Montag, 20. Dezember 2004

Von Newcastle bis Ballina

Nachdem wir nach einigen Stunden Schlaf schweren Gemüts aufgestanden sind, kam die erste Herausforderung mit der Dusche. Irgendwie sind die Australier anscheinend nur alle 1,50 m groß, sonst hätten sie die Duschen anders gebaut. Sehr vorteilhaft bei dieser Art von Konstruktion der Dusche ist auch, dass sie fest installiert ist und man diese nicht von der Wand abnehmen kann (ähnlich wie eine Brause bei uns in Deutschland). Nun gut, nach der ersten halben Stunde Work-Out unter der Dusche war ich dann auch schon wieder fit und dann konnte es auch sofort los gehen.

Heute war geplant, in Richtung Brisbane vorzudringen, dabei jedoch kleine Orte und Aussichtspunkte mitzunehmen. Welche genau, wollten wir uns auf der Fahrt heraussuchen. Also sind wir ausgecheckt und ich habe Sabrina davon überzeugen können, zu fahren. Wir haben erst einmal auf dem weitläufigen Grundstück des Motels geübt und es klappte auf Anhieb sehr gut. Also haben wir nicht lange gefackelt und sind direkt auf den Pacific Coast Highway zurück und in Richtung Hawks Nest gefahren, welches wir gestern ja nicht mehr geschafft haben.

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Die ersten Koala & Känguru Schilder passierten wir, kurz nachdem wir vom Highway abgefahren sind und Hawks Nest schon in greifbarer Nähe lag. Nach einigen Kurven und Hügeln sind wir dann direkt auf den Strand zugefahren. Dieser Ort scheint eine Art Insider-Tip zu sein, ein super kleiner Urlaubsort mit atemberaubenden, weitläufigen Stränden. Die Wellen brachen sich an der Küste, also waren die Surfer auch nicht mehr weit. Es waren erstaunlich viele Leute am Strand (wenn man sie mal gezählt hat), aber in dieser Weite sind die gar nicht so aufgefallen.

Wir sind auch ein wenig an den Strand gegangen und haben die Landschaft genossen. Der weiße Sand lag vor uns, das Meer schimmerte teilweise türkis-blau und die Wellen brachen sich in großen Wogen und verliefen in einer weißen Gischt. Im Hintergrund lagen mehrere kleine Inseln, welche diesen Abschnitt den Charakter einer kleinen Bucht gaben. Ein sehr romanischer kleiner Ort, in welchem man bestimmt sehr gut ausspannen kann, wenn man möchte.

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Nachdem wir einige Zeit dort verbracht haben, sind wir weiter in Richtung Norden gefahren. Es hat einige Kilometer gedauert, bis wir in Port Macquire angekommen sind. Einem Ort, welcher von sehr vielen clip_image006Leuten empfohlen wird. Bevor wir hineinfahren konnten, mussten wir erst den Wagen auftanken und dann ging es direkt an den Strand. Leider war es mittlerweile ein wenig bewölkt und sehr windig geworden. Am Pazifik merkt man dies natürlich sofort - wir hatten das Gefühl, wir wären in Deutschland, so kalt war es (ok, fast).

Da wir nicht festfrieren wollten und uns das Hungergefühl mal wieder ein wenig plagte, sind wir weiter gefahren. Auf dem Weg zum Strand ist mir ein Schild aufgefallen, welches das Shopping Center ausgeschildert hat. Wir sind in diese Richtung gefahren und haben es auch nach kurzer Zeit gefunden. Was mir hier bereits zum zweiten Mal aufgefallen ist, ich jetzt aber erst so richtig wahrgenommen habe, ist: das Shopping Center ist keine „Mall“ im Sinne eines clip_image008riesigen Komplexes mit ca. 1.276 Geschäften, sondern das, was wir in Deutschland als Innenstadt bezeichnen würden. Aber dies war eine sehr kleine und süße Innenstadt, geprägt von Real Estate Geschäften (also Immobilien Maklern). Ich glaube, es war einfacher, dort ein Haus zu kaufen, als etwas zu essen zu finden (vorausgesetzt, man hat das entsprechende Kleingeld). Dennoch war ich von den Preisen von den Häusern sehr begeistert. Ein schönes großes Haus in guter Lage kostet „nur“ 368.000 $, was ja nur 220.000 € sind. Dafür bekommt man in München in der entsprechenden Lage nicht einmal eine Eigentumswohnung.

Auf einer kleinen Ecke haben wir dann einen Dönerladen gefunden, in welchem wir Rast gemacht haben. Nicht, dass dieser schlecht geschmeckt hat oder so, aber ich Lobe mir den Deutschen Döner. Dort weiß man, was man bekommt und muss sich die Zutaten nicht erst noch selbst zusammen stellen.

clip_image010Diese Art von Produkt hat uns mehr oder weniger an einen Wrap erinnert, bzw. an eine Zusammenstellung eines Sandwichs bei Subway. Ich dachte mir, dass ich mit der Wahl meiner Sauce mal ein wenig experimentiere und habe die „Sweet-Chilli“ Sauce gewählt. Auch dies hat erstaunlicher Weise sehr lecker geschmeckt. Und obwohl das Ding sehr klein aussah, nach ¾ war ich voll. Auch Sabrina erging es so und sie hat aufgegeben.

Als wir satt waren, sind wir auf die Suche nach einem ATM gegangen, also einem Geldautomaten, da uns aufgefallen ist, das wir so gut wie kein Bargeld mehr hatten. Dabei haben wir eine Straße gefunden, die mehr oder weniger ausschließlich von Banken und ATMs geprägt war. Wir haben dann die National Bank ausgesucht, in der Hoffnung, dass die Deutsche Bank hiermit kooperiert. Dann sind wir noch an einem Fuji-Geschäft vorbeigekommen (und auch rein gegangen). Ich wollte mir eine Sonnenblende für die Kamera kaufen, kannte aber das exakte Wort nicht (in Englisch). Also habe ich dem netten Verkäufer dies erklärt und nachdem er es endlich verstanden hat, meinte er, dass es erst bestellt werden müsste. Aber wir könnten ja mal in Coffs Harbour in dem Geschäft nachfragen, das ist wesentlich größer und die haben das bestimmt auf Lager. Dann hat er mich noch darauf hingewiesen, dass ich bei der Kamera Fuji OEM Material benötigen würde und fügte im Spaß hinzu, dass ich dem nächsten Verkäufer einfach sagen solle, ich suche eine „Lens Hood“, dass würde es einfacher machen.

clip_image012Nach dieser Aufklärung haben wir uns in der Tat wieder auf den Weg gemacht. Da Coffs Harbour direkt auf dem Weg lag, sollte dies auch unser nächstes Ziel sein. Da Sabrina gefahren ist, habe ich mich ein wenig mit der Landkarte beschäftigt und einen netten Abstecher ausgemacht, und zwar eine Route über einen „Stewards Point“ und einem „Scotts Head“. Dies waren auch nur einige wenige Kilometer Umweg.

clip_image014An der Abzweigung angekommen, sind wir zuerst zu Stewards Point gefahren. Was soll ich sagen, der Ort hat mich mal gar nicht angesprochen und war meines Erachtens der totale Reinfall. Wir sind an irgend einer kleinen „Bucht“ angekommen, konnten das Meer nicht wirklich sehen, dafür aber einen Camping-Platz, der mir ein wenig dreckig vorkam. Dann war da noch so etwas wie ein Kinder-Spiel-Plätzchen, die Geräte in einem Himmelblau angemalt. Das konnte man zum Glück noch erkennen, denn die meiste Farbe war schon abgeblättert und darunter war nur noch Rost zu erkennen. Also, irgendwie das komplette Gegenteil von Hawks Nest. Also haben wir nicht lange gefackelt und sind direkt weiter gefahren zu Scotts Head, in der Hoffnung, dort nicht noch einmal so einen „Reinfall“ zu erleben. Aber was will man erwarten, Stewards Point war auch in keinem Reiseführer aufgeführt und ich habe ihn nur einmal so ausgesucht, da er auf der Karte gut gelegen schien.

