Sonntag, 8. August 2010

Isla Bonita - Isla Cabrera

Die Fahrt nach Cabrera gestaltet sich eher unspektakulär. Wir haben Wind von 0 Grad - also direkt von vorne. Entweder wir Kreuzen die 12 Seemeilen, oder wir "motoren" eben. Die Entscheidung fällt nicht schwer, denn es ist bereits sechs. Wir schaffen dank der 14m Länge unseres Bootes ca. 7 Knoten und sind innerhalb von zwei Stunden drüben.

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Die Einfahrt in die westliche Bucht ist wunderschön. Auf Backbord lassen wir die Burg liegen. Wir suchen uns eine noch freie Boje, machen fest und bereiten das Abendessen vor.

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Leider gibt's keinen Fisch mehr, so dass wir uns auf die Nudeln von gestern und seeehr viel Gemüse konzentrieren. Das Schnippeln macht weniger Spaß. Ich frage mich mehrfach, welche Seite des Messers nun die Richtige ist. Nach 30 Minuten muss ich dann aufgeben. Ein Krampf in der rechten Hand... Die Mädels braten in der Zeit das Gemüse an und machen die Nudeln noch einmal warm.

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Soooooo: das Essen wir hoch gebracht, ohne jeglichen Kommentar bzgl. Gewürze etc. Wir schärfen also alle schön mit Pfeffer und co. nach. Nach 3 Minuten kommt dann allerdings die Ernüchterung. Das Gemüse ist saaaauuuuuu scharf. Irgendwie haben die Mädels vergessen zu erwähnen, dass ihnen hunderte von Chili-Schoten "versehentlich" in den Topf gefallen sind. Ein Hammer.

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Spanische Chilis sind leicht anders als die deutschen Varianten. Unglaublich!!! Die Chilis brennen noch den ganzen Abend nach. Weder Bier, noch Gin oder Wein helfen. Irgendwann akzeptiere ich es, lege mich auf das Vordeck und betrachte einfach nur noch den Sternenhimmel.

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Cala Pi

Cala Pi ist eine nette kleine Bucht, an der südlichen Küste von Mallorca, direkt gegenüber von Cabrera. Die Einfahrt in diese ca. 130m breite Buch gestaltet sich alles andere als einfach. Es liegen hier schon ca. 10 Boote vor Anker. Wir wollen auch ankern und müssen nun darauf achten, dass wir keine anderen Anker unabsichtlich aus dem Boden reißen. Dank der souveränen Fahrkünste vom Maaf klappt das alles sehr gut. Wir liegen perfekt.

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Da das Boot dennoch nicht ganz sicher liegt, entscheiden wir uns dafür, dass immer eine Teil-Crew an Board bleibt. Wir anderen fahren mit dem Dinghi an Land. Die Bucht macht eine kleine Kurve nach rechts und endet mit einem traumhaften Sandstrand. Fast perfekt - wären da nicht die 1.200 anderen Menschen... Anscheinend ein Insider-Tipp für Spanier (es ist Sonntag!), denn deutsch und englisch sprechen hier nur sehr wenige.

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Wir legen an, machen das Boot fest und gehen in Richtung Klippen. Das von Franzi so heiß ersehnte Restaurant scheint es dort oben zu geben. Gesucht - gefunden. Es gibt ein Sandwich auf mallorcinische Art - d.h. Brot ohne Salz... Gut, dass ich mich an dem Burger versuche. Der ist besser, als er aussieht - und das Ganze nur für 4 Euro... Dann sputen wir uns zurück zum Boot. Noch einmal genießen wir den Blick von oben auf die Bucht mit den vielen Badegästen und Segelbooten.

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Das Schnorcheln ist deutlich interessanter als gestern - hier gibt es mehr Fische. Auch in den Algen an Grund verstecken sich sehr viele kleine und auch bunte Fische. Leider keine Nemos. Das Abtauchen auf 7-8 m ist allerdings sehr anstrengend. Völlig erschöpft schlafe ich auf dem Vordeck ein.

