Donnerstag, 6. Januar 2005

Grampians NP und Great Ocean Road

clip_image002Am heutigen Morgen sind wir sehr früh aufgewacht und waren voller Elan! Also haben wir nicht lange gefackelt und unsere Sachen gepackt, um zum ersten unserer beiden Ziele in den Grampians aufzubrechen: den MacKenzie Falls - am Ende der Bergroute, welche wir gestern bereits gefahren sind.

clip_image004Auf dem Parkplatz standen zum Glück irgendwie nur 5 Autos - dass hieß also, wir waren fast alleine dort! Jippie! Als wir den Weg zum Wasserfall gegangen sind, haben wir 5 verschiedene Wege entdeckt, die wir laufen konnten. Wir entschieden uns dazu, alle zu gehen, wenn der Wasserfall wirklich so schön ist, wie wir es gehört haben. Also sind wir den ersten Weg gegangen, um auf den Wasserfall von Weitem zu schauen. Wirklich schön! Das hat sich schon mal gelohnt.

Die wenigen Leute, die wir hier trafen, waren auch alle sehr, sehr nett und man konnte sich mit vielen ein wenig unterhalten. Zwar nur über das Wetter und so, sonst aber sehr nett im Vergleich zu der Metropolitan Area um Melbourne herum. Das ist uns direkt aufgefallen - eigentlich bereits am Abend zuvor, dort waren wir aber noch von der Großstadt ein wenig geschockt…

clip_image006Als wir die Aussicht auf den Wasserfall genossen und entdeckten, dass man auch runter gehen kann, ist die Entscheidung bereits ohne Worte gefallen, dass wir dies auch machen werden.

Auf unserem Weg zurück sind wir noch an weitern Aussichtspunkten vorbei gekommen, welche wir auch nicht ausgelassen haben. Ein Punkt führte uns zu dem Auffangbecken oben am Wasserfall, während andere wiederum zum Wasserfall an sich führten.

Aber wir wollten ja nach unten - und der Weg war mit 1.1 Kilometer ausgezeichnet (hin und wieder zurück). Das hörte sich nicht wirklich nach viel an - wir wussten jedoch, dass der Rückweg ein wenig schwerfälliger werden wir (da mussten wir ja wieder hinauf).

clip_image008Auf dem Weg nach unten haben wir durch Zufall das amerikanische Pärchen wieder getroffen, das mit uns auf der Segel-Tour um die Whitsunday Islands war. Was für ein Zufall - da ist man in einem riesig großen Land und man trifft sich andauernd wieder! Deren nächstes Ziel war jedoch Adelaide. Sie haben uns aber verraten, dass die Great Ocean Road auch bei Regen sehr schön sei, das hätten sie nämlich gestern gemacht. Irgendwann wollten sie auch weiter nach Sydney - zur gleichen Zeit, wenn wir auch da sind! Mal schauen, was das wird - vielleicht trifft man sich ja noch einmal!

Als wir unten angekommen sind, hatten wir einen super Blick auf den Wasserfall! Das Wasser war schön kühl - die Luft allerdings auch - und Baden war ohnehin untersagt. Schade auch! Aber schön war der Anblick in jedem Fall!

clip_image010Nach einer kurzen Erholung sind wir dann wieder rauf zum Car-Park. Irgendwie war der Weg kürzer als gedacht, leider aber genau so anstrengend! Irgendwie müssen wir beide was für unsere Kondition tun… Das einzige, was uns beruhigt hat, sind die drei Engländer gewesen, mit denen wir ein „Wettrennen“ veranstaltet haben. Erst haben die uns überholt, danach konnten sie nicht mehr und wir sind wieder dran vorbei, und wieder andersrum…

Als wir wieder im Auto saßen, haben wir unsere nächsten Ziele überlegt. Wir haben kurz darüber nachgedacht, auch nach Adelaide zu fahren, um uns diese Stadt anzusehen. Irgendwie hat uns das schon gereizt, andererseits wollten wir uns auch ein wenig erholen, und das geht nicht, wenn wir in der letzten Woche ca. 7.000 Kilometer fahren würden. Also haben wir uns dagegen entschieden und sind zu unserem nächsten und auch letztem Ziel in den Grampians aufgebrochen - dem Wonderland Car-Park, wo es zum „Pinnacle“ ging - irgendeiner Aussichtsplattform.

Also sind wir losmarschiert, in Richtung dieses Pinnacles. Die Schilder besagten, dass dieser Weg ca. 4.2 Kilometer lang sei - also rechneten wir mit einer guten Stunde, um dort hinzugehen und wieder zurück.

clip_image012Bereits nach den ersten hundert Metern mussten wir unsere Schätzung jedoch revidieren, denn es ging in den Grand Canyon hinein und diesen Weg mussten wir bezwingen. Da uns der Weg im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein führte, haben wir unsere Zeit-Schätzung mal verdoppelt, in der Hoffnung, dass wir - oben angekommen - bessere Wege vorfinden werden. Das Foto zeigt im Übrigen unseren Weg! Super, was?

Das interessante an dieser Strecke, fand ich, waren die Personen, welche uns entgegen gekommen sind bzw. an welchen wir vorbei sind. Egal, was für Schuhe die an hatten oder wie viel Gewicht (natürliches) sie mit zu schleppen hatten, sie haben probiert, diesen Berg hinauf zu gehen. Respekt! Oder vielleicht „Mutig“!? Und wie heißt es so schön, ‚Mutig’ ist oftmals ‚Bescheuert’!

clip_image014Auf unserem Weg haben wir verschiedene Leute getroffen, die irgendwie alle unterschiedlicher Meinung waren, wie lange es denn wohl noch dauern wird, bis wir angekommen sind. Die Schätzungen gingen vom 45 Minuten - 15 Minuten. Wir haben dann mal den Mittelwert angesetzt und sind damit sehr gut gefahren - denn wie sich später herausstellte, benötigten wir von unserer Befragung an noch ca. 30 Minuten bis zum Pinnacle. Auf dem Weg haben wir leider keine Kängurus oder so gesehen, jedoch einiges an Vögeln.

Etwas weiter sind wir dann zur „Street of Silence“ gekommen - die Straße der Ruhe! Die war verdammt eng und ich habe mich wieder einmal gefragt, wie manche Leute dort hinaufgekommen sind, wenn ich schon zu kämpfen hatte.

clip_image016Hier sind uns auch ca. 30 Leute entgegen gekommen, die alle samt meinten, es seien noch 5 Minuten bis zum Ende. Irgendwie konnten wir denen nicht wirklich glauben, denn als wir vor dieser Ruhe-Straße auf einem kleinen Aussichtspunkt standen, konnten wir am Horizont irgendwelche Leute auf irgendwelchen Bergen rumklettern sehen, und da wir wussten, dass wir dort noch hin mussten, kamen uns diese fünf Minuten mal etwas zu optimistisch vor. Aber die Leute hatten wirklich recht. Das letzte Kletterhindernis hinter uns gebracht, dauerte der Aufstieg wirklich nur noch 5 Minuten und wir konnten die herrlichen Panorama-Blicke genießen!

