Mittwoch, 12. Januar 2005

Sydney - Harbour Bridge, Tower und Botanischer Garten

Sabrina schreibt:

Ja, an unserem vorletzten Tag in Sydney haben wir dann erstmal richtig lange geschlafen. Irgendwann bin ich dann schon mal duschen gegangen, weil das bei mir eh immer länger dauert. Und was passiert mir da? Ich verliere das Gleichgewicht und rutsche in der Dusche aus. Dank des Duschvorhangs, an dem ich mich wohl festgeklammert haben muss und der mich gehalten hat (!), bin ich dann „nur“ leicht aus der Badewanne gefallen und konnte mich abstützen…. Bin aber trotzdem richtig klassisch auf meinen Hintern geklatscht, der mich dann den ganzen Tag an diesen Haushaltsunfall erinnert hat. Und was macht Ingo? Der hört diesen dumpfen Aufprall gar nicht, sondern kommt erst ins Bad, als er mich lachen und rufen hören hat. Muss völlig blöd ausgesehen haben: Ich da nackt im Badezimmer, den ganzen Kopf noch voller Schaum, der Fußboden nass und ich bin nur am Lachen…..

Naja, irgendwann waren wir dann auch soweit, dass wir in Richtung Stadt aufbrechen konnten. Wir haben dann eine kleine Shoppingtour gestartet: Landkarten von Australien, einen Lonely Planet über Italien und eine Badehose von Billabong für Ingo.

clip_image002Auf dem Weg zum Hafen sind wir dann noch mal kurz ins Internetcafe gegangen, um unsere Email-Konten nach wichtigen Mails abzurufen. War aber nichts, so dass wir recht zügig weiter zum Circular Quay - dem Ablegehafen der ganzen Fähren - gehen konnte und da (wie sollte es anders sein) erstmal was gegessen haben. Superleckere Spaghetti Napoli für mich bzw. Pasta für Ingo…. Ein Traum!

Gut gestärkt haben wir uns dann zur Harbour Bridge bzw. einen der Tower gewagt. Erst sind wir an dem Informationsstand für den richtigen Brückenaufstieg gelandet, weil wir nicht wirklich wussten, wo es hoch zur Brücke und dem Aussichtsturm ging. Die haben uns aber dann den Weg zum Turm beschrieben und wir sind los marschiert. War ganz schön lang, hoch und weit J Aber das Schwitzen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hatten von diesem Turm eine wunderschöne Aussicht auf die Oper, das Wasser, Downdown, Darling Harbour und eigentlich alles. Auch auf die bekloppten Leute, die in diesen Anzügen - fest gekettet an die Brücke - die Harbour Bridge besteigen….

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Zur Belohnung für diesen anstrengenden und schweißtreibenden Ausflug gab es dann ein Eis. Eigentlich wollten wir noch zum Botanischen Garten, aber da es mittlerweile 15h war und wir uns um 16h mit Ulli plus den Mädels beim Sky Tower treffen wollten, haben wir das auf später verschoben und sind noch mal gemütlich die Pitt Street rauf.

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Um 16h waren wir dann pünktlich an der Ecke Market Street - Pitt Street, wo wir auch gleich die Mädels getroffen haben. Uli war - wie eigentlich immer (Aussage von Judith aus Münster) zu spät. Als auch er dann um 16.15h eingetroffen war, konnten wir auch sofort zum Sky Tower gehen und Tickets kaufen. Dank meiner Student Card ist Ingo auch zum verbilligten Preis rein gekommen. Jetzt hat sich das Ding auch endlich gelohnt.

clip_image010Erst gab es so eine Art Führung durch den Tower, mit 3-D-Vorführung über Australien und seinen verschiedene Gebieten. Das war so eine große Leinwand und wir saßen auf Stühlen, die sich bewegt haben. In irgend so einem Freizeitpark in Deutschland gibt es das auch. Ich mag das ja nicht, aber Ingo und die anderen fanden das wohl sehr toll. Egal, waren ja nur 10 Minuten. Danach ging es mit dem Fahrstuhl nach oben und wir hatten wieder eine tolle Aussicht, diesmal aber durch Glas und leider war die Oper verdeckt….

Anschließend sind wir dann alle zusammen noch was trinken gegangen. War zwar ein Akt, bis wir endlich eine Kneipe gefunden hatten, die allen zusagte, aber wir haben es ja geschafft. Ist gar nicht so einfach, sich zu fünft zu einigen, wo man essen geht und ob auch alle Hunger haben oder nicht, aber mir war das nachher egal.

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Ich wollte eh mit Ingo alleine essen. Deshalb sind wir auch recht schnell wieder aus der besagten Kneipe raus und in Richtung Circular Quay gegangen, wo wir uns dann von Uli und den beiden Mädels verabschiedet haben. Die sind dann zurück nach Bondi Beach gefahren und wir haben in einem kleinen Restaurant Wedges und einen leckeren Burger gegessen.

Danach sind wir zur Oper gegangen und haben uns da ein bisschen hingesetzt, um den Sonnenuntergang hinter den ganzen Bürogebäuden zu beobachten. Endlich haben wir auch mal einen schönen Sonnenuntergang gesehen.

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Als wir dann durch den Botanischen Garten zur Landzungen gehen wollten, sagte uns so eine Art Türsteher bzw. Gartensteher, dass der Park geschlossen ist und er uns nicht durchlassen kann. Am anderen Ende läuft auch so eine Art Open Air Kino und wir hätten ja eh keine Karten, von daher müssten wir sowieso ganz hinten rum. Wir könnten aber drum herum gehen. Toll, dachten wir uns, aber da wir gern die Oper und die Harbour Bridge zusammen sehen (und auf einem Foto) haben wollten, sind wir außen rum gelaufen.

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Aber irgendwie waren wir doch wieder in dem Park, denn als wir an der Landzunge ankamen, sagte uns ein anderer Gartensteher, dass wir nicht mehr durch den Park zurückgehen dürften, sondern außen herum gehen sollten….. Die Logik soll mal einer verstehen. Egal, der Blick auf die Oper mit der Harbour Bridge im Hintergrund entschädigt alles. Das sah echt geil aus. Wir haben uns dann so in diesem Blick verliebt, dass wir so etwa eine Stunde einfach da gestanden oder gesessen haben und auf Sydney geschaut haben. Irgendwie hat uns das schon traurig gemacht, weil das ja unser letzter Abend in Sydney - Australien war.

