Montag, 8. Juli 2002

Boeing Werke und Canada

Nach einer doch recht kurzen Nacht sind wir an diesem geht so sonnigen (es ist bewölkt wie Sau, aber zum Glück regnet es wenigstens nicht mehr) Montag doch wirklich mitten in der  Nacht aufgestanden. Unglaublich, ich muss mal gerade überlegen wann ich das letzte mal um kurz nach sieben (am) aus der Koje gefallen bin. Schnell alle Sachen zusammensuchen und dann auf nach Everett (nein, hat nichts mit dem Everest zu tun).

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Nach einem sehr gemütlichen Frühstück im Auto (Bagel mit Cream Cheese) haben wir uns die Boeing Werke angeschaut. Einfach riesig und super genial. Der Tour Guide (erinnerte schon sehr an Ned Flanders) mit seinen Infos war schon beeindruckend: größte Halle der Welt nach Volumen, Fläche: 75 Fußballfelder oder ganz Disney Land, 23.000 Angestellte in diesem Werk, eine Boeing 747 kostet 215 Millionen US$, no Visa o r Mastercard accepted, Cash only!! Eine Turbine kostet schon 15 Mio. US$, gute 217.000 l Treibstoff passen rein, beim Start werden über 2.000 Gallon davon verbraucht, eine 747 ist 231 Fuß lang, ….. und den advice: „I am not going if it´s not Boeing!!“

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Gegen Mittag geht’s dann weiter nach Vancouver; Canada wir kommen! Die Outletmall am Wege nach Canada konnten wir trotzdem nicht so ganz umgehen und immerhin hat Ingo hier auch Schuhe in seiner Größe gefunden, ist doch was, oder ? (wer hat auch sonst Schuhgröße 49 oder so??!)

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An der Grenze nach Canada gab es dann doch ganz schöne Wartezeiten, gut eine Stunde im Auto sitzen und das nicht gerade bei schlechtem und kaltem Wetter. Na ja, Ausweise raus, kurz die Einfuhrerklärung gemacht und dann gab es auch – nach weiteren 2000 Fragen – den ersehnten Stempel in den Reisepass. Jetzt dürfen wir bis 2003 ein- und ausreisen, coole Sache! Gut hat uns auch das Schild an der Grenze gefallen „ThinKMetric“ hihi, endlich mal vernünftige Angaben und nicht so nen Milen- / Inch-/ Fuß-/ Farenheitgedöns :-)

In Vancouver selbst haben wir uns als erstes mit Ingo’s Freundin (also der Bekannten) getroffen. Ganz nette und gemütliche Kneipe (obwohl: sind in der Lasagne nicht normalerweise Nudeln mit etwas Fleisch und nicht umgekehrt??), aber so duster eingerichtet dass man auch nicht wirklich sehen konnte was man isst oder trinkt. Und das beste: die Währung!! Gleiche Preise wie in den USA bei Can$, juchu! Sue hat uns dann noch ein paar Tipps (nein, kein Trinkgeld!) gegeben, was wir uns in Vancouver anschauen sollten und wo wir am besten übernachten. Soweit so gut, raus aus der Kneipe, „Vacancy“ suchen. Leider hatte die Sonne (so warm war es eigentlich gar nicht) den Straßenbelag soweit an geschmolzen, dass die halbe Straße an unserem rechten Reifen klebte und extrem ungute Geräusche von sich gab. Nach vergeblichen Versuchen, den Mist zu entfernen, haben wir uns für die andere Alternative (abfahren und abbremsen) entschieden – mit Erfolg nach 3 Tagen!!

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Die meisten Hostels und Hotels waren in Vancouver leider soweit ausgebucht, dass wir nur noch Zimmer mit einem großen Bett bekommen hätten. Nun ja, haben weiter gesucht und sind dann in der University of British Columbia (UBC) gelandet. Ein kleines 2 Bettzimmer (Studentenwohnheim) mit Bad auf dem Flur, so what! Dafür günstig und direkt am Nude Beach gelegen! Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen mal nen Abstecher an den Strand zu machen, wo Bekleidung optional ist. Scheinbar waren wir aber zur falschen Zeit am falschen Platz, jedenfalls saßen da neben einer Gruppe Gitarrespielender Studis nur Obdachlose rum, die aber zum Glück doch noch angezogen waren (Nude Beach nach Ingo’s These wahrscheinlich deshalb, weil die sich nichts zum Anziehen leisten können!). Sind dann an dem Strand entlang gewandert, wieder mal Klettertour!

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Und haben dann auch irgendwann nen ganz netten Fleck mit Sicht auf Nord Vancouver gefunden. Von hier aus den Sonnenuntergang sehen, dabei nen Bier schlürfen und den Seehunden zusehen war schon okay. Außerdem konnte man von hier die Flugzeuge im Landeanflug beobachten und gleichzeitig testen, was wir heute morgen bei Boeing gelernt hatten (2 Turbinen, hmm, das muss doch ne 757 sein, oder?).

