Freitag, 30. Oktober 2009

Bizarre Landschaften

Dienstag, 27. Okt. 2009 - Damit uns das nicht noch einmal passiert wie bei Twyfelfontain, studiere ich nun intensiv jeden Reiseführer, den wir dabei haben. Das ist auch das letzte, an was ich mich erinnere, bevor ich tief und fest eingeschlafen bin. Andreas macht mich wach - am Springbock Gate. D.h. wir müssen mal wieder irgendwas zahlen oder irgendwo unseren Namen, mindestens noch unsere Autonummer und ggf. auch die Reisepass-Nummer hinterlassen.

Das Springbock-Gate ist der östliche Eingang zur Skeleton Coast. Der Beamte am Gate verwirrt mich ein wenig, gibt dann aber doch deutlich zur Kenntnis, welche Route wir nehmen dürfen. Er nimmt uns sämtliche Entscheidungen ab und reduziert alle Routen auf eine einzige. Wir fahren die Stichstraße bis zur T-Kreuzung in Richtung Westen, biegen dann links ab und fahren in Richtung Süden. Und bis 19.00h müssen wir wieder raus sein aus dem Park. Super!

Der Park beeindruckt uns. Wir fahren ca. 90km vom Landes-Inneren in Richtung Atlantik-Küste. Dabei verändert sich alle 20km die Vegetation. D.h. von Vegetation kann man nicht wirklich sprechen bei einer Wüste. Reduzieren wir es mal auf die Farben und die Konsistenz der Steine bzw. des Sandes. Das ändert sich andauernt - so dass wir alle 10 Minuten einen Stop machen müssen.

An der besagten T-Kreuzung sind wir anständig und fahren auch wie vorgeschrieben nach links. Die Straße besteht mehr oder weniger aus Sand, der zum Großteil festgefahren ist. Auch hier haben wir das Gefühl, dass sich dauernd etwas ändert. Das sind allerdings eher die Steine am Wegrand, die aufgestellt sind, um uns mitzuteilen, dass wir nicht an den Strand fahren dürfen.

Wir fahren weiter, und weiter, und weiter... und sind erschlagen von der Weite der Dünen und der Landschaft!

Versteinert

Dienstag, 27. Okt. 2009 - Es ist gerade sehr früh morgens. Ich werde durch die Schmerzen in meinem Bein wach. Ich frage mich, was denn damit passiert ist, während das erste Licht darauf scheint. Langsam aber sicher kommen die Erinnerungen wieder. Ich musste heute Nacht auf Toilette (Busch-WC) und bin dabei zielstrebig in den ersten Busch rein gelaufen. Es war ja auch dunkel. Dummerweise war dies eine Art Busch mit Wiederharken...

Kaffee gibt's heute morgen erst später. Wir machen uns sehr früh auf in Richtung Petrified Forest und Twyfelfontain. Unser erster Stop, der versteinerte Wald (Petrified Forrest). Sehr interessant - da liegen Baumstämme rum, die genauso aussehen, wie Holz - jedoch versteinert sind. Unser Guide erklärt uns, wie dies zustande gekommen ist - leider verstehen wir nur die Hälfte, da sein Englisch sehr gebrochen ist.

Wir laufen noch an einer Pflanze vorbei, der Mirabilis. "Die Schönheit" nennt er diese - bzw. haben die Ur-Einwohner diese genannt. Um mal ganz ehrlich zu sein - mein Fikus zu Studentenzeiten, der auch schon mal ein Weißbier, dafür aber auch wenig Licht abbekommen hat, sah vor seiner Entsorgung besser aus! Das interessante jedoch - die Pflanzen können bis zu 1000 Jahre alt werden und es gibt männliche und weibliche Pflanzen... In oder bei Swakopsmund stehen wohl auch die ältesten dieser Gattung.