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Leider haben wir es dort oben nur ca. zehn Minuten ausgehalten, denn es war ca. 15 Grad warm - und es herrschte eine Windstärke von mindestens Stärke 5. Somit waren wir nach fünf Minuten mehr oder weniger komplett durchgefroren und mussten wieder in den Windschatten, um uns ein wenig aufzuwärmen. Danach ging es wieder hinunter.

Das Unglaubliche haben wir dann festgestellt, als wir unten angekommen sind. Der Aufstieg hat nur 60 Minuten gedauert, obwohl er uns unendlich lang vorkam. Beim Abstieg sind wir teilweise richtig schnell gegangen und haben ganze 50 Minuten benötigt. Sehr komisch!

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Nach dieser - etwas anstrengenden - Wanderung sind wir wieder zurück nach Hall’s Gap gefahren, um uns ein wenig zu stärken. Danach haben wir uns auf den Weg gemacht in Richtung Warrnambool, zum anderen Ende der Great Ocean Road. Wir hatten für den Weg drei bis vier Stunden angesetzt, da die Straßen dort hin sehr klein aussahen. Um so überraschter waren clip_image022wir, als wir bereits nach etwas weniger als zwei Stunden in diesem Ort, dessen Namen man nicht aussprechen, geschweige denn sich merken kann, angekommen sind. Im Info-Center fragten wir dann nach, wie es denn so um die Accomodation (also die Unterkünfte) steht. Sie meinten, es sei sehr voll an der Great Ocean Road, somit müssten wir schon Glück haben, um etwas zu finden.

Also haben wir uns mehr oder weniger direkt auf den Weg gemacht und wollten eigentlich direkt nach Port Campbell, um uns ein Zimmer zu mieten - und danach erst weiter auf eine Besichtigungs-Tour. Aber irgendwie haben wir es nicht geschafft, den ersten Blicken auf die Küste zu widerstehen. Einfach traumhaft!

clip_image024Da wir jedoch immer diesen Druck im Nacken hatten, eventuell keine Unterkunft mehr zu bekommen, sind wir danach relativ schnell nach Port Campbell gefahren und auf die Suche nach einem Motel gegangen. Sieben Mal hatten wir Pech und die Motels waren alle ausgebucht. Beim achten hatten wir dann die Option, 160 $ zu zahlen und dafür ein Superior-Bad zu bekommen. Was auch immer das sein mochte, wir haben das Zimmer genommen, dort kurz unsere Sachen rein gepackt und dann ging’s wieder in Richtung Küste.

Unser erstes Ziel war „The Arch“ - eine Aushöhlung im Berg. Super schön! Wir haben einige Zeit überlegt, ob wir nun Glück hatten, dass des so windig ist, oder eher Pech! Der Vorteil war, dass wir sehr schöne Fotos von den Wellen machen konnten, wie sie sich an der Arch gebrochen haben. Der Nachteil, dass wir bereits nach fünf Minuten wieder in Richtung Auto mussten, da wir beide keine Mütze, keinen Schal und keine Handschuhe dabei hatten.

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Danach sind wir zur London Brigde gefahren. Hier hatten wir jedoch weniger Glück mit der Sonne. Kurz, bevor wir angekommen sind, ist eine Wolkendecke aufgezogen und ab dann gab es nur noch Schlecht-Wetter-Blicke! Also sind wir dort nicht so lange geblieben und haben uns auf den Rückweg nach Port Campbell gemacht, um dort zu Abend zu essen. Nach einigem Suchen haben wir einen Pasta-Laden aufgetan, der nicht gerade günstig war - aber das günstigste, was es dort gab… Aber sehr lecker war die Pasta schon; Chicken Avocardo und Chicken Funghi gab es - sehr lecker!

Nach dem Essen war es so ca. 20.00h und die Sonne schien! Also sind wir noch einmal zur London Brigde und wurden dafür auch belohnt. Die Sonne war im Begriff, innerhalb der nächsten halben Stunde ins Meer zu tauchen. Wunderschön!

Spontan haben wir uns dazu entschieden, zu den 12 Apostles zu fahren. Unser Vermieter sagte uns, dass es nur 10 Minuten dort hin sein und dort die meisten Leute hinfahren würden. Mir ist dann noch der Wetterbericht eingefallen, der für den morgigen Tag ein wenig Regen vorhergesagt hat. Und wir wollten die Aspostels doch im Sonnenschein sehen!

Also sind wir zum Car-Park gefahren und sind mehr oder weniger zum Aussichtspunkt hin gejoggt, da in diesen Minuten eine Wolkendecke sich in Richtung Sonne geschoben hat. Dennoch hatten wir einen super Blick auf die sieben Felsen, welche man von der Plattform aus sehen konnte.

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Von Weitem haben wir dann schon den Regen kommen sehen, haben diesen allerdings so lange ignoriert, bis er uns erwischt hatte. Danach sind wir dann zum Auto (und waren komplett nass, als wir dort angekommen sind) und haben uns in Richtung Hotel aufgemacht. Dort haben wir herausgefunden, was ein Superior-Bad ist - wir hatten ein Jacuzzi (einen Whirlpool) auf dem Zimmer - cool! Das war genau richtig nach diesem kalten Schauer, draußen bei den 12 Apostles.

Mittwoch, 5. Januar 2005

Und Tschüss Melbourne - Hallo Grampians NP

Und nun wieder der Ingo:

Am heutigen Morgen sind wir bereits um 8.00h aufgestanden und waren beide total fit. Wir haben dann die Vorhänge vorgezogen und festgestellt, dass das Wetter wieder mal total beschissen war. Es hat geregnet - bzw. war sehr kurz davor. Die Wetteraussichten im Fernsehen sagten auch nichts besseres voraus als Regen in den nächsten 3 Tagen. Somit haben wir beschlossen, heute nicht mehr den gesamten Tag in Melbourne zu verbringen, sondern irgendwann gegen Mittag (oder frühem Nachmittag) in Richtung Geelong zur Great Ocean Road aufzubrechen.

Also packten wir unsere Sachen und brachen in Richtung Elizabeth Str. auf, wo Maui bzw. Thrifty, unsere Autovermietung ist. Auf dem Weg lag noch ein Musik-Store, in welchen wir erst einmal rein gingen. Sabrina hat von einen der beiden Schwedinnen den Tipp bekommen, dass die Sängerin Delta Goodman hier absolut „in“ sein sollte. Also haben wir uns ein paar CDs für die Fahrt gekauft und sind besser gelaunt zur Mietstation weiter gegangen.

Dort angekommen machten wir erst ein mal eine Erfahrung der dritten Art. Die Dame(n) hinter dem Desk waren derart unfreundlich, dass wir uns fragen mussten, wie dieser Laden überhaupt überleben kann. Vermutlich liegt das daran, dass die meisten Personen die Autos in ca. 20.000 Kilometer Entfernung anmieten… Das erste, was sie uns sagte, also wir um 10.30 dort waren, dass wir um genau 8.00h dort gewesen sein sollten und sie - weil wir das nicht waren - deshalb unser Auto weg gegeben haben… Super, da wären wir beide fast ausgerastet. Es hat dann aber doch noch alles sehr gut geklappt, wir haben das selbe Auto bekommen, wie wir auch auf unserem ersten Trip hatten, einen Toyota Camry.