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Na ja, echt genialer Sunset, dann zurück durch den dunklen Wald (juih) zum Campus. Hier haben wir sogar noch nen Internetzugang gefunden, schnell mal Mails checken, auch nicht übel. Und dann: www.ab-ins-Bett.de (laufen hier vielleicht komische Gestalten auf dem Flur rum, holla) – und Ingo, nimm einfach direkt den anderen Schlüssel wenn Du versuchst die Tür aufzuschließen, der erste ist es doch eh nicht! (ja, ich muss auch noch lernen die Tür links rum aufzuschließen).

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Sonntag, 7. Juli 2002

Seattle – It’s raining like cats and dogs

Heute war als aller erstes einmal ausschlafen angesagt, nach der letzten gemütlichen Nacht im Auto ein wahres MUSS! Gegen Mittag haben wir uns dann aber doch aus der Koje geschwungen um festzustellen, dass das gute Wetter der letzten Tage hier in Seattle ein plötzliches Ende gefunden hatte. Also, kurze Hose wieder aus, lange Klamotten und Pulli an. By the way ist Seattle die Stadt mit den meisten Regentagen der USA, hat laut einer Umfrage unter Bewohnern der US Hauptstädte, besser der größten Städte, hat Seattle aber trotzdem die beste Lebensqualität („well, rain keeps everything green so we like it“ – na klar!).

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Warum es die beste Lebensqualität hat, war uns dann auch schnell bewusst, als wir in Downtown angekommen waren. Man könnte es auch als Düsseldorf der USA bezeichnen, eine Kneipe an der nächsten, viele Restaurants und noch mehr sogenannte „Micro Breweries“. Dazu noch ne menge hübsche Mädels, Küste, Berge, kurz: nicht schlecht wenn das Wetter nicht so trübe wäre.

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So what, rein ins Old Firemen House zum Frühmittag. Wirklich lecker diese gefüllten Omeletts. Und Ingo’s Cheeseburger war auch nicht mit den Fast – Junk – Food Sachen zu vergleichen. Mit Regenschirm und Regenjacke bewaffnet sind wir dann durch die Straßen gezogen und haben uns erst die Küste und dann das Klondike Gold Rush Museum angesehen. Die Goldsucher waren zwar in dem Yukon-Gebiet zu finden, was wesentlich weiter nördlich liegt (Canada/ Alaska). Aber um dort hinzukommen und einen permit zu erlangen mussten sie vorweisen, dass sie Verpflegung und Gerätschaften für ein Jahr dabei hatten. Tja, und die mussten sie dann wohl oder übel in Seattle einkaufen und somit profitierte die Stadt mit diesem komischen Namen super davon. Trittbrettfahrer die…..

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Im Museum haben wir dann auch noch eine Goldwäscher-Vorführung bekommen, jetzt wissen wir, wie man das Gold in den Flüssen finden kann. Was man braucht, ist scheinbar nur so ein Pfanne, viel Zeit und Langeweile und noch viel viel mehr Glück! Unser Museumsführer hat sogar ein Nugget gefunden und es dann aber unverständlicherweise wieder in den Bottich geworfen. Warum auch immer, jedenfalls sehr unrealistisch! Ich hätte das wohl genommen, hehe :-).

Nach weiteren „ich Laufe mir die Beine in den Bauch“ Spaziergängen haben wir es uns dann erst mal in einem Tully gemütlich gemacht, der Seattle-Alternative (natürlich keine vollständiger Ersatz, Starbucks gab es immer noch) zu dem lästigen und überall ansässigen Starbucks.

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Wirklich interessant die Leute auf der Straße zu beobachten, am besten gefällt mir dabei immer noch der Einpark- und Autofahrversuch der Amerikaner, könnte ich mir stundenlang ansehen :-) Okay, genug am Kamin gesessen, zurück in die Kälte nach Chinatown, was nicht das hält, was es vom Namen verspricht, zumindest nicht wenn man mit New York-Chinatown Vorstellungen dort hingeht. Egal, der Supermarkt, den wir gefunden haben, der war okay. Besonders die Obst und Gemüse Abteilung beeindruckend groß, einige Sachen haben ich glaube ich noch nie vorher gesehen. Haben uns dort mit vielen gesunden Sachen eingedeckt! Hoffentlich kommt da kein Vitaminschock hinterher, hihi, nach so viel Burgern und Fast Food.

Vollbepackt mit Tüten ging es dann zurück durch den Regen zum Auto, und von dort aus in Richtung Space Needle. Auf dem Weg (natürlich nicht rein zufällig) haben wir aber noch einen Stop an den Movies gemacht und MIB II gesehen. Und für alle die ihn noch nicht gesehen haben: Nein, wer hätte gedacht, dass am Ende Will Smith doch noch ….