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Auf unserem Heimweg sind wir - um eine Abkürzung zu nehmen - in eine Art Sackgasse geraten. Die beiden Chinesen oder Japaner vor uns sind noch über das Gitter zur Straße gesprungen, aber wir wurden von einem Ranger überrascht, der uns dann nur fragte, ob da jemand in den Park gegangen sei. Wir mussten also wieder alles zurück latschen und waren dann so kaputt, dass wir - als wir endlich an einer belebten Straßen angekommen waren - sofort ein Taxi genommen haben. Rien ne va plus - sag ich da nur.

Im Hotel angekommen, haben wir dann nur noch kurz ferngesehen, unsere Kosten erfasst und sind dann ins Bett gefallen….

Dienstag, 11. Januar 2005

Thirroul und Sydney

Ingo schreibt:

Ring Ring! Ring Ring! 4.30 Uhr! AUFSTEHEN!!!!!!!

Oh man, dieser Morgen hat mal nicht sanft angefangen – ganz im Gegenteil. Der Wecker hat uns um halb fünf aus dem Bett katapultiert! Wir wollten uns ja eine halbe Stunde später den Sonnenaufgang ansehen. Also haben wir uns aus dem Bett gequält und sind zum Strand gefahren. In der Tat war es um diese Zeit noch ein wenig dunkel – wir waren aber gestern schon hier und konnten ihn ohne Probleme finden…

Also haben wir uns erst ins Auto gesetzt, weil wir das Gefühl hatten, es sei noch kalt – bzw. es müsse um diese Uhrzeit noch kalt sein. Da lagen wir aber falsch, es war angenehm frisch, aber ganz und gar nicht kalt. Wir harrten am Strand noch ein wenig aus, bis sich die Sonne immer weiter in Richtung Horizont geschoben hat. Langsam, ganz langsam wurde der Himmel über dem Meer ein wenig roter. Der Tag erwacht!

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Nach einigen Minuten konnten wir erkennen, dass sich genau auf dem Streifen am Horizont, der zwischen Sonne und uns war, eine Wolkenfront gebildet hat. Somit haben wir den Sonnenaufgang schon fast abgeschrieben, aber irgendwie sind wir trotzdem sitzen geblieben, da die Wolken nicht sehr hoch waren und wir uns schlicht und ergreifend dachten, dass wir nicht umsonst so früh uns aus dem Bett gequält haben.

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Es hat nicht lange gedauert, bis es hell war. Erst war der Himmel knall rot, danach ging es ins Violette über und zum Schluss wurde es immer heller, bis es letztendlich ganz hell war. Ich bin dann noch einmal direkt zum Wasser gegangen und habe mir angeschaut, was die Möwen denn die ganze Zeit so treiben. Danach bin ich wieder zurück und dank der Wolkenfront haben wir die Sonne nicht zu Gesicht bekommen. Also haben wir gegen 5.45 entschlossen, wieder aufs Hotelzimmer zu fahren und uns ein wenig auszuruhen – bzw. noch einmal 2-3 Stunden zu schlafen.

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Das Schlafen hat auch sehr gut geklappt und wir sind (wieder mal mit Wecker) gegen 9.15 Uhr aufgewacht. Dann haben wir erst einmal ausgiebig unser letztes Motel-Frühstück genossen, also ein Baguette, Käse, Wurst, Tomaten und Erdbeeren. Ach ja, und Nutella natürlich – hätte ich fast vergessen. Irgendwann sind wir dann ausgecheckt und wieder einmal zum Strand gefahren.

Nun war es fast 10.15 Uhr und wir mussten feststellen, dass bereits alle Parkplätze direkt am Strand belegt waren. An der Straße haben wir dann sogar noch einen Parkplatz im Schatten gefunden und haben einfach mal gehofft, dass wir hier parken dürfen – Schilder, dass man dies nicht durfte, standen da zumindest keine.

clip_image008Am Strand haben wir uns einen schönen Platz in der Nähe der bewachten Schwimmzone gesucht und uns dann dort breit gemacht. Zuerst hieß es jedoch, 30er Sonnencreme aufschmieren, damit wir heute Abend nicht so aussehen werden, wie ich jetzt im Gesicht (habe gestern vergessen, mir das Gesicht einzucremen). Dabei hatte ich mal wieder das Gefühl, dass Sabrina die selbe Wirkung auf Sand hat wie ein Magnet auf einen Nagel. Unglaublich – nach 3 Minuten saß sie komplett voll mit Sandkörnern. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie das geht (denn einmal im Sand rumgerollt ist sie nicht)!

Nachdem wir einiges an Sonne getankt haben, bin ich dann erst einmal wieder mit den Wellen spielen gegangen (bzw. die Wellen mit mir). Ich habe mich natürlich an die Vorschriften gehalten und bin in der bewachten Zone schwimmen gegangen. Super!

clip_image010 Die Wellen waren riesig groß (leider nicht so wie auf Fraser Island) und es hat irre Spaß gemacht, mit den Wellen wieder an den Strand zu schwimmen – bzw. von den Wellen wieder an den Strand getragen zu werden. Das blöde dabei ist jedoch, wenn man ein wenig zu früh los schwimmt, denn dann ergreift die Welle nicht den Oberkörper und man wird von ihr getragen. Statt dessen werden die Beine ergriffen und hoch gehoben. Als Folge dessen wird der Oberkörper nach unten gedrückt, die Welle bricht und man bekommt eine Sekunden lang das selbe Gefühl wie ein Strauß, der mit aller Kraft versucht, seinen Kopf in den Sand zu stecken. Nicht schlecht sage ich, „but don’t try this at home“…

clip_image012Danach haben wir uns noch ein wenig weiter gesonnt, ein klein bisschen Musik gehört und das schöne Wetter genossen. Irgendwann haben wir uns dann jedoch dazu entschieden, weiter zu fahren, denn man sagte uns, dass wir noch zwei Stunden bis Sydney brauchen würden und wir hatten dort ja noch einiges vor. Also sind wir in Richtung Norden auf unserer Tourist Road weiter gefahren. Irgendwann meinte Sabrina dann, dass ihr die Schilder „No through-road to Sydney“ komisch vorkämen. Und ich dachte mir, dass es nur zwei Gründe dafür gibt. Entweder ist die Straße irgendwann gesperrt oder sie wollen den Durchgangsverkehr dort weg haben. Also meinte ich, dass wir bis zum nächsten Schild weiterfahren sollten, da ich es mir selbst auch mal anschauen möchte. Das nächste Schild kam dann clip_image014auch schon nach ein oder zwei Kurven, jedoch war dies vor einer Schranke angebracht, die uns sagte, dass die Straße ab hier gesperrt sei. Somit hat sich sämtliche Diskussion gelegt und wir sind umgedreht, um die (zum Glück nur) fünf Kilometer zur letzten Kreuzung zum Highway zurück zu fahren.