Als nächstes sind wir dann zurück zum Hotel, um dort auszuchecken und unser Auto zu beladen. Auf dem Weg zum Hotel ist uns aufgefallen, dass man in Melbourne sich auf der linken Spur einordnen muss, wenn man rechts abbiegen möchte (noch ein kleiner Hinweis: in Australien führt man auf der linken Seite und da ist das Rechts-Abbiegen etwas problematischer). Mal echt sehr komisch, dass man die Links-Abbieger blockieren muss, um rechts abzubiegen…

Wir sind dann zum Hotel, haben direkt davor einen Parkplatz gefunden und in die Parkuhr für eine halbe Stunde eingeschmissen. Das Auschecken beim Hotel hat auch ohne große Probleme geklappt, obwohl wir beim Einchecken ja bereits einige Probleme hatten. Hier erfuhren wir auch, dass wir bei HRS.com nur reserviert, jedoch kein Geld gelassen haben und wir direkt im Hotel zahlen durften. In der Zwischenzeit räumten wir noch unsere Sachen ins Auto ein, um danach direkt aufbrechen zu können.

Anschließend haben wir noch einen sehr kurzen Abstecher in das nahe gelegene Internet Cafe gemacht, um ein paar Bücher zu bestellen und die Wetter-Voraussagen für die nächsten Tage und die entsprechenden Regionen zu checken. Wir waren je nur 10 Minuten im Internet und sind dann relativ schnell wieder zurück zum Auto. Dort angekommen stellten wir fest, dass wir ein Parking-Ticket bekommen haben. Wir durften somit 50 $ zahlen, da wir höchstens für 4 Minuten überzogen haben - super oder?!?

Als wir dies festgestellten, haben wir entschlossen, dass wie Melbourne scheiße finden (bzw. wir mit der Stadt - oder andersherum - nicht warm werden) und wir keine Minute länger hier verbringen werden. Weiterhin hatten wir mal geplant, einen weiteren Tag in Melbourne zu verbringen - auf dem Rückweg von der Great Ocean Road nach Canberra. Diesen Tag haben wir ebenfalls ausnahmslos gestrichen.

Also sind wir auf direktem Weg zur M1, dem Motorway in Richtung Geelong, der zur Great Ocean Road führte. Es war irgendwie ein befreiendes Gefühl, die Skyline von Melbourne im Rücken zu haben. Irgendwie habe ich zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass unsere Pech-Strähne jetzt ein Ende haben wird - obwohl ich noch sehr angepisst war von dem Ticket, welches wir bekommen haben (wegen 5 Minuten)!

Auf dem Weg nach Geelong ist uns dann aufgefallen, dass das Wetter immer schlechter und schlechter geworden ist und wir das Gefühl bekamen, dass in ganz Victoria der Winter im Einzug ist… Wir haben kurzer Hand entschieden, dass es absolut nicht sinnvoll ist, die Great Ocean Road anzusehen, wenn wir auf der Straße nicht einmal 200 Meter sehen konnten, da es so geregnet hat. Kurz vor Geelong entschieden wir uns dafür, heute den Grampians National Park anzusehen. Wir sind war einen kleinen Umweg gefahren, der hat sich aber absolut gelohnt.

clip_image002Der Weg nach Hall’s Gap, dem zentralen Ort in den Grampians, war sehr lang und ein wenig ermüdend. Als das Schild kam, dass es wir nur noch 10 Kilometer hinter uns zu bringen haben, sind wir durchgefahren und gegen 16.00h dort angekommen. Unser erstes Ziel war ein Informations-Center, in welchem wir unsere eigentliche Absicht - die McKenzie Falls anzusehen - bestätigen lassen wollten. Dort sind wir auf einen sehr netten Herren aus Wales getroffen, der uns mit seiner charmanten Art davon überzeugt hat, eine Nacht hier zu bleiben und den morgigen Tag auch noch hier zu verbringen. Wir haben somit ein paar Informationen bekommen, was man noch alles in den Grampians machen kann und mit ein paar Flugblätter für Unterkünfte aus dem Info-Center raus gegangen.

Beim ersten Motel hatten wir nicht so viel Glück, denn es hatte kein Standard-Doppelzimmer mehr frei. Beim nächsten Motel hatten wir dafür um so mehr Glück, denn vor 5 Minuten hat ein Gast abgesagt und es ist ein Doppel-Zimmer frei geworden (anscheinend das letzte in Hall’s Gap). Also haben wir kurz unsere Sachen ins Zimmer gebracht, sind ins Info-Center und haben uns eine Wanderkarte von den Grampians gekauft und sind in die Berge aufgebrochen.

clip_image004Unser erstes Ziel für heute war der Reeds Lookout - oder „The Balonies“. Eine Felsformation, welche wie ein Balkon aussieht. Zuerst mussten wir mit dem Auto einige Kilometer in die Berge fahren, zu einem ausgeschilderten Car-Park (also einem Parkplatz). Von dort aus ging es dann einige Kilometer (1.2) in Richtung Lookout. Wir hatten das Vergnügen, dabei in eine Reisegruppe zu geraten, die zur selben Zeit angekommen und auch zum Lookout gewandert sind. Das Interessante am Weg war eigentlich das Känguru, welches wir im Wald entdeckt haben - und welches uns ebenfalls entdeckt hat. Wir haben eigentlich erwartet, dass es in den Wald verschwindet, da es Angst vor uns hat. Entgegen unserer Erwartungen ist es jedoch auf uns zu gesprungen, auf den Wanderweg, hat sich sauber gemacht und ist dann weiter in Richtung Car-Park. Unglaublich! Wir haben da alle gestanden wie angewurzelt - so ein Känguru ist ganz schön schnell und anscheinend auch ganz schön schwer - das hat vielleicht Geräusche gemacht, als es vorbeigehoppelt ist.

clip_image006Danach hatten wir die Gelegenheit, die Reisegruppe zu überholen, um somit den Lookout auf die Balkonies ein wenig für uns zu genießen (von den restlichen 4 ½ Personen abgesehen). Leider durften wir nicht da rein, da das Gebiet bereits platt getreten war und unter dem Schutz der Ranger stand. Aber wirklich ein schöner Anblick von dort oben, auf die Gebirgen des Grampians National Parks!

Danach sind wir zum letzten Aussichtspunkt für heute gefahren, dem Baroka Lookout. Auch hier hatten wir einen sehr schönen Blick über die Landschaft.

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Anschließend sind wir wieder nach Hall’s Gap gefahren, um in einem etwas nobleren Restaurant zu dinieren und dann sind wir nur noch ins Bett gefallen, um uns für den nächsten Tag zu stärken.

Dienstag, 4. Januar 2005

Ein Tag in Melbourne

Juchuh, endlich ausschlafen. Da wir für Melbourne weder eine Sightseeingtour noch sonst irgendeine verbindliche Fahrt gebucht hatten, konnten wir einfach mal so lange im Bett bleiben, wie wir wollten - dachte ich. Dass ich aber um 6 Uhr morgens aufwache und mich total fit fühle…. - das hatte ich nicht geplant. Ganz anders Ingo. Nicht nur, dass er gestern Abend ab 8 Uhr oder so geschlafen hat…. - nein, er war auch heute morgen erst mal nicht für mich ansprechbar, sondern hat schön weiter geschlafen oder gedöst. Obwohl ich echt ganz schön genervt hab J Naja, so hab ich dann mein blödes Spanglish-Referat überarbeitet und mir Gedanken um das Vorstellungsgespräch bei Ernst & Young gemacht.

clip_image002Irgendwann so gegen 9 Uhr oder so konnte Ingo auch beide Augen auf einmal aufmachen und sogar auf lassen J Er ist dann sogar für mich Brot kaufen gegangen, damit ich meine Nutella essen konnte. Ich hatte doch so einen Hunger. Wir haben dann noch ein bisschen auf dem Zimmer rum gehangen und ein paar organisatorische Sachen geklärt. Warum wir es nicht eilig hatten, Melbourne zu sehen? Na, es hat total doll geregnet.