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Scotts Head lag keine 15 Kilometer entfernt. Und ich muss sagen, dieser Ort hat alles wieder rausgeholt und den Abstecher lohnenswert gemacht. Wir sind einige Hügel hinaufgefahren, bis wir die Ortschaft erreichten. Diese lag relativ hoch. Auf einer Kuppe hatte man einen sehr schönen Blick auf die weitläufige Küste.

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Dort sind wir dann auch hinunter gewandert und haben den Surfern ein wenig zugeschaut. Hier waren die Wellen schon ein wenig höher und die Surfer anscheinend auch erfahrener. Es hat Spaß gemacht, ihnen zu zuschauen. Danach sind wir einen kleinen Felsen rauf geklettert, um einen bessern Überblick auf die Bucht zu erlangen. Traumhaft!

Leider hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt und es fing an zu regnen. Das hat uns dann aber auch nicht davon abgehalten, bis an das Ende des Felsen durch das Gebüsch zu gehen. Dort haben wir noch ein kleines Foto-Shooting veranstaltet. Gut, dass keiner von uns vom Felsen runter geknallt ist!

clip_image020Danach sind wir aber recht schnell weiter gefahren in Richtung Coffs Harbour. Die Fahrt war unspektakulär, ging aber sehr schnell vorüber. Wir sind kurz gestoppt, um in einem Woolworths einzukaufen. Beim Bezahlen sagte uns die Verkäuferin noch so etwas wie „Merry Christmas“, woraufhin wir sie nur arg verdutzt angeschaut haben und „Yeah, yeah, you … as well“ stottern konnten. Was die wohl von uns gedacht hat?!? Aber irgendwie ist Weihnachten so weit weg - es sind halt 25-30 Grad draußen…

Die Weiterfahrt nach Norden war ein wenig anstrengend, da es dunkel wurde, geregnet hat und wir keinen großen Highway fahren konnten - nur den Pacific Coast Highway, welcher auf diesem Streckenabschnitt aus einer einspurigen Straße bestand, welche ab und zu mal eine Überholspur dazu bekam. Wir haben uns vorgenommen, so weit wie möglich zu fahren und sind irgendwann schließlich in Ballina gelandet, ca. 50 km vor Surfer’s Paradise. Als wir in den Ort rein gefahren sind, waren auf jeder Straßenseite ca. 10 Motels, von welchen wir uns ein privat betriebenes mit einem komischen Namen ausgesucht haben.

Sonntag, 19. Dezember 2004

Blue Mountains

Nachdem wir am Vortag bereits früher ins Bett wollten, haben wir uns doch noch entschieden, diesen Tag zu planen. Auf dem Programm stand, das Auto abzuholen, danach in die Blue Mountains zu fahren und zum Schluss so weit nach Norden zu kommen, wie möglich.

Wir wollten bereits etwas früher aufstehen, um das Auto recht zeitig abzuholen. Leider hat uns an genau diesem Morgen eine Art Jet Lag erwischt und wir sind erst um 10.15 aus dem Hotel ausgecheckt. An der Rezeption haben wir für sehr günstige 2.50 $ unser Gepäck (was nicht gerade wenig war) abgegeben, damit wir nicht alles mit zur Hertz Station schleppen mussten.

Den Weg zur Autostation kannten wir ja bereits, so dass wir im Nu dort waren. Dann kam das übliche Spielchen mit den Autovermietungen. Wir haben einen Voucher für ein Auto, und ich war gespannt, was wir alles zahlen mussten, um das Auto wirklich zu bekommen. Zum einen hatten wir das Auto zu einem Tarif gebucht, welcher den Selbstbehalt (im Falle eines Unfalls) bereits auf 300 $ reduzierte. Nun hat sie uns angeboten, für einen Preis 8 $ pro Tag (max. 7 Tage) den Selbstbehalt auf 0 $ zu reduzieren. Diese Option kannten wir bereits und ich war echt froh, dass es bei den bereits vom Reisebüro versprochenen 8 $ pro Tag geblieben ist.

clip_image002Dann kam jedoch mal wieder ein kleiner Hammer. Sabrina möchte ja auch mit dem Wagen fahren. Nun ist es einmal eine Tatsache, dass sie zwar in ihrem 25. Lebensjahr ist, jedoch noch keine ganze 25 Jahre alt ist. Als wir Sabrina als Zweitfahrerin anmelden wollten, hat das die gute Dame am Schalter herausgefunden und uns mitgeteilt, dass wir noch einmal 15 $ pro Tag zahlen müssen, wenn sie auch fahren möchte. Super! Nachdem wir einen kleinen Aufstand geprobt haben, hat sich noch einmal Rücksprache mit einer Kollegin gehalten und festgestellt, dass wir diesen Betrag auch nur für max. 7 Tage zahlen mussten. Dies haben wir dann auch noch abgeschlossen.

Somit sind wir alles in allem mit „nur“ 170 $ raus gegangen, um das Auto abzuholen. Auf dem Weg haben wir ausgerechnet, dass dies ja auch nur 50 € pro Person sind und wir uns dafür nicht für Schäden am Wagen entschuldigen müssen - ist doch cool, oder? Kurz darauf sind wir in der Tiefgarage angekommen und haben unseren Toyota Carmy entgegen genommen. Wir waren begeistert. Ein (fast) Neuwagen mit nur 3600 km auf dem Tacho. Und dazu noch riesengroß.

Kurz darauf saßen wir auch schon darin und haben uns mit der Technik des Wagens bekannt gemacht. Sicherlich ist es geläufig, dass die Australier (genauso wie die Engländer) auf der linken Straßenseite fahren. Somit ist deren Lenkrad auch auf der rechten Seite. Da irgendwie alles andersherum scheint, haben sie natürlich nicht nur das clip_image004Autoradio spiegelverkehrt gebaut (das wäre ja noch OK), sondern auch Blinker und Scheibenwischer vertauscht. Echt super sag ich Euch! Jetzt mag man vielleicht sagen, dass das doch ganz einfach zu merken sein - und ich muss auch zugeben, nach den ersten „Trocken-Wisch-Übungen“ für den Scheibenwischer (bei ca. 30 Grad draußen) klappte das ganz gut, wenn ich Herr der Lage war. Jedoch gibt es in einer Stadt wie Sydney ab und an mal Situationen, in denen es hektisch wird. Und in genau diesen Situationen ist es sehr schwer, vom „normalen“ Verhalten abzuweichen. Somit gab es doch noch sehr oft die Situation, dass die Scheiben geputzt worden sind…