Okay, Movie war ganz nett, jetzt aber zum Aussichtsturm auf 530 Fuß Höhe. Von unten konnte man prima rauf schaun, ergo sollte das andere doch auch funktionieren, oder? Jedenfalls haben wir die 12 $ (each – WTC hat damals nur 11 $ gekostet!!) berappt und sind nach oben gefahren.

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War kaum noch was los, das Restaurant geschlossen und auf einen Besucher kam ein Angestellter in Relation. Egal, das einzige was störte war die Sicht, oder viel mehr, die Nichtsicht. Nach einem Rundgang stellte sich die Frage ob Downtown mit den Skyscrapern entweder das Licht ausgeschaltet hat oder der Nebel wirklich so dicht war wie befürchtet. Nach einiger Zeit warten kamen die Türme dann aber doch noch aus den Wolken hervor, dafür regnete es dann mal wieder, soviel zu Seattle.

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Samstag, 6. Juli 2002

Redwood National Park auf dem Weg nach Seattle

Guten Morgen. Die Nacht war zwar ein wenig anstrengend, aber wir haben’s überlebt. Und Ingo ist – warum auch immer – ein wenig zu gut gelaunt.... Ein wenig später dann stellten wir fest, dass wir gar nicht sooo weit von dem Redwood National Park entfernt waren. Also – nicht lang schnacken, Kopp innen Nacken – sind wir in den National Park gefahren.

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Wir mussten uns erst in einem Büro anmelden, bevor wir dann in Richtung Park fahren durften. Dort war ein riesengroßes Tor, für das man uns im Büro eine Nummer gegeben hat. Und wir dachten, wir könnten die irgendwo eintippen, und das Tor geht automatisch auf. Pustekuchen. Da war ein Vorhängeschloss vor, wo wir die Nummer einstellen mussten. Danach durchfahren und dann das Tor wieder schließen. Super!

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Aber jetzt kam der spaßige Teil. Der Weg zum Forrest war ein Schotter- und Staub-Weg! Ingo fühlte sich wohl wie bei einem Rennen! Nun gut – lange Rede, kurzer Sinn – vorher war der Wagen rot, nun ist er braun – aber wir haben ca. 5 Minuten gespart!

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Dort angekommen (es war so ca. 9am) haben wir uns dann auf den Weg gemacht, ein paar Redwoods anzuschauen. Dabei sollte auch der höchste Baum der Welt sein – ein Redwood mit ca. 125m Höhe. Genau weiß ich das nicht mehr, ist aber auch egal – ist auf jeden Fall ein RIESEN Baum. Auf jeden Fall sind wir auf dem Weg dort hin wieder mal der amerikanischen Beschilderung auf den Leim gegangen. Am Anfang des Weges stand ein Schild, es wäre eine dreiviertel Meile bis zu den Bäumen. Nach ca. 15 Minuten durch so eine Art Urwald (und wir sind schnell gegangen) sind wir dann zu einem Schild gekommen, auf dem stand, dass wir erst eine viertel Meile geschafft haben. Ich weiß nicht, wie die Amis den Weg zu einem Ziel bemessen, in der Luftlinie vielleicht? Na ja, auf jeden Fall sind wir dann auch mal endlich angekommen und ich muss sagen – Wahnsinn diese Bäume! Und nicht nur einer – gleich zig von denen.

Für den Rückweg waren wir dann ja schon vorgewarnt und haben mal pauschal eine Stunde für diese dreiviertel Meile eingeplant. Unglaublicher Weise stand am selben Weg, dass der Aufstieg 1,5 Meilen wären (und nicht 0,75). Wie auch immer, mit unserer Stunde haben wir gar nicht mal so verkehrt gelegen und sind auch überpünktlich wieder am Auto gewesen, um dann die Rennstrecke weiter zu fahren.

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Es war so gegen Mittag, als wir dann unsere Fahrt nach Seattle angetreten haben. Oh man war ich fertig, zum Glück konnte Ingo fahren. Die Nacht im Auto war zwar cool und auch günstig, aber nicht so mein Ding. Wir haben uns dann kurzum dazu entschlossen, nicht mehr die Küstenstraße zu fahren, sondern den Interstate I 5 zu nehmen, weil man hier doch einiges schnelle fahren konnte. Wir hatten ja schließlich noch einige hundert Meilen vor uns...

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Auf unserem Weg lag dann auch noch die Industriestadt Portland in Bundesstaat Oregon. Hier haben wir jedoch nicht gehalten, sind lediglich durch gefahren. Das hat aber auch schon gereicht. Ein wenig später – so gegen Mitternacht – sind wir dann endlich in Seattle angekommen. Zum Glück hatten wir unseren Motel 5 Guide mit, so dass wir schnellst Möglich auch das nächste Motel gefunden haben, um uns ein wenig Schlaf zu gönnen.