Aber so gegen 10.30 Uhr sah es draußen besser aus und wir waren auch fertig. Also ging es los in die City von Melbourne. Wir sind erstmal durch Chinatown durchgelaufen, Richtung Federation Square und Flinders Street Station. Von clip_image004der Brücke dort hatten wir einen tollen Blick auf Southgate - eine Promenade am Ufer mit vielen kleinen, teuren Restaurants. Dann haben wir noch die Flinders Street Station gesehen, eine der größten Tram und Bahnstationen. Ein schönes altes Gebäude. Zwischendurch sind uns viele der internationalen Sportler der Deaf Olympics, die hier in Melbourne zur Zeit stattfinden, entgegen gekommen. Ingo meinte nur, er hätte gern mit denen gesprochen, aber wir können ja die Blinden- bzw. Taubstummensprache nicht. Schade…..

Wir sind dann erstmal die Southgate Promenade entlang gegangen und haben überlegt, was wir anstellen sollen. Nachdem wir den Lonely Planet und unsere Broschüren durchgeschaut hatten, sind wir zu dem Entschluss gekommen, eine River Cruise zu machen und zum Port zu fahren sowie eine City Rundfahrt mit der Tram zu machen.

clip_image006Bei der River Cruise haben uns die schwedischen Mädels die Yarra Yarra Rundfahrt empfohlen, da sie kostenlos ist. Aber wir haben dieses Boot nirgends gefunden. Also haben wir uns entschieden, die Rundfahrt mit der Tram zu machen. Dazu mussten wir erstmal wieder auf die andere Seite des Flusses, um die Haltestationen zu finden. Dann ist auch tatsächlich eine Tram gekommen, mit der wir ein Stück gefahren sind. Quasi bis zum Federation Square, wo wir heute morgen unsere Tour gestartet haben. Dort sind wir erstmal in das Informationszentrum gegangen, in der Hoffung, Tipps zu bekommen, was wir an einem Tag in Melbourne machen können. Wieder mit Broschüren überseht, habenclip_image008 wir uns entschlossen, erstmal zum Port von Melbourne und damit zu St. Kilda zu fahren, ein Stück Strand und Esplanade in Melbourne. Davor musste ich aber etwas essen, da ich schon wieder so einen Hunger hatte. An der Southgate haben wir viele kleine Restaurants gesehen, deshalb sind wir wieder da hin gegangen. In so einem Foodcourt sind wir dann auch schnell fündig geworden: Backed Spud - Folienkartoffeln J Hhhhm, und die waren lecker. Ich hab sogar noch einen Teil von Ingos Kartoffel essen müssen, weil ich so begeistert war und Ingo mir und meinem bettelndem Hundeblick nicht widerstehen konnte…

clip_image010Dann sind wir zur nächsten Tramstation gegangen. Nach ca. 15 Minuten Tramfahrt mit Tram 16 sind wir in St. Kilda angekommen. Sah echt schön aus dort, ein bisschen Strand, ein bisschen Promenade und ein bisschen Hafen. Ingo hatte sich jedoch etwas anderes unter Esplanade vorgestellt und war etwas enttäuscht…. Egal, wir sind erstmal was trinken gegangen und haben uns einfach Leute und Gegend angeschaut. Und als wir dann ein Stück an der Strandpromenade entlang gehen wollten, fing es an zu regnen. Wie sollte es auch anders sein. Irgendwie haben wir wohl diesmal nicht so viel Glück mit dem Wetter. Wir sind also zur Tramstation gelaufen und haben auf die nächste Tram Richtung City gewartet.

clip_image012Dann sind wir erstmal ins Hotel gefahren und haben geschlafen. Diesmal war ich diejenige, die total müde war. Kein Wunder, ich bin ja auch schon um 6 Uhr aufgestanden. Nach 2 Stunden Erholung auf dem Hotelzimmer sind wir wieder los gegangen. Zunächst Richtung Internetcafe, weil ich mein Referat und Ingo das Tagebuch verschicken wollte. Das hat relativ lange gedauert, weil Ingo zwischendurch noch mal zum Hotel gegangen ist, um eine Diskette neu zu bespielen und den restlichen Teil des Tagebuches mitzubringen. Weil ich noch etwas länger gesurft hatte, hat sich Ingo schon etwas für unseren Abend ausgedacht. Wir wollten zum Newquay, einem Hafenviertel mit vielen kleinen Restaurants, wo wir zu Abend essen können. Dazu sind wir zunächst zu irgendeiner Tramstation gegangen. Davor habe ich mir noch was ganz tolles gekauft: ein Marzipan-Roll. So was wie unsere Marzipanbrote oder so. Schmeckt fast so wie unser Marzipan, nur die Schoko ist etwas anders. Aber egal, ich hatte Marzipan und war erstmal glücklich.

Ingo wusste wohl, wo wir hin müssen bzw. welche Tram wir nehmen müssen, ich bin einfach nur hintergetrampelt, weil ich total die Orientierung verloren hatte. Ich konnte ihm auch nicht wirklich helfen, weil ich weder das System der Straßen hier, noch den Tramfahrplan verstehe…. Frauen und Orientierung ist eben wie Männer und Schuhe kaufen J

An der besagten Tramstation angekommen, mussten wir feststellen, dass die Tram aber gegen Abend nicht mehr fährt. Toll. Also wollten wir versuchen, mit anderen Trams zum Newquay zu kommen. Aber irgendwie war sich Ingo auch nicht ganz sicher, welche Tram jetzt bis wohin fährt und welche wir nehmen müssen, also sind wir einfach mal irgendwo eingestiegen und irgendwo wieder ausgestiegen. Ich war einfach nur zu müde, um mich wirklich in den Plan einzulesen, und Ingo war ganz schön sauer, weil die Trams nicht so fahren, wie in diesem Plan ausgeschrieben. Als wir dann auch noch mit einer Tram, in die wir auch wieder einfach nur eingestiegen sind, in der Hoffung, sie fährt in die richtige Richtung, quasi zurückgefahren sind, sind wir erstmal ausgestiegen und haben uns aufgeregt. Ingo war einfach nur sauer, weil irgendwie nichts geklappt hat und mir war einfach nur kalt. Hier war es echt ganz schön windig, so dass ich sogar meine Jeansjacke anziehen musste - das erste Mal in diesem Urlaub. Noch ein Minuspunkt für Melbourne.