Zumindest sind wir heile am Hotel angekommen, um unser Gepäck abzuholen. Dabei haben wir festgestellt, wie riesig dieser Kofferraum doch ist. Dort passen beide großen Koffer quer nebeneinander, mein kleiner Koffer in die Mitte dazwischen (allerdings hochkant). Vom Hotel aus ging es dann in einem großen U-Turn in Richtung Süden, danach auf den Broadway in Richtung Westen, um in die Blue Mountains zu gelangen.

clip_image006Auf dem Weg dorthin sind wir am Olympia-Zentrum vorbei gekommen, welches im Jahr 2000 der Austragungsort der Olympischen Spiele war. Das Gelände war riesig im Vergleich zu dem in München. Ein komplettes Straßennetz hat die wesentlichen Punkte miteinander verbunden. Zuerst sind wir am Super-Dome vorbei gefahren, danach am Stadium angehalten. Beim Aussteigen haben wir dann gemerkt, dass die Klima-Anlage im Auto sehr gut funktioniert. Es mussten draußen so ca. 40 Grad gewesen sein. Die Hitze traf uns wie ein Hammer. Nicht, dass wir uns am Vortrag in Sydney nicht verbrannt hätten oder so, aber hier gab uns die Sonne noch einmal den Rest. Wir sind mehr oder weniger von einem Schattenplatz in den nächsten, zumindest haben wir das versucht. Leider gab es nicht so viele Schattenplätze dort. Also haben wir ein paar Fotos gemacht und sind wieder in das Auto, um nach Katoomba mitten in den Blue Mountains weiter zu fahren.

Auf dem Weg hat uns mal wieder der Hunger gepackt und wir haben diesmal bei McDonalds angehalten. Sabrina hat sich einen relativ unspektakulären McChicken bestellt, ich konnten jedoch dem Oz Burger nicht widerstehen. Diesen kannte ich bisher noch nicht und wollte ihn unbedingt probieren. Also, prinzipiell ist das eine Art Royal TS, jedoch habe ich bis dato noch nie einen Burger mit Roter Beete darauf gegessen. Irgendwie war das aber auch lecker und interessant zugleich, zumal die Beete den teilweise sehr fettigen Geschmack des Burgers übertroffen hat. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich diesen noch einmal bestellen muss. Ich denke, das nächste Mal werde ich mich an irgendetwas anderes, vielleicht mal bekanntes, halten.

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Kurz vor den Blue Mountains gab es ein Visitor Information Center, in welchem wir uns erst einmal mit Kartenmaterial eingedeckt haben. Der nette Mann an der Rezeption hat uns dann noch einmal die Highlights erklärt, ist damit jedoch davon ausgegangen, dass wir anscheinend mehrere Wochen in dem Park bleiben möchten. Also haben wir seine Zusammenfassung der Highlights noch einmal zusammengefasst und sind los gefahren.

clip_image010Unser erste Ziel waren die Wentworth Falls. Dies sind lt. Aussage des Angestellten im Information Center wohl mit die höchsten Wasserfälle (ich frage mich nur, wo - in der Welt, in der südlichen Hemisphäre, in Australien, im Park oder im Umkreis von 150 km). Eine Information dazu haben wir nicht gefunden, also sind wir dort hin. Wir sind auf dem Parkplatz angekommen und haben festgestellt, dass es hier immer noch so heiß ist. Also haben wir einen Rucksack mit 2 Litern Wasser gepackt und sind los zu den Fällen. Wir hatte die Wahl zwischen einem 45 Min. Walk zu einer Aussichtsplattform, von welcher man die Fälle sehen konnte, sowie einem 5,5 Std. Walk, so dass man zu den Fällen gehen konnte (runter gehen). Na, für welchen Weg haben wir uns wohl entschieden?!

Auf dem Weg zur Aussichtsplattform gab es bereits einige „Viewpoints“ (Aussichtspunkte) in die Blue Mountains. Das waren atemberaubende Blicke in die blauen Berge. Der wenige Nebel, welcher über den Bäumen lag, schimmerte in der Ferne leicht blau. Faszinierend!

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clip_image014Ein wenig weiter kam dann die Abzweigung, wo wir uns noch einmal zwischen den 45 Min. und den 5,5 Std. entscheiden konnten. Aber die Entscheidung stand - wir hatten ja noch viel vor - und wir sind in Richtung Aussichtspunkt auf den Wasserfall gegangen. Auf dem Weg dorthin hat Sabrina dann ihr erstes Wildlife gesehen. Sie blieb schlag artig stehen - nahm die Kamera - und filmte… und filmte… die Raupe… Sehr schön! Ein wenig weiter trafen wir zwei Belgier auch auf der Jagt nach irgendeinem Viech. Das war schon bedeutend größer als eine Raupe und hatte - glaube ich - Todesängste auszustehen. Denn clip_image016der eine Belgier stand mit einer Kamera bereit, während seine Frau mit einem Stock versucht hat, das arme Tier aus dessen Versteck zu locken. Dies hat sie auch geschafft, der Mann hat fotografiert - sehr genial mit Blitz - woraufhin sich das Tierchen nicht mehr bewegt hat. Sehr distanziert habe ich dann auch mal ein Foto gemacht, da es dann da eh stand, oder lag. Wie auch immer, auf dem Rückweg war es weg - also hat es vermutlich noch gelebt…

clip_image018Nach einigen weiteren Metern sind wir dann am Aussichtspunkt angekommen. Und der Blick auf den Wasserfall war wirklich sehr schön. Leider war nichts von den in Deutschland berichteten Wassermassen zu sehen. Es war nur ein sehr kleiner Wasserfall. Ca. 500 m unter uns konnten wir dann gerade noch Menschen erkennen. Die haben sich dann wohl für den langen Weg entschieden. Aber die Aussicht - nicht nur auf den Wasserfall - war sehr schön. Direkt hinter uns lagen wieder die Blauen Wälder. Die Atomsphäre dort wurde dann noch einmal schöner, als eine riesige Wolke über uns auftauchte, die dann vereinzelt ein paar Tropfen hat fallen lassen.

clip_image020Danach sind wir weiter gefahren nach Leura, wo es einen Echo Point und die Three Sisters geben sollte. Dort angekommen mussten wir zuerst unser Auto parken - und dort habe ich das ersten Mal in Australien bemerkt, dass man für den Parkplatz zahlen durfte. Dies hat aber auch nur ganze 2.20 $ gekostet, also nicht sehr viel.

clip_image022Danach sind wir weiter den kleinen Berg runter gegangen zum Echo Point. Vor dort aus hatte man direkt einen tollen Blick auf die Three Sisters, einer Berg- oder besser Felsformation, bei welcher drei Felsen nebeneinander aus dem Berg ragten. Das ganze war eine pure Touristen-Attraktion, so dass die Busse in einem Kreis direkt vor der Echo-Point-Plattform Horden von Menschen (ihr wisst schon, welche ich jetzt meine - ich sage nur HRC Sydney) herauslassen können zum Foto machen, und nach 10 Minuten alle wieder einladen können, um weg zu fahren. Ich muss sagen, ich stehe ja komplett nicht auf diese Art von Unterhaltung. Meiner Meinung nach muss man zumindest erst ein wenig wandern (meinetwegen auch nur 15 Min), um zu solch einer Attraktion zu kommen. Unter diesen Umständen jedoch fanden wir die Three Sisters schön anzuschauen, aber nicht weltbewegend oder so.