Freitag, 5. Juli 2002

Letzter Tag in San Francisco

Unseren letzten Tag in San Francisco haben wir auch noch rum bekommen. Nach dem wir endlich aufgestanden sind hieß es, in die Stadt zu fahren, um Ingo’s Foto-Apparat reparieren zu lassen. Der Zoom ist kaputt gegangen – was mal echt doof ist. Einen 1000 € Foto-Apparat und der Zoom ist kaputt. Aber er hat ja immer noch seine Video-Kamera. Naja, es stellte sich heraus, dass uns alle Leute verarschen wollten und uns von einer Adresse zur anderen geschickt haben, in der Hoffnung, dass sie uns irgendwo ausbeuten könnten. Aber da lagen sie falsch, wir hatten sie durchschaut :-) !!!

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Danach ging es dann über die Golden Gate Bridge nach Sausolito. Ein sehr schöner Teil von San Francisco. Aber auch sehr exklusiv. Weiter im Plan ging es dann auf eine Anhöhe auf der anderen Seite der Stadt, von dort aus hatte man einen sehr schönen Blick auf die Golden Gate Bridge und auf die Military Base (kennt ihr den Film Presidio)?

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Eigentlich stand danach noch Berkeley auf dem Plan – aber angesichts der Tatsache, dass es bereits 3.30pm war hielten wir es für angemessen, dies zu streichen und den die Highway CA 1, die Kalifornische Küstenstraße nach Norden zu fahren. Wir wollten heute ja noch schließlich bis zu den Redwoods kommen. Und die Küstenstraße bei Tageslicht genießen.

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Herrlich diese Küstenstraße! Abgesehen von den Idioten, die wie Ameisen vor einem her kriechen. „Bei welcher Schlange ist das Arschloch vorne... hä?!?“ Aber diese Aussicht – einfach nur genial! Links von uns ging es teilweise 100m steil abwärts, danach kam dann nur noch Wasser... Pazifik Wasser. In einem kleinen Dorfe – hab den Namen schon wieder verdrängt – haben wir dann halt gemacht, um noch ein wenig Futter zu kaufen, damit wir den Rest des Tages auch überstehen. Es ist ja unglaublich, wie viel die für Obst, Fleisch geschweige denn Käse verlagen. Ne Frechheit, sag ich Euch! Nun ja, Budget ist knapp – also haben wir Toastbrot mit sehr billiger Fleischwurst gekauft – und weiter ging es. Aber ganz im Ernst – das schmeckte mal echt ... scheiße! Aber was soll’s, den Hunger hat’s vertrieben und günstig war ’s auch.

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Weiter auf dem Weg nach Norden sind wir dann durch Mendocino gekommen. Wer kennt nicht das Hippie Lied „Mendocino, Mendocino ...“! Wir also voller Erwartung in diese legendäre Stadt und... und... Es war alles dunkel, düster, schwarz... wir haben unser Auto von innen verriegelt und sind wieder schnellst möglich raus gefahren aus diesem Kaff. Unglaublich, aber dafür haben wir wenigstens ein schönes Foto vom Ortseingang (und Ausgang!) – für all diejenigen, die dies hier nicht lesen, sich und das Foto anschauen und meinen, wir wären unheimlich cool!

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Ein wenig weiter – und auch ein wenig später – dachten wir, es wäre unheimlich cool, ein Motel aufzusuchen, um uns für den nächsten Tag auszuschlafen. Leider hatten wir einen kleinen Fehler in der Planung, und zwar fahren ALLE, ich wiederhole, ALLE Amis in ganz Amerika an einem verlängerten Wochenende im Sommer an die Küste. Somit waren auch alle Motels belegt. Irgendwann (so gegen 2am), nach schon etwas längerer Suche, stellten wir fest, dass sich das Benzin dem Ende neigt und wir hielten es für eine gute Idee, etwas Benzin nachzufüllen.

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Also fuhren wir die nächste Tankstelle an, um rauszufinden, dass hier die Zahlung per Kreditkarte an der Säule nicht funktioniert und wir max. für 5 $ tanken konnten (das sind ca. 3,5 Gallonen). Damit wären wir nicht weit gekommen. Also ist Ingo in die Tankstelle rein, und blieb da auch für die nächsten 20 Min. Er hatte eine Kassiererin (die einzige in dem Laden) erwischt, die heute ihren ersten Tag hatte und vor ca. 5 Stunden auch überfallen wurde – und auch dementsprechend drauf war! Sie war völlig durch den Wind und konnte gar nichts mehr (bzw. konnte immer noch nichts). Sie war übrigens umge“schult“ worden, ihr Mann hat sie sitzen gelassen und jetzt ist sie an die West Coast gegangen und .... DANKE ES REICHT! Ich frage mich, warum ist sie dann ausgerechnet in dieses verlorene Kaff hier gegangen?!?!