Auf in Richtung Cala Pi

50 Grad in der Kajüte? Lösung: draußen schlafen. Es ist zwei Uhr, ich mache mich auf dem Weg ins Cockpit und probiere, ein wenig unter dem Sternenhimmel zu schlafen. Es klappt. Gegen 3h wird's mir dann ein wenig zu frisch und ich freu mich auf die warme Kajüte. Die nächsten Stunden vergehen dann wie im Schlaf (Tür offen lassen, hat geholfen)!

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8 Uhr morgens. Aufstehen. Um frisch zu werden, spring ich erst einmal über Bug in die große Badewanne "vor der Tür". Sehr erfrischend. Beim Schmetterling-Schwimmen habe ich dann (wieder einmal) festgestellt, wie unfit ich eigentlich bin. Als ich feststelle, dass es auch beim Kraulen nicht besser ist, geb ich auf und schwimm zurück zum Boot. Dort gibt's dann Frühstück. Gegen 10.30h setzen wir dann die Segel.

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Heute fahren wir das erste mal mit Fock und Großsegel. Der Wind hat abgenommen von ca. 20knt auf heute nur 7knt. Mit beiden Segeln zusammen machen wir nun insgesamt 4knt - d.h. wir kommen sehr gut voran. Und auch die Logge geht wieder! Vor der ersten Wende lässt sich Franzi an der Lee-Seite nieder, um ihrem neuen Hobby nachzukommen... Dafür darf ich dann ans Steuer und fahre sicher mein erstes Manöver. Macht echt Spaß!!!

Und nun heißt es, das Cap umfahren und auf in Richtung Cala Pi – schwimmen!

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Samstag, 7. August 2010

"Klar zum setzen der Segel?" "Klaaaaar!"

Die Hafenausfahrt ist genial. Ich meine, sie dauert ein wenig, denn der Hafen ist enooooorm groß. Rechts und links liegen die Kreuzfahrtschiffe MSC, eine Aida hat vorhin schon abgelegt, eine Segel-Regatta kommt uns entgegen (also nicht mehr unter Regatta Bedingungen - die fahren einfach nur so heim).

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Kurz, nachdem wir aus dem Hafen raus sind, prüfen wir noch einmal den Wind. Es sind 19knt. Dann kommt auch schon die Frage: "Klar zum setzen der Segel?" mti der entsprechenden Antwort: "Klaaaaar!" Wir holen die Fock raus, stellen den Motor ab und segeln mit ca. 7knt in Richtung Osten - über die Bucht vom "Ballermann"...

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Nach bereits 60-90 Minuten haben wir die Bucht überquert und stellen fest: es ist bereits erst halb sechs. D.h. wir können noch einige Manöver fahren. Wenden, Halsen, Kreise etc. sind gut - Mann über Board lassen wir lieber aus. Patent-Halsen gibt's erst, sobald das mit der Pöbel-Crew ausartet...

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Ca. 40 Minuten später legen wir auch schon an unserer reservierten Boije in der Bucht "Blava" an. Hier geht es dann schwimmen, tauchen etc. Das Wasser ist genial warm. Eine kleine Aufgaben haben wir dann noch: die Logge funktioniert nicht. Das ist prinzipiell der Geschwindigkeitsmesser, mit dem wir navigieren müssen. Wir rufen an und klären, was zu tun ist. Wir sollen doch abtauchen und prüfen, ob wir den defekt nicht selbst lösen können. Gesagt getan, Maaf springt rein, bleibt eine beängstigende Zeit unten und kommt aber auch wieder rauf. Noch 10 Sek länger und ich hätt ihn gesucht. Er hat die Logge gelöst...

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Der Abend ist entspannend und auch recht kurz - gegen 23h liegen wir alle in den Kojen und sind am Schlafen... Einzig die 50 Grad in der Koje sind nicht so nett - mal sehen, wie wir das gelöst bekommen...