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Am Echo Point entdeckten wir dann ein Schild zu den Katoomba Falls mit dem Hinweis, dass wir innerhalb von 10 Minuten dort sein könnten. Wir dachten uns, dass dies noch eine Bereicherung dieses Sights sei und entschlossen uns dazu, dort hin zu wandern. Außerdem waren wir ja schon vom ersten Wasserfall mehr als begeistert gewesen. Also sind wie die 10 Minuten gegangen und haben eine Aussichtsplattform gesehen, von der wir zwar einen wundervollen Blick auf die Blue Mountains hatten, jedoch nicht auf einen Wasserfall.

Am Ende der Plattform habe ich dann eine kleine eiserne Treppe entdeckt und konnte Sabrina davon überzeugen, den Weg weiter fortzuschreiten, um auf „die Jagd“ nach den Wasserfällen zu gehen. Prinzipiell war dies eine sehr gute Idee - auf dem Weg lagen noch einige schöne Aussichtsplattformen mit Blick in die Blue Mountains. Das Problem dabei war nur, dass wir uns vorgestellt haben, irgendwann mal bei den Katoomba Falls anzukommen. Als wir dann so ca. 45 Min gewandert und an einer recht großen Plattform angekommen sind, hatten wir die besagten Katoomba Falls jedoch immer noch nicht gefunden.

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Wir haben kurz inne gehalten und waren nach einem Blick gen Himmel ganz stark davon überzeugt, dass die Wasserfälle (wo auch immer die sein mögen) bald sehr viel Wasser zum Füllen hätten. Irgendwie wurde es auf einmal sehr dunkel über uns und am Horizont konnten wir bereits Regenschwaden ausmachen. Neben uns die Leute baten noch kurz um ein Foto und meinten dann nur „Uups, there might be some rain coming up!“ und rannten davon. Also haben wir unsere Suche nach den Wasserfällen aufgegeben und sind los, zurück zum Auto.

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Bereits nach wenigen Minuten erwischte uns ein Sturm, der nicht von schlechten Eltern war. Wir hatten das Glück, über uns die Bäume zu haben, welche den Wind clip_image030abgefangen haben. Dies hat mich aber nicht ausschließlich beruhigt, denn auch Bäume geben irgendwann mal auf und beugen sich den Natur-Gewalten! Aber wir hatten Glück, haben auf den freien Stücken (wo dann keine Bäume standen) nur Sand in die Fres… bekommen - und das war auch nicht sehr angenehm. Haut-Peeling, sag ich nur!

Nach einer kleinen (und teuren) Stärkung am Echo Point Information Center starten wir dann unsere Tour gen Norden. Das Ziel sollte Hawk’s Nest sein, etwas nördlich von Newcastle. Um dort hin zu kommen, sind wir erst einmal in Richtung Osten (Sydney) zurück gefahren, um dann nach Norden die Richtung zu ändern. Auf dem Weg lag noch ein Woolworths, was hier in Australien kein Ramsch Laden ist wie in Deutschland, sondern die (uns bis jetzt bekannte) einzige Supermarkt-Kette.

Von unserem kurzen Verpflegungs-Einkauf gibt es nur zu berichten, dass ich es erfolgreich geschafft habe, den Kassierer zu verwirren, als ich ihn gefragt habe, wie weit es denn noch nach Townsville sei, wir wollten da heute noch hin. Dabei ist er ein wenig vom Glauben abgefallen und meinte, dass wir uns dies noch einmal recht genau überlegen sollten. Seine Kinnlade lag dabei auf der Kasse. Ich betrachtete mir diesen Menschen und dachte noch einmal darüber nach, was ich ihm denn jetzt gesagt habe. clip_image032In meinen Gedanken vertieft hörte ich dann ein lautes Lachen von Sabrina aus der zweiten Reihe, die so etwas sagte wie „Wir wollen doch nach Newcastle“. Als der Kassierer dieses Wort hörte, fing er auch schon wieder zu Lachen an und meinte, es würde ca. 1,5 Std. dauern, wenn ich ein schneller Fahrer sei. Am Abend sah ich noch einmal auf die Karte und konnte die Dimension erkennen - ich denke, es sind so ca. 2200 km nach Townsville gewesen - kein Wunder, dass der Arme so reagiert hat…

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Auf dem weitern Weg in den Norden wollten wir noch einmal einen Zwischenstop machen, um ein kleines Picknick zu veranstalten. Auf unserer Strecke lag das schöne Swansea - zumindest hat jeder, den wir getroffen haben, gesagt, dass dies sehr schön sein soll. Also sind wir vom Pacific Highway auf eine Touristic Route abgefahren, welche uns direkt durch den schönen Ort geführt hat. Wir dachten, wir könnten einen tollen Blick aufs Meer gelangen, mussten jedoch feststellen, dass dies nicht möglich war. Dafür haben wir einen netten kleinen Hügel gefunden, mit Blick auf einen See und den dahinter liegenden Highway.

Es war eine Art Wohngebiet und die Bewohner gaben uns das Gefühl von Eindringlingen, denn jeder hat erst einmal aus dem Fenster geschaut oder Müll raus gebracht oder auf der Veranda eine geraucht. Das hat uns aber nicht so gestört, wie den Hund, der penetrant und in einer Tour gebellt hat. Als wenn wir davon weg fahren würden - unglaublich. Irgendwann wurde er aber vom Frauchen ruhig gestellt. Danach konnten wir unser Dinner (das Baguette, den Käse und den Schinken) richtig genießen.

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Die Weiterfahrt war sehr anstrengend. Es ist sehr dunkel draußen geworden, der Tag hat früh angefangen und wir haben auch schon viel geschafft. Sabrina ist neben mir auf dem Beifahrer Sitz bereits eingeschlafen. Also haben wir kurzfristig unser Ziel „Hawks Nest“ aufgegeben und sind ca. 20 km davor in einem Best Western Motel, direkt am Pacific Coast Highway eingekehrt.

Samstag, 18. Dezember 2004

Ein ganzer Tag in Sydney

Nach den ersten Eindrücken am gestrigen Tage konnten wir uns schon ein schönes Bild von Sydney machen. Dieses wollten wir heute noch weiter ausmalen und den ganzen Tag in Sydney verbringen. Auf dem Programm stehen grob der Hafen (Ciricular Qy), die Oper, Darling Harbour und Manley.

Nachdem wir herausgefunden haben, dass unser Hotel ganz in der Nähe der Town Hall Station liegt, sind wir erst einmal dort hin und haben uns ein Sydney Day Tripper Ticket gekauft. Erst dachten wir, 15 $ pro Person wäre viel, im Laufe des Tages haben wir jedoch fest gestellt, dass es sich gelohnt hat. Jedoch haben die Jungs und Mädels vom Marketing der Metro-Company einen guten Job gemacht, denn wir haben die 15 $ gerade mal so „heraus geholt“.

clip_image002Wir haben dann das Ticket gekauft und festgestellt, dass es bereits Mittag ist. Deshalb sind wir in Richtung Hyde Park gegangen und haben uns auf den Weg zum Hard Rock Cafe (HRC) gemacht. Auf dem Weg dorthin, gar nicht weit vom Hotel entfernt, ist uns die Hertz Autostation aufgefallen, in welcher wir am morgigen Tag unser Auto abholen werden. Am HRC angekommen, teilte uns die nette Dame vom Empfang mit, dass sie eigentlich ausgebucht sein, wir aber noch einen Platz an der Theke erhaschen könnten. Nachdem wir uns dafür entschieden haben, gab sie uns die Karte mit und meinte, wir sollten uns mit der Bestellung beeilen, da gleich viele Leute eintreffen werden. Keine zwanzig Sekunden später, „Oh, da ist der erste Bus ja schon!“

Ganz ehrlich, ich habe nicht gedacht, dass so viele Asiaten in einen Bus passen. Und es kamen ganze drei Busse! Nachdem dann ganz viele kleine Menschen eingetroffen sind, haben die natürlich auch sofort was zu essen bekommen. Alle samt das selbe Menü, die drei Reiseleite hatten anscheinend alles und alle im Griff.