So, nachdem das mit der ersten Tankstelle nicht funktioniert hat, haben wir den Rat der Tankwärterin befolgt und die nächste Tankstelle aufgesucht, um den Wagen voll zu machen. Danach haben wir noch eine Ewigkeit gesucht und letztendlich noch ein Motel gefunden. Aber die wollten ganz 85 $ plus Tax haben – und es war schon 3 Uhr morgens. Da fiel uns spontan ein, dass wir 2 Min. bevor wir das Motel gefunden haben, an einem Restplatz mit tausenden von Wohnwagen vorbeigekommen sind. Also haben wir nicht lange gefackelt und sind auf diesen super gelegenen (direkt an der Küste) Parkplatz gefahren, um uns die restlichen Stunden der Nacht um die Ohren zu hauen.

Donnerstag, 4. Juli 2002

San Francisco – Independence Day

Guten morgen!! Heute ist Independence Day, vor genau 226 Jahren wurde die Declaration of Independence unterzeichnet. How ever, auf geht es in aller Frühe mit dem Bus nach Downtown San Francisco. Eine gute halbe Stunde Fahrt von South San Francisco bis Union Square, von dort mit der legendären Cable Car bis ans Wasser (Achtung, Hintern einziehen beim Trittbrettfahrern!!) und zu Fuß weiter bis zur Pier 39.

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Auch heute morgen war es nicht möglich, noch kurzfristig Fahrten nach Alcatraz zu bekommen, alles ausgebucht. Nur noch die Kombinationsticket waren zu haben. Ingo hat sich für eine solche Tour (Alcatraz/ Bay Area Schiffs-Tour/ San Francisco Walking Tour) entschieden.  clip_image004

Muss auch ziemlich genial gewesen sein. Bei der Bay-Cruise wurde wohl auch erwähnt, dass man die besten Fotos der Golden Gate Bridge von der steilen Felsküste aus machen kann, der Abstieg aber sehr schwer ist (haha, ist ja nen Ding).

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In der gleichen Zeit habe ich mich zu Fuß durch halb San Francisco geschlagen, Coit Tower, Embarcadero Viertel, Financial District, am Larry Flint´s Club und dem „Stinky Rose“ Restaurant (alles was serviert wird enthält Knoblauch, auch der Wein) vorbei nach Chinatown usw. …

Anschließend sind wir ans Wasser gegangen und wollten uns das Feuerwerk angesehen. Das unschöne dabei: der erste Independence Day nach dem 11. September… diese Situation sorgte dafür, dass neben den ca. 3,27 Millionen Besuchern auch noch zusätzlich ca. 3,27 Millionen Polizisten sowie andere staatliche Einsatzkräfte unterwegs waren… Naben diese Beunruhigung kamen noch Gerüchte auf, dass die Terroristen am 4. Juli die Brücke in die Luft sprengen wollten. Somit ist auch die US Coast Guard unterwegs gewesen, die mit Hubschraubern das Wasser abgeflogen hat. Ich weiß nicht, welchen Auftrag die Jets der US Air Force hatten, welche unter und über der Golden Gate Bridge her geflogen sind… Beruhigt haben die uns zumindest nicht…

Nun aber gut – nach 1,5 Stunden warten ging es dann los. Ganze 40 Minuten lang Unabhängigkeitsfeier- und –feuerwerk! Nicht schlecht…

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Abends ging es dann zurück – und die Füße waren doppelt so groß und Ingo halb erfroren….

Mittwoch, 3. Juli 2002

San Francisco – Golden Gate Bridge

Heute steht der Wagen! Ein Tag ganz ohne irgendwelche Fahrten, nur gefahren werden oder laufen. Nach dem Ausschlafen, bzw. dem nicht bestellten Housekeeping-Weckdienst um 9 Uhr war jedenfalls die Nacht zu Ende. Schnell die Rucksäcke gepackt und dann auf in die Stadt, auf ins Vergnügen.

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Da wir hier im Motel 6 in South San Francisco wohnen, was erstaunlicherweise nicht mehr so ganz direkt zu San Francisco gehört, fahren wir bis Downtown gute 30 Minuten. Dummerweise muss man in den Bussen aber passendes Kleingeld mithaben, weil es kein Wechselgeld gibt und man ansonsten im Zweifel nicht mitgenommen wird. Glücklicherweise habe ich im Bus meine $10 wechseln können, so dass ich auch den Fahrer zufrieden stellen konnte.

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In SF selbst dann schnell noch Karten für die MUNI und die Cable Car besorgt, Emails gecheckt und los geht’s auf Tour. Mit der Cable Car (totally crowded, echt irre, schon an der dritten Station haben wir keinen mehr rein gelassen) zunächst bis zur Fishermen´s Wharf herunter und von dort zu Fuß in Richtung Pier 41, von wo die regulären Fähren zu Gefängnisinsel Alcatraz ablegen. Aufgrund des Feiertages sind die Fahrten nach Alcatraz aber bis Sonntag ausgebucht, keine Chance eine Fahrt zu bekommen.