Nach ca. 45 Minuten machen wir uns wieder auf den Weg und fahren durch eine bizarre Landschaft. Die erinnert mich komplett an den Westen der USA. Nach dem 42 Foto-Stop fahren wir einfach weiter und genießen die Landschaft. Dabei übersehen wir jedoch das Schild nach Twyflfontain. Wir sind vorbeigefahren. Nun gut - Rock Engravings interessieren uns auch wirklich nicht. Wir fahren weiter...

An der D2710

Montag, 26. Okt. 2009 - Wir fahren in Richtung Khorixas und überlegen, ob wir heute einen Campground nehmen oder doch lieber Wild Campen. Die Entscheidung wird uns abgenommen, als der Campground Mitarbeiter uns erzählt, wie viel Geld er haben möchte. Somit fahren wir ein Stückchen weiter in Richtung Süden, dann rechts ab auf die D2710 und suchen uns einen netten Platz zum Übernachten.

Der Abend war schön und kurz. Das anstrengende aus dem Fenster gucken macht uns sehr müde, so dass wir nach den Nudeln und zwei Gin Tonic zum Sonnenuntergang direkt schlafen gehen. Es ist 21.15 - also 20.15 Deutscher Zeit und wir sagen "Gut's Nächtle!"

Unerfahrener Jung-Löwen-(noch-nicht-ganz)-Papa

Montag, 26. Okt. 2009 - Heute starten wir auch wieder früh. Unser erstes Ziel ein kleines Wasserloch, von dem wir uns nicht sooo viel versprechen. Dort stehen auch wieder 3-4 Camper rum und beobachten. Aber was? Auf einmal ruft Andreas: "Männliche Löwen!" Cool - da liegen auf der weiten Fläche 2 männliche Löwen. Wir bleiben stehen und genießen.

Nach kurzer Zeit kommt der eine Löwe direkt auf uns zu und posed ein wenig rum. Wir stellen fest, dass der Löwe selbst noch nicht ganz so alt sein kann. Zumindest sieht er sehr jung aus. Und dann geht der Löwe fressen. Nein, keine Zebras, Antilopen oder sonst was. Der Löwe frisst Gras. Kein Zweifel mehr - der Löwe ist noch verdammt jung.

Ich erinnere mich daran, was unsere Katze gemacht hat, wenn sie Gras gefressen hat. Das kam überall wieder raus. Kurzer Hand entscheiden wir uns, dem Löwen diese Peinlichkeit zu ersparen und lassen den Löwen Löwen sein.

Der restliche Park ist genial. An jeder Stelle sehen wir andere Tiere - die meisten kennen wir mittlerweile. So können wir die Fahrt genießen und fahren gegen 16.30h in Richtung Anderson Gate nach Süden. Bei einem kleinen Abstecher zu unserem letzten Wasserloch dürfen wir noch eine Herde Zebreas beobachten, wie die sich gerade im Dreck suhlen. Sehr schönes Abschiedsgeschenk!

Löwen-Babys

Sonntag, 25. Okt. 2009 - Auf der Weiterfahrt entdecken wir zuerst nicht viel. Wir fahren ca. 40 Kilometer durch den Park und überlegen uns, dass den Tieren einfach viel zu heiß wird. An einer Stelle steht ein Tour-Bus und viele Leute schauen raus. Wir halten dahinter an - im Abstand von ca. 10m. Andreas entdeckt einen Löwen, direkt neben dem Bus. Die Kamera rattert los...

Ich selbst kann noch nichts entdecken und schaue in der Gegend rum. Auf einmal entdecke ich, direkt neben unserem Auto drei Löwen-Weibchen. Die schlafen keine 5m von uns entfernt unter einem Baum. Wahnsinn. Ich überlege gerade schon, mein Objektiv zu wechseln - soo viel Zoom brauche ich gar nciht. Aber Löwen-Augen sind ja auch interessant, richtig?