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Einkaufen und Übernahme

7.50h morgens in Palma. Manch einer in ca. 10km Entfernung kommt gerade erst heim, wir stehen auf. Die Nacht war kurz. Nach dem Feierabend-Bierchen gestern sind wir erst um kurz vor drei ins Bett. Na, das kann ja was geben. Frühstück im Hotel ist auf 8h angesetzt, wir sind die ersten. Es füllt sich langsam und gegen viertel nach neun trifft auch der Rest der Crew ein... Frühstück ist einigermaßen akzeptabel - bis auf das eher grünlich gefärbte Rührei... Um 9.30h stehen wir dann aufbruch bereit in der Rezeption und ordern ein Taxi.

Maaf und Sebi fahren mit samt Gepäck zur Marina und nehmen das Boot entgegen. Wir sechs anderen gehen einkaufen. Keine einfache Sache, sag ich da. Wie viel Obst essen denn 8 Personen? Und wie viel Brot? Reichen 6 Baguettes für die ersten 3 Tage? Fragen über Fragen, die sich ganz sicher in den nächsten 2 Tagen klären werden... Ganze 2 Stunden verbringen wir im Supermarkt - dann geht's wieder in ein Taxi auf in Richtung Marina.

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D.h. Franzi und Marta fahren vor - wir anderen vier organisieren und noch schnell ein kleines Weg-Bier und machen uns auf den Gewalt-Marsch durch die Hitze von Mallorca...

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Das Boot - eine Bavaria 46 - liegt am Steg und die anderen haben das Boot schon entgegen genommen, gecheckt und geprüft. Mit dem einräumen sind sie so gut wie fertig. Einziges Problem: die Getränke-Lieferung ist noch nicht da. Die soll in ca. 1-2 Stunden kommen. Verdammt - wertvolle Segelzeit verstreicht...

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Um ca. 15.30h sind wir dann mit der Sicherheits-Einweisung durch und Sebi gibt Kommando zum Ablegen. Dabei vergisst er leider, das Bugstrahlruder zu fragen, ob es klar ist. Ich sehe nur, wie er wild auf den Tasten rum drückt, es sich aber nichts tut. War halt noch nicht "klar", das Ruder... So what, dank seiner guten Erfahrung passiert nicht mehr. Wir nehmen nur eine Bojie mit und drehen aus dem seichten Wasser in Richtung Hafen-Ausfahrt.

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Crewtreffen

Es ist 20.30h. Bei Ankunft haben wir nur noch 10 Minuten Verspätung. Sehr gut, denn die "Stuttgarter" sind 90 Minuten zu spät und müssten zur gleichen Zeit ankommen. Und so ist es auch - noch an der Gepäckausgabe treffe ich auf Franzi, Sebi, Stefan und Maaf. Schnell das Gepäck eingesammelt, ab ins Taxi und auf in Richtung Palma, Hotel Horizonte.

Beim einchecken erfahren wir, dass der Rest auch schon eingecheckt hat. Marta, Marion und Markus sind bereits heute morgen angekommen. Natürlich haben die sich das Beste Zimmer ausgesucht :-) mit einer Dachterrasse, auf die man wirklich neidisch sein kann! Ein perfekter Platz für eine "Roof-Top-Party". Wir richten uns also direkt bei den dreien auf dem Balkon ein.

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Die kurze Lagebesprechung ergibt, dass wir noch Durst und tlw. Hunger haben. Wir brechen also auf in Richtung Stadt, kommen allerdings auch nur zur ersten Bar. Was auch gut ist - denn wir haben es schon 22.30h. Ein paar Bier später reicht es uns dann und wir machen zurück in Richtung Hotel. Gut's Nächtle auch...

.... dachten wir... Der Maaf, Stefan und ich haben noch die Getränke Automaten entdeckt. Perfekt! Ein letztes San Miguel aus der Dose zum Genießen auf unserem Balkon mit Blick auf den Hafen von Palma. Der Urlaub kann beginnen!

Freitag, 6. August 2010

Doppelt Security...