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Die einzige Möglichkeit sind sogenannte Kombi-Angebote. Für gute $35 bekommt man Alcatraz und eine San Francisco Walking Tour. So what, die Überfahrt kostet normalerweise gute $13 und auf die geführte Tour durch San Francisco kann ich gut verzichten. Ist doch eine echte Abzocke und ich bin mir nicht sicher, ob das im Sinne der „price discrimination“ (vgl. Vorlesung ISU, Mr. Looming, Regulation & Antitrust) überhaupt erlaubt ist, na ja, jedenfalls tun es alle, diese Halsabschneider, Ausbeuter, … *pfieeep*…..*piiiiiiiep*…….

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Wir werden morgen versuchen noch ein Last Minute Angebot zu bekommen, mal sehen ob es klappt, müssen dann aber schon um 10 am da sein, heul, das heißt doch mal wieder mitten in der Nacht aufzustehen. Na, schaun wir mal. Nach dem vergeblichen Versuch eine Überfahrt zu bekommen war jedenfalls erst mal Shopping angesagt; T-Shirts, Plates, Boxen, sowohl auf der Pier 39 (coole Pantomime, coole Galerien) als auch auf dem Festland – alles was des Touri’s Herz begehrt, ist hier zu finden.

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Nach kurzem Burger-Frühstück ging’s durch die San Francisco Cannery zurück zur Fishermen´s Wharf und von dort auf den Weg zur Golden Gate Bridge. Es ist ein ganz schöner Fußmarsch, aber wirklich lohnenswert. Der Wind war so stark, dass die Surfer wirklich beste Konditionen hatten und die Brücke vollkommen klar zu sehen war (na ja, etwas dizzy, aber das ist hier ja normal). Eine gute Stunde später waren wir dann auch schon an der Brücke, ich glaube in der Zeit hätte man locker nach Alcatraz hinüber schwimmen können, mehr als 800 Meter können das eigentlich nicht sein. Die Vorbereitungen auf den July 4th scheinen im übrigen doch ihre Schatten voraus zu werfen. Auch wenn in der lokalen Zeitung zu lesen war, dass San Francisco keine besonderen Vorbereitungen bezüglich Sicherheit vorgenommen hat, so war die US Army am Fuße der Bridge am patrouillieren und Hubschrauber kontrollierten regelmäßig die Brücke aus der Luft. Uns egal, wir sind weiter zum Aussichtspunkt und von dort auf die anderes Seite der Brücke. Für Fotos ist diese Position aber etwas ungünstig, weil der Weg sehr weit oben und nicht wie erfreulich direkt am Wasser entlang führt. Was nicht ist, kann ja werden und so sind wir die steilen Abhänge und Klippen bis ans Wasser heruntergeklettert. Beinahe noch von den riesigen Wellen von den Steinen gespült war die Aussicht von hier wirklich einmalig, einfach genial!

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Nach einer weiteren Kletterpartie bergauf dann schnell wieder auf die andere Seite um den Sonnenuntergang zu sehen und dann all the way back to Union Station, Burger fassen und ab nach Hause ins Motel 6. Morgen ist Independence Day, wir sind gespannt wie es wird. Jedenfalls wissen wir dass es totally crowded werden soll. Es gibt ein fettes Feuerwerk, Livebands und somit wohl auch ne gute Party. Warten wir es ab, ich bin gespannt und freue mich auf morgen.

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Dienstag, 2. Juli 2002

Yosemite National Park

Oh man, Ingo hat gestern Abend wirklich gut zugeschlagen und damit meine ich jetzt nicht das Essen. Na gut, dann fahre ich halt :-)

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Ich konnte gestern Abend zwar auch keine gescheite Postkarte mehr schreiben aber fahren heute morgen geht wohl. [Anmerkung nach 7 Monaten – als die Karte dann angekommen ist: Ingo hat wirklich vieeel Glück gehabt, dass die Karten überhaupt angekommen sind. Kleines Beispiel: „Sonnenbühlstr. 2 in xxxxx Konstanz“ hat er verschickt an „Sonnenblumenstr. 2 in xxxxx Koblenz“… Wer weiß, wie viele Karten im Nirwana verschwinden…]

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Bis zum Eingang des Yosemite Parks war es heute wieder super heiß. Beim letzten Tanken vor dem Park wurden uns aber schon kühlere Temperaturen für den Park angesagt, der hoch oben in den Bergen liegt. Wäre ja angenehm….