Als unser Essen dann gekommen ist, waren die meisten der Asiaten bereits fertig und bereits im Griff, zu gehen. Unser Essen war - wie immer in einem HRC - sehr gut und sollte unser Hunger-Gefühl über den Tag hinweg ausbremsen. Glücklicherweise haben wir in einem dieser Sydney-Hefte, die in Hotels und so ausliegen, einen Voucher über 20% für das HRC gefunden. D. h., wir haben keine 37 $, sonder nur 30 $ für das Essen bezahlt. Glücklicherweise haben wir den noch entdeckt, bevor wir das Lokal verlassen haben - jedoch leider erst, nachdem wir gezahlt haben. Aber die nette Bedienung war so zuvorkommend und hat die erste Zahlung rückgängig gemacht und neu kassiert.

clip_image004Danach sind wir dann ein wenig spazieren gegangen, um dieses doch eher heftige Frühstück zu verdauen. Dabei sind wir dann durch „The Domain“ gegangen, einem riesigen Park südlich vom „Royal Botanic Garden“. Dort konnten wir eine Horde von Leuten erkennen, die dort alle zwischen Zelten zu sitzen schienen. Ein wenig später, nachdem wir auch Weihnachts-Musik (bei ca. 30 Grad) hören konnten, stellten wir fest, dass auch eine Riesen-Bühne aufgebaut war. Die netten Security-Guards haben uns dann erklärt, dass dies ein Charity-Event sei und gegen Abend von 18.00h bis 21.30h ein Konzert stattfinden würde. Wir sind dazu sehr herzlich eingeladen - free entry! Da wir jedoch vor hatten, nach Manley zu fahren, ist dies nicht weiter in unsere Planung eingegangen.

clip_image006Weiter auf dem Weg zur Oper sind wir dann am Botanischen Garten entlang gegangen, bis Sabrina dann irgendwann geschrieen hat, warum ich denn nicht in diesem Gebäude arbeiten würde?! Ich habe mich in dem Moment gefragt, ob die Sonneneinstrahlung doch so hoch ist, bis ich dann endlich das Schild erkennen konnte. Wir standen vor dem „Munich Re House“. Echt unglaublich, da fliegt man ca. 18.000 km, um seine Ruhe zu haben, und was ist - der Alltag holt einen ein. Im Laufe des Tages haben wir dann noch einige unserer Kunden gesehen (z. B. British Telecom - wessen Tower jedoch leer steht).

clip_image008Nun mussten wir nur noch die Straße runter gehen, um an der Oper anzukommen. Auf halben Wege durften wir dann noch einmal über die enormen Preise für Wasser staunen. Für eine 1,5l und eine 0,5l Flasche haben wir ganze 7 $ zahlen dürfen. Aber gut, irgendwie müssen diese Krauter-Läden ja auch überleben. Nach wenigen Metern sind wir dann auch schon an der Oper angekommen. Wir konnten nicht nur dieses architektonische Wunderwerk bestaunen, hatten sogar noch einen sehr schönen Blick auf die Harbour Bridge. Wir sind die Treppen rauf zur Oper und konnten so auch die andere Seite sehen - wo es in die Bucht hinein geht, welche auf das offene Meer führt.

Danach sind die die Treppen an der Oper wieder runter und haben uns auf einer Bank ein wenig ausgeruht. Dabei hatten wir einen großartigen Blick auf die faszinierende Brücke. Jetzt wollte ich noch ein wenig mehr über die Brücke schreiben, aber irgendwie kann man diese Bilder und Gefühle nicht in Worte fassen. Es ist halt eines der Wahrzeichen von Sydney. Das muss man einfach auf sich wirken lassen.

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Nach dieser kleinen Ruhephase sind wir dann wieder in Richtung Wharf (Schiffs-Anleger, Kai) gegangen, um die Fähre zum Darling Harbour zu nehmen. Bei 20 Minuten Wartezeit bis Abfahrt haben wir uns dazu entschieden, uns zuvor noch ein sehr leckeres Eis von Gelatissimo zu gönnen. Als wir dann endlich auf die Fähre durften, haben wir glücklicher Weise einen Platz hinten auf dem Schiff ergattert. So hatten wir nicht nur einen sehr schönen Blick auf die Skyline, sondern sind auch unter der Harbour Bridge her gefahren und haben so das erste Mal die Brücke und die Oper zusammen gesehen. Ein sehr mitreißender Anblick.

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Beim dritten Stopp an der Darling Str. sind wir dann runter vom Schiff und wollten in Richtung Darling Harbour gehen. Leider haben wir uns dabei ein wenig verschätzt. Erst mussten wir einen sehr steilen Berg hinauf. Ich dachte mir, dass wir dann wenigstens einen sehr schönen Blick auf Downtown erhaschen könnten, damit lag ich aber falsch. Dafür hatten wir einen sehr tollen Blick auf die Bucht und die Millionen Liter von Wasser, die zwischen uns und dem Darling Harbour lagen. Das Positive an dieser Wanderung war das Lädchen, in welchem wir relativ günstig (im Gegensatz zu Sydney Downtown) Sonnencreme einkaufen konnten.

clip_image014Danach sind wir wieder zurück zum Anleger und habe auf das nächste Schiff gewartet, welches in 10 Minuten ankommen sollte. Dieses hat uns dann über die für uns unüberwindlichen Massen von Wasser direkt zum Darling Harbour gebracht.

Dort sind wir am Casino ausgestiegen und sind auf die Pyrmont Bridge gegangen. Nach einem kurzen Nachmittags-Schlaf auf einer der Bänke auf der Brücke wollten wir dann mit der Monorail zur Town-Hall Station fahren, um von da aus mit der Subway clip_image016weiter zum Hafen zu kommen. Leider wurde uns dann mitgeteilt, dass die Monorail eine private Gesellschaft sei und wir mit dem Tagesticket nicht fahren dürften. Wir haben kurzfristig überlegt, trotzdem damit zu fahren, aber 4 $ pro Person waren dann doch mal nicht gerade wenig für das Stückchen, was wir eigentlich nur fahren wollten. Somit sind wir über die Pyrmont Bridge in Richtung Town-Hall gegangen. Von dort ging es dann weiter mit der Bahn zum Circular Quay.

Nach den beiden Stationen mit der Bahn sind wir direkt an der Wharf angekommen und auf die Fähre nach Manley gestiegen. Auch hier haben wir uns wieder hinten hin gesetzt, um einen Blick auf die Oper und die Harbour Bridge zu erlangen.

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Das Schiff ist wie geplant ausgelaufen und wir mussten uns das Deck achtern mit vielen Leuten teilen, hatten jedoch eine Bank für uns alleine. Es war schon ein wenig später am Tag und die Sonne war im Begriff, innerhalb der nächsten Stunden unter zu gehen. So entstanden traumhafte Blicke auf Downtown, die Oper und die Harbour Bridge.