Die Security Bel"ee"rung ist auch wieder spitze. Mein Rucksack war mal gar nicht von Interesse, eher mein kleiner Beutel mit fiesen Materialien, der nicht verschließbar ist. Oh je - die Welt geht unter! Mal ganz im Ernst, das ist doch total Banane, ob da ein "Zipper", also nen Reißverschluss dran ist oder nicht. Unglaublich! Gut - diese Meinung vertrete ich natürlich nicht direkt, eher den Punkt, dass mir das toooootaaaal leid tut und ich meinen Vorrat leider aufgebraucht habe. Ergebnis: Ich darf gehen.

Nun im Anschluss Glück im Unglück: Flieger hat Verspätung. 30 Minuten. Mein erster spontaner Gedanke: dass sie das vorher noch nicht angezeigt haben... Egel, dieser Gedanke verpufft sofort, als Sabrina anruft. Sie hat Feierabend gemacht und will mich noch einmal sehen. Spontan kommt sie zum Flughafen und ich mach mich auf den Weg raus aus dem Terminal. Mein Gepäck darf ich nat. nicht bei der Security deponieren... Nach einer kleinen Odyssee durch Düsseldorf schaffen wir es dann sogar noch, uns kurz zu sehen. 20 Minuten voller Freude!

Dann muss ich mich allerdings sputen. Zeit vergessen. Nur noch 17 Minuten bis Boarding. Also los, zurück durch die Security. Hier erklärt mir dann doch glatt die Dame, dass sie ihren Job verliert, wenn sie mich mit dem Gepäck durchlässt. Nein, sie moniert nicht die Tüte - sondern die Mini-Sonnenmilch und das Mini-Deo. Ich solle doch eins wegschmeißen, sonst kann sie morgen auf der Straße hocken... Versteh ich nicht wirklich - aber gut, ich überlass ihr die Entscheidung, was sie weg schmeißt. Noch weniger verstehe ich, dass sie dann doch nichts weg geschmissen hat, als ich mein Handgepäck wieder packe, mit noch allen Gegenständen an Board... Unglaublich.

Kaum am Gate angekommen stell ich auch schon fest, dass ich der Letzte bin, der borden muss. Super - besser hätt ich die Zeit nicht überbrücken können. Jetzt heißt's: auf nach Palma. Ich geh an Board und fall direkt in einen Tiefschlaf...

Eine geniale Erfindung...

.... die Rollkoffer, Trolleys oder wie auch immer man sie nennen möchte. Die bringen zwar selbst 3-4kg auf die Waage, allerdings weiß dies auch jeder zu schätzen, der 20kg auf dem Rücken quer durch Köln und den Düsseldorfer Flughafen geschleppt hat. Die dieser Menge von Menschen gehöre ich nun auch!

Puhh, bin ich froh, als ich endlich die KG beim Check-in abgeben konnte. Das ging im übrigen erstaunlich schnell. Angekommen, 2 Minuten angestellt und dann ab zum Schalter. Eingecheckt hatte ich mich gestern ja schon via Internet - nun musste ich nur noch mein Gepäck abgeben. Ich wurde nicht einmal nach einem Ausweis gefragt, was ich im Nachgang nun als eher fragwürdig betrachte. Also merken: wenn ich mal irgendwie verschwinden muss, buche ich mir nen Flug via Air Berlin unter falschen Namen nach Mallorca, setze mich hier auf nen Schiff nach Afrika und weg bin ich.

Donnerstag, 5. August 2010

Noch ein Tag bis Palma - Segeltörn wir kommen!