Da wir trotzdem Hunger hatten, sind wir noch kurz in die Einkaufmall gegangen, die in der Bourke Street liegt. Hier haben wir aber kein Restaurant oder so gefunden und so sind wir dann wieder zur Southgate Promenade gefahren… Da haben wir dann kurz einmal einen Blick auf alle Speisekarten geworfen (sehr teuer und exklusiv) und uns dann für „eGusto“ entschieden, die Speisekarte hat uns am meisten angesprochen, nicht von den Preisen, aber von der Auswahl. Ingo wollte hier Pasta essen und ich eh nur Chips, die gibt es ja fast überall. Außerdem war das Restaurant gut besucht, was ja immer ein Zeichen für gutes Essen ist, nehme ich an.

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Wir saßen neben einem australienschen Pärchen, was uns dann auch angesprochen hat, nachdem Ingo irgendwie unser Besteck vom Tisch gefegt hatte. Die kamen aus Adelaide und waren auch zu Besuch in Melbourne. Sie war gebürtige Deutsche, aber mit 11 Jahren nach Australien umgesiedelt. Ihr Deutsch hatte auch einen englischen Akzent, was sich sehr cool anhörte. Die beiden waren sehr nett, konnten aber unsere negative Einstellung von Melbourne mit keinen guten Tipps bzgl. Sehenswürdigkeiten oder so retten. Naja, immerhin war das Essen gut, wenn auch das teuerste, was wir bis jetzt gegessen hatten.

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In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden und Ingo konnte noch schöne Nachtfotos von Southgate und Umgebung machen. Wir sind dann noch zum Observation Deck gefahren, einem Aussichtsturm, den man besuchen kann. Dort angekommen, haben wir erst einen Schreck bekommen, weil als Öffnungszeiten 10am - 10pm genannt waren. Uns wir hatten es 22.10 Uhr, also zu spät. Wir sind dann aber trotzdem erstmal rein in das Gebäude und wollten nachfragen, ob wir nicht doch noch auf den Turm fahren könnten. Aber glücklicherweise hatten die heute Abend bis Mitternacht geöffnet und wir konnten auf jeden Fall noch auf das Observation Deck fahren, und das zum ermäßigten Preis, weil ich meine Studentcard vorgezeigt hatte. Das ist doch mal was Positives…

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Oben angekommen, hat uns der Blick auf Melbourne überwältigt. So viele Lichter, einfach nur genial. Wir haben uns dann in Ruhe Melbourne bei Nacht angeschaut und Ingo hat ganz viele Fotos geschossen. Das sah echt toll aus. Auf der Außenplattform war es allerdings zu kalt und zu windig, und Ingo hat sich auch nicht so wohl gefühlt, von daher sind wir schnell wieder in das Innendeck gegangen, um den Blick von innen zu genießen.

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Irgendwie war da wohl auch eine Radiolivesendung oder so, weil die laut Musik an hatten und drei Typen in so einer glasierten Kabine saßen, Kopfhörer auf und Mikros.
Und viele Leute davor…. Komisch. Deshalb hatten die wahrscheinlich auch bis Mitternacht geöffnet… Einer der Bediensteten bestätigte uns das dann auch. War zwar nicht gesprächig, aber immerhin hat er genickt bzw. „yes“ gesagt.

Ingo konnte sich zwar kaum von dem Blick auf Melbourne bei Nacht trennen, aber ich war - mal wieder oder immer noch - so müde, dass ich irgendwann nach Hause wollte. Wir sind also wieder zu irgendeiner Tramstation gegangen (Ingo wusste aber, wohin wir mussten), und hatten sehr viel Glück, weil die Trams auch sofort kamen. Eine hat sogar auf uns gewartet bzw. die Türen noch mal aufgemacht. Das fanden wir sehr nett J

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Als wir dann endlich auf dem Hotelzimmer waren, bin ich sofort ins Bett gefallen.

Montag, 3. Januar 2005

Ayers Rock und Melbourne

Tja, und um 4.00 Uhr wurde ich doch tatsächlich ohne meinen Wecker wach. Ich konnte es selbst kaum glauben, hoffentlich gewöhne ich mich nicht daran… Ingo war auch schnell putzmunter, kein Wunder nach einer erfrischenden Dusche. Um 4.40 Uhr mussten wir an der Rezeption sein, um an der Sunrise-Tour teilzunehmen. Mit uns standen dann da auch wieder zig andere „Bekloppte“. Mal ehrlich, wie kann man so blöd sein und sooooo früh aufstehen? Ich weiß auch nicht, was uns - aber insbesondere mich - dabei geritten hat J

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Nachdem unser Bus als letzter angekommen war, hab ich schnell einen Platz ganz vorne reserviert und es ging los, diesmal Richtung Sunrise-Viewing-Area. An der Nationalparkkontrollstation mussten wir wieder alle - genau so wie gestern - unsere Tickets an die rechte Scheibe halten und schon war die Schranke offen und wir konnten zum Uluru fahren. Leider war im Bus die Klimaanlage auf „Eiszeit“ eingestellt, so dass der arme Ingo echt gefroren hat. Morgens ist es ja auch noch nicht so warm, es wäre also auch ohne Air Conditioning gegangen, aber gut.

clip_image004An diesem Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang standen wieder viele Busse und Autos und noch mehr Menschen. Der Himmel war immer noch bewölkt und unsere Laune im Keller. Nix mit Sonnenaufgang und tollen Farben auf dem Uluru. Deshalb auch mein Spruch vorhin. Dafür musste ich so früh aufstehen. Dazu kommt noch, dass auf diesem roten Sandboden total viele Ameisen waren und unsere Beine wohl als Straßen betrachtet haben. Egal. Wir waren schon ganz schön deprimiert, dass weder Sonnenaufgang noch -untergang richtig zu sehen waren.

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Nach diesem enttäuschenden Schauspiel (stammt nicht von mir, hat selbst unser Busfahrer Adam gesagt), ging es dann zum clip_image008Base Climb, um entweder im gleichen Bus zu bleiben und zum Ressort zurückzukehren, oder in einen anderen Bus umzusteigen, um eine Fahrt um den Uluru zu machen. Wir entschieden uns für letzteres: a) haben wir dafür bezahlt und b) bin ich nicht nur für diesen „Sonnenaufgang hinter Wolken“ aufgestanden. Man kann den Uluru auch besteigen, aber das möchten die Aborigines nicht so gern. Außerdem war der Rock heute wegen den erwarteten Temperaturen von 36 Grad geschlossen.

clip_image010Unsere erste Haltestation war die Waterhall, der zu einem klitzekleinen Wasserfall mit See oder Teich geführt hat. Das sah schon toll aus: ein großer roter Felsen, da läuft Wasser runter und landet unten in einem See. Dazu noch das Geräusch der Frösche, die sich wie Schafe angehört haben…. Dann erklärte uns unser Busfahrer noch die verschiedenen Bilder, die die Aborigines an die Felsen gezeichnet haben und die Geografie und Entstehung des Ayers Rock. Das einzig nervige waren die Fliegen, die immer an Mund und Nase rumsausen oder aber in die Ohren rein fliegen wollen…

Nach diesem Spaziergang haben wir den Rest der Tour im Bus zurückgelegt. Wir sind also einmal um den Uluru herum gefahren und der Busfahrer hat ein bisschen was zur Historie, vor allem aber zu den Aborigines und ihren clip_image012Bräuchen erzählt. Und dann hatten wir noch eine Stunde Zeit, bis wir wieder zum Ressort zurück gebracht werden würden. Wahlweise konnten wir diese Zeit im Cultural Center verbringen oder aber, wie Ingo und ich, mit einer kleinen Wanderung zurück zum Base Climb. Dazu sind wir ca. 30 Minuten auf so einem Sandweg zurück zum Ayers Rock gelaufen, um dann noch ca. 15 Minuten auf die Abfahrt des Busses zu warten. Um 9.30 Uhr ging es dort los und wir waren genau 3 Minuten vor unserem Busshuttle zum Flughafen am Hotel. Schnell die Koffer umgepackt, ab in den nächsten Bus und los zum Flughafen.