Ein wenig später sind wir dann in Manley angekommen und haben uns in Richtung Strand aufgemacht. Der Strand ist wirklich wunderschön. Allerdings ist es arg kalt gewesen - und verdammt windig. Das hatte aber auch den Vorteil, dass wir zwei Wind-Surfern zusehen konnten, wie diese in der Brandung versucht haben zu surfen. Gar nicht so einfach, sag ich da!

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Nach einer kleinen Foto-Session haben wir dann Hunger bekommen und sind auf die Suche nach dem nächsten Restaurant gewesen. Nicht lange gesucht, haben wir auch schon zahlreiche gefunden. Nach einer kurzen Studie der Aushänge haben wir einen neuen Plan gefasst und Ausschau nach einem günstigen Restaurant gehalten. Anscheinend geht direkt an der Strand-Promenade nur die High-Society von Sydney dinieren (oder wie sagt man in hochgestochen).

clip_image022Ein wenig später haben wir dann die Haupt-Einkaufsstraße entdeckt. Dort gab es sehr viele von diesen kleinen Imbissen. Sehr schön und nett empfanden wir die Personen, welche versucht haben, jemanden davon zu überzeugen, bei ihnen zu essen. Im Gegensatz zu den Kannaren oder Balearen (dort wurde man sehr aggressiv angesprochen und konnte fast gar nicht an den Personen vorbei) haben die Australier jemanden erst angesprochen, wenn man vor deren Geschäft stand und auch gezeigt hat, dass man hungrig ist. Wir sind dann in einem kleinen Laden gelandet, in welchem wir dann Pasta (Penne Carbonara) essen waren. Echt lecker!

Als wir dann wieder zurück zum Hafen von Manley sind, um die nächste Fähre nach Sydney zu bekommen, mussten wir noch 40 Minuten warten. Anscheinend ist eine Fähre gerade erst abgefahren. Also sind wir noch einmal durch das Hafengelände geschlendert und haben jetzt zum fünften Mal (oder so) eine Horde von Weihnachtsmännern und -frauen gesehen. Irgendwie sind die heute auf einer Art Party gewesen, oder auf ganz Manley gab es frei Trinken, wenn man verkleidet dort hin kam. Wir haben es auf jeden Fall nicht herausfinden wollen, sondern sind auf direktem Weg wieder zurück zum Schiff gegangen.

Dieses fuhr dann auch pünktlich wieder ab und wir haben nun ganz vorne einen Platz bekommen, um die Night-Line der Stadt zu sehen. Das hat auch alles sehr gut geklappt, bis zu dem Zeitpunkt, als auch die Oper zu sehen war. Ich hatte das Gefühl, nun möchte das gesamte Schiff nach vorne kommen. Irgendwie ist es uns da dann zu voll geworden und wir haben uns Backbord gestellt. Da war es nicht einmal kalt und wir hatten sehr viel Platz für uns alleine - und konnten trotzdem alles sehen. Fotos machen war natürlich nur sehr schwer möglich, dennoch hab ich es probiert - hier das Ergebnis:

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Nachdem wir dann angelegt haben, konnte ich Sabrina noch davon überzeugen, in Richtung Oper zu wandern (sind nur wenige 100 Meter, jedoch sind wir ja den gesamten Tag gelaufen). Hier wollte ich die Harbour Bridge noch einmal in der Nacht aufnehmen, und was soll ich sagen - ich denke, es hat sich gelohnt.

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Danach sind wir dann relativ schnell zurück ins Hotel, um uns für den nächsten Tag fit zu machen. Ab dann haben wir ja das Auto angemietet. Und außerdem wussten wir bis dahin noch gar nicht, wo wir am nächsten Tag eigentlich hin wollten. Let’s see!

Freitag, 17. Dezember 2004

Tag der Ankunft

Kurz, nachdem wir aus dem Flughaben raus sind und noch einmal unser Gepäck haben röntgen lassen (ob wir nun wirklich nichts mit einführen), sind der Italiener, Sabrina und ich direkt auf einen Taxi-Stand zu. Der erste Taxi-Fahrer wollte uns jedoch nicht haben, da wir zu viel Gepäck hatten. Der zweite Fahrer hatte einen Kombi und konnte uns laden. Als wir ihm die unterschiedlichen Adressen mitteilten, wo wir hin wollten, sagte er nur, wir müssen dann zwei „Fares“ zahlen. Ich dachte mir, dass dies zwar ein wenig unüblich sei, jedoch logisch, wenn man betrachtet, dass er zuerst vom Flughafen zur ersten Adresse fährt und dann noch einem von dieser Adresse eine komplett neue Fahrt abrechnet (what so ever!)

Als wir dann an der Central Station angekommen sind, hat er von uns 32 $ gefordert. Mir kam der Betrag zwar ein wenig hoch vor, da jeder sagte, es kostet nur 20 $, aber ich dachte mir, dass dies noch im Bereich des möglichen liege. Ich frage ihn, was es kostet, uns noch zur zweiten Adresse zu bringen und er meinte, das wären noch einmal 10 $ oben drauf. Also hat Sabrina von dem netten Italiener 12 $ einkassiert und wir wollten weiter fahren.

Dann kam jedoch der Hammer - mir kam die Formulierung „noch einmal 10 $ oben drauf“ ein wenig komisch vor und ich fragte den Taxi-Fahrer, was er damit meinte. Darauf hin hat er mir versucht zu erklären, dass wir bei Ankunft am Hotel ca. 42 $ zahlen müssten. Jegliche Argumentation meinerseits hat er abgetan mit der Aussage „It’s the law man!“ Ich habe ihm gesagt, dass er sofort anhalten solle, denn er habe gerade 32 $ von uns bekommen und er wir kein weiteres Geld mehr sehen. Als er wieder ansetzen wollte, uns mit seinem sehr gebrochenen Englisch den Satz „It’s the law man!“ an den Kopf zu werfen, war ich ungefähr einen Schritt davor, zu explodieren und meinte nur, dass er auf der Stelle halten solle.

Meinen vermutlich – für sich sprechenden – aggressiven Gesichtsausdruck hat er dann zum Glück lesen können und hat angehalten. Wir haben dann unseren Kram gepackt und sind ausgestiegen. Kurzfristig habe ich überlegt, sofort in das selbe Taxi wieder einzusteigen und uns für 10 $ zum Hotel fahren zu lassen. In dem gleichen Augenblick ist jedoch eine Frau in den Wagen eingestiegen.

Nachdem ich dann im nahe gelegenen Internet-Cafe nachgefragt habe, wo denn die Pitt Str. ist, in welchem unser Hotel zu finden war, offenbarte man mir, dass diese Str. ca. 100 m von hier entfernt liegt, wir die Pitt Str. jedoch noch ca. 5-10 Minuten hinauf laufen müssten! „Super“ dachte ich, wo uns der Taxi-Fahrer für 10 $ wohl her gefahren hätte… Der Weg zum Hotel führte uns direkt durch China Town. Viel gesehen haben wir in diesen ersten Minuten jedoch nicht, da wir einiges an Gepäck zu ziehen hatten.

Als wir endlich in der Pitt Str. 300 angekommen sind, standen wir vor dem Metro Hotel Sydney, einem 4* Hotel. Diese Sterne sind zwar nicht mit den Deutschen zu verglichen, trotzdem war das Hotel sehr sauber und sehr nett. Das Personal war zuvorkommend, die Internet Buchung hat auch geklappt und das Zimmer war - von der Größe mal abgesehen - sehr OK. Nach einer erfrischenden Dusche ging es dann in die Stadt.