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Die etwas kühlere Luft schein sich wohl herumgesprochen zu haben, denn der Park platzt vor Touristen aus allen Nähten und Parkplätze sind mitunter sehr knapp – und das auf einem Wochentag! Die Redwoods haben wir uns daher nicht mehr angesehen, kennen wir ja auch aus dem Sequoia NP, dafür sind wir dann lieber in Richtung Glacier Point weitergedüst. Das dumme am Glacier Point ist die Tatsache, dass er am Ende eines gut 20 Meilen langen Oneways liegt, also doppelte Freude! Zum Glück gab es aber auch auf dem Weg dorthin noch einiges zu sehen, zum Beispiel die Meadows, mitten in den Bergen eine große blühende Wiese und Sumpflandschaft.

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Ingo ist da bei seinen großen Füßen wirklich im Vorteil, das Gewicht wird besser verteilt; er geht nicht so schnell unter, kriegt aber schneller nasse Füße, hihi. Der Glacier Point war aber auch nen Hammer, so eine geniale Aussicht hat man selten, dazu eine super Weitsicht auf die Gletscher, die Wasserfälle und das Valley. Im Tal war gerade ein kleines Feuer, was man aus dieser Höhe gut sehen, aber auch noch riechen konnte – kontrolliertes Feuer soll das gewesen sein. Na, wenn die meinen, okay. Etwas ähnliches hatten wir gestern auch schon einmal. Schnell mit geschlossenen Fenster dran vorbei und gut, hust…

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Am Glacier Point war ausnahmsweise übrigens mal kein Kamera-Team, dafür zog aber ein Gewitter auf. Also, wieder ins Auto, den Oneway zurück und weiter ins Valley. Am Tunnel View Point vorbei bis zum Merced River, wo man die Füße ins Gletscherwasser halten konnten oder einfach nur auf einem Felsen relaxen. Etwas oberhalb von dem steinigen Ufer gibt es einen netten Sandstrand mit Picknickplatz, den wir bei etwas mehr Zeit sicherlich noch aufgesucht hätten.

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So war aber nur ein kurzes Fotoshooting der traumhaften Landschaft angesagt, schließlich wollten wir ja auch noch zu den Yosemite Falls, die in Nordamerika die höchsten Wasserfälle sind. Da wir uns ja sonst eher selten und wenn dann noch viel seltener sportlich betätigen, haben wir beschlossen das steinige Flussbett bis direkt zu den Fällen hochzuklettern. Kein Spaziergang, dafür aber fun hoch 3, hihi. Und eine super gute Aussicht, etwas feucht, aber who cares, einfach nur genial. Rockclimbing……

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So gegen 18 Uhr sind wir dann aus dem Yosemite wieder losgefahren, immerhin wollten wir heute Abend auch noch in San Francisco ankommen, gute 320 Miles entfernt. So let´s go. Nach gut einer Stunde Fahrt, mal wieder durch meine Spezial-Lieblings-Super-Dupa-winding, steep-curvy-narrow-streets bei max. Speed und quietschenden Reifen hat uns der große Hunger quasi überholt. Also: Stop im nächsten Dorf, Pizza und Hot Dog fassen. Leider ist uns aber erst nach der Bestellung aufgefallen, dass hier keine Creditcards akzeptiert werden und nur so gerade sind wir am Tellerwaschen und Zimmerputzen vorbeigekommen, nachdem wir mit dem letzten Penny das Essen bezahlen konnten *puh*.

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Dann direkt wieder ins Auto zu weiteren 3 Stunden Fahrt. Nachdem wir im Stadtgebiet von San Francisco die erste Abfahrt verpasst hatten, mussten wir quasi notgedrungen (haha) über die Oakland-Baybridge nach San Francisco reinfahren, eine super Aussicht, leider aber auch extrem nebelig. Dafür ist San Francisco ja bekannt, kalt und nebelig und vor allem: windy! Schnell noch einchecken und dann ab in die Koje, für heute reicht es wirklich, lange genug gefahren!

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Montag, 1. Juli 2002

Sequoia National Park

Okay okay, um 6 Uhr aufzustehen klang doch auch schon unrealistisch, oder hat etwa jemand geglaubt, wir würden das wirklich schaffen? Na also… Haben uns aber trotzdem gespurtet, um aus L.A. loszukommen. Frühstück ausfallen lassen, schnell goodbye gesagt, carepaket mitbekommen und dann ab auf die Bahn.

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Nach langem Planen gestern Abend haben wir uns überlegt Palm Springs zu canceln, Death Valley am Ende zu besichtigen und heute in den Sequoia National Park zu fahren. Auf dem Weg dorthin lag zufälligerweise ein IHOP (International House of Pancakes) und eine Outletmall, denen wir noch kurz einen Besuch abgestattet haben (Reebok).