Uns hat dieser Ausflug ins Landesinnere auf jeden Fall gefallen, allein schon, weil wir den Ayers Rock gesehen haben. Ist ja doch so eine Art - bzw. DAS - Wahrzeichen von Australien. Enttäuscht waren wir jedoch über die nicht vorhandenen Sonnenaufgänge bzw. -untergänge und über die schlechte Informationsvermittlung in unserem Hotel. Keiner konnte uns genau sagen, welche Busse vom Ayers Rock zurück zum Ressort fahren (nämlich um 7.30 Uhr, 9.30 Uhr, 10.30 Uhr und 11.30 Uhr) und wie genau die Touren ablaufen. Das wäre ja sehr hilfreich gewesen, wenn wir gewusst hätten, dass wir die Tour heute nur im Bus verbringen…. Dann hätten wir eventuell doch den Guided Walk (das wäre dann zu Fuß gewesen) gemacht….. Naja, kann ja nicht alles 100%ig sein.

clip_image014Unser Flieger hatte etwas Verspätung, so dass wir in Ruhe Postkarten schreiben konnten, bis wir um 11.45 Uhr in den Flieger einsteigen konnten, statt wie geplant um 11.30 Uhr los zu fliegen. Ich war total müde und hab den ganzen Flug über geschlafen, während Ingo den Film geguckt hat und nur kurz vor der Landung in eine Tiefschlafphase abgetaucht ist.

clip_image016Wir mussten die Uhr 1 ½ Stunden vorstellen und waren somit um 16 Uhr in Melbourne. Um Geld zu sparen, sind wir nicht mit dem Taxi nach Melbourne rein gefahren (ca. 45 $), sondern haben so einen Bustransfer gebucht (34 $), Tja, die 10 $ haben sich dann in eine Wartezeit von fast einer Stunde bemerkbar gemacht. In der Zeit haben wir dann schon mal in verschiedenen Prospekten nachgeschaut, was man in Melbourne alles so machen kann.

Um 17.15 Uhr (statt um 16.40) sind wir dann endlich mit diesem Sprinter zu unserem Hotel gefahren. Da erwartete uns die nächste Überraschung: irgendetwas stimmte mit dieser Internetreservierung nicht. Die im Hotel waren nicht auf uns vorbereitet, hatten also keine Vormerkung oder so und wir hatten keine Buchungsunterlagen parat, weil wir sie nirgends ausdrucken konnten. Naja, die haben uns dann aber doch ein Zimmer gegeben, 13. Stock, ziemlich netter Blick aus dem Zimmer heraus. Nachher hat Ingo dann noch mal seine Emails abgerufen, um den Leuten an der Rezeption eine Buchungsnummer oder diesen so genannten Accesscode geben zu können. Aber erstmal hat diese Nichtreservierung neben der lange Wartezeit auf den Shuttlebus unsere Stimmung nicht gerade angehoben. Außerdem hatte ich Hunger, weil ich im Flieger nix essen wollte und wir waren beide hundemüde.

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Wir sind dann erstmal in die Stadt gegangen, um Pizza zu essen. Das erste Restaurant, eine Empfehlung des Lonely Planets, hatte nur eine Art von Pizza - nämlich Margherita. Aber einer der Verkäufer war so nett, uns eine andere Pizzeria zu empfehlen, die nur wenige Meter entfernt war. Da sind wir dann auch hingegangen, haben eine Mediumsize-Pizza bestellt und waren nach der Hälfte so satt, dass wir die anderen Hälften mit nehmen konnten. Tja, dann sind wir satt und wieder etwas zufriedener, nachdem sich auch das mit dem Zimmer und dieser Internetbuchung irgendwie geklärt hatte, auf unser Hotelzimmer gegangen, haben noch ein wenig Postkarten bzw. Tagebuch geschrieben und sind dann recht früh eingeschlafen, weil: müde. Eigentlich hatten wir noch vor, Melbourne zu erkunden, aber das verschieben wir dann doch auf morgen. Gut’s Nächtle.

