Deck. In der Zwischenzeit hat Franzi geklärt, wie wir die Muscheln überhaupt zubereiten – das war erdenklich einfach: Muscheln putzen und in einen Topf mit Wasser, Wasser zum Kochen bringen, Weißwein hinein (hatten wir nicht, dafür gab's Tequilla), Pfeffer und Salz ins Wasser und so lange kochen, bis sich die Muscheln öffnen. Fertig. Fazit: LECKER!!!


Blue mussles...  Harvesting our dinner

Anschließend sind wir mit dem Zodiac an Land rübergesetzt, nachdem wir das halbe Boot ausgeräumt haben, um es mit dem Grill-Zeugs zu beladen: Bier, Wein, Fleisch, Saucen, die 9 Einweg-Grills, Brot, Fackeln, Decken, Wasser, Iso-Matte, Handtücher, Kerzen, Schuhe, Mückenspray, … Ich könnte weitermachen, kürze aber mal ab. Wir hatten Glück, dass das Schlauchboot nicht gesunken ist… Der Abend war total schön. Das Fleisch war lecker, vor allem das Knooooooblauch Brot – die Jungs haben glaube ich die Restlichen Knollen dafür aufgebraucht – und auch der Feta-Käse mit Tomaten. Die Fackeln haben die Stimmung abgerundet.



Enjoying the sunset  Having a BBQ at the beach

Heute Morgen liegen wir immer noch in der Portic Buch in der Nähe von Ceja bei blauem Himmel, werden gleich schwimmen (ich zumindest), dann frühstücken und anschließend in See stechen. Unser letzter Segeltag bricht heute an und ich bin schon ein wenig traurig, dass es nun schon vorbei geht. Unser Ziel heute ist unser Heimathafen, die Marina von Vrsar. Auf dem Weg dorthin wollen wir ggf. noch in Rovinj einen Zwischenstopp einlegen – die Stadt soll wunderschön sein. Das letzte Mal haben wir keinen Platz in der Marina mehr bekommen, vielleicht klappt es ja heute…

Donnerstag, 4. Juni 2009

Ein schöööööner Tag

"So ein Tag, so wunder schön wie heuuuuuteee…" – das war das Motto vom heutigen Tag. Und es hat gestimmt. Nach einem super entspannten Vormittag "auf hoher See" mit einigen Bade-Gängen sind wir dann los gesegelt. Von Ilovik in Richtung Norden, südlich an Losinj vorbei. Unser Ziel heute – der Kanal von Osor und als Zwischenziel eine Badebucht.


Wake up in Ilovik

Direkt nach dem losfahren haben wir erst einmal einige MOB's gefahren (Man over bord Manöver). Jeder von uns durfte einmal fahren. Dabei haben wir zuerst zwei Fender zusammen gebunden und über Bord geschmissen, nachdem das dann geklappt hat und Sebi mal wieder einen Dummen Spruch los gelassen hat, haben wir die Vorstufe vom "Kiel holen" geprobt – d.h. der Sebi hat das geprobt. Netterweise habe ich noch zwei zusammengetaute Fender gefunden, die ich ihm dann zugeschmissen habe. Danach Motor aus, vom Sebi weg gelenkt, ein wenig mit dem Wind gefahren, gedreht und mit ganz wenig Geschwindigkeit gegen den Wind auf ihn zu. Anschließend den Bootsharken raus, die Fender eingeholt und Sebi dann doch wieder über Achtern ins Boot hinein gelassen…


Man over board (testing)...

Ein wenig später haben wir dann die Segel gehisst und sind auf Nord-Kurs gegangen. Dabei hab ich dann mal das Steuer übernommen. Gar nicht so einfach, den Kurs zu halten. Zum Glück konnte ich vom Surfen schon die ein oder andere Böe lesen, so dass ich die Geschwindigkeit einigermaßen halten konnte und das Boot nicht immer angeluvt ist.

Sailing towards the next swimming area

Nachdem wir dann in die Bucht eingelaufen sind, durfte ich noch das Anker-Manöver fahren. Ich sag Euch, Rückwärts fahren mit einem Boot ist gar nicht so einfach. Die Lenkung funktioniert nur mit Geschwindigkeit, dafür aber dann sehr extrem. Zusätzlich noch der Schraubeneffekt, der das Boot ohnehin sich drehen lässt, wenn man geradeaus steuert. Naja, wir haben es geschafft, der Anker war gesetzt und das Boot ist nicht abgetrieben.



Snorkling in Croatia

Das Schnorcheln in der Bucht war suuuuper – türkis blaues Wasser, ca. 12.653 Seeigel und ein gesunder Sicherheitsabstand dazu haben tolle Fotos mit der Unterwasser-Kamera garantiert. Traumhaft!