Als wir auf dem Highway gewesen sind, brauchten wir auch nur noch 20 Minuten, bis wir in der Sydney Metropolitan Area gewesen sind. Dort haben wir auch noch einen Supermarkt gefunden und konnten uns ein letztes Mal mit Verpflegung ausstatten. Also haben wir unseren Wasservorrat noch einmal aufgestockt, noch so ein bis zwei Kleinigkeiten gekauft und sind dann zurück zum Auto. Das Auto haben wir jetzt schon einmal sauber gemacht, für den Fall, dass wir in Sydney keinen vernünftigen Parkplatz finden.

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– Das Bild zeigt noch einmal die Bucht(en) von Thirroul –

Als nächstes sind wir weiter in die Stadt hinein gefahren und ich habe festgestellt, dass unser Hotel nicht – wie erwartet – am Circular Quay liegt (also an der Oper), sondern am Darling Harbour. Da war ich vielleicht erst einmal platt. Ich wollte da erst schon gar nicht mehr hin. Aber wir hatten ja nicht die Wahl, von daher haben wir die Plätze getauscht und ich bin weiter in die Stadt hinein gefahren. Der Weg zum Hotel war einfach zu finden, da wir ja relativ weit im Süden gewohnt haben.

Nach kurzer Fahrt und nur wenig Stau sind wir dann am Hotel angekommen und konnten sogar direkt davor parken. Idealerweise haben wir sogar einen Gepäckwagen vom Hotel bekommen, um unsere Koffer etc. in einem Schwung auf unser Zimmer zu bringen. Super! Als wir dann endlich kapiert haben, wie der Aufzug funktioniert (man muss die Karte hinein stecken, dann wieder hinaus ziehen und dann eine Sekunde lang den Knopf drücken), sind wir im sechsten Stock angekommen und waren begeistert, dass unser Zimmer direkt neben dem Aufzug liegt L. Diese eher negative Begeisterung war dann jedoch sehr schnell vergessen, als wir unser Zimmer (bzw. unsere Suite) gesehen haben. Ein großer Raum mit Küche und Wohnzimmer, dann abgetrennt das Schlafzimmer und wieder dahinter abgetrennt das Badezimmer. Ein Traum der Raum J!

Ich wollte noch kurz duschen und mich umziehen, da ich irgendwie nach Salzwasser gestunken habe. Dabei ist mir jedoch aufgefallen, dass der Duschvorhang fehlt. Sabrina meinte nur, „dann dusch doch vorsichtig“ – also habe ich das auch gemacht. Prinzipiell sind nur wenige Wassertropfen von mir abgeprallt und im Badezimmer gelandet – der Rest hat den direkten Weg bevorzugt. Irgendwie konnte man nach dem Duschen das Badezimmer mit einer Badewanne vergleichen (also jetzt ganz grob). Ich habe dem Concierge dann mal Bescheid gegeben und er meinte nur, er wird den Fehler beheben. Hoffentlich ist vorher das Badezimmer auch getrocknet…

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Danach sind wir wieder ins Auto und wollten zu Thrifty, unserer Vermietung fahren. Leider haben wir dafür gesorgt, dass das komplette Auto bereits jetzt leer geräumt ist – somit auch das ganze Kartenmaterial aus dem Auto entfernt war. Glücklicherweise hatte ich die Karte noch sehr gut im Kopf und wusste auch ungefähr, wo die Mietstation lag (genau da, wo auch die Hertz Station ist). Wir haben diese dann auch ohne Umwege gefunden und konnten das Auto zurück geben. Leider war das Problem hier, dass wir von unserem Reisebüro die Information hatte, dass wir das Auto bis Abends mieten konnten. Diese Information hatten die von Thrifty jedoch nicht und wir mussten leider einen Tag extra zahlen. Irgendwie denke ich aber, dass ich dies mit dem Reisebüro mal wieder regeln kann.

clip_image020Im Anschluss haben wir einen Italiener gesucht, um ein wenig Pasta essen zu gehen. Leider haben wir in gesamt Sydney keinen gefunden – und zu denjenigen, die im Lonley Planet vorgeschlagen waren, hätten wir 10 Kilometer gehen müssen… Also sind wir kurz über lang zum nächsten Hungry’s Jack (also Burger King) gegangen. Ich hatte eh seit drei Tagen Hunger auf Burger…

Danach sind wir direkt zur Oper gegangen, da wir uns dort mit Uli verabredet haben – einem Freund von mir, mit dem ich in Kanada bei der MBA ICC gewesen bin. Echt lustig, in München treffen wir uns kaum, dafür müssen wir erst nach Sydney fahren…

clip_image022Er war bereits seit einigen Wochen in Sydney und kannte auch schon einige Restaurants. Wir sind als erstes erst einmal in das Löwenbräu gegangen, um ein Weizen zu trinken. Echt lecker! Aber ein wenig teuer! Ganze 6 € für so’nen Weizen, da ist selbst München ja noch günstiger…

Danach sind wir in Richtung Pitt St gegangen – hier wussten wir, dass es noch ein paar Kneipen gibt. Wir sind zur ersten gegangen und hier gab es dann Victoria Bitter (VB). Ein wenig später kamen dann die beiden Mädels von Uli, bei denen er übernachtet hat. Die haben sich ein Jahr frei genommen von Deutschland und sind bereits seit 8 Monaten oder so hier. Die konnten einiges erzählen, was sie so gemacht und auch noch vor haben. Nicht schlecht!

Ein wenig später sind wir dann weiter gegangen, in Richtung Gorge St. Irgendwann sind wir dann fast bei unserem alten Hotel gelandet, in welchem wir bei unserer Ankunft übernachtet haben. Dort nebenan war eine coole Kneipe, in welcher wir dann noch ein Bierchen weg gezischt haben, bevor wir uns dann auf den Weg gemacht haben zu unserem jetzigen Hotel…

Montag, 10. Januar 2005

Jervis Bay und Weiterfahrt nach Thirroul

Ingo schreibt…

clip_image002Heute sind wir mal wirklich pünktlich um 8.00 Uhr aufgewacht - und das ohne Wecker - so ganz freiwillig. Da uns unser Vermieter gestern darauf hingewiesen hat, dass wir um 10am auschecken müssen, im Zimmer ein riesen Schild hing, welches uns darauf auch noch einmal hingewiesen hat und der Vermieter seit 8.30 Uhr draußen herum gewuselt ist und geschaut hat, wer wann das Zimmer räumt, haben wir alles daran gesetzt, diese 10 Uhr Marke nicht zu überschreiten - und haben dies auch erfolgreich geschafft.