Während die andere Löwin, die am Tourbus gelegen hat, die Staße überkreuzt, entdeckt Andreas das Männchen. Leider etwas weit weg - auch am schlafen bzw. chillen. Cool! Löwen. Da hab ich gar nicht mit gerechnet, dass wir die zu Gesicht bekommen. Der Tourbus fährt weiter. Wir machen noch unsere CF-Karten der Kameras voll und fahren auch weiter. Aus irgendeinem Grund entscheide ich mich dafür, noch einmal umzudrehen und die Löwen anzusehen.

Auf einmal machen sich die anderen Weibchen auf den Weg zur Straße. Dort bleiben sie stehen. Ich frage mich, was nun kommt. Großaktion gegen einen Toyota Hilx und Menschen zu Mittag? Auf der Beifahrerseite bewegt sich etwas. Eine andere Löwin, die von der anderen Straßenseite auf uns zu kommt. Noch fühle ich mich sicher, lege aber vorsichtshalber den ersten Gang ein und bleibe stehen.

Die Löwinnen schauen skeptisch - mindestens genauso wie ich. Zum Glück hat Andreas ja seinen Hut auf, so dass seine 200% Coolheits-Faktor die Situation entspannt. Richtig entspannend wird es, als die 4-5 kleinen Löwen-Babys dann hinter der Mama her über die Straße laufen. Andreas Kamera rattert wieder los. Und meine mindestens genau so... Die anderen beiden Löwinnen folgen den Kleinen. Also - alles nur ein reines Eskort-Kommando und kein Großandriff auf Hilux und uns...

Danach legen sich die Löwinnen wieder an die alte Stelle - nun mit den Kleinen. Und es wird geschmust. Süß! Zum dazu legen! Das lassen wir dann aber doch sein und geben den Löwen ihre Ruhe!

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Mutation von Weiß nach Grau

Sonntag, 25. Okt. 2009 - Etosha! Ein genialer Park! Wir sind sehr früh wach und sind ein wenig verwirrt über die Uhrzeit. Im Etosha wird es eine Stunden früher hell?!? Nein, Zeitumstellung in Deutschland. Unsere Uhren stellen sich mittlerweile selbst um. Also sind wir hier eine Stunde vor Deutschland. Wir starten unseren Tag somit zur gewohnten Zeit um 6.23h mit einem Kaffee. Gegen kurz vor sieben ist alles gepackt und wir fahren durch das Gate.

Erst fahren wir in Richtung Norden, um uns die Fisher-Pan anzuschauen. Sehr viele Tiere gibt es hier leider nicht zu sehen. Tausendfüßler, die nur 200 Füße haben, ein paar Pelikane in sehr weiter Entfernung, einige Vögel, aber das war's auch schon. Zurück am Camp fahren wir dann grob in Richtung Halali - das Camp in der Mitte vom Park. Unser Ziel für heute. Leider sind sehr viele Wege bis dahin gesperrt - Road Construction. Nur wenige Abstecher von der Hauptroute weg sind möglich - und die haben sich alleine vom Fahr-Technischen gelohnt. Teilweise waren seeehr tiefe Wasserstellen auf der Straße, durch die wir durch müssen. Teilweise kann ich nun verstehen, warum man die Scheiben vom Auto putzen sollte - wir möchten ja schließlich noch etwas sehen... Beim nächsten Stop stellen wir fest, dass unser Auto mal weiß ausgesehen hat... Nun schimmert es schlammig grau...

Gegen Mittag erreichen wir schon Halali - auch hier ist das Übernachten kein Problem. Dies kostet uns noch einmal 400 NAD - aber das ist es definitiv wert. Das Camp ist um einiges besser und weniger bevölkert als das erste. Wir trinken ein schönes Hansa-Pils, frisch gezapft und entscheiden uns dann, den Park in Richtung Osten noch ein wenig zu erkunden. Andreas kauft sich noch schnell einen Cowboy Hut und verdoppelt damit seinen "Coolheits-Faktor" auch ca. 200%. So fühlt er sich zumindest - und das tut gut!