Es ist wieder so weit. Der nächste Urlaub steht an. Irgendwie verging die Zeit nun doch seeehr schnell bis zum heutigen Tage... Morgen geht es los nach Palma. Vom Frankfurter Office aus geht es am Freitag Mittag ins Kölner Office. Hier habe ich gerade mein Gepäck abgestellt. Dann heißt es dann ein letztes Mal synchronisieren, eine letzte TelCo und endlich Urlaub.
Mein Flug wurde vorverlegt. D.h. wir starten nun bereits um 18.00h. Ankunft ist komischerweise immer noch 20.40h. D.h. der Flug hat sich um 20 Min. verlängert. Gut, dass der Aufschlag für das Kerosin eine Pauschale war :-)
Abends werde ich dann den Rest der insgesamt 8-köpfigen Crew treffen. In der ersten Nacht sind wir im Hotel Horizonte, Calle Vista Alegre gebucht - direkt in der Nähe vom Yachthafen. Um 10h morgens können wir dann schon das Boot entgegen nehmen - toi toi toi. D.h. Sebi und Maaf übernehmen das Boot, wir anderen gehen auf Einkaufstour. Zum Glück werden die 80l Wasser in Flaschen direkt ans Boot geliefert...
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Und dann? Crew-Einweisung, Segel dicht holen und ab in Richtung... Osten. Und dann gegen den Uhrzeigersinn um die Insel. Das ist zumindest der aktuelle Plan. Alles andere dann später...

Montag, 21. Juni 2010

Zwei Friesen untereinander

Morgens, 9.34h in Langeoog, Friesland. Wir gehen in die Stadt und werden Zeuge eines typischen Gesprächs zwischen zwei Einheimischen… Das ist so genial, dass ich es den Nicht-Insulanern auch nicht vorenthalten möchte.

Situation: Friese A, der Besucher, geht spazieren und sieht einen Bekannten auf der Terrasse sitzen. Er geht hin und begrüßt den Bekannten. Sprache: Friesisch!

Besucher (voller Inbrunst und Elan, Unterton: ich will reden):
"Mooooooiiiiiiiiiiiin!!!!!"

Bekannter (total leidend, Unterton: sch…ß Tag):
"Aaaa Oooooooohhhhhhhhhhh!!!!"

Besucher (respektvoll, den leidenden Ton spiegelnd):
"Jeeeeeeaaaaaaauuuuuuuu!!!!"

ENDE

Sicher, alles Situationskomik, allerdings so genial, dass ich drei Tage nicht drüber weg gekommen bin.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Auf nach Langeoog

Heute geht's auf nach Langegoog. Die Fahrt von CUX nach Bensersiel war relativ lang. Viele Bundesstraßen und noch mehr LKWs.

Gegen 13h ist es dann soweit. Ziel erreicht. Nächste Fähre geht um
13.30, das ist uns allerdings viel zu knapp. D. h. wir fahren an den
Hafen, checken, wie wir rüber kommen und wo wir parken können und
suchen ums ein Restaurant zum Mittagessen.

Gegen 15h erreichen wir dann auch schon den Parkplatz und stellen
unser Auto ab. Die Tockets sind deutlich günstiger, als die nach
Helgoland, kosten aber immerhin noch 46€ hin und zurück für uns
beide...

Keine 30 Min später lassen wir uns dann auch schon vom Captain 
persönlich erklären, dass die Überfahrt ja nur 35 Min. maximal dauern 
wird. "Es ist ja Hochwasser, wir ham genügend Wasser unterm Kiel und 
das Wasser fließt dann noch mit ca. 3 Knoten ab." Es ist Punkt 16h und 
wir laufen aus.

Um exakt 16.33h laufen wir auch schon wieder in den Hafen auf Langeoog  ein. Sabrina ist mehr als froh darüber. "Eine Schifffahrt, die ist lustig…" - solange sie auch schnell wieder vorbei ist.

Ein Highlight auf der Insel kommt jetzt noch: die Fahrt mit der 
Langeoog-Bahn.

Diese bringt uns vom Hafen direkt in die Stadt zum Bahnhof. Von da aus 
Sundes dann nur noch wenige Meter in unser Hotel "Feuerschiff".

Wir checken ein und sind gespannt, ob dieses günstige 3* Hotel besser 
ist, als unser letztes "Wellness" Hotel...