Wir haben uns noch kurz Empfehlungen abgeholt, an welchen Strand wir denn in der Jervis Bay gehen könnten und sind dort dann hin gefahren - zur Greenfield Beach. Ziel für den Vormittag war nämlich „Entspannen in der Australischen Sonne!“

clip_image004Als wir dort angekommen sind, war auch alles super. Wir haben uns einen schönen Platz gesucht und unsere Handtücher ausgebreitet, uns eingeschmiert und zum Sonnen hingelegt. Ca. 10 Minuten später kam jedoch eine dicke Wolkendecke über den Berg - weitere 10 Minuten später kam eine Familie mit 6 Kindern und hat sich genau vor uns hingesetzt. Man kann sich das jetzt vermutlich nicht vorstellen, aber der Strand war fast so groß wie die Insel Sylt, es waren nur noch 3 weitere Pärchen am Strand und wo legen die sich hin? Genau vor uns! Als die Kinder dann noch Fangen spielten (genau vor uns) und der Wind aus Richtung Ozean kam - wir also den Sand dauernd ins Gesicht bekommen haben -, ist mir fast der Kragen geplatzt. Ich hab mir dann erst einmal Musik geholt .

clip_image006Irgendwann ist die Wolkendecke auch mal wieder für ein paar Minuten aufgerissen und die Musik war auch richtig gut. Ab diesem Zeitpunkt ging es dann wieder und konnten die Zeit am Strand noch ein wenig genießen. Irgendwann kamen die Wolken jedoch wieder und wir entschieden uns dazu, los zu fahren, da wir ja noch ein wenig in Richtung Sydney vordringen wollten.

Auf dem Weg gen Norden habe ich noch ein wenig im Lonley Planet gesucht, was wir noch machen können. Dort konnte ich Informationen zum kleinen Ort „Kiama“ finden. Dies soll ein kleines, tolles Städtchen sein, wo man gut essen könnte. Da wir bereits Mittag hatten, sind wir auch direkt vom Princess Highway abgefahren, um uns diesen Ort anzusehen. Wir sind an einigen Italienern und Burger-Buden vorbeigefahren, bis wir am „Strand“ bzw. an der Küste waren.

Dort sollte es ein „Blow Hole“ geben, aus welchem bis zu 90 Meter hohe Wasserfontänen herausgespuckt (bzw. geblasen) werden sollen. Dieses Schauspiel wollten wir uns nach dem Essen ansehen. Also sind wir in Richtung Leuchtturm gegangen, da dort auch ein Restaurant clip_image008ausgezeichnet war. Hier haben wir eine Art Omelette und einen Chicken Wrap gegessen. Das leckerste Essen war dies zwar nicht, viel war es auch nicht, aber es hat den Hunger erst einmal gestoppt!

Danach sind wir in Richtung Blow Hole gegangen. Wie der Zufall es so wollte, hatten wir an diesem Tag mal keinen Wind und somit auch keine hohen Wellen. Also gab es nur ein 90 cm Blow, wenn manchmal eine Welle entsprechend in das Loch gespült wurde (und keine 90 m). Alles in allem aber ein total cooler Anblick - man ahnt nichts Böses und auf einmal gibt es eine coole Wasserfontäne aus dem kleinen Loch nebenan…

Danach sind wir dort noch ein wenig rum gewandert. Ich bin noch auf die Klippen geklettert und habe mir die Küste angeschaut. Ein traumhafter Anblick! Genervt haben nur mal wieder die Japaner, die mit irgendwelchen Sandalen dort auch rumgekraxelt sind. Ich dachte mir nur, „schnell weg da“, bevor die sich was brechen und ich mich dann in der Pflicht fühle, die dort raus zu tragen…

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Danach haben wir noch ein wenig den Blick auf die Stadt an sich genossen, die so aussah wir im Bilderbuch: Alles kleine Häuser an der Küste, die Sonne hat für die entsprechende Belichtung gesorgt, der Leuchtturm an der Küste und die Wellen, die sich davor brachen. Bestimmt der nächste Drehort für Rosamunde Pilcher - obwohl, dafür ist es hier viel zu warm und sonnig!

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Kurz darauf saßen wir auch schon wieder im Auto und sind in Richtung Wollongong gefahren. Dieser nächst größere Ort südlich von Sydney ist bekannt für die Stahl-Industrie, was uns auch direkt aufgefallen ist. Schön ist die Stadt ja mal wirklich nicht. Wir sind dort ein wenig rum gekurvt, wollten dort eigentlich übernachten, haben uns aber relativ spontan anders entschieden und sind in Richtung Sydney weiter gefahren, um irgendwo an einem der kleinen Orte mit einem schönen (und vielleicht auch sauberen) Strand halt zu machen.

clip_image014Das hat sich allerdings als etwas schwerfälliger gezeigt, denn wir sind den Tourist Drive entlang der Küste gefahren und sind auch andauernd den Schildern nach „Hotel“ etc. gefolgt. Jedoch konnten wir nirgends so etwas wie eine Schlafgelegenheit erkennen. Also sind wir von einem Ort in den nächsten gefahren, stetig auf der Suche nach einem Motel. Irgendwann sind wir dann durch den Ort Thirroul gekommen und haben ein - lecker - lilafarbiges Motel gefunden. Wir sind erst einmal angehalten und wollten wissen, wie teuer die Zimmer sind.

Irgendwie konnten wir die Frau von 92,5 $ aus 82,5 $ runter handeln - haben uns dann das Zimmer angeschaut und waren davon überzeugt, dort zu bleiben. Wir haben kurz ausgeladen und sind dann in Richtung Strand gefahren - und mussten feststellen, das der total schön ist. Dort haben wir unser Obst gegessen, welches wir irgendwann im Laufe des Abends gekauft haben. Das war super lecker - bis auf die grünen Melonen. Diese konnten wir jedoch erfolgreich an die Möwen dort verfüttern.

Danach sind wir zurück zum Motel und trafen noch einmal unsere Vermieterin. Die habe ich dann erst einmal gefragt, wann denn der Sonnenaufgang am nächsten Tag sei. Sie sagte mir so etwas wie 5.00 Uhr. Das wollten wir erst nicht wahr haben und fragten bei einigen Bekannten in Deutschland nach (das kann man im Internet nachschauen). Leider hatte die Frau recht - und wir haben uns trotz dieser unchristlichen Zeit dafür entschieden, um 4.30 Uhr auszustehen, um den Sonnenaufgang anzusehen.