Wir sind die Pitt Str. hinunter in Richtung Harbour. Nach einem kleinen Zwischen-Stop bei Hungry Jack’s haben wir festgestellt, dass diese Lokalität in Deutschland unter dem Namen „Burger King“ läuft! Sehr interessant - gleiche Aufmachung, gleiche Menüs, dafür aber Free Refill bei den Getränken und ein anderer Name… Nun ja, wir sind auf jeden Fall weiter gegangen und haben uns schon arg gewundert, wie viele Leute denn so unterwegs sind. Die Stadt war einfach nur lebendig. Aus jeder Kneipe dröhnte die Musik, irgendwelche Truppen von Jugendlichen pfiffen dauernd irgendwelchen (nur halb bekleideten) Girls hinterher. Wir mussten irgendwann feststellen, dass uns in der Tat ein Tag fehlt und es nicht Donnerstag ist, sonder Freitag. Das hat dann natürlich einiges erklärt.

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Nach einigen Minuten sind wir dann auch schon am Hafen angekommen und konnte auf die wundervolle Oper sehen. Das ist ein atemberaubender Anblick, wenn man an der Wharf vorbeigeht zu „The Rocks“, und dann auf der rechten Seite die Oper erscheint.

clip_image004Wir sind dann noch ein wenig am Hafenbecken entlang gegangen. Als wir einmal zurück blickten, sahen wir die hell erleuchtete Skyline vom Sydney Central Business District (City Center). Dieser war wundervoll beleuchtet und wurde natürlich auch Opfer meiner Kamera. Lange haben wir spekuliert, was für einen Blick man wohl von einem der Hotels direkt am Hafen hat. Nun gut, wir werden ja noch einmal in Sydney sein, vielleicht mieten wir uns dann ja in einem dieser Hotels in Zimmer, anstatt in der Pitt Str.

In der Hoffnung, noch weitere schöne Eindrücke zu gewinnen, sind wir noch nicht umgedreht und zurück zum Hotel, sondern haben uns dazu entschieden, eine etwas längere Runde um den Hafen herum zu drehen.

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Als wir dann noch ein Stück weiter gegangen sind, haben konnten wir die Harbour Bridge in ihrer vollen Länge sehen. Ein super Anblick - echt Wahnsinn!Nach diesen ersten Eindrücken sind wir dann wieder zurück in Richtung Hotel, da uns dann doch irgendwann eine Art Jet Lag eingeholt hat.

Die Nacht im Hotel war sehr entspannt, obwohl wir beide um ca. 5.30h aufgewacht sind, um in den Tag zu starten. Sabrina konnte uns aber davon überzeugen, noch einmal bis 10.00h liegen zu bleiben - was im Nachhinein betrachtet - auch eine sehr gute Entscheidung gewesen ist.

Donnerstag, 16. Dezember 2004

Vorbereitungen und der Flug

Nach einigen anstrengenden Wochen (-enden) sind die meisten Vorbereitungen bereits (und auch zum Glück) abgeschlossen. Die Flüge sind schon seit März gebucht, die Inlandsflüge wurden von Quantas bestätigt, das Metro Hotel in Sydney ist gebucht (und mittlerweile auch bestätigt), die Mietwagen sind reserviert und bezahlt, etc. Nun kann es also endlich los gehen.

Am Abend zuvor ging es dann nach Frankfurt; Sabrina ist von Paderborn angereist, ich bin aus München gekommen. Zunächst ging es dann zum Flughafen, um einen Vorabend-Check-In durchzuführen. Das hat auch alles ohne Probleme so geklappt - sondern besser als befürchtet. Die Angestellten waren alle sehr nett und gesprächsbereit, die Koffer sind nicht geplatzt und das Handgepäck konnten wir auch noch tragen! Leider haben wir jedoch keine Reservierung für etwaige Notausgang-Plätze bekommen, das sollten wir doch bitte Vorort in Wien nachfragen.

Übernachtet haben wir bei meinem Kollegen Olaf und seiner Freundin Irina. Nach einem sehr netten Abend bei einem Italiener ging es dann recht früh ins Bett, da wir ja am nächsten Morgen um 7.30h am Gate stehen mussten. Dies heiß 5.45h aufstehen! Nach einer etwas unruhigen Nacht hat es aber geklappt und wir sind unglaublicher Weise nach 20 Minuten bereits am Flughafen gewesen (haben die U-Bahn von der Messe direkt bekommen und danach die S9 zum Flughafen - Wahnsinn, wenn das so weiter geht).

Bevor wir zum Gate konnten, mussten wir jedoch durch die Security. Nun ja, was soll ich sagen, normalerweise klappt das ja alles ohne Probleme - aber irgendwie habe ich hier übersehen, dass mein Nagel-Set noch im Kulturbeutel gewesen ist. Der nette Security-Mann sagte mir, dass es ihm relativ egal sei, dass dies darin sei - ich solle mir jedoch überlegen, ob ich es nicht noch einmal nachträglich einchecken möchte, da ich in Wien und Kuala Lumpur noch einmal durch die Security müsse. So empfohlen, so getan. Also ist Sabrina mit dem ganzen Handgepäck zum Gate 34 und ich noch mal raus, zum Priority Check-In. Die gute Frau am Schalter sah mich nur ein wenig verblüfft an, mit diesem Blick, „Mein lieber Herr, dass ist doch bekannt, dass so etwas da nicht rein gehört. Wegen solchen Leuten wie Ihnen habe ich jetzt Stress!“ Als ich ihr dann noch sagte, dass ich in einer viertel Stunde im Flieger sein müsste, lachte sie nur und meinte, „das sei ein guter Scherz“. Nach Vorlage meines Flugtickets wurde sie dann jedoch sehr schnell, verpackte mein 12x7x2 cm Nagel-Set in einer 40x30x20cm Box und hat mir versichert, dass auch dies bis Sydney durchgecheckt wird. Ehrlich gesagt, innerlich habe ich mich von dem Set bereits verabschiedet. Dann wünschte mir die nette Dame vom Schalter noch sehr viel Glück mit meinem Flieger und ich dachte nur, „entspann Dich mal!“

clip_image002Danach bin ich also noch ein mal durch die Security, diesmal ohne Beanstandung (welch Wunder!) und hab mich aufgemacht zum Gate 34. Wie sich rausstellen durfte, liegt das Gate 34 im Frankfurter Flughafen ungefähr da, wo Stralsund in Deutschland liegt (also am Ars… der Welt oder zumindest nahe dran). Folglich wurde mein entspannter Gang zum Gate zu einem anstrengenden Nordic-Walk bis zu einem halben Dauerlauf. Irgendwann konnte ich am Horizont der Terminal-Halle dann ein kleines gelbes Gate 34 erkennen, darunter eine lange Schlange von Leuten. Also hieß es, wieder einen Schritt zurückschalten und entspannter gehen! Dennoch kam ich ein wenig erschöpft am Gate an.