Montag, 14. Juni 2010

Ein Tag auf Helgoland

Ein Abend an der Nordsee liegt nun schon hinter uns. Ein 
erfolgreicher. WIR haben ja gestern gewonnen. 4:0 gegen die 
Australier, die uns "Lahm" legen wollten. Hahaha, hat wohl nicht so 
ganz geklappt :-)

Nun ist es knapp 10h. Wir sind ausgeschlafen, haben gerade 
gefrühstückt und sind bei der 60er Jahre Musik knapp dem Tiefschlaf 
entgangen.

Und nun geht's los. Plan für heute: ab nach Helgoland. Gestern haben 
wir die Tickets bereits gebucht, 11.30 ist Abfahrt mit dem Halunder 
Jet. D. h. Wir sitzen im Auto und fahren nach "Downtown" Cuxhaven. 
Dort tauschen wir unser Online Ticket gegen die Boardkarten und warten noch die nächste halbe Stunde, indem wir Leute beobachten.

Ich weiß, es das Unwort eines Jahres, trotzdem kam es mir sofort in 
den Sinn: Rentnerschwämme... Seht selbst.

Normalerweise hätte ich jetzt gesagt, wir würden den Altersschnitt 
signifikant verringern, bei den Massen an Rentnern waren wir 
allerdings eher der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.

Knapp 70 Minuten dauert die Überfahrt. Zum Glück haben wie uns 
für den Katamaran entschieden. Denn 15 Min vor Helgoland kam auch schon  die Atlantis (nicht Titanic!!!) in Sicht. Das ist der Seelenverkäufer, 
der Cuxhaven bereits 1,5 Stunden vor uns verlassen hat. Noch froher 
über unsere Entscheidung war ich, als wir beobachten durften, wie die 
Atlantis vor Anker ging und die max. 1000 Passagiere "ausgebootet" 
wurden. D. h. alle in die 5 Tender und dann rüber auf die Insel. Da 
hätten wir ja gar keine Lust drauf gehabt!!

Also ab in die Stadt: Helgoland entdecken!! Überwältigt von den 
ganzen Geschäften fallen wir also in einen Shopping Wahn. Bzw. 
probieren dies, allerdings sind die Verkäufer eher Kassierer, zu 
unserem Glück. Sonst würden wir jetzt arm werden...

Nach einer kleinen Stärkung geht's nun zum Oberland, auf die Suche 
nach der langen Anna (danke Steffi für den Tipp ;-)). Natürlich 
lassen wir den Fahrstuhl Links liegen (sind ja genügend potentielle 
Nutzer hierfür unterwegs). Wir spurten die 85 Stufen hinauf. OK, ganz 
ehrlich, der Spurt erstreckt sich nur über die ersten 40 Stufen. 
Danach is ne Pause (und für manche aus unserer Gruppe :-) auch nen 
Sauerstoffzelt) notwendig.

Der Blick von oben ist genial. Hier ist die ganze zweite Insel (die 
Düne) zu sehen. Wir starten von dort aus den Rundgang an den Klippen entlang und hin zur langen Anna. Die finden wir dann auch am Ende der Insel und stellen fest, dass sie doch noch rot ist, die sich 
allerdings bald ändern wird bei den zig tausenden Möwen, Basstölpel 
etc., die dort nisten). Der Blick ist auf jeden Fall einmalig!!

Oben angekommen bleibt uns leider auch nicht mehr so viel Zeit, die 
Halunder fährt bereits um 16.30, PÜNKTLICH, zum Festland zurück! 
Also machen wir uns auf den Weg zurück in den Ort. Dort verfalle ich 
dann mal wieder meinem Shopping Wahn und kaufe Alkohol. Bei der 
Entscheidung für Helgoland hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, 
dass wir hier auch zollfrei einkaufen können. Jippie: nun bin ich 
stolzer Besitzer von 2l Alkohol :-)

Die letzte halbe Stunde vor Abfahrt genießen wir am Hafen, mit Blick 
auf das Rettungsschiff der SAR und auf unseren Halunder Jet.

Um 16.30h legen wir dann auch pünktlich ab...