Snorkling in Croatia

Nach einem kleinen Snack sind wir dann weiter gesegtel in Richtung Osor – mit dem Ziel, um 17h durch den Kanal zu fahren. Leider ist irgendwann der Wind eingeschlafen und wir sind ca. 15 Minuten zu spät angekommen und die 2m hohe Brücke am Kanal war schon wieder zu. Also sind wir südlich vom Kanal an eine Boje fest gemacht und haben uns Osor angesehen. Eine total kleine, hübsche Stadt mit vielen kleinen Gassen und zahlreichen Restaurants. Hier haben wir dann schön Calamares gegessen und den Abend genossen.



On the way to Osor
Dining at Konoba Bonifacic

Nach dem Essen haben wir uns dann noch den Sonnenuntergang angesehen und einige Posen vor dem roten Himmel geübt. Ganz sicher wird Franzi am Ende der Woche ein Foto bekommen (ihr kennt "Top Model"?) und ich alleine durch meinen körperlichen Einsatz und die davon getragenen Verletzungen auch… Aber Salzwasser hilft ja gegen Schürf Wunden…


Sunset in Osor
Twillight in Osor

Mittwoch, 3. Juni 2009

Das Meer ist genial!

Komm gerade vom Schwimmen. Das Wasser ist genial - man springt müde rein und kommt erfrischt heraus!

Nach gut 2x20 Minuten schwimmen - das erste Mal allein, das zweite Mal mit den beiden Mädels - hab ich mich nun auch genug sportlich betätigt, dass das Frühstück schmeckt!

Und danach gehts segeln...

Kleiner Nachtrag: Gestern Abend waren wir noch in Ilovik und haben uns die Insel ein wenig angeschaut. Dabei sind wir auf einen kleinen Berg und haben uns die Bucht angesehen, in der wir vor Anker gegangen sind. Ein absolut toller Moment, als die Sonne dann unter gegangen ist.
Sunset on top of Ilovik

Wir haben eine schönen Blick auf die ganze Bucht gehabt und den Abend so richtig genossen...
The sun is diving into the ocean

Dienstag, 2. Juni 2009

Der Wind, der Wind, ...

Der heutige Morgen war komisch. Um 5.45h bin ich wach geworden und konnte (erst einmal nicht mehr schlafen). Ich bin kurz an Deck gegangen und hab mir das Wetter angeschaut. Irgendwie war wieder alles grau am Himmel… Leicht frustriert darüber, dass ich schon sooo früh wach war, nicht mehr schlafen konnte und das sich Wetter immer noch nicht verbessert hat, bin ich wieder ins Bett.

Keine Stunde später bin ich dann wieder wach geworden. Unglaublich, aber wahr: durch Sonnenstrahlen, die durch meine Luke gekommen sind. Mit völlig neuem Elan bin ich an Deck und hab erst einmal einen Obstsalat vorbereitet. Das Frühstücken war leider nicht ganz so entspannend, denn der leichte Wind hat uns weiter an Land gedrückt, so dass wir den 90cm Wasser unterm Kiel nicht mehr ganz trauen wollten.
Leaving Krivica bay

Also Landleinen lösen, zurück an Bord, Anker lichten und ab aus der schönen Krivica Bucht in Richtung Süden. Nachdem wir das Frühstück dann „hinter uns" gebracht haben, hieß es „Hoch die Segel!" Acht bis Zwölf Knoten Wind versprachen viel – die erste Stunde haben wir auch gute 3.5 Knoten gemacht – allerdings waren wir nach sehr kurzer Zeit wieder in der Landabdeckung. Der Wind lies nach. Leicht später ist er dann ganz eingeschlafen. Wir sind gerade noch durch den Kanal zwischen Losinj und Ilovik durch gekommen. Irgendwann haben wir dann die Entscheidung getroffen, in Richtung „Schön-Wetter" nach Norden zu fahren, leider hat da der Wind gedreht und stand gegen uns. Außerdem hat die Welle zugenommen. Wir sind dann auf Kurz Premude und Silba gegangen, um noch ein wenig zu segeln. Allerdings hat uns auch dabei der Wind ein Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir die Segel wieder eingezogen haben.


Panorama of Ilovik harbor

Unser neues Ziel hieß „Ilovik". Eine wunderschöne Insel mit einer kleinen, netten Stadt. Die Sonne hat geschienen, die Temperatur ist gestiegen. Wir haben an einer Boje vor der Stadt fest gemacht und uns erst einmal ausgeruht. Beim Übersetzen mit dem Zodiak ist dann das nette Foto entstanden. An Land gab es einen weniger leckeren Cappucino im Hafen – dafür hat die Aussicht aber gestimmt. Nun sind wir gerade zurück auf dem Boot, haben eine Kleinigkeit gegessen und uns überlegt, wo wir unsere 9 Einweg-Grills heute vernichten werden… Nun geht es erst einmal schnorcheln…


We are (n´t) sailing, we are (n´t) sailing...