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Die Temperaturen waren hier im Landesinneren doch etwa höher als an der Küste. Nachdem wir uns am Strand wesentlich wärmeres Wetter gewünscht hatten, gab es hier Hitze satt, ohne Klimaanlage keine Chance, zum Dahinschmelzen. Hilft alles meckern nichts, weiter geht’s in Richtung NP. Die Straßen werden langsam schmaler, die zulässige Höchstgeschwindigkeit ändern sich interessanterweise aber nicht, was bei gleichzeitig sehr kurvenreicher Straße (steep winding roads) wirklich Spaß macht zu fahren. Auch die Wüste/ Steppe wandelte sich langsam in grüne Flächen, schon erstaunlich, wie krass die Gegensätze sein können.

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Vorbei am Lake Kaweath ging es dann zum Eingang unseres ersten NPs. Für $50 haben wir zunächst eine Jahreskarte, die für alle Parks gültig ist gekauft. Wird wohl günstiger sein, bei dem was wir vorhaben. Zu den Nationalparks im allgemeinen sei folgendes gesagt: die Amerikaner laufen nicht allzu gerne und so sind fast alle Attraktionen mit dem Auto zu erreichen – nur noch aussteigen, Foto machen und weiter geht’s. Trotzdem sollte man das ein oder andere mal doch etwas länger bleiben und sich das ganze mal aus der Nähe ansehen.

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Entlang der ganzen Straße gibt es eine Vielzahl von Haltebuchten, extra für die Touris (okay, sonst kommt ja auch keiner her), von wo man eine geniale Sicht auf das Valley und den Fluss oder aber die super steile Bergstrasse hat, die man eine ganze Weile fahren muss, um überhaupt erst zu der ersten Attraktion zu kommen. Bei einer dieser Haltebuchten und dem Versuch, die sich windende Straßen zu fotografieren durfte ich dann feststellen, dass mir so ein blöder kleiner Käfer in die Kamera gekrochen war??!! Danke auch….

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Erstes Ziel waren Tunnel Log und Auto Log. Dabei handelt es sich um einen umgefallen „kleinen“ Redwood, durch den man ganz bequem mit dem Auto fahren kann, und um ein anderes kleines Bäumchen, auf das man damals mal mit dem Auto drauf fahren durfte – jetzt aber nicht mehr, weil zu morsch (ist das nen Grund??). Na ja, war jedenfalls ganz witzig, besonders die Straße dorthin. Nachdem ansonsten ja jeder Speed-Limit-Bump eine halbe Meile vorher ausgeschildert ist und ein Maxspeed von 15mph nicht überschritten werden darf, hat hier jemand wohl das Schild abgebaut. Also, unsere Stoßdämpfer sind okay, das hat zumindest der etwas ungewollte Test ergeben, obwohl sich der Wagen nach dem 8. Hügel doch schon etwas aufgeschaukelt hatte (gelle, Ingo??). Alamo wird sich jedenfalls freuen, wenn (die Betonung liegt auf „wenn“) sie den Wagen wiederbekommen, hehe.

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Und weiter zum Moro Rock, einem kleinen Felsen, den man ganz gut erklimmen kann, dafür aber recht hoch liegt (dünne Luft). Bereits am Parkplatz war es supervoll und mitten zwischen PKW standen diverse Fahrzeuge aus Hollywood…. Oben auf den Felsen wurde nämlich gerade ein neuer Werbespot für AT&T gedreht und wir durften dabei sein, juchu!! Nee, war wirklich eine super Aussicht von da oben. Da hat sich der „Aufstieg“, also die paar Stufen schon gelohnt. Dazu ein super Wetter, Weltklasse!! Auch der Giant Sequioa Forest und der General Sherman Tree waren interessant; der welthöchste Baum ist echt ne Wucht. Wie kann ein Baum so alt und so groß werden? Bis zu 2000 Jahre alt sind die Bäume und oft denkt man, gleich würde einem ein Dino über den Weg laufen, der in dieses Bild wirklich reinpassen würde. Stattdessen wird aber „nur“ vor Schwarzbären gewarnt. Sehen tut man wiederum nur Eidechsen, Schmetterlinge und natürlich Squirrels en masse!

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Der Weg in Richtung Fresno war lang, aber nett, weil wieder kurvenreich und nahezu kein Speedlimit J. Und später durch die Prärie, vorbei an einsamen Farmen, Feldern und Kojoten. Die Sonne geht hier, obwohl es nur wenige Kilometer Unterschied zu L.A. sind, später unter und die Sonnenuntergänge sind von der Himmelsfarbe wesentlich intensiver (blau/lila/rot) – echt irre. In Fresno haben wir uns nach diesem anstrengenden (na ja) Tag über ein chinesisches Buffet hergemacht: „Eat as much as you can“, jam jam. Dann noch etwas Alk besorgt und los geht’s. There are some people out there who know the true meaning of par-teeeey!! So good so far, Gute Nacht aus dem Motel 6 in Fresno.

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