Danach haben wir noch die Kosten eingegeben und dabei festgestellt, dass unser Urlaub doch etwas teurer wird, als angenommen (aber nicht viel J)… Ich haben mich dann schlafen gelegt und Sabrina hat sich um dieses Tagebuch hier gekümmert…

Sonntag, 9. Januar 2005

Canberra - Parlament und National Museum

Sabrina und Ingo schreiben…

Guten Morgen! Heute ist ein schöner Tag. Es ist 8.00 Uhr und wir sind von alleine aufgewacht, ganz ohne Wecker. Mit ist heute ausnahmsweise mal nicht sau kalt, sondern eher warm, da die Heizdecke an ist. Super! Den heutigen Tag wollten wir einmal richtig genießen und haben uns bis zum Auschecken so richtig Zeit gelassen. Sabrina hat sich mit ihren Postkarten beschäftigt, während ich mich um dieses Tagebuch gekümmert habe. Ich wollte ja noch ein paar Seiten fertig schreiben und die nächsten Pakete für die Heimat schnüren!

clip_image002Beim Auschecken wurden wir von den Opel-Brüdern wieder an dieses tolle Festival erinnert, was hier in der Stadt herrscht bzw. welches die Stadt beherrscht! Hoffentlich treffen wir heute nicht mehr von denen!

Zum Capital Hill brauchten wir nur wenige Minuten, da wir direkt in der Nähe gewohnt haben. Natürlich haben wir auch heute alle „Fallen“ (was das Falsch-Abbiegen angeht) mitgenommen und ungefähr die doppelte Strecke benötigt, um dort anzukommen. Ich denke, die Straßenführung in Canberra könnte noch optimiert werden, da nirgends ein U-Turn erlaubt oder möglich ist - das ist auch das Problem für Nicht-Canberrianer.

clip_image004Im Parlament angekommen, waren wir erst einmal begeistert von der Architektur und dem Ambiente, in dem die Regierung von Australien arbeitet. Echt schön - alles mit Marmor verziert, Parkett auf dem Fußboden (alles gebohnert, dass es glänzte). Wundervolle Blicke über die Straßen der Stadt! Wir haben dann eine Self-Guided (selbst-geführte) Tour durch das Parlament gemacht, um uns nicht irgendeiner Gruppe anschließen zu müssen.

Also sind wir einfach erst mal losmarschiert und haben uns die Flure mit den Informationstafeln, Bildern und so weiter angeschaut und uns gefragt, ob Australien auch von einer Königin (wie England) regiert wird oder wie das so läuft. Da wir erstmal keine Antwort auf diese Frage finden konnten, entschlossen wir uns, die Leute an dem Informationsschalter in der Halle zu fragen, aber später. Wir wollen uns ja nicht sofort blamieren.

clip_image006Wir sind dann zuerst in den Sitzungssaal des Senats gegangen (in rotem Stoff). Der ist vergleichbar mit unserem Bundesrat laut Ingo… Die haben einen schönen braunen Sitzungssaal mit Tribüne für das Publikum. Anschließend sind wir dann in den grünen Raum gegangen, das ist der Sitzungssaal des House of Representatives (in grünem Stoff). Da haben wir dann einer netten Dame zugehört, die gerade eine Führung machte. Die hat dann ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Wie lange die jeweiligen Abgeordneten reden dürfen, dass alles aufgezeichnet wird und in einem „Book of the Day“ gespeichert wird, clip_image008dass Computer die Stimmen der jeweiligen Redner identifizieren und dass es schon zweimal passiert ist, dass Leute aus dem Publikum über das Geländer in den Raum der Politiker gesprungen sind etc. Alles konnte ich mir nicht merken („ich“ ist jetzt gerade wieder Sabrina).

Wir konnten außerdem auf das Dach des Parlamentsgebäudes gehen bzw. mit dem Fahrstuhl fahren und einen wunderschönen Blick auf Canberra genießen. Die Politiker haben’s echt gut. Kriegen nicht nur ein Schweinegeld, sondern können in ihrer Mittagspause in der Sonne liegen und auf Canberra gucken… Ich will auch J

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Auf diesem Dach waren auch zwei Sicherheitsleute bzw. Polizisten, die Ingo irgendwie cool von der Seite angelabert haben, als er ein Foto vom See gemacht hat…. Dann hat Ingo nach diesem Springbrunnen gefragt, wie weit das ist, wie man da hinkommt und so… Daraufhin wollten die Polizisten uns dazu bringen, um den See zu laufen, wäre doch nur eine halbe Stunde oder doch eine ganze, zu Fuß, mit dem Fahrrad…. Irgendwie wollten die wohl reden. Aber die waren echt lustig, ständig am lachen. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass die uns veräppeln wollten, aber nun gut: Polizisten kann man ja keinen Wunsch abschlagen.

Als wir dann genug gefilmt und fotografiert hatten, sind wir wieder runter in das Hauptgebäude und zum Empfang gegangen. Wir wollten ja noch was fragen…. Also nett gelächelt und los gefragt: Wer regiert eigentlich Australien? Was habt ihr für ein System? … Uns war das echt peinlich, aber: Sorry, wir wissen das echt nicht.

Die Damen schienen erst irritiert und legten dann los. Die Queen von England ist auch so eine Art Repräsentant von Australien, hat aber nix zu sagen (das darf man aber nicht so sagen). Wichtig sind der Senat und das House of Representatives und der … (ich weiß es nicht mehr) Governer. Letzter unterzeichnet wohl alle Gesetze. Ja, und der Prime Minister nicht zu vergessen. Dann haben sie uns noch die Aufgaben der beiden Institutionen erzählt und wie das alles zustande kommt. Ich konnte mir aber leider nicht alles merken, trotzdem haben uns die beiden Damen echt weitergeholfen. Zum Dank haben wir zwei Postkarten bekommen. Cool, oder? Und wir haben uns wegen der Frage nach der Königin bzw. dem Obersten des Landes geschämt…. (Das tolle war jedoch, dass sie sich selbst untereinander unsicher gewesen sind, das hat uns dann wieder ein wenig aufgeheitert…)

clip_image016Da wir vom Aussichtsturm des Parlaments die Wasserfontäne auf dem See gesehen haben und jetzt ja auch wussten, wie wir dahin kommen konnten, haben wir uns auf in Richtung See gemacht. Irgendwie haben wir aber keine Fontäne mehr gesehen. Als wir dann endlich den Platz gefunden hatten, an dem diese Fontäne sein musste, mussten wir feststellen, dass diese aus war. Nix mit Springbrunnen…. Schade. Aber wir wollten ja eh noch mal wiederkommen, weil das National Museum of Australia direkt gegenüber liegt.