Der heutige Tag war einmal total unspektakulär. Kurze Quiz-Frage: was macht man auf einem Segelboot, wenn's keinen Wind hat? Richtig: "Plan B: Motoren..." Also sind wir heute einige - also fast alle - Seemeilen gen Süden unter Motor gefahren. Lediglich 40 Minuten (von den insgesamt ca. 7 Stunden auf See) sind wir unter Segel gefahren. Dabei hatten wir ca. 4 Knoten Wind und haben daraus 2,5 Knoten Fahrt gemacht - eigentlich gar nicht so schlecht - Dank der Trim-Künste vom Sebi! Leider ist der Wind dann nach sehr kurzer Zeit wieder eingeschlafen und wir sind zurück zu Plan B (bzw. am heutigen Tag Plan A)!

Um ca. 17h sind wir dann südlich der Kvarner Bucht in der kleinen aber feinen Krivica Bucht auf Mari Losinj angekommen. Eine total schöne Bucht mit türkis blauem Wasser, sehr idyllisch gelegen. Traumhaft schön, dort mit einem Boot einzulaufen. Wären die 1.000++ Wassertropfen auf der Wasseroberfläche nicht gewesen, anstatt Wolken strahlend blauer Himmel und zusätzlich noch Sonnenschein, dann wäre es noch besser gewesen.

Nachdem wir in der 7m-9m tiefen Bucht vor Anker gegangen sind und dabei !nicht! die Ankerleinen der anderen Schiffe mitgenommen haben, mussten wir das Boot noch an Land vertauen. D.h. kurz mit dem Zodiak rüber an Land, die Leinen mitnehmen, an Land springen und dabei versuchen, die Seeigel zu verfehlen, anschließend zwei Pahlsteks um zwei Bäume und gut ist's. Boot gesichert!

Nach vollendeter Arbeit sind wir dann Schwimmen gegangen. Ab über Bug ins Wasser - ohne dabei unsere Ankerleine zu treffen - und ein wenig Schwimmen. Das angenehme am Regen ist ja bekanntlich, dass das Wasser dann auch (gefühlt) extrem warm ist. Und noch viel besser - nach dem langen Törn mit Motor hatten wir sogar heiß Wasser, um anschließend mit der Deck-Dusche uns warm abzuduschen.

Beim anschließenden Seemannsbier :-) und Chips ist uns dann ein wenig Essen von Board gefallen. Interessanter Weise hat das Essen dort maximal 1,432 Sekunden "überlebt". Danach war is wie bei James Bond in Gold-Finger, die Szene mit den Piranhas. Ca. 23 Goldbrassen sind innerhalb kürzester Zeit über die Chips hergefallen. Das hat uns natürlich dazu verleitet, seeehr viele Fotos von diesen Szenen zu machen – vermutlich haben wir aber auf keinen einen Fisch drauf, die waren einfach zu fix…

Zum Abend hin sind wir dann nach Bal Vanida, einem sehr kleinen Restaurant, das – nicht nur sprichwörtlich sondern ganz ehrlich – im „Nichts" gelegen ist. Wir sind mit dem Zodiak rüber ans Land und dann einen sehr kleinen Trampel-Pfad gegangen, über Stock und Stein, mitten durch den Pinien- und Sonst-was-Wald, irgendeiner Beschilderung nach (die ganz nebenbei auch in unserem Segelhandbuch stand). Nach ca. 15-20 Minuten sind wir dann an dem Restaurant angekommen und haben seeeehr lecker gegessen – von Steak bis Fisch inkl. Beilagen – alles samt sehr lecker. Mit 20 EUR pro Person zwar nicht das günstigste Essen, aber für das Ambiente und Erlebnis mehr als in Ordnung.
Der Rückweg war durchaus spannend. Denn es war dunkel – also Stock-Dunkel – und wir hatte noch die 15 Minuten Rückweg durch den Wald vor uns. Zum Glück gibt es ja Taschenlampen, von denen wir auch 3 dabei hatten. Zurück an Bord haben wir dann noch 1-2 Kartenspiele hinter uns gebracht und sind jetzt gerade dabei, ins Bett zu gehen.

Und morgen? Gute Frage, ich sage mal so: „es hängt vom Wetter ab"… Vom Segeln, Motoren, Schnorcheln, iPod hören (und dabei einschlafen), Lesen bis hin zu Knoten üben, Fische ärgern, Schwimmen gehen, Essen, Trinken ist alles drin. Ich hätte ja mal wieder Lust auf Segeln, aber ob's dafür die Voraussetzung hat morgen früh, das Steht noch in den Sternen (die man leider gerade nicht sieht). Ich bin mal gespannt und werde mich ganz sicher morgen noch einmal melden. Bis dahin, ein „Gut's Nächtle" (oh man, das Schwäbisch gepaart mit dem Kärntnerisch tut mir nicht gut) :-)