Der Flug nach Wien in einer Boing 737 war mal sehr entspannt - obwohl der Flieger zwar total überfüllt war und wir auf 140 Personen gesehen 4 Double-Bookings hatten und ca. 30 Minuten später erst los konnten. Also, den Hammer bei Austrian Airlines finde ich ja immer noch, dass man fast 1.400 € für einen Flug zahlt und dann für ein Sandwich mit einem Einkaufspreis von ca. 78 ct einen Preis von 4 € hinlegen soll. Das ist doch eine totale Frechheit. Als ich dann die kostenlose Getränke-Vergabe verschlafen und mein kostenloses Wasser verpasst habe, fragte ich die Saftschupse mit roten Strapsen, ob ich wohl noch ein Wasser bekommen könnte. Und bevor ich meinen Satz mit „da ich die Ausgabe gerade verschlafen habe“ beenden konnte, meinte diese gute Frau mit einem sehr - eigentlich viel zu bissigen - Unterton in der Stimme: „Ein zweites Wasser wollen Sie?!?“ Dass ich da nicht ausgerastet bin, lag vermutlich an dem Schlafentzug der letzten Tage. Da hat sie noch einmal Glück gehabt J

Na ja, mit ca. 35 Minuten Verspätung in Wien gelandet, mussten wir vom Bereich C zum Bereich A. Dazwischen lag eine Pass-Kontrolle, an welcher schätzungsweise 1142 Personen anstanden. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die verbleibenden 25 Minuten hinweisen, die mittlerweile nur noch zwischen Aussteigen und Boarden der nächsten Maschine lagen. Aber dies dauerte zum Glück nicht so lange und wir waren nach ca. 10 Minuten da durch (ich sage nur „EU-Bürger“ J)!

Nach der Pass-Kontrolle ging es dann zur Pass-Eingabe für den Flug, bei welcher wir nach Notausgang-Plätzen fragen sollten. Die hat natürlich so ungefähr gar nichts gebracht, außer weitere 15 Minuten warten, da die Dame am Schalter anscheinend andere Prioritäten hatte… Nachdem wir jetzt einsteigen mussten, sollte unser Handgepäck aber noch einmal durch die Österreichischen Sicherheitsbehörden kontrolliert werden. Und was ist da passiert? Sie haben in meinem Koffer ein Schweizer Messer entdeckt, von welchem ich nicht einmal mehr wusste, dass es dieses gibt - geschweige denn, wo genau im Koffer mit 6 Fächern und 3 Ebenen dies genau steckte. Als wir es nach zweimaligen Nach-Scannen dann endlich gefunden haben und sie meinten, dass dieses Messer grenzwertig sei (was soviel bedeutet wie, „wir müssen es nicht einziehen, können es aber“) hat er mich gebeten, es bitte in die Hosentasche zu stecken und dann nicht mehr ins Handgepäck aufzunehmen. Danach durfte ich aber noch einmal „Media Markt“ spielen und alle elektronischen Geräte an- und wieder ausschalten. Super! Das einzige, was mich beruhigt hat, waren die anderen 50 Personen hinter mir, die auch noch alle in die selbe Maschine wollten! Man, hab ich mich an dieser Stelle schon auf die Sicherheitskontrolle der Asiaten gefreut…

clip_image004Der Flug nach Kuala Lumpur war mit 10.30h berechnet und wir sollten die Verspätung, welche wir bei Abflug auf Grund von irgendwelchen verspäteten Passagieren hatten, bis Sydney in jedem Fall wieder einholen. Als wir dann endlich im Flieger saßen, musste ich feststellen, dass mein direkter Sitznachbar (am Fenster sitzend) nicht nur seinen, sondern auch meinen halben Platz eingenommen hat. Gut, zuerst hab ich die Strategie gefahren, im laut ein „Hello“ zu kommunizieren. Auf dies schien er zwar zu reagieren, dachte jedoch nicht daran, sich nur einen Millimeter von seiner derzeitigen Sitzposition zu bewegen. Danach dachte ich, es wäre eine sehr schöne Idee, einfach die harte Tour zu fahren und mir meinen Platz zu „erkämpfen“, indem ich ihm zweimal einen harten Ellbogen-Check versetzt habe. Als ich mit dieser Variante nur einen mäßigen Erfolg erzielte, habe ich meine Strategie total umgestellt und ihn einfach nur noch voll gelabert. Dies schien dem Herrn zu gefallen und er hat sich dann auch mal ein wenig dünner gemacht… Er ist übrigens Italiener und hat vor zwei Tagen seinen Flug gebucht, für 1.200 €, ganze 200 € weniger, als wir gezahlt haben. Sein Ziel war auch Sydney, danach wollte er jedoch eine Art Backpacker-Tour Richtung Melbourne machen.

clip_image006Kurz um, der Flug mit Lauda Air war sehr gut. Obwohl wir keine Notausgang-Plätze bekommen haben, war genug Platz vorhanden, um die Beine auszustrecken, ohne den Vordermann zu penetrieren. Jeder Sitz hatte einen eigenen Bildschirm mit einem riesigen Film-Programm, Computer-Spielen wie Schach oder Solitär. Die Stewardessen waren auch sehr nett und - unserer Meinung nach - alle unter 25, und die Stewards total schwul…

clip_image008Kurz um, der Flug nach Kuala Lumpur war zwar ca. 11 Stunden lang, aber die Zeit ging um wie im Flug J und nach nicht all zu langer Zeit waren wir bereits in Malaysia. Hier mussten wir alle aus der Maschine raus (inkl. Handgepäck etc.) und hatten 20 Minuten Zeit zum Wieder- Einsteigen. In dieser Zeit haben wir uns mal die Architektur (und die Toiletten) vom Kuala Lumpur-eanischen Flughafen angesehen und waren begeistert. Wirklich nicht schlecht! Doch es war schon jetzt viel zu heiß und stickig in diesem kleine Treibhaus (die stehen alle auf Glas-Bauten).

clip_image010Der Weiterflug nach Sydney war auch sehr gut. Es gab mal wieder ein Mittag- bzw.
Abendessen, da es schon so 12-15 Uhr war. Hier haben wir im Wesentlichen geschlafen, um uns für ein paar Stunden Sightseeing in Sydney zu schonen. Dann haben wir noch mit unserem Nachbarn abgemacht, zusammen ein Taxi in die Stadt zu nehmen.

Am Sydney Kingsfort Airport angekommen, wurde die Maschine erst einmal mit einem Desinfektionsspray eingesprüht, damit wir keine „Killer-Insekten“ mit nach Australien bringen konnten. Danach mussten wir alle unsere Lebensmittel wegschmeißen und durch die Border-Control. Hier haben wir von einem sehr netten Beamten unsere Einreise-Genehmigung bekommen und waren somit legal in Australien angekommen.

clip_image012Direkt hinter der Border-Control waren die Laufbänder, um unser Gepäck abzuholen. In der Zeit, in welcher wir auf Sabrinas Koffer gewartet haben (meiner war schon da), kamen die Quarantaine-Hunde vorbei. Einer nahm direkt Sabrinas Rucksack ins Visier, schnüffelte wild daran und setzte sich danach artig daneben. Dann kam bereits die gute Frau von der Security an, riss den Rucksack an sich und durchsuchte diesen. Gefunden hat sie natürlich nichts, wir haben 10 Minuten zuvor alles im Müll verklappt, aber der süße Mischling hat halt noch gerochen, dass Sabrina nur das Beste aus Deutschland eingepackt hatte ;-)

Mittwoch, 15. Dezember 2004

Unsere Australien Reise

– Ein Tagebuch der besonderen Art –

16. Dezember 2004 – 16. Januar 2004

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Sydney – Cairns – Ayers Rock – Melbourne – Great Ocean Road – Canberra – Sydney

Die Autoren
Ingo M.
Sabrina P.