Wir sind dann erstmal wieder in die Stadt gefahren, waren kurz im Internet und haben dann was gegessen… Nicht nur, dass die Bedienung sehr unfreundlich war…. - nein, wir durften auch einen Sonntagszuschlag zahlen…. Mir hat das Essen zumindest geschmeckt, so dass ich nix zu meckern hatte, aber Ingo hatte kurze Zeit später Magengrummeln und war sehr unzufrieden mit dem ganzen „Laden“.

clip_image018Außerdem konnten wir nicht lange jammern, wir wollten ja noch ins „National Museum of Commonwealth of Australia“. Also wieder los und ins Museum. Das war sehr interessant gemacht, wir konnten unter anderem die ersten Immigranten sehen bzw. ihre Geschichten lesen, Flora und Fauna bewundern und irgendwie alles Mögliche. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das System dieses Museum nicht verstanden hab (also clip_image020Reihenfolge und Aufbau), aber es war ja kostenlos und irgendwie nett anzuschauen. Auf drei Ebenen wurde uns also Australien, seine Geschichte und seine Symbolik dargestellt. Aber nach ca. einer Stunde hatten wir alles angeschaut und wollten wieder raus an die frische Luft. Vom Balkon des Museumscafes haben wir dann auch den Springbrunnen gesehen und diesmal an…. juchuh. Die Leute aus dem Museum haben uns dann noch gesagt, dass diese Fontäne zweimal am Tag eingeschaltet wird, natürlich immer dann, wenn wir nicht da sind bzw. das nicht sehen können…. Die Zeit reichte dann auch nicht mehr, um wirklich nah hinfahren zu können, weil in einigen Minuten das Wasser abgestellt wird…. Pech gehabt.

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Wir haben uns dann entschieden, Canberra zu verlassen und Richtung Sydney aufzubrechen, genauer gesagt nach Batemans Bay, ein kleines Örtchen am Meer. Da haben wir dann auch einen Woolworth gefunden und uns - mal wieder - mit Brot, Käse, Wasser und Schoki (nur für mich) eingedeckt… Da uns aber Batemans Bay als Übernachtungsort nicht zugesagt hat, sind wir weitergefahren. Und durch einen supercoolen Ort gekommen: Ulladulla. Ja, an wen mussten wir da wohl denken? Leider haben wir kein Motel oder so gefunden, deshalb sind wir nicht lange in Ulladulla geblieben…., sondern weiter nach Jervis Bay gefahren, wo wir dann nach etwas Suchen auf Landkarte, im Lonely Planet und mit Hilfe der Straßenschilder den Ort Huskisson gefunden haben, der wohl als Ferienort bekannt ist - die Preise für unser Zimmer bestätigen die Theorie mit dem Ferienort: $120 und der netter Vermieter sagte noch, dass es Christmas Season ist und er das Zimmer in der vergangenen Woche für $180 vermietet hätte. Na egal, wir hatten keine Lust mehr weiterzusuchen und haben das Zimmer genommen. Man gönnt sich ja sonst nix, vor allem als Studentin J

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Samstag, 8. Januar 2005

Canberra - City Center und Mt Ainslie

Guten Morgen! Unsere Nacht war zwar ein wenig kurz (wir sind gestern zwar schon um halb elf angekommen, heute aber schon wieder um 7.30h raus), da wir heute nach Canberra aufbrechen wollten. Unser Vermieter hat uns verraten, dass es noch ungefähr fünf Stunden bis zur Hauptstadt seien.

Aber ganz ohne zu heizen sind wir bereits nach guten vier Stunden angekommen und wollten uns zunächst um eine Unterkunft bemühen, um dies aus dem Kopf zu haben und auch um unsere Sachen in den Kühlschrank zu stellen. Also haben wir aus unserem Lonley Planet mehrere Unterkünfte heraus gesucht und sind zu unserem Favourite hin gefahren. Dabei haben wir uns jedoch ein wenig verfahren und sind erst einmal bis zum Parlament gefahren. Als wir dort angekommen sind, ist uns nach zweimaligen Umkreisen des Blocks aufgefallen, dass dort, wo unser Motel stehen sollte, nun eine Baugrube ist. Das habe ich mir von einer netten Dame auch bestätigen lassen. Weiterhin sagte sie mir, dass an diesem Wochenende in Canberra ein Festival sei und die Stadt sehr voll ist und es bestimmt nicht einfach sei, ein Hotel-Zimmer zu finden. Sie hat uns geraten, zum Informationszentrum zu fahren, an welchem wir vorhin vorbeigefahren sind. Die könnten uns helfen und würden auch bei den Hotels direkt nachfragen.

Also sind wir zurück auf die Northbourne Ave, um zum Info-Center zurück zu fahren. Dort sagten sie uns nur, das Canberra an diesem Wochenende so gut wie komplett ausgebucht ist. Das einzige, was noch irgendwie verfügbar wäre, ist ein Hotel etwas außerhalb für 120 $ die Nacht. Natürlich habe ich auch nachgefragt, was er uns denn sonst noch so anbieten könnte, direkt im City Center oder so und was man dafür ausgeben müsste. Er meinte, dann müssten wir so ca. 300-400 $ auf den Tisch legen. Das haben wir uns dann überlegt und uns - mehr oder weniger spontan - für das „günstige“ Hotel entschieden. Aber was soll’s, 120 $ sind ja nur 72 €, und zu zweit sind das dann 36 € pro Person. Das ist dann schon fast wieder günstig (in Deutschen Verhältnissen gerechnet).

Der „Toni“ hat uns dann direkt zum Hotel geschickt und meinte, wir sollten dort direkt hinfahren, damit wir das Zimmer mit Sicherheit bekommen (gezahlt hatten wir da bereits). Gut, also sind wir auf direktem Wege dort hin, ins „Diplomat Quality Inn“. Ich muss echt sagen, für 120 $ war dieses Hotel sein Geld wert. Sehr nett gemacht, mit Heizdecken, Balkon, einer super Dusche etc. Dort haben wir uns erst einmal ein wenig aufs Ohr gehauen und eine ganze Stunde geschlafen.

Als wir dann wieder in Richtung Stadt gefahren sind, war es bereits 16.00h und wir hatten das Gefühl, noch nichts von der Stadt gesehen zu haben und dass sich dies heute auch nicht mehr ändern wird. Da wir den ganzen Tag auch noch nichts Richtiges gegessen haben, wollten wir erst in ein Restaurant, danach in ein Internet Cafe und zum Schluss in den Botanischen Garten. Mt Ainslie lag auch noch auf unserem Weg - diesen haben wir auf dem Weg in die Stadt jedoch nicht gefunden - von daher haben wir diesen nach hinten verschoben und sind direkt ins City Center gefahren. Dort hatten wir auch sehr viel Glück mit dem Parkplatz und konnten unser Auto sehr zentral abstellen.

clip_image002Da wir beide keinen akuten Hunger hatten, sind wir erst einmal auf die Suche nach einem Internet Cafe gegangen. Es ist wirklich unglaublich, aber in ganz Canberra haben wir kein funktionierendes, geöffnetes Internet Cafe gefunden. In einem waren wir drin, leider waren die unfähig, uns einen Platz zu verkaufen. Der Typ meinte, wir sollen uns irgendwo hinsetzen und uns einloggen. Wie, also mit welcher Kennung und welchem Kennwort, hat er uns mal nicht verraten, sondern ist lieber mit seinen Kumpels eine rauchen gegangen.