Wasserlöcher

Samstag, 24. Okt. 2009 - Es ist 15.30h und wir erreichen den Etosha Park. Am Eingangsgate erhalten wir binnen Minuten unseren Permit, dass wir rein fahren dürfen. Komischerweise bezahlen wir gar nichts. Egal - wir sind ja auch nicht scharf drauf, das Geld los zu werden und fahren rein. Keine 500m hinter dem Gate macht Andreas eine Vollbremsung. Giraffen im Gebüsch neben uns mit der Intention, auf die Straße zu rennen. Cool!

Die Fahrt dauert nicht mehr lange und wir erreichen das erste Camp im Park. Dort werden wir dann von unseren Geld-Sorgen und auch eben jenem befreit. 2 Nächte im Park inkl. Auto sind 170 NAD, dazu noch eine Nacht im ersten Camp für 400 NAD und alles wird gut.

Der Zeltplatz ist nett und groß. Leider auch überlaufen von Holländern und Deutschen. Die ersten erkennen wir relativ schnell an der Sprache - die zweiten daran, dass sie ihren Camper putzen. Oh man, Autowaschen im Urlaub... Wer's braucht...

Passend zum Sonnenuntergang machen wir uns dann auf den Weg zum berühmten Wasserloch. Das muss man sich so vorstellen: Ein Loch mit Wasser und entsprechend Platz, damit sich die durstigen Tiere darum versammeln können. Daneben dann ein Zaun, über den ganz bestimmt jeder Löwe lachen würde. Und hinter dem Zaun zig Sitzbänke, überdacht, mit Platz für ca. 50 Personen. Und das Highlight: Scheinwerfer auf das Wasserloch. Suuuper - tolle "Wild-Life" Beobachtungen - da ist jeder Zoo besser.

Tiere gibt es am Wasserloch heute mal keine, da Regenzeit ist. Das heißt, die Tiere finden selbst überall Wasser und sind nicht soo verzweifelt, zu einem mit Menschenmassen überfüllten Wasserloch zu gehen. Zumindest der Sonnenuntergang ist sehr schön - und zu guter letzt läuft auch noch ein Zebra am Wasserloch durch die untergehende Sonne!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Armageddon

Samstag, 24. Okt. 2009 - Auf dem Weg zum Etosha, etwa 5 Kilometer hinter Grootfontein in Richtung Tsumab kommt eine Abzweigung in Richtung Hobas Meteorit. Wir biegen ab. Die Straße führt uns ca. 20 Kilometer über eine Schotterpiste bis hin zum Eingang des Meteoriten. Gebühr: 30 NAD pro Person.

Auf dem 59m Weg zum Meteor liegen überall Gesteinsbrocken herum, leider alle fett markiert mit einer Zahl. Der Meteorit selbst ist zum Glück nicht markiert. Er liegt in einem kleinen Loch, dass sicher nicht von ihm stammt. Denn mit 4-5m Durchmesser wäre das Loch sicher tiefer gewesen als 90cm. Interessant sind die Gesteinsschichten, die sich teilweise auch beim Eintritt in die Erd-Atmosphäre gebildet haben.

Zum Abschied machen wir noch einmal ein paar Poser-Fotos - ich springe auf den Meteoriten und fühle mich kurzfristig wie Bruce Willis im Film Armageddon.

Egal, was Du tust...

Samstag, 24. Okt. 2009 - Der Abend war genial. Wir kommen an den Popa Falls an und dürfen auch direkt auf den Platz fahren. Eine Reservierung für den Etosha ist lt. dem Betreiber des Popa Falls Camps nicht notwendig - bin mal gespannt, ob das so klappt. Nach einigen Bier und eher weniger leckeren Meat Balls sind wir dann zeitig zu Bett gegangen.

Direkt nach dem Weckruf einiger Vögel gibt es erst einmal einen schönen starken Kaffee, um die langweilige Fahrt weiter fortzusetzen. Weitere 250 Kilometer auf einer geraden Straße - von den Popa Falls über einem kleinen Highlight "Grootfontain" und einem Deutschen Fort weiter üßber Tsumab in Richtung Etoscha.