Sonntag, 2. Januar 2005

Olgas und Ayers Rock

Eine andere Sichtweise: Sabrina schreibt….
Am Sonntag hieß es dann früh am Morgen: 4.00 Uhr - AUFSTEHEN und ab zum Flughafen. Da wir gestern schon ausgecheckt hatten und uns der nette Mann an der Rezeption auch bereits ein Taxi bestellt hatte, konnten wir direkt um 4.30 Uhr ins Taxi einsteigen und zum Flughafen fahren. Das hat auch echt nur ca. 15 Minuten gedauert. Auch das Einchecken selbst ging total schnell. Da wir dann noch einige Postkarten geschrieben haben und Ingo mit Oma & Opa sowie der Familie telefoniert hat, haben wir gar nicht gemerkt, dass es schon kurz nach 6.00 Uhr war und Boarding für den Flug nach Cairns ausgerufen wurde. Tja, prompt wurden dann Mr. M and Mrs. P ausgerufen. Peinlich! Selbst Ingo sagt: so was sei ihm noch nie passiert…
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Der Flug (in der British Aerospace 146 AVRO RJ) war sehr gut. Nachdem ich gestern doch sehr seekrank war, hat mich heute das bisschen Wackeln sehr ruhig gelassen, ich hab fast die ganze Zeit geschlafen, genauso wie Ingo, aber für den ist das ja normal. Kaum sind wir gestartet, knallt sein Kopf an die Wand und der Mund geht auf. Das heißt dann: Er schläft. Kurz vor der Landung konnten wir dann sowohl den Ayers Rock (auf Aborigine auch Uluru) und das Nachbarfelsgestein, die Olgas, sehen. Da wir kurz vor der Landung noch mal gedreht haben und ich mich - trotz Anschnallzeichen - umgesetzt hab, um den Uluru besser zu sehen (oder überhaupt zu erspähen), hab ich auch gleich einen Anschiss von der Stewardess kassiert: Don’t do that again. Ups.
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clip_image006Mit dem Bustransfer ging es dann zu unserem Hotel: Outback Pioneer Hotel. Dieses Yulara Resort, in dem mehrer Hotels liegen, ist nicht weit vom Airport entfernt und wir waren innerhalb von ca. 20 Minuten da, haben eingecheckt und konnten kurze Zeit später auf unser Zimmer mit der Nummer 517 gehen. Das hat uns auch sofort gefallen. Am liebsten wären wir gleich in die Betten gefallen, um Schlaf nachzuholen, aber wir wollten uns erstmal über die Tourangebote informieren. Also sind wir zum Tour Desk gegangen und haben uns von Alex beraten lassen.
clip_image008Da ich Ingos Begeisterung für Sonnenauf- und Sonnenuntergang teilen wollte, haben wir sowohl eine Sunsettour einschließlich Besichtigung der Olgas (Kata Tjuta) und eine Sunrisetour mit Besichtigung des Uluru gebucht. Zack: 370 Australische Dollar weg. Kaum waren wir aus diesem Office raus und hatten in der Rezeption die Abflugzeiten durchgeschaut, wurde uns bewusst, dass sich unsere zweite Tour am Montag mit den Abholzeiten der Busse zum Flughafen überscheitet. Also sind wir wieder zu Alex gegangen, um sicher zu gehen, dass wir die Tour machen können, ohne den Flug nach Melbourne zu verpassen. Alex versicherte uns, dass wir auf jeden Fall um 10.00 Uhr wieder am Hotel sind. Ebenso der nette junge Mann an der Rezeption. Endlich beruhigt, sind wir dann noch zum Lebensmittelshopping in das nahe gelegene Shopping Center gegangen. Dazu mussten wir quer durch so eine Art Sanddüne mit rotem Sand gehen, um zur anderen Seite des Ressorts zu gelangen. Dabei haben wir uns von Fliegen ärgern lassen und geschwitzt. Schließlich sollten es ca. 40 Grad werden. Die Preise für Wasser (4 $) haben uns den Rest gegeben… Wir sind schnell zurück in unser klimatisiertes Hotelzimmer gegangen, haben gefrühstückt (12 Uhr mittags) und dann 2 Stunden geschlafen. Das tat gut. Leider so gut, dass wir nur schweren Herzens um 15.30 Uhr für die erste Tour bereit und fertig waren. Aber wir haben es dann doch geschafft.
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Mit dem Bus ging es zu den Olgas. Während der Fahrt konnten wir sowohl den Uluru als auch die Olgas sehr gut sehen und haben deshalb viel gefilmt und fotografiert. Zunächst konnten wir die Olgas von einem Ausblickspunkt mit Panoramablick genießen. Dazu mussten wir ca. 10 Minuten durch die Hitze marschieren, um uns dann für ein Foto in die Schlange von Japanern einzureihen.
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Die lassen sich ja echt nicht aus der Ruhe bringen. Egal, wie viele Leute drumherum stehen, die schießen ihre Fotos. Also haben wir das auch gemacht. Und die Olgas sahen wirklich toll aus, halt ganz anders als der Uluru.
clip_image014Wieder im Bus haben wir uns dann weiter und näher an die Olgas rangepirscht. Nach einem weiteren kurzen Stopp für Fotos hat uns der Busfahrer dann für eine Stunde in die Olgas entlassen. Wir konnten einen Pfad entlang gehen, der in eine Art Schlucht mündete. Da es etwas bewölkt und windig war, war das ganz angenehm. Mit viel Wasser bepackt, sind wir also los gegangen, um die Olgas zu entdecken und in diese Schlucht reinzugehen. Diese kleine Wanderung hat auch echt viel Spaß gemacht.
clip_image016So gegen 18.30 Uhr mussten wir wieder am Bus sein, um zum Uluru zu fahren und den Sonnenuntergang zu sehen. An diesem Aussichtspunkt für den Sonnenuntergang standen dann auch sehr viele Busse und noch mehr Menschen…. Irgendwie irre, dass so viele Menschen sich in eine Reihe stellen, um den Ayers Rock bei Sonnenuntergang zu sehen. Wie mir Ingo erklärte, verfärbt sich der Rock aber auch in wunderschöne Rot-Töne…. Leider konnte ich mich davon nicht überzeugen…. Unser Busfahrer hatte uns aber schon vorgewarnt, dass wir aufgrund der dicken Wolkendecke wenig sehen werden… und so war es dann auch. Außer einem tollen rot gefärbten Himmel auf der clip_image018gegenüberliegenden Seite des Ayers Rock haben wir keine Verfärbungen gesehen. Aber dieser - etwas andere - Sonnenuntergang mit einigen Blitzen (jedoch ohne Uluru) hat uns ein wenig entschädigt.
Kaum war die Sonne untergegangen (Sunset sollte um 19.40 Uhr sein, also mussten wir auch dann wieder im Bus sitzen), sind wir auch wieder zum Ressort gefahren. Da Ingo und ich total hungrig waren, sind wir schnell zu dieser Art Pommesbude in unserem Hotelbereich gegangen und haben Pommes mit Burger bzw. Wrap gemampft. Den Ketchup haben wir selbst beigesteuert. Guter alter Heinz Tomaten Ketchup.
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Danach sind wir dann auch auf unser Zimmer gegangen, weil wir ja wussten, morgen früh müssen wir wieder um 4 Uhr aufstehen, um an der Sunrise-Tour teilzunehmen. Wir munterten uns noch auf, dass das bestimmt besser wird als der Sonnenuntergang (unser Busfahrer hatte so etwas ähnlich auch gesagt: nach einem Gewitter klärt sich der Himmel auf und wir könnten den Sonnenaufgang besser sehen, aber: „weather conditions are not predictable here“) und gingen dann schlafen - das konnten wir schließlich gut, nach dem Bier - oder Ingo?
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Samstag, 1. Januar 2005

Great Barrier Reef

Am heutigen Morgen sind wir mal wieder sehr früh aufgestanden, da wir ja unseren Trip zum Great Barrier Reef gebucht haben. Die Tour sollte für uns um 7.30h am Hotel starten, dort sollten wir abgeholt werden. Unglücklicherweise gibt es in Cairns jedoch zwei Hotels mit dem Namen „Crocodile Club“ und - wie wir später erfahren haben - ist der Fahrer zu dem falschen Hotel gefahren, um uns abzuholen. Also standen wir vor unserem Hotel und es wurde immer später und später. Unsere Empfangsdame hat dann mal bei der Firma „Tusa Dive“ angerufen, jedoch ohne Erfolg, denn es hat niemand abgenommen (es war ja auch Neujahr).

Somit haben wir um 7.45 entschlossen, zum Ableger zu gehen - denn das Schiff sollte um 8.00h auslaufen und wir hatten keine Lust, dass es das ohne uns tut. Es war nicht so ganz einfach, zum Ableger zu finden - aber wir haben es noch „in time“ geschafft und sind wie geplant abgelegt.

clip_image002Bei Fahrt aus dem Hafen gab es noch ein kurzes Pre-Briefing, was wir auf dem Boot machen dürfen und was nicht - wo wir hinfahren und so weiter. Dabei erwähnten sie auch, dass wir uns heute auf dem Boot gut festhalten sollten, denn wir hätten eine „Rough Sea“, also starken Wellengang. Das hat uns - oder besser Sabrina - gar nicht so gut gefallen. Wir mussten auch nicht lange fahren, bis ihr übel im Magen wurde. Und die Überfahrt zum Riff dauerte ganze 90 Minuten - und der Skipper hat dafür gesorgt, dass wir keine Sekunde später ankommen werden - zumindest hat er so arg Gas gegeben.

In der Zeit der Überfahrt hat einer der Tauchlehrer uns gefragt, ob wir - die eigentlich nur Schnorcheln wollten - auch mal einen Scuba (Tauch) Versuch starten möchten. Heute, am Neujahrstag, würden sie anbieten, uns die Ausrüstung auf den Rücken zu schnallen, uns in die Grundlagen des Tauchens kurz einzuführen und dann mit uns kostenlos 2-4 Meter abzutauchen. Wenn wir uns dann wohl fühlen würden, könnten wir einen Tauchgang machen (den wir dann zahlen müssten).