Also sind wir da wieder raus - haben blöde Blicke kassiert - und sind auf die Suche nach was zu Essen gegangen. Nach einigem hin- und her haben wir dann ein nettes Cafe gefunden, wo Sabrina sich mit Spaghetti Napoli und ich mich mit Spaghetti Marinara versorgt habe. Bei der Wahl der Größe des Essens haben wir hier jedoch den Fehler gemacht und mir Medium (und nicht Large) bestellt. Ein üppiges Essen kann man es nicht nennen - dafür aber ein sehr leckeres.

Zum Schluss - um unsere eher depressive Laune ein wenig anzuheben - gab es anschließend noch „Sambucca Chocolate Cheese Cake“ für Sabrina und „Passion Fruit Chees Cake“ für mich! Sehr lecker! Die Bedienung hat zwar sehr große Augen gemacht, als wir diesen bestellt haben, ihn aber mit einer Freude gebracht - unglaublich! Als wir die Rechnung bekommen haben, wusste ich, warum sie sich so gefreut hat. 6,95 $ pro Stück. Ok, das war irgendwie aber auch fair, denn ich brauchte bis zum nächsten Mittag nichts mehr zu essen… Die Bedienung war dafür dann auch so nett und hat uns erklärt, wo das nächste Internet Cafe ist und wie wir dort hinkommen.

clip_image004Ich glaube, nun ist es mal Zeit, von den ganzen Proleten in der Stadt zu erzählen, die an jeder Ecke unangenehm aufgefallen sind. Das Festival in Canberra war ein Auto-Festival. Als ich es mal mit einem Opel-Treffen in Deutschland verglichen habe, hat mich Sabrina ignoriert. Zumindest, bis wir zu der Ecke kamen, an dem das Internet Cafe ist. Dort standen sieben bis zehn total stramme Proleten rum und haben wie blöd in der Gegend rumgebrüllt. Auf der Straße liefen dann drei von ihren Kollegen rum und haben wirklich alles angebaggert, was wie eine Frau aussah. Dabei wurden sie natürlich entsprechend lautstark von den Brüdern auf dem Balkon unterstützt…

clip_image006Beängstigend empfand ich jedoch die Lautstärke, welche herrschte, wenn Autos vorbei gekommen sind. Bei Frauen - ganz schön übel, aber ok, das kann man ja noch verstehen - aber bei Autos?!? Meine Güte! Und alle haben angehalten, sind mit Handbremse angefahren, haben gezeigt, dass man Reifen zum Qualmen bringen kann, sind mit einem irren Tempo um die Kurve, sind zu zweit mit quietschenden Reifen angefahren und so weiter. Ganz toll gemacht, sag ich da. Ab diesem Zeitpunkt hat mir Sabrina auch den Spruch mit dem Opel-Treffen in Deutschland geglaubt…

Aber das Schöne war, dass das Internet Cafe sehr gut funktionierte und wir unser Tagebuch und Sabrina ihre Präsentation rauf laden und versenden konnten. Danach sind wir wieder zum Auto gegangen und sind in Richtung Mt Ainslie gefahren, einem 846 Meter hohem Berg im Osten der Stadt. Oben angekommen hatten wir einen super Blick auf die Stadt. Direkt unter uns lag das Australian War Memorial, dahinter die Anzac-Promenade und in einer Linie dahinter das Parlament auf dem Capital Hill.

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Mittlerweile hatten wir es schon irgendwie 19.00 Uhr und die Sonne stand schon sehr tief. Da wir jedoch keine zwei Stunden hier warten wollten, sind wir kurz zum War Memorial gefahren, um uns dieses näher anzusehen. Leider hätten wir einen Eingang passieren müssen, welcher nur von 9am bis 5pm geöffnet hatte. Also haben wir noch kurz ein Foto von der Promenade gemacht und sind dann wieder in Richtung Berg gefahren.

clip_image010Der Sonnenuntergang war wirklich sehr schön. Der Himmel färbte sich rot, genau so wie ein Teil der Stadt. Diese Blicke haben für einige Schwierigkeiten und Proleten in der Stadt entschädigt. Irgendwann ist die Sonne dann hinter den Bergen abgetaucht und hat einen violett-blauen Himmel hinterlassen. Wir wollten dann erst noch so lange warten, bis es dunkel ist, allerdings hat Sabrina wieder ein wenig Hunger bekommen und da wir nichts mehr im Auto hatten, sind wir kurz zum Hotel gefahren. Zuvor habe ich noch ein bis zwei Fotos von der Stadt in der Dämmerung gemacht. Superschöner Anblick!

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Danach sind wir zum Hotel aufgebrochen, um ein Sandwich zu essen und uns umzuziehen (es ist in der Tat ein wenig kälter geworden, als die Sonne dann weg war - welch Wunder!) Den Weg zum Hotel haben wir auf Anhieb gefunden, ohne noch einmal auf die Karte zu schauen. Irgendwie hat das sehr gut geklappt. Dann sind wir wieder zurück in die Stadt gefahren und ein drittes Mal auf den Berg. Wir wollten unds die Nacht-Sicht auf die Stadt unbedingt gönnen bzw. hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich der Treiber hierfür war und Sabrina auch ohne diese Blicke hätte leben können… J

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Als wir oben waren, hatten wir neben den tollen Blicken auf die Stadt auch noch die Gelegenheit, ein grandioses Feuerwerk von unseren Opel-Jungs zu genießen. Das Spektakel war zwar ca. vier Kilometer entfernt (und auch dementsprechend klein), aber total schön! Danach ist Sabrina wieder zurück ins Auto und ich hab mich noch einmal mit dem Festhalten dieser schönen Blicke beschäftigt…

Zum Schluss sind wir noch ein wenig durch die Stadt gefahren und haben die Fahrt ein wenig genossen (bzw. halb gedöst, oder hab ich mich versehen?!?) Irgendwann bin ich dann aber auch müde geworden und hab den Heimweg aufgesucht.