Meine Vorstellung hat nicht zu viel versprochen. Der Weg war genauso langweilig wie der Caprivi zu vor. Zum Glück wissen wir uns mit guter (alter) Musik zu beschäftigen und freuen uns auf unser nächstes Highlight - Grootfontain. Dort gibt es ein altes Deutsches Fort, dass die Schutztruppen errichtet haben. Leider ist dies heute geschlossen. Somit geht unsere Fahrt nach nur wenigen Minuten weiter.

Nach ca. 500m entdecken wir einen Spar-Markt und steuern diesen an. Draußen stehen ca. 30 Einheimische, so dass Andreas alleine einkaufen geht und ich das Auto bewache. Es dauert keine Minute, dann klpüft der erste an die Scheibe. Meine erste Reaktion: Kontrolle der Türschlösser. Allerdings sind die beiden Typen eher harmlos, sie wollen nur quatschen... ... ... Und irgendein Zeugs verkaufen. Die beiden stellen sich wirklich nicht dumm an beim Verkaufen - die Taktik gefällt mir. Und das Gespräch war auch ganz nett - somit kaufe ich 2-3 Souveniers und sorge für deren Lebensunterhalt - für sicherlich überhöhte Preise.

Fazit: Egal, wie man sich anstellt - bleibt man nicht beim Auto, soll es ausgeräumt werden. Bleibt man beim Auto, sollte man erst gar kein Gespräch anfangen, es sei denn, man will etwas kaufen. Nun freuen wir uns umsomehr auf den Etosha Park.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Laaaaangweilig

Freitag, 23. Okt. 2009 - Wir fahren, und fahren, und fahren. In Katima haben wir vorhin noch voll getankt (Spontanidee, um Botswanische Pula los zu werden). Unser Ziel war vorhin eigentlich Kongola - allerdings sind wir irgendwie da druch gefahren, ohne es zu merken. Auch das Eingangs-Gate zum "Caprivi Game Reserve" hat uns kalt gelassen. Nach ca. 30 Kilometern "Nichts" ist uns aufgefallen, dass wir zu weit sind.

Kurzer Hand entscheiden wir uns also, nach Divundu zu fahren (170km weiter). Und sind gerade echt froh, dass wir im Chobe so viele Tiere gesehen haben. Eigentlich steht "Caprivi Game Reserve" dafür, dass hier viele Tiere sein sollen. Das hört man auch von allen, mit denen man spricht. Einzig die Schilder mit "80km/h - Attention! Elefants" und ein wenig "Elefant-Bullshit" am Straßenrand lassen darauf schließen, dass es solche Tiere hier gibt.

Somit fahren wir, und fahren, und fahren... Immer gerade aus. Nur gerade aus. Hier ist nix los, wirklich gar nix. Insgesamt sind wir gerade sehr froh, dass wir uns das "Caprivi-Highlight" nicht bis morgen aufgehoben haben. Als nächstes steuern wir einen Camp-Ground an den Popa-Falls an und machen uns dann morgen auf den Weg in Richtung Etosha.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Geil - geil - geil

Freitag, 23. Okt. 2009 - Sorry für den vulgär anmaßenden Titel - aber mir fällt beim besten Willen nix anderes ein. Es ist 5.30h morgens - wir werden wach und die Sonne geht gerade auf. Dies ist mal mindestens genau so phänomenal wie der Sonnenuntergang gestern Abend. ANdreas sprintet zu einer Büffel-Herde mit ungefähr 250 Tieren, um diese zusammen mit der Sonne aufzunehmen. Das ist mir gerade noch zu anstrengend.

Tja, was soll ich sonst noch alles schreiben? Der Vormittag ist einfach nur genial. Absolutes Highlight heute der African Fish Eagle (Fisch-Adler), der gerade zusammen mit dem Weibchen einen Fisch gefangen hat und diesen munter vertilgt. Ansonsten - 1.000 weitere Eindrücke - und bei Andreas ca. 2.000 Fotos.