Ich weiß nicht genau, was mich geritten hat, aber ich habe zum Angebot erst einmal „Ja“ gesagt. Als ich Sabrina dann davon erzählt habe, meinte sie zu meiner kompletten Überraschung, „Ok, dann probier ich das auch mal!“ Damit hab ich mal gar nicht gerechnet, schon eher, dass sie sagt, dass sie es sich noch einmal überlegt, als der Lehrer mit einem Schreiben vorbei kam, was wir ausfüllen müssen von wegen ob wir auch gesund sind und so. So ein Blatt auszufüllen, bei Seekrankheit, ist nicht ganz so einfach! Aber ich habe das mal zum Großteil ausgefüllt und ehe wir uns versahen, haben wir schon am Riff geankert, saßen am Ende des Boots und hatten jeweils ca. 30 Kilo auf dem Rücken und auf den Hüften (damit wir auch ganz sicher absaufen werden).

Danach hat er unsere natürlichen Rettungsringe, die durch die Tauch-Weste noch einmal erweitert wurden, aufgeblasen und meinte, dass wir uns keine Sorgen machen sollten, mit dieser Ausrüstung würden wir garantiert oben schwimmen! Wir haben mal die beiden Girls neben uns zuerst ins Wasser springen lassen und als wir gesehen haben, dass sie nicht wie ein Stein geschwommen sind, haben wir uns auch getraut und den Schritt (es war wirklich nur einer) in den Pazifik getraut.

clip_image004Danach sollten wir erst einmal eine kleine Weile an der Oberfläche direkt hinter dem Boot schwimmen, um uns an das Atmen zu gewöhnen. Irgendwie total komisch - das ist nichts anderes als Schnorcheln gewesen, nur hatte ich doch eine Art Panik verspürt. Diese ist dann aber nach ca. 2 Minuten vergangen und wir sind mit dem Tauchlehrer zusammen an einem Gerüst, welches am Boot angebracht war, auf zwei Meter hinab getaucht.

clip_image006Hier hatten wir dann ca. 10 Minuten, um uns an diese etwas ungewöhnliche Situation zu gewöhnen. Das war schon cool, für ca. 5 Minuten dort unten zu verbringen, trotzdem atmen zu können und so weiter. Er hat uns dann noch erklärt, wie wir das Wasser aus der Maske blasen können - echt mal keine schlechte Idee das - hätte uns das der Typ im Einführungskurs auf den Whitsundays auch mal erzählt! Einfach eine Hand oben an die Maske und durch die Nase ausatmen - das war es schon. Zwischendurch kam auch immer mal wieder der Fotograf vorbei und hat ein paar Fotos von uns gemacht. Diese hat er dann natürlich für horrende Preise verkauft - aber was soll’s, man ist ja nur einmal im Urlaub…

Irgendwann kam dann die Frage vom Tauchlehrer, ob wir mit ihm auf einen Tauchgang gehen möchten. Das war die 65 $ Frage (bzw. 65 $ * 2). Zum Glück wusste Sabrina zu diesem Zeitpunkt nicht, dass dies ab jetzt kosten wird. Sonst hätte sie den Tauchgang nicht mit gemacht und mit „Nein“ geantwortet. Aber so sind wir beide zusammen mit dem Tauchlehrer - Arm in Arm - auf einen Tauchgang gegangen und waren schlicht weg begeistert von der traumhaften Unterwasserwelt. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich gefragt, warum ich das nicht bereits früher gemacht habe…

Da sind Fische rum geschwommen, wunderschön! Wir haben sogar zwei kleine Nemos gesehen, also Clownfische. Und die Korallen waren auch wunderschön.

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Wir sind die ganze Zeit in 6-8 Meter tiefe rum getaucht und das war absolut schön dort! Ich weiß nicht, wie oft ich das noch schreiben soll… Auf einmal machte unserer Tauchlehrer so eine komische Handbewegung und hat uns signalisiert, dass wir wieder zurück schwimmen sollen. Dabei waren wir doch nur so kurz unten…

Als wir wieder oben waren, habe ich erfahren, dass wir ganze 45 Minuten unten gewesen sind (inkl. Einweisung etc). Der Tauchgang war 30 Minuten. Leider sind wir auch nicht direkt weiter gefahren, sondern haben noch auf die Schnorcheler gewartet - und dabei ist Sabrina dann so richtig schlecht geworden, da der Seegang nicht gerade wenig war.

Sie hat sich dann auf der Fahrt zum zweiten Stopp insgesamt zwei Mal übergeben und wollte dann auch nicht wirklich mit Schnorcheln. Der Tauchlehrer hat mich gefragt, ob ich ein zweites Mal mit Tauchen wollte. Wie gerne hätte ich das gemacht, jedoch sollten zwischen einem Tauchgang und einem Flug mind. 12 Stunden liegen, zwischen mehreren Tauchgängen und einem Flug mind. 18 Stunden. Und da wir in 16 Stunden zum Ayers Rock fliegen wollten, durfte ich nicht - zumindest meinten alle, es sei besser, wenn nicht!

Also bin ich im Reef Schnorcheln gewesen und das war auch sehr, sehr schön. Mit dem Wissen, wie man eine Maske ausbläst, konnte ich sogar die ganze Zeit durchschnorcheln, ohne einmal die Maske abzunehmen. Hier bin ich dann sehr oft abgetaucht, um die Korallen von nahem zu sehen. Wunderschön!

Als ich dann wieder an Bord gekommen bin, war Sabrina irgendwie weg. Ich habe sie dann unter Deck gefunden, wo sie mehr oder weniger gepennt hat. Ich dachte schon, sie hätte Super-Pep genommen, die tollen Tabletten, welche einen komplett umhauen und man den restlichen Tag - wie soll ich sagen - verschwommen oder so wahr nimmt. Aber sie hat mir später erzählt, dass sie wirklich nur geschlafen hat.

Nach dem zweiten Spot sind wir dann direkt wieder nach Hause gefahren. Die Überfahrt dauerte noch ca. 1.20h - welche für Sabrina mal wieder eine Qual waren. Danach sind wir relativ schnell aufs Hotelzimmer gegangen und haben uns ein wenig erholt, bevor wir unsere Sachen für den morgigen Flug packen mussten.

Als wir alle unsere Pflicht-Aufgaben erfüllt hatten, haben wir uns auf den Weg gemacht, um unsere zwei schwedischen Bekannten von Fraser Island und Airlie Beach wieder zu treffen. Also sind wir zur Esplande gegangen, wo deren Backpacker war. Danach haben wir einen Italiener ausgesucht, um Sabrinas Magen noch ein wenig zu schonen - denn sie hat es geschafft, auf der Schiffsfahrt insgesamt fünf Tüten voll zu machen (oral)!

Der Abend war ganz schön und sehr entspannt. Wir konnten uns toll unterhalten und noch einige Info’s austauschen, was man in Cairns bzw. in Melbourne alles so machen kann. Danach haben wir noch die Adressen ausgetauscht und sind dann auf den Weg nach Hause, da unser Flug ja bereits um 6.15 gehen sollte…