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Im Hotelzimmer angekommen war ich völlig begeistert von der Heizdecke, welche ich mir in Deutschland auch zulegen werde! Diese konnte man nämlich sehr gut mit der Klimaanlage (welche wir nicht steuern konnten) kombinieren! Zur Belohnung des Tages kam dann noch der Film Cat-Woman im Fernsehen (super!?!), den ich mit einer Flasche VB ertragen habe…

Freitag, 7. Januar 2005

Die Great Ocean Road

Wunderschönen Guten Morgen! Heute sind wir mal so richtig ausgeschlafen und motiviert! Die Motivation hat jedoch leider nur so lange gereicht, bis wir die Vorhänge aufzogen und festgestellt haben, dass der Wetterforsch im Fernsehen recht hatte. Unserer guten Laune wurde dann noch einmal ein Schlag versetzt, als wir die Tür auf machten und feststellen mussten, dass es nicht nur bewölkt, sondern auch verdammt kalt ist…

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Also haben wir unsere Sachen gepackt und sind aufgebrochen, um die Great Ocean Road in Richtung Geelong zu fahren. Zuerst sind wir dann zur „Loch Arch Gorge“ gefahren, um uns bestätigen zu lassen, dass der Wind, welcher direkt vom Ozean kommt, noch ein Stück kälter ist. Die Aussicht hat uns jedoch wieder einmal dafür entschädigt.

Danach sind wir noch einmal zu den 12 Apostles gefahren, um diese bei Tageslicht zu bestaunen und dort noch ein wenig mehr Zeit zu verbringen.

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Kurz danach sind wir dann weiter gefahren und mussten fest stellen, dass die Great Ocean Road in australischen Maßstäben vielleicht am Ozean entlang führt, jedoch haben wir Mitteleuropäer das Wasser ein wenig vermisst. Dafür hatten wir eine sehr schöne, kurvige Fahrt durch irgendeinen Regenwald. Super interessant - Sabrina ist sogar eingeschlafen!

clip_image006Hier habe ich mich dann auch mal wieder gefragt, warum die diesen Wald eigentlich Regenwald nennen, denn mit dem tropischen Regenwald vom Cape Trib hatte der nichts zu tun! Wir haben dann irgendwann beschlossen, dass dies ein ganz normaler Wald ist, und da es in Victoria immer so viel regnet haben sie ihn Regenwald genannt! Cool - das bedeutet, der Teutoburger Wald ist auch ein Regenwald! Genial!

clip_image008Irgendwie gibt es von den nächsten Stunden nicht viel zu berichten, da es wirklich nur Kurven waren, die sich durch den Wald schlängelten, von denen wir berichten können. Und überall mussten wir auf herunterfallende Koalas, lebensmüde Kängurus und Kamikaze-Flieger achten. Erholsam war dieser Straßenabschnitt mal gar nicht!

Auf dem Weg lag noch Cape Ottway, wo es einen Leuchtturm zu besichtigen gibt. Wir dachten uns, Abwechselung sei mal was Feines und wir sind in Richtung Küste abgebogen.

Der Eintritt auf das Gelände zum Leuchturm war zwar mit 5 $ pro Person im Lonley Planet angegeben, jedoch wollten die ganze 11,50 $ pro Person haben - ich denke, das ist der Zuschlag für die Urlaubszeit!

clip_image010Das Interessante an diesem Ort war - fand ich - die Tatsache, dass die „Straße von Bass“ und der „Südliche Ozean“ aufeinander treffen.

Lange hielten wir uns am Leuchtturm nicht auf, sondern sind relativ zügig wieder weiter gefahren. Der restliche Weg führte uns nach einigen Kilometern dann aber doch ans Meer - und die Great Ocean Road wurde ihrem Namen gerecht! Zuvor sind wir aber noch in Apollo Bay angehalten, um ein wenig Mittag zu essen. Apollo Bay ist ein kleiner, clip_image012netter Ort mit einer Promenade als Zentrum - direkt am Meer. Hier gab es sehr leckere Pasta und sogar ein viertel Hähnchen mit Pommes für Sabrina. J Lecker! Wir haben die Zeit in diesem Ort einfach nur genossen und sind noch ein wenig auf einen Parkplatz direkt am Meer gefahren, um dem Treiben dort zuzusehen. Die Wellen waren mal echt nicht klein und die Surfer taten ihr Bestes, von diesen hohen Wellen nicht auf dem Meeresboden zermatscht zu werden! Zwei Jungen haben am Strand auch noch Cricket gespielt und ich kann bis jetzt noch nicht begreifen, wie man auf eine solche Art einen Ball werfen kann. Das tut doch weh!

Danach sind wir weiter in die nächste Bucht und haben wieder die Blicke auf die Wellen genossen, die an der Küste zerschellten.

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Wir sind dann noch ein runter gegangen, auf die Klippen, die direkt ins Meer führten. Dort waren wir näher am Geschen, konnten uns ein wenig Sonnen und zusehen, wie die Wellen gebrochen sind. Der Vorteil hier war, dass der Wind ablandig war und wir somit keine eiskalte Briese vom Ozean mitbekommen haben.

Auf dem weiteren Weg sind wir noch an ca. hundert Buchten vorbeigekommen, die eine schöner als die andere. Wir sind jedoch nicht an jeder angehalten, sondern haben versucht, die Blicke nur so zu genießen.

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Unser nächstes Ziel für den heutigen Abend war noch nicht ganz klar. Zur Wahl standen die Mornington Paninsula bzw. Canberra. Wir haben überlegt, dass Vormittags das Wetter eh immer schlecht war und wir darauf nicht wirklich Lust hatten. Somit haben wir uns innerlich bereits von Victoria verabschiedet und sind in Richtung Canberra aufgebrochen.

Irgendjemand hat mir mal erzählt, dass wir von Melbourne aus ca. 4 Stunden dafür benötigen würden. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns, dass wir dann bereits ein ganzes Stückchen in Richtung Canberra schaffen würden. Zum Glück hat Sabrina irgendwann noch einmal den Atlas heraus geholt und festgestellt, dass es von Melbourne nach Canberra ganze 656 Kilometer sind.

Leider weiß ich nicht mehr, wer mir das mit den 4 Stunden erzählt hat, aber entweder war der noch nie in Australien oder meinte per Flugzeug oder so. In Deutschland könnte man diese Kilometer eventuell in den vier Stunden schaffen - mit dem entsprechenden fahrbaren Untersatz. Aber nicht in Australien mit einem Speed-Limit von 100 km/h (bzw. streckenweise 110 km/h)!

Gegen 21.00h sind wir dann in den Sonnenuntergang hinein gefahren (bzw. hatten diesen im Rücken). Der Himmel hat sich in den interessantesten Farben gezeigt. Wunderschön!

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Letztendlich sind wir ca. 2-3 Stunden in Richtung Canberra gekommen und haben dann in Wangaratta übernachtet, einem sehr kleinen Örtchen kurz vor der Grenze nach New South Wales.