Es ist Mittag. Wir fahren bei Ngoma raus aus dem Chobe Park und machen erst einmal Brunch. Also eigentlich Frühstück, aber Mittags kann man Rührei (zubereitet mit gefrorenen Eiern - das sieht vielleicht cool aus) schon mal Brunch nennen. Jetzt geht es gleich über die Grenze nach Namibia in Richtung Katima bzw. Kongola auf einen Camp-Ground.

Samstag, 24. Oktober 2009

Unter freiem Himmel

Donnerstag, 22. Okt. 2009 - Glück gehabt. Wir stehen am Eingang des Chobe Parks und haben noch einen Platz im Ihaha Camp bekommen. Also noch einmal schnell zurück nach Kasane, Tanken, Geld holen und ab ins Wild-Live-Reserve. Nach 150m Schotterweg biegen wir rechts ab in Richtung Sedudu Island.

Unsere ersten Elefanten, Antilopen, Büffel und Vögel in freier Wildbahn! Ich fahre. Neben mir klickt die Kamera von Andreas sehr rythmisch - mit geschätzten 5 Hertz. Vermutlich fotografiert er so konstant, damit die Tiere nicht ungewöhnliches vernehmen, wenn wir näher kommen.

Chobe - das erste Mal, um den 4WD auszuprobieren - also den Allrad in vollem Umfang. Ich bin total begeistert, was das Auto alles kann. Sanddünen? Kein Thema! Extreme Steigungen? Kein Thema! Absolut weicher Sand? Kein Thema! Einfach nur genial! Sachen, bei denen ich mit einem normalen Auto nicht einmal drüber nachdenken würde, nimmt der Wagen ohne Probleme. Am liebsten würde ich ab sofort nur noch Off-Road fahren!!!

Irgendwann biegen wir wieder in Richtung Chobe River ab - dort sind sehr viele Tiere zu sehen. Auf einmal höre ich nur "Uhhhhaaaa" von links. Nein, kein Affe, sondern Andreas! Automatische fahre ich ein Ausweich-Manöver - vorne ist allerdings nix. Ich schau nach links und sehe in ca. 5m Entfernung einen Elefanten-Bullen, der sich hinter einem (großen) Baum versteckt hat. Dieser stellte in dem Moment seine Ohren auf uns fing mit einem Fuß an zu scharren. Das ist auch das letzte, was ich vernommen habe, bevor sich mein Fuß zusammen mit dem Gaspedal fast im Motorraum befunden hat und sich mein Blick wieder nach vorne richtete.

Leider gibt's da kein Foto von, wir hatte nur die Super-Zooms auf der Kamera, damit hätten wir max. das Auge aufnehmen können. Nach ca. 5 Minuten hat mein Puls dann wieder die 80 erreicht. Danach gab's noch zahlreiche Tiere - Antilopen, Bussarde, Affen, Büffel, etc. Das Highlight auf dem Weg zum Ihaha Camp waren dann noch die Zebras, die am Fluss bei untergehender Sonne getrunken haben. Oder die Elefanten-Familie mit ähnlichen Aktivitäten wie die Zebras. Oder... ... ...

Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir dann pünktlich am Ihaha Camp an und dürfen auf einem Reserve-Platz campen. Genial - direkt in der Nähe des Chobe Rivers. Der Sonnenuntergang - absolut genial. Keine Wolken am Himmel. Ein roter Feuerball, der binnen von weniger als 15 Minuten in der Wüste versinkt. Irgendwann war die Sonne komplett weg, keine Lichter auf dem Camp-Ground, freier Himmel und STERNE. Wahnsinn. Viele STERNE!!! Davon gibt's noch 2-3 Fotos - die letzten für heute. Gegen halb neun bin ich sowas von platt, dass ich auf den unbequemen Camping-Stühlen einschlafe.